Canon Eos R vs. 5DMKIV

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Modelias Pictures Modelias Pictures Beitrag 1 von 8
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Hallöchen, gibt es irgendwelche Erfahrungswerte im Vergleich zwischen der R und 5D MK IV?

Speziell bezüglich des Sensors. Gibt es da Unterschiede? Wenn ja, welche?

VG
kmh kmh Beitrag 2 von 8
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Da google bekanntlich nur was für Eingeweihte ist, hier der Suchpfad:
https://www.google.de/search?client=ope ... QkQ4dUDCAo

btw., wieviel musstest Du Nick Veasey für die Nutzung seines Bildes geben?

vG Markus
mattenwilly mattenwilly Beitrag 3 von 8
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Da ich den Vergleich gemacht habe ist mein Tip:

+ Leih dir post Corona beim Fachhandel beide ein paar Tage aus und teste sie mit deinen Objektiven

+ Nimm zumindest bei der R auch den BG-E22 Batteriegriff dazu

+ Die R braucht "Handbuch lesen und konfigurieren" um wirklich "zu passen", deutlich mehr als die 5D4

================

Ansonsten:


+ Die R mit EF-Objektiven ist im Serienbild-Modus mit Tracking etwas "ruckelig" da ein Modus für den Sucher dort nicht aktivierbar ist. Der geht nur mit RF Objektiven und ist ein Grund warum ich derzeit echt mal wieder an Canon Objektiven überlege

+ ICH finde die R OHNE Batteriegriff und MIT einem "DSLR" 70-200/2.8er davor etwas unhandlich. Mit BG "passt es dann"

+ Die Bedienung der beiden Kameras ist stark unterschiedlich. Wer von den 2-stelligen (ggf ausser 90) oder den 6ern kommt wird mit einigen Elementen der R leichter "warm" als einer der von 7er oder 5er/1er kommt. Der Touchbar "passt" für mich perfekt als "ISO drauflegen" Element weil für mein "Muskelgedächnis" da sonst kein Element sitzt, für Leute die da den Joystick gewohnt sind ist er wohl nerviger

+ Das "Strommanagement" an der R verlangt Umstellung von Gewohnheiten was Kamera an/aus und Stabilisator an/aus angeht wenn der Akku länger reichen soll. Morgens an, abends aus wie bei der DSLR klappt nicht

+ Der Sucher der R ist (Einstellungen auf "Schnell, sch... was auf Stromsparen") wirklich gut. ICH mag ihn lieber als den der 5D4, 6D oder 80D da er nen paar Tricks drauf hat die mit DSLR nicht gehen und ansonsten genau so bequem ist wie "klassische Optik"

+ Der Autofokus der 5D4 ist in einigen Situationen "bissiger", der aus der R braucht weniger Licht

+ Prüfe ob deine Objektive kompatibel sind bzw. was ggf. gemacht werden muss
Jupp Kaltofen Jupp Kaltofen   Beitrag 4 von 8
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Es gibt Unterschiede - Eine Spiegelreflexkamera ist was anderes als eine Spiegellose. Wesentliches kannst du in den Canon-Datenblättern zum Vergleich finden.
Das Fotografieren ist aber unterschiedlich und das gilt nicht nur die Handhabung. Sport und in Summe alle schnell bewegten Objekte kannst mit der "R" nicht gut machen. Das Liegt zum Teil am EvF. Der ist mit Latenzen ausgestattet, die sehr irritierend sind. Bei Licht ist die 5D-MK4 in allen Belangen besser. Sie hat systembedingt auch Vorteile wie Dual-Karten-Slot, Joystick, größeren Sucher, lange Akku-Laufzeit, keine Latenzen, sinnvoll angeordnete Knöpfe.
Nachteile - sie hat keinen schwenkbaren Monitor, kein Fokus-Peaking und durch den optischen Sucher, ist es bei Dämmerung mit der Fokussierung nicht so einfach. Damit verbunden sieht man bei einer DSLR auch nicht im Sucher, was man auf die Karte schreibt. Das geht hier nur im Liveview und der ist bei hellem Aussenlicht kaum verwendbar.

