Canon EOS 90D

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Holger L Holger L Beitrag 196 von 206
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Was die konventionelle Digitalfotografie betrifft, wird die 90D kein Gamechanger sein. Der Mainstream hat sich schon seit Jahren bei bei 20-24MP eingependelt, höhere Auflösungen realisiert man vor allem mit größeren Sensoren (KB, MF), was ja auch Sinn macht. Daran wird sich nicht viel ändern, die "Mauer" (die im Sinne von technischen Möglichkeiten sicherlich keine ist) bei APS-C lag übrigens bei 28MP (Samsung, 2014, gibt es nicht mehr).

Neuere Ansätze findest du bei den Smartphones, hier gibt es gar einen 108-MP-Sensor, state-of-the-art sind 48MP. Diese irrsinnig hohen Auflösungen werden nicht nur genutzt, um mit möglichst vielen Daten Rauschen und Dynamik zu verbessern (zu berechnen). Die Auflösung liegt auch weit jenseits dessen, was die Linse im Stande ist aufzulösen. Damit ergeben sich wiederum andere Verbesserungsmöglichkeiten.
Am Ende hat das Bild dann per Pixelbinning 1/4 der Sensorauflösung, sprich 12, 16 oder 27MP, je nach dem ob der Sensor 48, 64 oder 108MP hat.

Smartphones haben für diesen Ansatz optimale Voraussetzungen. Kleine Sensoren bedeuten kleinere Datenmengen und festverbaute Festbrennweiten bieten optimale Verbesserungsmöglichkeiten. Ob dieser Ansatz auf Absehbarer Zeit für Systemkamera mit großen Sensoren und Wechselobjektiven Sinn macht, wage ich zu bezweifeln. Immerhin würde das Sensoren mit mindestens 300MP bedeuten.

Bleibt also alles beim alten, bis irgendwann die Grenze des Sinnvollen erreicht ist. Was bei KB nicht mehr lange dauert, wenn nicht schon erreicht ist.
Jupp Kaltofen Jupp Kaltofen   Beitrag 197 von 206
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Holger L, die Grenzen für das, was sinnvoll ist und was nicht, scheint jeder individuell festzulegen. Die Technik bringt immer neue Features auf den Markt, jedoch ist es in der digitalen Fotografie nicht anders als in allen anderen elektronischen Bereichen. Es werden technische Raffinessen verbaut (z.B. Dual-PixelRaw), die selten von Drittanbieter-Software Unterstützung findet, weil sie kaum Wirkung zeigen. Ich nenne sowas Scheininnovationen.
Ich halte Fokus-Peaking für eine sehr gute Sache - auch auf einer DSLR. Magic-Latern zeigte schon auf alten Systemen mit schwächeren Prozessorsystemen, zu was diese in der Lage ist. Auf dem Ohr sind die Hersteller aber taub. Sie wollen nicht, weil sie nicht müssen. Es ist ja kein wirklicher Wettbewerb vorhanden.
Einem Systemwechsel steht der teure Objektivpark gegenüber. Hat man viel Geld in Glas investiert, wechselt man nicht mehr so schnell und das wissen die Anbieter. Warum sonst verhalten sie sich so? Ein Smartphone ist ein Einwegartikel geworden, der nach 2 bis 3 Jahren wertlos ist. Es hängt am Smartphone nichts. Ein Wechsel ist daher einfacher entschieden.
Was die Smartphone-Kameras angeht, bewegen die Systeme sich in einem anderen Bereich als DSLx Systeme.
Egal was man erfinden wird, es mangelt ihnen an guter Optik, um mit den großen Objektiven gleich zu ziehen.
Mir ist die Rolle des heutigen Smartphones auch nicht wirklich klar. Man könnte meinen, dass die Anbieter eine Kamera verkaufen und nicht ein Telefon. Scheinbar ist man hier auch am Ende der Innovationen angekommen und stilisiert eine Nebensächlichkeit zum Main Feature.
Stefan Bar. ² Stefan Bar. ²   Beitrag 198 von 206
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Nun ja, Telefonie ist weitgehend ausgereizt. Mit Kamera (sensoren) kann man Eiteilkeit und Spieltrieb der Menschen befriedigen. Und hier lassen sich die Entwicklungen gut zwischen OEM und Auftraggeber / Entwickler trennen. Das macht die Smartphonefotografie so attraktiv für Apple, Samsung und Konsorten.
Hardwareupdates in Form von neuen Objektiven gibt's auch nicht - das Gerät muss komplett getauscht werden.
Innovationen während des Produktlebenszyklusses lassen sich gut durch das Betriebssystem steuern, bzw. verhindern
Agilität kam bei den Herstellern im DSLR-Bereich nahezu nicht zum Tragen. Das mag man einerseits begrüßen, andererseits verfluchen. Die ewige Diskussion darum, ob ein Produkt "zu Ende entwickelt" sein muss, bevor es auf den Markt kommt, oder ob man dem Kunden Firmwareupdates spendieren will, welche die Leistung oder Nutzbarkeit signifikant steigern. Bei den DSLM werden wir erheblich mehr Letzteres erleben.
Mir graut's immer vor IT-Produkten sowohl in Hard- als auch in Software, die nach einem Update plötzlich anders reagieren und man eigentlich garnicht die Zeit hat, sich damit zu befassen, weil es sich um einen Gebrauchsgegenstand handelt, den man vielleicht dringend jetzt in der bekannten Form nutzen will.

