Als Naturfotograf seinen Lebensunterhalt verdienen?

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joshua paul joshua paul neu Beitrag 1 von 12
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Hallo zusammen,

Ich hoffe, das ist keine blöde Frage, und ich dachte, ich würde sie da rausbringen, da ich mir vorstelle, dass es viele Profis aus einer ganzen Reihe von Genres da draußen geben muss. Mit "Natur" -Fotografie meine ich im Wesentlichen Landschaften und wild lebende Tiere.

Mir ist klar, dass dies zwei ziemlich unterschiedliche Arten von Genres sind, was die Möglichkeiten der Einkommensgenerierung anbelangt, aber ich würde mich freuen, von irgendjemandem in diesen Bereichen zu hören (oder einen Einblick in diese): Welche Möglichkeiten haben Sie, aus Ihrer Fotografie ein Einkommen zu generieren? , und wie lange hast du gebraucht, um einen Punkt zu erreichen, an dem du allein von deiner Fotografie leben könntest?

Die wichtigsten Dinge, an die ich denken kann, sind der Verkauf von Kunstdrucken und Workshops - und, wenn Sie ein bestimmtes Niveau erreicht haben, verzweigen Sie sich in Magazine und Ähnliches. Ich würde gerne erzogen werden!
FBothe FBothe   Beitrag 2 von 12
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Eine blöde Frage ist das nicht, aber auch nicht unbedingt selten.

Mein erster Vorschlag: Schreibe mal etwas in dein Profil hier und zeige uns ein paar Fotos. Mit leeren Profilen diskutiert es sich nicht gut.

Vorschlag 2: Bitte mal einen der Admins, deinen Beitrag hier in ein passenderes Forum zu verschieben.
2wheel 2wheel Beitrag 3 von 12
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Ich kann es nur aus meiner Sparte her beantworten, wer kann die Fotos brauchen ???

Ich mache in meinem Umfeld kaum "unverlangte" Fotografie aus kommerziellen Gründen ....

Wild-life-Fotografie ist ein sehr weites Feld, ein entsprechendes (ansprechendes) Portfolio wird dir am ehesten Zugang zu Verlagen öffnen ......
Alice vom See Alice vom See   Beitrag 4 von 12
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Naturfotograf gibt es auch im Sinne von Reisefotograf. Da musst Du aber in Vorleistung gehen und die Reisen selbst bezahlen und dann versuchen deine Arbeiten an Verlage zu verkaufen. Mach etwas spektakuläres, wie z.B. nach Patagonien, Feuerland usw, besteige dort einen Berg und mache Bilder die keiner zuvor gemacht hat und ähnliches. Damit hast Du viel Aufsehen und alle wollen deine Bilder. Anders hast Du kaum einen Chance in dieses Metier beruflich Fuss zu fassen, außer dein Schwiegervater ist zufällig Bildredakteur eines Magazins.

Ja, Träume werden immer schwieriger zu realisieren...

Viel wichtiger ist aber, dass man die Mittel die man verwendet auch versteht. Wie z.B. dieses Forum. Hier in diesem Unterforum bist Du falsch mit deiner Frage. Hier geht es nur um die Hardware und deren Gebrauch. Wenn Du deine Umwelt nicht verstehst, gehst Du noch irgendwo unterwegs verloren...
Mittelosteuropa-Entdecker Mittelosteuropa-Entdecker Beitrag 5 von 12
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Ich wage mal die These, trotz zunehmer Weltbevölkerung ist die Zahl der Fotografen abnehmend, welche ihren Lebensunterhalt komplett mit Bildveröffentlichungen bestreiten können, und der eben gemachten Bemerkung mit den "Vorleistungen" schließe ich mich auch an. Freundliche Grüße
Michgibtesnicht Michgibtesnicht   Beitrag 6 von 12
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Zitat: Mittelosteuropa-Entdecker 30.12.19, 19:45Zum zitierten BeitragIch wage mal die These, trotz zunehmer Weltbevölkerung ist die Zahl der Fotografen abnehmend, welche ihren Lebensunterhalt komplett mit Bildveröffentlichungen bestreiten können,

Wenn es um Landschaftsfotografie geht, hat das nach Ansel Adams keiner mehr geschafft.
Photonenbändiger Photonenbändiger Beitrag 7 von 12
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Zitat: Alice vom See 30.12.19, 15:57Zum zitierten BeitragJa, Träume werden immer schwieriger zu realisieren...

dito. mein rat: stell dich auf ein wirtschaftlich solides fundament. durch eine abgeschlossene ausbildung usw. und die fotografie nebenbei. nimm dir zeit zur entwicklung.

und denke dran: keiner wartet auf dich! der markt ist eng und wird von vielen beliefert.

um von der (natur)fotografie leben zu können, braucht es viel disziplin, unbändigen willen und durchhaltevermögen.

nur mal ein vorschlag: arbeite gebietsbezogen und entwickle dabei ein vortragsprojekt. dann wirst du merken, dass es u.u. jahre dauern kann, bis man wirklich ausreichend material für einen 90 minüter beisammen hat. und dann stelle das mal vor - in 15min kurzfassungen bei festivalwettbewerben wie in der lichtbildarena jena. wenn du da bestehst, hast du schon mal eine hürde geschafft.
ChristianD74 ChristianD74 Beitrag 8 von 12
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Zitat: Michgibtesnicht 30.12.19, 20:17Zum zitierten BeitragZitat: Mittelosteuropa-Entdecker 30.12.19, 19:45Zum zitierten BeitragIch wage mal die These, trotz zunehmer Weltbevölkerung ist die Zahl der Fotografen abnehmend, welche ihren Lebensunterhalt komplett mit Bildveröffentlichungen bestreiten können,

Wenn es um Landschaftsfotografie geht, hat das nach Ansel Adams keiner mehr geschafft.