Besondere Merkmale der "R" - das Fokus-Peaking im Sucher ist echt geil, wenn man die Kamera nur vernünftig bedienen könnte. Der Slider ist Mist; also unbrauchbar. nur ein SD-Kartenslot und den muss man mit viel Vorsicht genießen. Die Karten muss man sehr behutsam aus der Kamera entnehmen - die klemmen seitlich und mit viel Pech fällt der Rigel des Schreibschutz der SD-Karte beim Rausnehmen ab und ins Gehäuse. (Dies werde ich Post-Corona noch durch den Service prüfen lassen.) Ich lese die Kamera möglichst mit dem USB-C Kabel aus. Die drei Parameter "ISO, Blende, Belichtungszeit" lassen sich nicht alle auf ein separates Rädchen legen. Weil kein Joy-Stick vorhanden ist, ist das Positionieren des Fokuspunkts innerhalb des Bildausschnitts etwas umständlich. Ich komme mir manchmal so vor als hätte ich eine EOS 4000D in der Hand. Das Problem löste ich mit dem Zukauf des EF-RF Adapters mit zusätzlichem Stellring. Der verstellt nun die Blende und so kann ich wieder alle drei Parameter variabel und ohne absetzten bedienen. Den Slider habe ich ausgeschaltet.

Die "R" verfügt über Fokus-Peaking und einer Fokussierhilfe bei manuellem Fokussieren - so etwas was ich gern an allen Canons gehabt hätte. Es ist ein echter Mehrwert für jedwede manuelle Fokussierung wie bei Altglas-Recycling oder Sonderobjektiven die über keinen elektrischen Fokus verfügen. Natürlich auch der Hammer bei Macro-Aufnahmen oder Focus-Bracketing im Feld.
Ich finde diese Hilfe in allen Belangen - insbesondere bei schwierigen Lichtsituation für ausgesprochen hilfreich und dies begeistert mich wirklich an der Kamera. Eines muss man aber noch erwähnen - das Fokus-Peaking und die Fokussierhilfe lassen sich aber nur bei unbeweglichen Objekten nutzen. Es braucht Zeit, sie zu verwenden. Sie funktionieren leider nur bei manuellem Fokus. Der Wegfall des Spiegelkastens eröffnet neue Altglas-und Filteroptionen.
Leider ist Sigma und Tamron wohl vorerst nicht bereit, alternative Gläser für RF zu produzieren. RF-Objektive sind sehr teuer und da muss man sich schon überlegen, ob man den Anschluss wechseln will. Ich komme mit ordentlichen Objektiven für EF und den Ring zurecht und lasse die Anderen dieses Abenteuer bestreiten.


Zusammenfassend:
Die EOS 5D-MK4 ist für jede Art der Fotografie geeignet, hat eine lange Laufzeit, ist sehr gut bedienbar und man kann auch lange Objektive damit gut halten.

Die EOS-R ist beschränkt in der Bedienbarkeit wegen fehlender Bedienelemente und bei langen Brennweiten wegen ihrer kleineren Bauweise etwas unhandlich. Nicht ganz dass, was man ohne Spiegel hätte machen können (und bei der R5 machen werden).
Ihr EVF ist träge und damit scheidet die "R" leider bei Sport und insgesamt bewegten Objekten aus. Es dauert alles zu lange.
Sie hat nur einen Kartenslot und der ist in meinem Exemplar sehr stramm.
Die Kamera hat einen schenkbaren Monitor und der EVF ist für Makro-Aufnahmen wirklich eine Bereicherung.
Sie verfügt über Fokus-Peaking und einer Fokussierhilfe bei manuellem Fokus.
FBothe FBothe   Beitrag 5 von 8
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Zitat: Jupp Kaltofen 04.04.20, 22:36Zum zitierten BeitragEine Spiegelreflexkamera ist was anderes als eine Spiegellose.