Ganz gruselig stelle ich mir das in Zukunft bei Fahrzeugen vor. Aber das ist ja hier nicht das Thema.
Jupp Kaltofen Jupp Kaltofen   Beitrag 199 von 206
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Zitat: Stefan Bar. ² 04.12.19, 00:24Zum zitierten BeitragMir graut's immer vor IT-Produkten sowohl in Hard- als auch in Software, die nach einem Update plötzlich anders reagieren und man eigentlich garnicht die Zeit hat, sich damit zu befassen, weil es sich um einen Gebrauchsgegenstand handelt, den man vielleicht dringend jetzt in der bekannten Form nutzen will.Mal etwas Off-Topic
Ich stimme dir zu und verdanke diesem Umstand, dass ich mir die EOS R mit einem EF 70-200l f/2-8 USM IS III anschaffen konnte. Stichwort: Mehrarbeit. Leider führt selbige dazu, dass ich kaum Zeit für die Anwendung der neuen Zusatzsysteme finde. Meine Hoffnungen liegen auf die Weihnachtswochen, in denen ich Urlaub habe.
Ich schreibe hin und wieder Firmware und kann dir sagen, dass diese Updates oft mit zugekauften Funktionen zutun haben und weniger mit dem Programmteil den man selber geschrieben hat. Es ist auch nicht selten, dass die Bauteiledatenblätter anderes oder gar nicht beschreiben und es dann zu Problemen kommt, die nur alternierend auftreten - eine recht hässliche Situation.
Ein weiterer Punkt der immer mehr in den Vordergrund tritt. Es ist der Wettlauf gegen die Cyber-Kriminalität.
Die Themen Authentizität und Autorisierung stellen Anforderungen an Technik, wie nie zuvor. Wenn man sich ein wenig mit der Kryptografie auskennt, kann man erahnen, wie komplex eine nachträgliche Einbettung dieser Funktionalitäten in ein fertiges System sein können. Die Sicherheit geht zu Lasten der Stabilität und erhöht die Komplexität und dass macht Systeme wieder anfälliger.
Das passiert auch in den vielen eingebetteten System wie Objektiven und auch Kamera-Firmware.
Beim KFZ wird der CAN-Bus verschlüsselt, damit man die schlüssellosen Zündsysteme und Wegfahrsperren nicht so einfach ausgehebelt werden können. Das ist eine Vorschrift des Gesetzgebers und darf nicht aushebelbar sein.
Es gab letztens noch ein Firmware-Update für viele Canon Kameras, die über WLAN,LAN und USB verfügen um Bilder ins Internet zu laden. Dort gab es einen Bug im Programmteil für die Übertragung der Bilder auf ein Computersystem.
Mein Amateurfunkgerät ist eigentlich ein echtzeitfähiger Computer mit Antennenanschluss. Software Defined Radio nennt man dies System. Ein Abfallprodukt der Smartphone und WLAN-Entwicklung. So schnell geht das. Ich bekomme auch dafür Firmware-Updates. Die Zyklen sind der eine Kamera recht ähnlich. Am Anfang mehr und dann immer weniger. So ist das mit der Firmware, Software usw.
Nun, ich verdiene u.a. Geld damit, also sei gnädig, damit ich die nächste Canon R² auch noch anschaffen kann ;-)
Holger L Holger L Beitrag 200 von 206
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Zitat: Jupp Kaltofen 04.12.19, 00:02Zum zitierten BeitragHolger L, die Grenzen für das, was sinnvoll ist und was nicht, scheint jeder individuell festzulegen.

