Canon EOS 90D

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Foto Grafo Foto Grafo Beitrag 121 von 179
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Zum Thema Smartphone Fotografie hatte ich vor einigen Wochen ein Schockerlebnis:

Ich saß mit einem alten Freund am Duisburger Innenhafen im Aussenbereich einer Bar und ich dachte, ich mache mal (wir hatten uns seit September 2006 nicht mehr gesehen), ein Foto von Ihm mit meiner EOS R und dem 35mm f/1.8 Tamron.
Ich saß so circa 80 cm gegenüber von Ihm und habe dann mit Offenblende drauf gehalten.

Dann Abends am PC traute ich meinen Augen kaum:

Der Schärfeverlauf sah genauso (!) aus wie der Bokeheffekt den ein iPhone X im Portraitmodus erzeugt (also Fake).
Das war frustrierend... Das erste Mal, dass ich mit einem "richtigen" Kameraequipment ein künstlich anmutendes Bokeh erschaffen haben. Wie durch eine Software errechnet.
Andersum denke ich mir, wenn Smartphones diese "Funktion" nie gehabt hätten, wäre es mir sicher ganz normal vorgekommen...
Aber in dieser Konstellation - Abstand zum Motiv - Motivabstand zum Hintergrund - 35mm Brennweite mit gewählter Offenblende, hat es mir einen Schauer eingejagt....

Ich hoffe, dass es nicht noch häufiger zu solchen Momenten kommt.


VG
kuegi kuegi   Beitrag 122 von 179
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Genau deshalb habe ich die Sparte "Portraitfotografie" schon gar nicht mehr erwähnt :-) Da eben Smartphones schon in der Lage sind, den Bokeh-Effekt nachzuahmen. Finde die Entwicklung auch erschreckend. Es braucht immer weniger Fotografie-Kenntnisse, wenn ein Laie mit dem Smartphone auf Knopfdruck ähnliche Ergebnisse erzielen kann, wie ein erfahrener Fotograf mit teurem, schwerem Equipment.
Die neuesten Smartphones haben nun auch noch verschiedene Brennweiten-Linsen verpasst bekommen, mit Ultraweitwinkel, Weitwinkel und Tele. Die Kameraindustrie darf sich warm anziehen.
ChristianD74 ChristianD74 Beitrag 123 von 179
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Das beängstigt nur Laien, welche meinen, sie können sich mit teurer Ausrüstung Talent und Können erkaufen.
Sachkundige Fotografen wissen für welche Aufgabe welches Equipment ausreicht. Und vor allem, dass Freistellung nicht alles ist. Bei den Hobbyknipsern ist es in erster Linie Effekthascherei.

Wenn es um Portraits geht, sieht man den Unterschied zwischen Profi und Laie vor allem bei der Lichtsetzung und der Gestaltung der Pose. Und daran dass der Könner ein Blick für die Feinheiten hat, z.B. Wie die Haare liegen oder der Hemdkragen und solche Dinge.
kuegi kuegi   Beitrag 124 von 179
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Ah, okay, daran hatte ich Laie jetzt gar nicht gedacht.
ChristianD74 ChristianD74 Beitrag 125 von 179
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Du bist doch Profi. Du weißt doch was du kannst und das deine Produkte vor allem durch dein handwerkliches und künstlerisches Können besonders und verkäuflich werden und nicht wegen der Kamera.
Jupp Kaltofen Jupp Kaltofen   Beitrag 126 von 179
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Zitat: Alice vom See 08.10.19, 15:22Zum zitierten BeitragFallen die Hobbyfotografen weg, dann wird es keine DSLR mehr geben, außer ein paar wenige, extrem teure Geräte für die Profis, von irgend welchen Edelmarken. Das halte auch ich für ein mögliches Szenario.
Es hat sich immer dann, wenn sich ein Türchen geschlossen hat, ein Anderes aufgetan.
Die Berufsfotografen werden auch mit neuer Technik die gleichen guten- und schlechten Bilder machen. Man muss Beidem nur etwas Zeit gönnen.

