Auf Vollformat umsatteln oder in Objektive investieren?

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Flying Duckman Flying Duckman Beitrag 1 von 15
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Hallo zusammen,

ich bin neu hier als aktiver User, nachdem ich mich durch einige Beiträge gewühlt habe.

Meine Kamera ist die Canon EOS 1200D und da ist eigentlich immer das 1.8 50mm drauf. Ich hab viel Spaß daran, Atmosphäre einzufangen und mit Bokeh zu spielen. Mit Langzeitbelichtung beschäftige ich mich seit ein paar Wochen und Makro würde mir grundsätzlich Spaß machen, da bremsen mich die Objektivpreise aber auch wieder ein wenig aus.

Meine Frage nun: Ich würde gerne auch die Möglichkeit haben, größere Panoramen ordentlich fotografieren zu können, ohne einen Kilometer entfernt zu sein. Gleichzeitig bin ich mir irgendwo schon auch bewusst, dass meine Cam ja eher ein Einsteigerding ist. ;)
In welche Richtung könnte es jetzt sinnvoll gehen? Ich spiele mit dem Gedanken, mir eine gebrauchte 5D MKII oder eine 6D zu holen. Das ist aber zugegebenermaßen auch ein bisschen ein Floh in meinem Ohr, weil ich mir in letzter Zeit viele Videos zum Thema angeschaut habe und VF wohl irgendwie für mich das Ding schlechthin zu sein scheint. Grundsätzlich hätte ich gerne eine wertigere Kamera, die auch bei schlechten Lichtverhältnissen nicht gleich in die Knie geht. Der Sensor ist mir gar nicht so wichtig, weil mir dazu auch schlicht noch die Ahnung fehlt.

Oder mit der 1200D weitermachen und erstmal in Objektive investieren? Das ist für mich nur irgendwie ein Teufelskreis, da die Wahl des Objektivs ja auch ein bisschen die Wahl der späteren Kamera beeinflusst.

Was bringt mich eurer Meinung an diesem Punkt eher nach vorne? Eine solide Kamera, mit der ich gleichzeitig den Sprung zur guten VF-Kamera mache, oder ein Objektiv, mit dem ich auch mit meiner Einsteiger-DSLR gute Ergebnisse machen kann? Ich hab auch gleich mal ein paar Bilder hochgeladen, die ich so als mit die besten bezeichnen würde, die mir bisher so gelungen sind ... So in die Richtung geht es bei mir. Nur Weitwinkel fehlt da noch. Und vielleicht irgendwann mal Makro. Da hab ich so Vergrößerungslinsen zum Aufschrauben. Ziemlich tricky im Handling, aber die tun es erstmal.

Viele Grüße,

David
TLK TLK   Beitrag 2 von 15
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In welchen Motiv- bzw. Aufnahmebereichen bist Du denn unterwegs?

Grundsätzlich stehe ich jedoch auf dem Standpunkt, stets zuerst in bessere Objektive und ggf. danach in eine Kameraklasse höher zu investieren - einmal abgesehen davon, daß ich das 50/1.8er als gutes Objektiv betrachte: gute Optik für wenig Geld.
Flying Duckman Flying Duckman Beitrag 3 von 15
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Ich fotografiere im Prinzip alles, was nicht gleich wegläuft. Und dabei gehe ich gerne näher ran und hab gleichzeitig einen weiten Hintergrund. Und ich hab die Kamera immer in der Stadt dabei und würde gerne auch Architektur auf engem Raum besser einfangen können, gleichzeitig auch tolle Landschaften gut fotografiert bekommen.