Dem mag ich so nicht zustimmen. Natürlich gibt es bei der Auflösung Grenzen, ab der auf 100% nur noch Pixelmatsch zu erkennen ist, ohne dass man aus der Datenmenge Vorteile ziehen könnte.

Hängt natürlich auch stark von der Linse ab, aber dass ein 50/1.4 beispielsweise über 800g wiegt und über 800€ liegt für viele Kamerabesitzer schon über oder zumindest hart an der Grenze des Zumutbaren. Noch schwere und noch teurere Objektive zu konstruieren, nur damit sie eine noch höhere Auflösung liefern, wird kaum massenmarkt-fähig sein.

Andererseits, um theoretisch Vorteile aus der Datenmenge zu ziehen bräuchtest du eine Auflösungen von mehreren 100MP. Diese Datenmenge muss verarbeiteten, was sich (sehr) negativ auf die Akkulaufzeit niederschlagen würde und vor allem extrem schnelle und damit sehr teure Speichertechnologie + entsprechend schnellem Prozessor benötigt. Und am Ende natürlich die Frage steht, ob aus den theoretischen Vorteilen auch praktische Nutzen entspringen.

Ich persönlich glaube daher nicht, dass das auf absehbarer Zeit ein gangbarer Weg für die Digitalfotografie ist (ist es jetzt nicht wertend gemeint, muss ja auch gar nicht). Und damit gibt es sehr wohl eine Grenze des Sinnvollen, deren Überschreitung nur noch Nachteile, aber keine Vorteile mehr bietet. Diese lässt sich technisch, nicht individuell beschreiben (deine individuelle Entscheidung liegt ohnehin darin, die Kamera mit der höchsten Auflösung zu nehmen oder eben nicht).
Und es macht für einen Hersteller wenig Sinn, eine kleinere Sensor-Klasse (APS-C) mit mit aufzurüsten, wenn die ohnehin nie in der Lage sein wird, es mit der größeren Sensorklasse (KB) in Sachen Auflösung aufzunehmen. Von daher denke ich eben nicht, dass die 90D ein Gamechanger sein wird.
Jupp Kaltofen Jupp Kaltofen   Beitrag 201 von 206
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Ich hatte nicht mich evtl. unklar ausgerückt. Ich meinte bei den individuellen grenzen nicht das technisch Sinnvolle, sondern dass was der Kunde für sinnvoll hält. Wir erleben ja des Öfteren konträre Debatten über dass, was man so zu brauchen scheint - insbesondere die Sensorauflösung.
Ich gebe dir schon recht, dass die Linsen sehr teuer sind - wenn ich in meinen Schrank schaue, was da an Material steht, sind dass schon Werte und gefühlt habe ich "scheinbar" noch immer Bedarf.
Dass muss man nicht so ausufern lassen - es geht auch mit erheblich weniger. Aber gutes Glas kostet leider noch immer gutes Geld und es wiegt auch gut.
Und weil das Thema EOS 90D einfach keinen Mehrwert für mich bring, habe ich den Weg nach vorn gemacht und eine EOS R statt dessen angeschafft. Ich halte sie für Zukunftsorientierter. Ich bin halt keine 25 Jahre mehr und habe nicht so viel Zeit. Das letzte Hemd hat keine Taschen...man gönnt sich ja sonst nichts :-)
Holger L Holger L Beitrag 202 von 206
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Zitat: Jupp Kaltofen 04.12.19, 09:07Zum zitierten BeitragIch hatte nicht mich evtl. unklar ausgerückt. Ich meinte bei den individuellen grenzen nicht das technisch Sinnvolle, sondern dass was der Kunde für sinnvoll hält. Wir erleben ja des Öfteren konträre Debatten über dass, was man so zu brauchen scheint - insbesondere die Sensorauflösung.