Die Marktdurchdringung ist derart hoch, dass man selbst nach der letzten produzierten DSLR noch Jahre ohne Neuanschaffungen auskommen kann. Die Tod gesagten lebten oft am längsten.

Ich bleibe aus den genannten Gründen tiefenentspannt und schaue mir die Entwicklungen an. Eine EOS 90D werde ich, wenn sich die Gelegenheit ergibt auch mal ansehen. Anschaffen werde ich sie jedoch nicht. Der Trend geht auch nicht zum Viertgehäuse.
Jupp Kaltofen Jupp Kaltofen   Beitrag 127 von 179
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Zitat: kuegi 08.10.19, 18:00Zum zitierten BeitragDa kann sich manch einer eine Scheibe abschneiden, der glaubt, es käme nur aufs neueste Kameramodell an. Alice vom See ist auch ein Könner, der nicht nur bellt :-)
kuegi kuegi   Beitrag 128 von 179
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Übrigens, was für Canon spricht sind die guten Hauttöne. Portraitaufnahmen mit meiner Sony-DSLM gefielen mir häufig weniger wegen dem leichten Grünstich. Und das wurde auch in Testberichten bestätigt. Canon ist offenbar bekannt für seine angenehmen Hauttöne.
Holger L Holger L Beitrag 129 von 179
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Zitat: Jupp Kaltofen 09.10.19, 21:59Zum zitierten BeitragAlice vom See ist auch ein Könner, der nicht nur bellt :-)

Alice vom See ist auch eine Könnerin, die nicht nur bellt. Oder heißt dass dann miaut? Jetzt weiß ich auch verwirrt...
Foto Grafo Foto Grafo Beitrag 130 von 179
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Zitat: kuegi 09.10.19, 17:03Zum zitierten BeitragDie neuesten Smartphones haben nun auch noch verschiedene Brennweiten-Linsen verpasst bekommen, mit Ultraweitwinkel, Weitwinkel und Tele. Die Kameraindustrie darf sich warm anziehen.

Die Kameraverkäufe insgesamt sind ja schon stetig weniger geworden und was per Software alles möglich ist, hätte ich mir als ich angefangen habe zu fotografieren, niemals vorstellen können.
Das "fake" Bokeh da lediglich ein Beispiel von vielen Dingen die so möglich sind.
Olympus baut ja von allen Herstellern am meisten an "computational photography" in ihre Kameras.
An meinen Canonen vermisse ich diese Möglichkeiten aber nicht.
Aber mal sehen wohin die Reise geht.

Ich fände es jedenfalls sehr schade wenn die Kameraindustrie wie man sie im Augenblick kennt, "kaputt" geht.
Vorher brauche ich unbedingt noch ein Telezoom :)
Alice vom See Alice vom See   Beitrag 131 von 179
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Zitat: Holger L 10.10.19, 11:15Zum zitierten BeitragZitat: Jupp Kaltofen 09.10.19, 21:59Zum zitierten BeitragAlice vom See ist auch ein Könner, der nicht nur bellt :-)

Alice vom See ist auch eine Könnerin, die nicht nur bellt. Oder heißt dass dann miaut? Jetzt weiß ich auch verwirrt...

Oder sie faucht... :-)
Jupp Kaltofen Jupp Kaltofen   Beitrag 132 von 179
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Zitat: ChristianD74 09.10.19, 17:10Zum zitierten BeitragDas beängstigt nur Laien, welche meinen, sie können sich mit teurer Ausrüstung Talent und Können erkaufen.Sachkundige Fotografen wissen für welche Aufgabe welches Equipment ausreicht. Und vor allem, dass Freistellung nicht alles ist. Bei den Hobbyknipsern ist es in erster Linie Effekthascherei.Wenn es um Portraits geht, sieht man den Unterschied zwischen Profi und Laie vor allem bei der Lichtsetzung und der Gestaltung der Pose. Und daran dass der Könner ein Blick für die Feinheiten hat, z.B. Wie die Haare liegen oder der Hemdkragen und solche Dinge.

Und der Kunde ist Laie und vergleicht mit seinen Maßstäben, die so gar nicht mit Den des Profi-Fotografen übereinstimmen müssen.