Wird schon ein paar Jahre gereicht haben:
https://www.vice.com/de/article/3kn4gy/ ... rgrundbild

Ansonsten sind Reisen und Fotografie ein wunderbares Hobby, welches man am Besten pflegen kann wenn man einer gut und regelmäßig bezahlten Arbeit nachgeht.
Mittelosteuropa-Entdecker Mittelosteuropa-Entdecker Beitrag 9 von 12
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Zitat: Michgibtesnicht 30.12.19, 20:17Zum zitierten BeitragZitat: Mittelosteuropa-Entdecker 30.12.19, 19:45Zum zitierten BeitragIch wage mal die These, trotz zunehmer Weltbevölkerung ist die Zahl der Fotografen abnehmend, welche ihren Lebensunterhalt komplett mit Bildveröffentlichungen bestreiten können,

Wenn es um Landschaftsfotografie geht, hat das nach Ansel Adams keiner mehr geschafft.


Doch! Dutzende! Aber manchmal spielten auch unkalkulierbare glückliche Zufälle eine Rolle ...
Ich wünsche der ganzen Community einen guten Rutsch!
Thomas Braunstorfinger Thomas Braunstorfinger   Beitrag 10 von 12
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Vieles wurde hier schon geschrieben, ergänzend dazu: Wir Fotografen neigen fast alle dazu, uns und unser Können zu überschätzen, im speziellen bezüglich kommerzieller Perspektive. Du kannst Hochzeiten, Klassenfotos oder Bewerbungsfotos fotografieren und bei entsprechend Talent und Einsatz davon leben. Aber freie Arbeiten und davon leben? Viele haben schon Erfahrungen mit Stock Fotos bei Adobe, Shutterstock & Co. Sehr ernüchternd. Kann ich Dir auch nur empfehlen. So kannst Du einen Marktwert etwas ausloten.
Vielleicht bist Du ja der eine von einer Million in Deutschland, der von seinen Naturfotos leben kann. Zeig doch mal was :-)
ciao
Thomas
couldbeanyone couldbeanyone Beitrag 11 von 12
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Zitat: joshua paul 30.12.19, 08:49Zum zitierten BeitragIch würde gerne erzogen werden!

Hier?? Der falsche Ort. Das einzige, was Du zu Deiner Orientierung tun kannst, ist mit einem Fotografen ins (vertrauliche) Gespräch zu kommen, der es geschafft hat, tatsächlich mit solchen Bildern nennenswertes Geld zu verdienen.
Alles andere führt eher zu Desorientierung.
Photonenbändiger Photonenbändiger Beitrag 12 von 12
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Zitat: Thomas Braunstorfinger 31.12.19, 16:26Zum zitierten BeitragViele haben schon Erfahrungen mit Stock Fotos bei Adobe, Shutterstock & Co. Sehr ernüchternd.

das kommt aber auch auf die agentur und ihre vertriebsweg/-netz an. ernüchternd ist es trotzdem, da gebe ich dir recht. die preise sind z.z. derartig im keller, selbst im premiumbereich, wo man so ohne weiteres keinen vertrag bekommt. da musst du schon geil abliefern! und zwar kontinuierlich.

oftmals erreichen meine einzelverkäufe auch bestenfalls nur das, was man früher ramschniveau nannte. die zeiten, wo man pro bild und monat im schnitt 5DM erzielte (bezogen auf das gesamtportfolio in der agentur) und pro nutzungsabfrage durchschnittlich 50-100DM, sind längst vorbei vorbei. heute kann man froh sein, wenn man 1€/bild im jahr (!) erzielt. das kann man nur noch über die masse im bestand kompensieren. heißt: um nennenswerte einnahmen im jahr über eine agentur zu generieren, sollte man schon mal 10 000 bilder dort untergebracht haben.

so, und jetzt mach ich mal ne rechnung auf: von 100 auslösungen an der kamera, behält man i.d.r. 10 bilder. diese musst du bearbeiten usw. lade die hoch, dann hast du 2, die von der agentur genommen werden. 2 von 100! da du nur 1€/bild und jahr einnimmst, aber 10 000€/jahr haben willst, musst du 500 000 klicks auf den zähler der kamera bringen. das dauert jahre! selbst dann, wenn du so wie ich mal die möglichkeiten hattest, längere zeit in einem topgebiet arbeiten zu können, wo man wesentlich mehr gelegenheiten hat, als im normalfall.

dazu kommt, dass die agenturen mit bildmaterial nur so zugeschmissen werden und diese sich auf ihre weise wehren: sie begrenzen das upload-volumen pro woche auf 10-30bilder, um nicht in den datenmassen mit entsprechendem arbeitsaufwand zu ersticken! nehmen wir mal 30b/woche an. davon nehmen sie vllt 5-6. das sind also rund 250-300 bilder/jahr. 10 000:250=40 jahre! alles klar? von der arbeitszeit, die du dort reinhängst, will ich nicht reden.

will sagen: agenturen können nur als ein vertriebsweg angesehen werden. leben kann man davon nicht mehr. das ist bestenfalls eine zweitverwertung für den fotografen. man ist inzwischen gezwungen, sich wesentlich breiter aufstellen. und dafür bedarf es fantasie, durchhaltevermögen, disziplin und den will, es zu machen.
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