Ja, das 50/1.8er ist super! Mir fehlt da auch noch ein wenig die Erfahrung, ob das Ding in der Form ein einmaliger Geheimtipp ist, oder ob ich ähnliche Qualität auch bei anderen Objektiven erwarten kann, die nicht grad im vierstelligen Bereich liegen. ;) mir fehlt hier absolut noch das Gefühl dafür, wieviel Geld gut investiert ist und was eventuell für meine Wünsche auch Overkill ist.
Manfred Hunger Manfred Hunger   Beitrag 4 von 15
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Moin David,
ich greif mal folgende Aussage von Dir auf
Zitat: Flying Duckman 08.12.19, 22:44Zum zitierten Beitrag...Meine Frage nun: Ich würde gerne auch die Möglichkeit haben, größere Panoramen ordentlich fotografieren zu können, ohne einen Kilometer entfernt zu sein. ..

Diese Aufgabe löst man in der Regel durch mehrere Aufnahmen, welche dann in der Bildverarbeitung zu einem Bild zusammengesetzt werden; siehe z.B. auch hier https://de.wikipedia.org/wiki/Panoramab ... fotografie

Wenn Panoramen Dein bevorzugtes Motiv werden, empfehle ich Dir erst einmal in Stative und entsprechende Stativköpfe zu investieren.

LG Manfred
TLK TLK   Beitrag 5 von 15
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Dann mal der Reihe nach...

Zum 50/1.8: das ist ein gutes Objektiv, welches man - gerade auch an APS-C/Crop - z.B. einwandfrei in der Personenfotografie einsetzen kann. Es taugt jedoch grundsätzlich auch als lichtstarkes Objektiv für viele andere Motivbereiche und kann v.a. beim Umstieg auf KB/Vollformat weiterhin genutzt werden... von daher also behalten... ;)

Zwar mache ich selbst nichts mit Architektur, doch dürfte dafür mE mehr Weitwinkel gefragt sein: 24mm Brennweite an KB/Vollformat, dementsprechend 15mm an APS-C/Crop, möglicherweise auch noch kürzere Brennweite(n).
Siehe dazu auch:
https://fotoschule.fotocommunity.de/arc ... grafieren/
https://fotoschule.fotocommunity.de/kur ... otografie/

Für Landschaften wird mW ebenfalls desöfteren Weitwinkel - also kurze Brennweite(n) - empfohlen, doch nutzen auch in diesem Bereich einige Fotografen wohl ebenso Teleobjektive.
Da kannst Du Dich evt. gemäß http://www.soeren-spieckermann.de/was-kaufen.html besser informieren...

Und außerdem hat Manfred vollkommen recht, daß Du für diese Bereiche unbedingt ein ordentliches Stativ brauchst.
Stefan Bar. ² Stefan Bar. ²   Beitrag 6 von 15
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Vollformat passt gut zu Architektur. Ich würde aus eigener Erfahrung dringend empfehlen, eine Kamera mit Schwenkdisplay zu nehmen. Winkelsucher sind imho einfach ätzend. Mir persönlich ist auch ein 100% Sucherbild wichtig, deshalb ist die Auswahl an bezahlbaren Vollformatkameras zusammen mit Schwenk/Klappdisplay bei Canon mir noch zu gering und ich bleibe noch bei der 5D MIII und verfluche den Winkelsucher.

Richtig gute (Ultra)Weitwinkelobjektive für Vollformat sind allerdings recht teuer. Wie sieht's mit der Budgetplanung aus?
Ein Nodalpunktadapter ist für (Voll)Panoramen in engeren Räumen oder Plätzen ein Muss. Kostet auch mal so um 300,-, plus ein halbwegs vernünftiges Stativ mit Kopf für noch mal den Preis.
Mein Bokehliebling ist übrigens das Canon 24-70 2.8 L II.
Flying Duckman Flying Duckman Beitrag 7 von 15
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Okay ein Stativ hab ich bereits. Nur gut ist es nicht. :D