Glaubst du wirklich, dass der Laie die Feinheiten wie Gestaltung, Lichtsetzung und Pose, als fachgerechte Handwerksleistung erkennen wird?

Hast du deine Kunden mal gefragt, was sie glauben, was hauptsächlich für die guten Bilder verantwortlich ist? Es würde mich nicht überraschen, wenn als erstes deine "gute Kamera" genannt wird und nicht Dein angewandtes Fachwissen und den Blick des Könners.

Haare, Hemd und Kragen mögen Dir auffallen aber viele Kunden sehen dies gar nicht so detailliert. Sie beurteilen den Gesamteindruck und nicht das Detail. Sowas erfordert ein geschultes Auge.
Man müsste ihnen zunächst beibringen, woran man ein handwerklich gutes Bild erkennt.

Die Freistellung und das Bokeh sind für viele Menschen ein Qualitätsmerkmal und beurteilen es entsprechen hoch. Das allerdings suggeriert die Smartphone-Werbung als technisches Merkmal und nicht als handwerkliches Geschick des Fotografen.

Nicht umsonst fotografieren so viele Hobby-Knipser auf Hochzeiten und anderen Veranstaltungen, statt der klassische Profi-Fotograf.
ChristianD74 ChristianD74 Beitrag 133 von 179
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Zusammenfassung von 3sat:
https://www.3sat.de/wissen/nano/leistun ... s-100.html

Bei 6:08min fällt der entscheidende Satz.
lenmos lenmos   Beitrag 134 von 179
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Prognosen, die nie Wirklichkeit geworden sind, vergisst man einfach und das ist so eine. Aber mir egal, es soll jeder fotografieren, mit was er will. Für instagram wird es wohl reichen. ;)

Es ist doch wohl auch so, dass sehr viele, die mit ihrem Telefon Fotos machen, vorher praktisch nie fotografiert haben und schon gar nicht immer einen Fotoapparat dabei hatten und sich auch nie eine eigene Kamera gekauft hätten. Eine Idiotika in der Familie für Weihnachten und ein paar Urlaubsfotos war jedenfalls genug. Heute hat eben jeder etwas mit. Ist ja toll, vor allem wenn da, wie es in manchen Fällen passiert, eine Leidenschaft für die Fotografie entsteht und dabei wirklich Sehenswertes herauskommt.

Falls es jemals so sein wird, dass ein Winzigsensor ebenso gute Fotos hervorbringt wie ein großer, was praktisch unmöglich ist, weil mit Verbesserung der kleinen, auch die großen besser werden, dann will ich das Telefon in einem DSLR-Gehäuse bedienen können und nicht so eine kleine Flunder vorsichtig zwischen zwei Fingern halten müssen.
Jupp Kaltofen Jupp Kaltofen   Beitrag 135 von 179
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Zitat: lenmos 11.10.19, 23:15Zum zitierten BeitragPrognosen, die nie Wirklichkeit geworden sind, vergisst man einfach und das ist so eine.
Man sollte Entwicklungen immer neutral beurteilen und sie beobachten. Ich halte den Beitrag allerdings auch für Wunschdenken.
Das Smartphones in der Funktion als Kamera, wird sicherlich genauso seinen Markt haben wie die Action-Cam usw. ihn hat. Verdrängt wurde dadurch bisher noch keine DSLx und die Gefahr sehe ich in absehbarer Zeit auch nicht. Meine Erfahrung ist eine ganz Andere und die deckt sich zum Teil mit der von Lenmos.

Woher soll eine Kamera - selbst mit der schlausten Firmware wissen, was du gerade und wie aufnehmen willst? Ich sehe die Intelligenz eher in Form von Assistenzsystemen - wie im KFZ - sie unterstützen; das Bild und deren Komposition muss der Fotograf noch immer selber machen.

Der Entwickler von Phytec unterstellt, dass sich bei den DSLx-Systemen beim Prozessor und der Software nichts weiterentwickeln würde.
Ich sehe eher ein neues Klientel kommen, dass sich der Fotografie aus einer anderen Richtung nähert. Die Sony-A6xxx verkaufen sich nicht grundlos so gut.
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