Ja, aber bezüglich des Sensors - und darauf nur bezog sich die Frage des TO - allerdings praktisch nicht.
Jupp Kaltofen Jupp Kaltofen   Beitrag 6 von 8
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Zitat: FBothe 05.04.20, 18:16Zum zitierten BeitragJa, aber bezüglich des Sensors - und darauf nur bezog sich die Frage des TO - allerdings praktisch nicht. Der Sensor alleine erklärt aber den Unterschied nicht. Es gibt auch einen elektronischen Verschluss, den die Mark 4 nicht hat. Das dynamische Verhalten des Sensors der Mark 4 soll angeblich geringfügig besser sein. Ich habe bisher dies nicht beobachten können. Ich finde die beiden Sensoren schon nah beieinander. Auch der ISO ist bei beiden Sensoren in nahezu gleichem Fenster verwendbar. So extreme Bilder bei ISO 6000 mache ich nicht. Ich versuche unter 1000 zu bleiben. Nur wenn es mal nicht reichen sollte, geht's in Richtung 1600. Die Kameras können sowas um 3500, bevor man vom Rauschen eingeholt wird.
Zum Vergleich ist das Rauschen einer 5Ds schon bei ISO 800 deutlicher.
Ich halte es für unsinnig eine Kamera nur nach ihrem Sensor zu beurteilen. Das Gesamtpaket ist wohl sinnvoller zu beurteilen.
mattenwilly mattenwilly Beitrag 7 von 8
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Die R ist (zum Glück) keine 5D4 was die Bedienung angeht. Aber weder über einen Mangel an Bedienelementen noch über einen Mangel an Joystick kann ich mich nach über 6 Monaten mit der kleinen beschweren. Das Touch-Display ist bequem und flott was die AF-Positionierung angeht, da hab ich mit dem Stiftchen an der 7D mehr Probleme und Frust gehabt (Weswegen die schnell wieder weg war). Und Bedienelemente für alle drei Parameter hat die Kamera, ISO liegt auf der genialen kleinen Touchbar (wer damit nicht klar kommt - Adapter mit Kontrollring kaufen). Man muss sich die kleine halt zurechtkonfigurieren.

Sucher ist nicht sooo langsam aber ja, speziell bei EF Objektiven ist Serienbild bei bewegten Objekten etwas ruckeliger als bei der DSLR. Aber mit etwas Gewöhnung machbar.

Die ersten bezahlbaren RF kommen (RF 35/1.8 - einfach nur "nett") bzw. sind angekündigt (RF 85/1.8 und RF 50/1.8 - endlich beide mit IS)
Jupp Kaltofen Jupp Kaltofen   Beitrag 8 von 8
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Zitat: mattenwilly 08.04.20, 17:38Zum zitierten BeitragDie R ist (zum Glück) keine 5D4 was die Bedienung angeht. Aber weder über einen Mangel an Bedienelementen noch über einen Mangel an Joystick kann ich mich nach über 6 Monaten mit der kleinen beschweren. Damit gehörst du zu den 1% der Besitzern der R, die dies genauso sehen. Darin sind alle "Influencer" Canons eingeschlossen, welche für sich schon eine stattliche Gemeinde ist.

Der Zwischenring entschärft das Problem ein wenig, lässt aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass dieser erheblich mehr als 30 Euro kostet und damit nicht mehr als Lappalie durchgeht. Für Sport kannst du die Kamera absolut abhaken. Ich sehe auch niemanden damit bei Sport Events. Zwischen der "R" und der 5DMK4 liegen Welten und das wird sich wohl erst mit der R5 ändern.

Ich strebe eher zu einer 80MPixel Kamera - oder so und werde keine halbherzigen RF-Linsen kaufen. Entweder "L" Klasse oder EF-Anschluß und "L"-Klasse. Meine Schubladen sind schon gut gefüllt und bedürfen keiner Platzhalter.
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