Farbechtheit bei bestellten Prints

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Aranka07 Aranka07 Beitrag 1 von 30
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Hallo,

wenn ich meine Bilder drucken lasse, dann sind die Farben oftmals nicht so, wie sie mir auf meinem Bildschirm dargestellt werden. Nun habe ich etwas im Inet gestöbert und habe verstanden, dass es hier mehrere Stellschrauben gibt. Auf der einen Seite steht da zum Beispiel die Monitorkalibrierung, auf der anderen Seite das Arbeitsprofil in Photoshop.
Ich habe bislang immer Adobe RGB in Photoshop eingestellt, da ich so mehr Farben zur Verfügung hatte und die Bilder einfach brillianter waren. Nun sagte man mir, dass die Druckereien aber nicht in Adobe RGB, sondern in CMYK Drucken. Hat es dann überhaupt Sinn, in Photoshop im Adobe RGB Profil zu arbeiten oder sollte ich generell lieber auf CMYK umstellen? Wiemacht ihr das, um hinterher nicht das böse erwachen zu bekommen?
T ST T ST Beitrag 2 von 30
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Ich glaube das Stichwort, das dir fehlt, ist Farbmanagement. Such danach mal hier im Forum oder wegen mir auch im Internet und du wirst etliche Beiträge finden, die das Thema erklären. Leider ist das ein recht umfangreiches Thema, das man einfach durcharbeiten und Verstehen haben muss, um zu den gewünschten Ergebnissen zu kommen.
Und nochmals leider wird man dir kaum sagen können, stelle den Schalter in dem Programm einfach so ein (usw.) und dann ist alles gut. Für ein perfektes Druckergebnis spielen viele "Schalter" eine Rolle, die sich auch gegenseitig beeinflussen. Da must du leider durch, fürchte ich. Dennoch viel Erflog.

Grüße Thomas
Frank Monemail Frank Monemail   Beitrag 3 von 30
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Alle Druckereien fertigen in CMYK (Cyan, Magenta, Yellow, Key=Black). Hierbei handelt es sich um ein subtraktives Farbsystem (alles zusammen gemischt subtrahiert sich zu annähernd Schwarz). Es handelt sich um ein "körperliches" Mischsystem, da man mit Pigmenten arbeitet. Da die drei Buntfarben in ihrer Beschaffenheit nicht unbedingt rein sind ist es zuweilen nicht möglich bestimmte leuchtende Farbtöne (ohne zuhilfenahme von reineren Grün-, Orange- und Violett-Pigmenten) zu mischen. Daher ist der darstellbare Farbraum eingeschränkt.

Bei den Farben (Rot/Grün/Blau) am Monitor (egal ob sRGB oder AdobeRGB) handelt es sich um additive Farbmischung. Das heißt alle Farben zusammen addieren sich zu weißem Licht. (Siehe Lichtzerlegung mittels Prisma). Hier sind 16,5 Millionen oder gar mehr Nuancen darstellbar.
Der AdobeRGB-Farbraum ist im Grün/Rot-Bereich erweitert und sorgt am Monitor für die beschriebene "Brillianz".

Insofern du nicht für Druckmedien/Verlagsarbeit fotografierst empfehle ich Dir im sRGB-Farbraum zu arbeiten.
(Vernünftige Monitorkalibrierung!)
Druckereien arbeiten mit Ihren eigenen Workflows bei dem Bilder vorm RIP eh in CMYK konvertiert werden.
Dies gilt auch für die einschlägigen "Belichter" wie Cewe und Fuji.

Just my 2 Cent
Michael B. Rehders Michael B. Rehders   Beitrag 4 von 30
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Zitat: Aranka07 27.09.20, 08:07Zum zitierten BeitragIch habe bislang immer Adobe RGB in Photoshop eingestellt, da ich so mehr Farben zur Verfügung hatte und die Bilder einfach brillianter waren. Nun sagte man mir, dass die Druckereien aber nicht in Adobe RGB, sondern in CMYK Drucken. Hat es dann überhaupt Sinn, in Photoshop im Adobe RGB Profil zu arbeiten oder sollte ich generell lieber auf CMYK umstellen? Wiemacht ihr das, um hinterher nicht das böse erwachen zu bekommen?
Zunächst einmal benötigst du einen Monitor, der Adobe RGB zu 100 Prozent darstellen kann. Das sind zum Beispiel die BenQ Monitore aus der PhotoVue-Serie.

Es geht jetzt nicht darum, die Bilder für den CMYK-Druck im Farbprofil Adobe RGB zu bearbeiten, sondern um folgendes: Da du in CMYK druckst, soll das Bildwerk vorher auch in CMYK bearbeitet werden. Wenn der Monitor Adobe RGB zu 100 Prozent unterstützt, wird darauf der CMYK-Farbraum zu 100 Prozent dargestellt. Du siehst im Grunde (ganz vereinfacht gesagt) die Druckfarben.

