Planung einer langfristigen Ausrüstung

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Harbinger Harbinger Beitrag 1 von 7
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Hallo fotocommunity

Da ich im «Nikon» Bereich kein Thema eröffnen, melde ich mich mit meiner Frage hier. Ich würde mich gerne beraten lassen. Vor vielen Jahren habe ich mit einer Nikon D80 (DX) den Einstieg in die Fotografie gefunden. Vor etwa zwei Jahren bin ich durch eine Reise, um die Erlebnisse festzuhalten, wieder bei der Fotografie gelandet. Hierzu habe ich mir dann eine Nikon Z fc gekauft.

Durch die letzten Ferien und auch dank dem Austausch mit neuen Bekannten fasziniert mich die Fotografie wieder mehr. Nun überlege ich mir, wie ich dies schlau angehe. Mir geht es um eure Gedanken und Tipps bezüglich Objektive und eventuell zukünftiger Kamera.

Momentan habe ich folgende Objektive (jeweils Nikon):
F Mount
18-70 / 3.5-4.5G ED (DX/APS-C)
28-300 / 3.5-5.6 G
70-300 / 4.5-5.6 G

Z Mount
DX 16-50 / 3.5-6.3
DX 50-250 / 4.5-6.3

Besonders das 28-300 habe ich je nach Ferienziel gerne mit dem FTZ-Adapter an der Kamera. An allen anderen Objektiven hänge ich nicht. Zum Teil waren es Kit-Objektive (ja ich weiss, inzwischen würde ich nur noch den Body kaufen) oder, so wie ich das einschätzen kann, anderweitig weniger besonders hochwertige Objektive.

Ich würde mich im unteren Durchschnitt der Fotografie ansiedeln. Themen wie Technik, Funktionsweise, Bildkomposition und gestalterisches Auge sind vorhanden. Mit der Fotografie Geld zu verdienen wird jedoch sicherlich nie Ziel sein. Ich hätte gerne eine robuste Kamera mit derjenigen ich die nächsten ca. zehn Jahre zufrieden sein kann. Gerade auch Schutz gegen Wasser/Spritzer, Feuchtigkeit, Staub und Temperaturextreme wären mir wichtig.

Ich interessiere mich für Wildtierfotografie. Gerne aber auch mal Landschaft oder Personen. Meine Freunde schwören alle auf ihre Vollformatkamera. Jedoch nicht alleine aufgrund deren Aussagen liebäugle ich mit einer Nikon Z 6II oder Z6III. Wenn ich mir diese beiden Modelle so ansehen, deckt sich diese mit meinen Anforderungen.

Ich würde gerne auf eine langfristig sinnvolle Ausrüstung hinarbeiten. Sprich die Mehrheit der aktuellen Objektive würden dann wohl wegfallen und andere wären benötigt. Was sind eure Gedanken, wenn ihr dies so lest?

Liebe Grüsse
Florian
Michael L. aus K. Michael L. aus K.   Beitrag 2 von 7
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Meine Gedanken: Warum nur lichtschwache Zooms? Da ist ja nichts mit Blende 2,8 oder gar 1,8 dabei. Astroaufnahmen bleiben dir verwehrt, Portraits mit verwischtem Hintergrund auch (man kann sich ja "im Feld" nicht immer aussuchen, wer oder was gerade dahintersteht), und solche traumhaften Bilder mit tollem Schärfeverlauf gehen auch nicht. Eigentlich kannst du nur dass machen, was mit einem Fotohandy mehr oder weniger auch geht.
Frank Br Frank Br   Beitrag 3 von 7
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Ich würde mir evtl. einfach nen Body holen und erstmal die vorhandenen Objektive nutzen. Während der Praxis merkst du was dein Hauptgenre wird und welche Objektive dir fehlen. Z.B. längere Brennweiten für Wildlife oder lichtstärkere Objektive für Portraits.
Gerhard Wolf Gerhard Wolf   Beitrag 4 von 7
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Dem was Frank sagt, kann ich nur beipflichten. Ich würde aber auch in ein gutes Stativ und ein ordentliches Blitzgerät investieren.
Matthias Pe Matthias Pe   Beitrag 5 von 7
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Ich schließe mich Frank und Gerhard an. Meine Frage wäre jetzt: "Was willst du denn machen?" Diese Frage solltest du dir selbst auch stellen. Weil die dann sehr entscheidend dafür ist, wie du dich ausrüstest. Eines solltest du bedenken...du musst das ganze Zeug mit dir rumschleppen :-)
Der Grund weshalb ich das sage...In meinen Anfängen habe ich mich förmlich zugeschüttet mit Objektiven und dem ganzen Krempel...irgendwann hatte ich aber so die Nase voll davon, diesen ganzen mit rumzuschleppen, dass ich radikal geExt hab.
Lag auch vielleicht daran, dass ich irgendwann mal wusste was ich machen will und in welchen Themen ich mich bewegen möchte. Schlussendlich war für mich klein, leicht, robust und flexibel genau die Dinge, auf die es mir ankam.