Aber wozu würdet ihr an der Stelle raten? Ich fotografiere eh meistens mit dem 1.8er. Bringt da ne andere Kamera so viel Verbesserung? Würde ich mit dem Objektiv ein krass anderes (besseres?) Ergebnis erzielen, als mit meinem Billig-Ding?
Stefan Bar. ² Stefan Bar. ²   Beitrag 8 von 15
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Es kommt darauf an, mit welchem Objektiv Du vergleichst. Ich habe damals das 24-70 2.8L mit dem Nachfolger verglichen und hatte sogar damit einen Wow-Effekt.
Gerade wenn Du auf Bokeh stehst, solltest Du sorgfältig wählen. Ich habe jetzt nicht die Bokeheigenschaften aller in Frage kommender Objektive im Kopf, aber das 50mm 1.8 ist jetzt nicht gerade die Spitze der Evolution im Objektivbau, wenn es auch insgesamt ein sehr brauchbares Objektiv ist, speziell wenn man auf den Preis schaut.

Die Kamera ist eher sekundär. Allerdings gibt es dann doch Dynamikunterschiede zu den höheren Klassen. Das Schöne ist, dass es mittlerweile einen guten Gebrauchtmarkt gibt, da die Nachfolger immer enger getaktet auf den Markt kommen ohne riesige Sprünge zu machen.
Flying Duckman Flying Duckman Beitrag 9 von 15
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Ok, das ist schon mal notiert! Wobei ich mit dem 1.8er schon erstmal zufrieden genug bin. Gibt es Websites, die solche Objektive vergleichen? Ich glaube, ich komm meinen Wünschen langsam gedanklich näher:

Mach ich mit einer 5D mkII oder einer 6D bessere Bilder mit dem 1.8er als jetzt?
Wenn der Body tatsächlich nicht die gewaltige Auswirkung auf die Bildqualität hat, würde ich tatsächlich eher dahin tendieren, in ein Weitwinkelobjektiv zu investieren.

Wobei sich da grundsätzlich noch die Frage stellen könnte, ob ich insgesamt zwingend bei Canon bleiben will, oder gar länger spare und mir alles von einer anderen Marke hole. Ich hab das Gefühl, dass die interessanten Objektive von Canon einfach auch sehr teuer sind ...
Stefan Bar. ² Stefan Bar. ²   Beitrag 10 von 15
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Ich bin im Weitwinkelbereich breit aufgestellt. Schon seit der 300D habe ich das Sigma 15-30mm, das aber schon lange nicht mehr neu zu bekommen und eine Diva ist, das 17mm TS-E und eben das 24-70 2.8 L II.
Das Sigma ist extrem empfindlich gegen Streulicht, aber unter 20mm und etwas abgeblendet enorm scharf und mit seinen recht hohen Farbkontrasten für mich ein sehr gutes Landschaftsobjektiv.
Das Tiltshift mit 17mm ist natürlich etwas speziell aber für Architekturfotografie ein Traum.
Das 24-70 2.8 L II ist mein Hauptobjektiv.

Vielleicht wäre das 24-70 4.0 IS eine Alternative für dich, wenn Du es mit Vollformat kombinierst. Allerdings weiß ich jetzt nicht, wie das Bokeh ist.
Vernünftige Objektivtestseiten muss ich als Links später nachreichen.
Stefan Bar. ² Stefan Bar. ²   Beitrag 11 von 15
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Einige seriöse Objektivtests (Reihenfolge ohne Wertung):
https://www.opticallimits.com/canon-eos
https://www.dxomark.com/category/lens-reviews/
https://www.imaging-resource.com/lenses/reviews/
https://www.the-digital-picture.com/Reviews/
http://www.photodo.com/

Hier aus meinem Fundus ein paar thematisch passende Fotos:

Kurhaus Binz (Rügen) Kurhaus Binz (Rüg… Stefan Bar. ² 26.09.12 12
17mm TS-E
Stille Stille Stefan Bar. ² 04.10.13 0
24-70L 2.8 II
Ein Traum in Weiß und Blau II Ein Traum in Weiß… Stefan Bar. ² 11.04.09 14
Sigma 15-30
2.5h FFM 3 in 1 2.5h FFM 3 in 1 Stefan Bar. 12.08.07 24
ebenfalls jeweils mit dem Sigma 15-30 Ganz vergessen: Ich habe noch das Sigma 15mm Diagonal-Fischauge
Spuren Spuren Stefan Bar. ² 14.03.09 27