Das bringt uns zum nächsten Punkt:
In Photoshop kannst du vom Zielfarbraum (z.B. Adobe RGB) in den Zielfarbraum (z. B. CMYK) konvertieren. Denn damit wird gedruckt. Ob Farbmetrisch oder Perzeptiv zum besseren konvertierten Ergebnis führt, musst du ausprobieren. Das hängt in der Regel von den fotografierten Motiven ab.

Erkundige dich vorher in der Druckerei, mit welchem CMYK-Profil dort gearbeitet/gedruckt wird. Sollte das Profil in Photoshop nicht vorhanden sein, lass es dir von der Druckerei geben.
Damit bearbeitest du dann die Bilder für den Druck.
Christian Gigan Weber Christian Gigan Weber   Beitrag 5 von 30
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Zitat: Michael B. Rehders 27.09.20, 17:29Zum zitierten BeitragEs geht jetzt nicht darum, die Bilder für den CMYK-Druck im Farbprofil Adobe RGB zu bearbeiten, sondern um folgendes: Da du in CMYK druckst, soll das Bildwerk vorher auch in CMYK bearbeitet werden.Zitat: Michael B. Rehders 27.09.20, 17:29Zum zitierten BeitragIn Photoshop kannst du vom Zielfarbraum (z.B. Adobe RGB) in den Zielfarbraum (z. B. CMYK) konvertieren. Denn damit wird gedruckt.Das sind aber, wie ich finde, gewagt pauschale Aussagen. Hoffentlich weiß der TO, daß einmal in CMYK konvertierte Dateien nicht mehr einfach wieder in RGB zurückkonvertiert werden können. Tintenstrahldrucker z.B. erwarten in der Regel RGB Dateien.
John Lumen John Lumen Beitrag 6 von 30
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Ja, das ist sie wieder, die BenQ- Werbung.

Nein, einen neuen Monitor wird es wahrscheinlich nicht brauchen.

Da der TO offenbar Einsteiger ist, erst mal alles (Kamera, Photoshop) auf sRGB einstellen. Sollte der vorhandene Monitor über eine sRGB Einstellung verfügen, auch diese wählen. Falls nicht, muss dieser kalibriert und profiliert werden. Mit sRGB können alle Printdienstleister umgehen. Eine Konversion nach CMYK ist nicht erforderlich.

Bilder im Adobe-RGB Farbraum sind keineswegs brillianter. Bei falscher Nutzung kommen nur "schöne", knallige Fehlfarben aus dem Monitor. Körperfarben außerhalb sRGB sind so selten wie ein kleiner Lottogewinn. Lediglich einige wenige Blütenfarben schaffen das. Bei Selbstleuchtern und künstlichen Farben sieht das anders aus.
A.F. - Fotodesign A.F. - Fotodesign   Beitrag 7 von 30
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zum Glück hab ich das mit der "Werbung"
nicht geschrieben
sonst würde ich jetzt hier Hochkant raus fliegen!!!
Michael B. Rehders Michael B. Rehders   Beitrag 8 von 30
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Zitat: Christian Gigan Weber 28.09.20, 12:05Zum zitierten Beitragintenstrahldrucker z.B. erwarten in der Regel RGB Dateien.
Dass Tintenstrahldrucker in der Regel RGB erwarten, ist klar. Doch es geht dem TE hier um Druckereien im Offset/Digitaldruck, die in CMYK drucken - und da ist der von mir beschriebene Weg der Gängige.

Zitat: Christian Gigan Weber 28.09.20, 12:05Zum zitierten Beitrag Hoffentlich weiß der TO, daß einmal in CMYK konvertierte Dateien nicht mehr einfach wieder in RGB zurückkonvertiert werden können.
Es geht um die Erstellung einer Druckvorlage.
Diese wird üblicherweise aus einer Kopie des Originals angefertigt oder nach den Änderungen mit neuem Namen gespeichert.
Für Veröffentlichungen in Online-Medien kann das Original (Adobe RGB) verwendet werden - oder besser in sRGB konvertiert werden.
Ich arbeite immer mit "Kopien", die ich entsprechend des Nutzungszweckes umbenenne.



Zitat: John Lumen 28.09.20, 12:29Zum zitierten Beitrag Mit sRGB können alle Printdienstleister umgehen.
Soweit richtig. Das ist halt der kleinste gemeinsame Nenner. Auf diese Weise arbeiten aus Zeit/Kostengründen viele Agenturen.
Allerdings ist das darstellbare Farbspektrum von CMYK größer als von sRGB. Sollte das Farbspektrum von sRGB nicht ausreichen für farbige Produktdarstellungen, müssen andere Lösungen her.
Aus diesem Grund arbeite ich mit einem BenQ SW321C. Darauf kann ich im Adobe-RGB-Farbraum (des kalibrierten/profilierten Monitors) eine in CMYK konvertierte/profilierte Datei mit präzisen/vollständigen Farben sehen.