Also bevor du dich eindeckst mit Ausrüstung, stell dir die Frage was du machen willst und vor allem was brauchst du dazu.

Behalt ja deine Freude und fang nicht an damit Geld zu verdienen. Die Zeiten sind vorbei wo sich das gelohnt hat. Außerdem erzeugt das (meiner Meinung nach) nur Druck des "Abliefern müssen". Du kommst mehr voran wenn du fotografierst weil du Bock darauf hast und nicht weil du es musst.

Hab super viel Spass und ich freue mich mal ein paar Bilder von dir zu sehen.
Michael L. aus K. Michael L. aus K.   Beitrag 6 von 7
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Zitat: Frank Br 15.08.25, 18:36Zum zitierten BeitragIch würde mir evtl. einfach nen Body holen und erstmal die vorhandenen Objektive nutzen.
Andersrum, Kameras hat der TO ja genug. Aber keine Objektive, die wirklich einen Unterschied machen. Also entweder lichtstarke Zooms (teuer) oder aber (preisgünstiger, leichter und auch noch lichtstärker) Festbrennweiten.
Reiner J. Reiner J.   Beitrag 7 von 7
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Meine ersten Erfahrungen in der Digitalfotografie machte ich in 2005 .
Ich hatte mir eine Canon 20 D ( 8 Megapixel) und ein 17-85mm Zomm, relativ lichtschwach gekauft.
Dazu einen (teuren) Originalblitz von Canon.
Damit habe ich sehr lange u.a. auch Hochzeiten fotografiert.
Bei einem Fotokurs sah ich dann Bilder die der Fototrainer praktisch ausschließlich mit einem 24-70/ 2,8 Objektiv gemacht hatte und war begeistert.
Aufgrund der Kosten für dieses Objektiv, dauerte es noch ungefähr 10 Jahre bis zur Anschaffung desselben zusammen mit einer DSLR mit Kleinbildsensorgröße.
Damit fotografiere ich noch heute Urlaub, Porträts, Veranstaltungen etc. und bin sehr zufrieden damit.

Man könnte einwenden, dass die längste Brennweite beim 24-70mm-Objektiv etwas kurz ist.
Ausschnittvergrößerungen sind bei einer guten Vollformatkamera ( bei mir die EOS 5 D Mark IV mit 30 Megapixel)
kein Problem.

Nikon, und praktisch alle anderen Hersteller, bieten lichtstarke Zooms in diesem Brennweitenbereich an.
Aber auch "Fremdhersteller " sind da aktiv und bieten teilweise gleiche Qualität zu günstigeren Preisen an.

Quasi meine gesamte Urlaubsfotografie mache ich mit diesem Objektiv plus einer preiswerten 50mm Festbrennweite für knapp über € 100,-- .

Für den gelegentlichen Bedarf an Telebrennweiten kaufte ich später ein gebrauchtes 70-200mm/ 2,8.
Eine leichtere und preisgünstigere Version mit Anfangsöffnung f:4,0 hätte es wohl auch getan.

Wenn der TO tatsächlich in die Wildtierfotografie einsteigen möchte, dann könnten 200 mm Brennweite zu knapp sein.
In solchen Spezialfällen miete ich mir dann gerne mal ein qualitativ hochwertiges Objektiv.
Das war schon mal ein Sigma 150 - 600 .

Bei Blitzen bin ich inzwischen sehr zufrieden mit den Produkten von Godox.
Bezahlbar bei hoher Leistung.
Mein erster Canonblitz von 2005 funktioniert aber immer noch was den relativ hohen Anschaffungspreis rechtfertigt.
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