Der direkte Vergleich mit dem alten Canon 24-70 2.8L und dem 24-70 2.8 L II:

Vergleichsbild Canon 24-70 2.8 L und Canon 24-70 2.8 II L USM Vergleichsbild Ca… Stefan Bar. ² 24.05.13 0
Flying Duckman Flying Duckman Beitrag 12 von 15
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Vielen Dank für deine Bilder und die Links! Da hab ich was für die freien Tage. :D
hans-a hans-a   Beitrag 13 von 15
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Zitat: Flying Duckman 09.12.19, 08:17Zum zitierten BeitragOkay ein Stativ hab ich bereits. Nur gut ist es nicht. :D

In diesem "Entwicklungsstadium" über eine Vollformatkamera nachzudenken, halte ich nicht für sinnvoll. Ich fotografiere seit zig Jahren und habe nach dem Einstieg in's Digitale jeweils nie eine bessere Auflösung vermisst. Auch die alten RAWs aus meiner 350D (8 MP, Markteinführung 2005) sind, behutsame, gezielte Bearbeitung vorausgesetzt, absolut brauchbar. Mit Vollformat holt man sich - meiner Ansicht nach - mit größerem Gewicht, teureren (schwereren) Objektiven, mehr erforderlicher Rechenleistung usw. einen ekligen Rattenschwanz in's Haus. Entscheidend für gute Bilder ist der Faktor hinter der Kamera. Eine Binsenweisheit, klar. Aber ich würde als Verkäufer sagen: "Zeigen Sie mal, was Sie so bisher für Bilder gemacht haben, und dann sprechen wir noch einmal über eine Vollformatkamera."

Wofür man in meinen Augen wirklich Geld ausgeben sollte: Ein vernünftiges Stativ (besser: mehrere) und ein hochwertiges Filtersystem. Der Preis des Filtersystems darf durchaus den des Kamerabodys erreichen. Auch bin ich ein ganz großer Fan von meinem Original Winkelsucher, trotz Klappdisplay.
der gelbe Fisch der gelbe Fisch   Beitrag 14 von 15
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Ich würde vielleicht weg von der EOS 1200D, Peilmarke wäre da vielleicht die EOS 80D.
Ansonsten, ganz klar, Objektive.
Dein 50/1,8 kannst Du als gesetzt betrachten. Damit hast Du ja quasi eine Messlatte für ein "gutes Objektiv".
Ein Geheimtipp ist es übrigens nicht, sondern das meistgebaute Objektiv der Welt.
Wenn Dir Festbrennweiten liegen könntest Du nach unten hin mit 35, 28 oder 24mm ergänzen, oder nach oben hin mit z.B. einem Makroobjektiv oder dem 85/1,8.
Zum Thema Zooms lasse ich mal da, dass Canon für APS-C ein sehr preiswertes Weitwinkelzoom baut, und es gebraucht eine ganze Riege von ordentlichen Fremdoptiken gibt.
Standardzoom: Vielleicht nicht ganz unwichtig, hier halte ich mich als Benutzer eines anderen Systems (Pentax) mal heraus.
Die Teleobjektive Deines Systems sind zum Grössten Teil in der Lage, irgendwann auch an eine Vollformatkamera umzuziehen.

Solange Du bei APS-C bleibst bewegst Du Dich im preisgünstigsten Kamerasystem, ein zügiger Ausbau wäre gewährleistet.

;-) Michael
Baturalp Baturalp Beitrag 15 von 15
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Zitat: Flying Duckman 09.12.19, 14:00Zum zitierten BeitragMach ich mit einer 5D mkII oder einer 6D bessere Bilder mit dem 1.8er als jetzt? Prinzipell haben die Sensoren der "Vollformat" Kameras mehr Reserven, was LowLight betrifft, wenn das dein Hauptkriterium sein sollte, kann man darüber nachdenken zu wechseln.
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