So gesehen schaut es ja nicht schlecht aus. Alleine im KB-Bereich hab ich Auflösung von 20MP bis über 60MP
zur Auswahl und die Preise fangen bei moderaten 700€ (Ur-A7) an, wobei sie nach oben freilich kaum Grenzen kennen. Somit kann ich meine individuelle Sinnhaftigkeit recht frei definieren, so lange mir das Ganze den Preis dann auch wert ist.

Wer heute nicht glücklich mit der Fotografie wird, sollte sich halt ein anderes Hobby suchen :-)
TLK TLK   Beitrag 203 von 206
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Ich muß hier kurz einhaken...
Zitat: Holger L 04.12.19, 05:46Zum zitierten BeitragHängt natürlich auch stark von der Linse ab, aber dass ein 50/1.4 beispielsweise über 800g wiegt und über 800€ liegt für viele Kamerabesitzer schon über oder zumindest hart an der Grenze des Zumutbaren. Noch schwere und noch teurere Objektive zu konstruieren, nur damit sie eine noch höhere Auflösung liefern, wird kaum massenmarkt-fähig sein.Zwar stimme ich der Grundaussage zu, daß gewichts- wie preisintensive Objektive nur bedingt massentauglich sind, aber was ein 50/1.4er betrifft, so muß es sich da nun keineswegs um ein Teil mit >800g und einem Preis >800€ handeln. Das Canon EF 50mm f/1.4 USM bspw. wiegt ~300g und ist für <400€ zu haben...

Aber wie geschrieben: mein Einwand bezieht sich explizit einzig auf das gewählte Beispiel.
Holger L Holger L Beitrag 204 von 206
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Zitat: TLK 04.12.19, 14:31Zum zitierten BeitragZwar stimme ich der Grundaussage zu, daß gewichts- wie preisintensive Objektive nur bedingt massentauglich sind, aber was ein 50/1.4er betrifft, so muß es sich da nun keineswegs um ein Teil mit >800g und einem Preis >800€ handeln. Das Canon EF 50mm f/1.4 USM bspw. wiegt ~300g und ist für <400€ zu haben...

Eben. Das hohe Gewicht ist ja der hohen Auflösung des Objektivs geschuldet (Sigma Art 50/1.4 ebenso wie Sony FE 50/1.4), ältere Objektive sind wesentlich leichter und für 99.9% der Fälle (wenn nicht gar noch mehr :-)) völlig ausreichend.
Jupp Kaltofen Jupp Kaltofen   Beitrag 205 von 206
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Zitat: TLK 04.12.19, 14:31Zum zitierten BeitragAber wie geschrieben: mein Einwand bezieht sich explizit einzig auf das gewählte Beispiel. Woow, jetzt wird der TLK aber sehr vorsichtig ;-)
Zitat: TLK 04.12.19, 14:31Zum zitierten BeitragZwar stimme ich der Grundaussage zu, daß gewichts- wie preisintensive Objektive nur bedingt massentauglich sind, aber was ein 50/1.4er betrifft, so muß es sich da nun keineswegs um ein Teil mit >800g und einem Preis >800€ handeln.
Losgelöst vom Beispiel, welches eine Ausnahme ist, ist meine Beobachtung in diesem Zusammenhang auch nicht viel anders. Es beschränkt sich auch nicht auf das 50iger.
Das Sigma 50 Art f/1.4 ist sagenhaft scharf und auch kein Leichtgewicht. Der Preis ist aber im Vergleich zum Canon sensationell. Die Regel ist wohl, dass man mehr Gewicht in kauf nehmen muss, wenn die optische Leistung höher wird. Das Gewicht will dann auch bezahlt werden.
TLK TLK   Beitrag 206 von 206
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Deswegen war/bin ich ja so vorsichtig gewesen... ;)

Ich kenne ja als selbst 50/1.4er sowohl das Sigma Art als auch das Canon aus eigener Erfahrung.
Vor diesem Hintergrund weiß ich, daß das Sigma optisch sehr stark, aber eben auch einen höheren Preis hat und eine andere Gewichtsklasse darstellt - im Extremfall auch zur aktiven Selbstverteidigung hervorragend geeignet.
Und
Zitat: Jupp Kaltofen 04.12.19, 22:38Zum zitierten BeitragDie Regel ist wohl, dass man mehr Gewicht in kauf nehmen muss, wenn die optische Leistung höher wird. Das Gewicht will dann auch bezahlt werden.stimme ich ja auch zu.
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