Zitat: John Lumen 28.09.20, 12:29Zum zitierten Beitrag Eine Konversion nach CMYK ist nicht erforderlich.
Irgendjemand wird am Ende in CMYK konvertieren, wenn in CMYK gedruckt werden soll.
Klar machen das Druckereien. Nur gibt man damit die Kontrolle über das Ergebnis ab.
Ich habe bessere Erfahrungen damit gemacht, die Konvertierung und gegebenenfalls Farbkorrekturen selbst zu übernehmen.

Sollte der TO keinen Monitor für Fotografen besitzen, der Adobe RGB zu 100 Prozent unterstützt, sondern nur sRGB darzustellen vermag, dann ist der von Dir beschriebene Weg allerdings vorzuziehen.
A.F. - Fotodesign A.F. - Fotodesign   Beitrag 9 von 30
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wo wird das mit dem Offsetdruck bitte erwähnt???


und natürlich kann nicht nur dieser Benq Bilder in 100% adobe rgb darstellen (wobei das erfahrungsgemäß eher ein Glücksspiel ist bei dieser Firma)
es gibt da auch noch so die ein oder andere Firma deren Monitore das wirklich sehr gut können und das
dauerhaft!
Michael B. Rehders Michael B. Rehders   Beitrag 10 von 30
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Zitat: A.F. - Fotodesign 28.09.20, 17:43Zum zitierten Beitragwo wird das mit dem Offsetdruck bitte erwähnt???

Offset/Digitaldruck schließe ich aus dem Eingangsposting:

Zitat: Aranka07 27.09.20, 08:07Zum zitierten BeitragNun sagte man mir, dass die Druckereien aber nicht in Adobe RGB, sondern in CMYK Drucken.
A.F. - Fotodesign A.F. - Fotodesign   Beitrag 11 von 30
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ich kann davon im Text nichts lesen
und was du aus dem Text schließt ist nun mal nicht verbindlich!

Druckereien könnten im Umgangssprachlichen Bereich sogar Dienstleister im Drogeriemarkt sein oder deren Zufallsdrucker vor Ort, who nows...
Michael B. Rehders Michael B. Rehders   Beitrag 12 von 30
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Zitat: A.F. - Fotodesign 28.09.20, 17:43Zum zitierten Beitrag
und natürlich kann nicht nur dieser Benq Bilder in 100% adobe rgb darstellen

Natürlich können das auch andere Monitore. Keine Frage.
BenQ wirbt mit 99 Prozent Adobe-RGB-Farbraumabdeckung.
Mehrere von mir kontrollierte BenQ SW321C unterstützen den Farbraum allesamt zu 100 Prozent, wie meine Messungen ergeben haben.

https://rehders.de/test-benq-sw321c-har ... ufloesung/

Zitat: A.F. - Fotodesign 28.09.20, 17:43Zum zitierten Beitragund das
dauerhaft!

Da es den Monitor erst seit etwa Dezember 2019 gibt, kann ich zum Langzeitverhalten wenig beitragen.
Aktuell (nach rund 1200 Betriebsstunden) ist mein SW321C absolut stabil in der Farbraumdarstellung.
Michael B. Rehders Michael B. Rehders   Beitrag 13 von 30
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Zitat: A.F. - Fotodesign 28.09.20, 17:55Zum zitierten Beitragund was du aus dem Text schließt ist nun mal nicht verbindlich!
Natürlich ist das nur meine Interpretation, weil ich das im Kontext naheliegend finde.


Zitat: A.F. - Fotodesign 28.09.20, 17:55Zum zitierten BeitragDruckereien könnten im Umgangssprachlichen Bereich sogar Dienstleister im Drogeriemarkt sein
Das ist durchaus möglich. Da wäre die Aussage, dass in CMYK "gedruckt" wird, schlichtweg falsch.
In diesem Fall würde ich raten, die Dateien konvertiert in den Zielfarbraum sRGB dort abzugeben mit Farbtemperatur 6500 Kelvin, Weißpunkt D65 und Gamma 2.2 - es sei denn der Dienstleister verlangt andere Parameter, dann sind natürlich diese einzuhalten für das bestmögliche Druckergebnis.
A.F. - Fotodesign A.F. - Fotodesign   Beitrag 14 von 30
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jup damit kann ich leben... :-)

irgendwie hatte ich mit benq nie wirklich "Glück"
hatte von dem SW270 wirklich 4 Stück und musste alle wieder zurückgeben
und BenQ leider ein mehr als negatives Testergebnis vermelden...

ich denke vom 321C werden sie mir keinen mehr überlassen zum testen;-)

obwohl da wird wohl auch bald wieder ein Nachfolger kommen
die ballern die letzten Jahre gehörig was raus...

P.S.: ja dass DANKE kommt von mir
Christian Gigan Weber Christian Gigan Weber   Beitrag 15 von 30
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Zitat: Michael B. Rehders 28.09.20, 17:38Zum zitierten BeitragDoch es geht dem TE hier um Druckereien im Offset/Digitaldruck, die in CMYK drucken -Das hat er mit keinem Wort erwähnt. In seinem Eingangspost macht er einfach den Eindruck noch sehr unerfahren zu sein und sich wundert, daß seine bestellten Prints nicht so aussehen wie erwartet.
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