Menschenfotografie

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pzinken pzinken Beitrag 16 von 29
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Joa. Da Kunsturhebergesetz und DSGVO aber politische und sonstige Gesinnungen ebenso wenig berücksichtigen wie die Motive des Fotografen, spielt der Aspekt eine eher untergeordnete Rolle ;-)
Jürgen W2 Jürgen W2 Beitrag 17 von 29
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Gibt es eigentlich neben dem Fall Espen Eichhöfer (aus 2013 oder 2014) irgendeinen anderen Fall, in dem ein Fotograf Bilder entfernen musste oder bestraft wurde?

Keine rhetorische, sondern eine ernstgemeinte Frage. Ich kenne keinen Fall. Gibt es da eine Liste?

Ich kenne Beispiele aus England von Fotografen, die Probleme bekamen, aber Probleme ganz anderer Art. Dort geht es immer um zwei ganz andere Themen, nicht das Recht am Bild, sondern entweder darum, dass Fotografen, die öffentliche Einrichtungen fotografierten, verdächtigt wurden, einen Terroranschlag zu planen, oder darum, dass Fotografen, die Kinder fotografierten, der Pädophilie verdächtigt wurden.

Im Mag "Amateur Photographer" waren Beispiele. Da hat beispielsweise ein alter Mann aus Südafrika nach 50 oder 60 Jahren erstmals seinen Geburtsort in Yorkshire besucht und Fotos gemacht, auf denen auch Kinder zu sehen waren. Jemand wies einen Polizisten darauf hin. Der schaute sich die Fotos an und löschte sie in der Kamera ... was nicht legal ist, denn er vernichtet ja potenzielle Beweismittel!

Ein anderes Beispiel: ein Mann aus Wien lud seinen Enkel zum 18. Geburtstag nach London ein. Die beiden fotografierten das, was Touristen halt so fotografieren. Polizisten stoppten sie gegen Ende der Reise und wollten die Fotos sehen. Vermutlich sahen diese Wiener nicht sehr österreichisch aus, jedenfalls glaubten die Polizisten an die Planung eines Terrorakts und formatierten die Speicherkarte, somit die ganzen Fotos des Wochenendes ... ebenfalls illegal aus demselben Grund der Vernichtung von potenziellen Beweismitteln, und: wenn die beiden wirklich eine Straftat begehen wollen, reicht es ja nicht, die Memory Card zu formatieren. Dann muss man sie stoppen.
Silvie Manzen Silvie Manzen Beitrag 18 von 29
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Zitat: Jürgen W2 12.02.20, 18:50Zum zitierten Beitragjedenfalls glaubten die Polizisten an die Planung eines Terrorakts und formatierten die Speicherkarte, somit die ganzen Fotos des Wochenendes ... ebenfalls illegal

Mein Tipp ist, dass der Rechtsbruch keinerlei Konsequenzen für die Polizisten hatte. Liege ich da richtig?
Silvie Manzen Silvie Manzen Beitrag 19 von 29
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Zitat: pzinken 12.02.20, 07:50Zum zitierten BeitragJoa. Da Kunsturhebergesetz und DSGVO aber politische und sonstige Gesinnungen ebenso wenig berücksichtigen wie die Motive des Fotografen, spielt der Aspekt eine eher untergeordnete Rolle ;-)

Er spielt insofern eine Rolle, als man von diesem Klientel am wenigsten erwartet, sofort auf die Dienste der Polizei und der Rechtsanwälte zu schielen. Das macht es noch skurriler.
pzinken pzinken Beitrag 20 von 29
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Bedeutet das im Umkehrschluss, man muss die Rechte bestimmter Personengruppen (pauschal) nicht beachten, weil man davon ausgehen kann, dass sie eh nicht darauf pochen werden? Auch skurril.
Michael B. Rehders Michael B. Rehders   Beitrag 21 von 29
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Zitat: pzinken 13.02.20, 09:50Zum zitierten BeitragBedeutet das im Umkehrschluss, man muss die Rechte bestimmter Personengruppen (pauschal) nicht beachten, weil man davon ausgehen kann, dass sie eh nicht darauf pochen werden? Auch skurril.
Ich glaube nicht, dass Silvie das damit aussagen wollte.
Vielmehr habe ich sie so verstanden, dass bestimmte Personen ungeachtet rechtlicher Bestimmungen den Fotografen "behindern", um ihn vom (legalen) Fotografieren/Publizieren abzuhalten.
Jürgen W2 Jürgen W2 Beitrag 22 von 29
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Zitat: Silvie Manzen 12.02.20, 20:53Zum zitierten BeitragZitat: Jürgen W2 12.02.20, 18:50Zum zitierten Beitragjedenfalls glaubten die Polizisten an die Planung eines Terrorakts und formatierten die Speicherkarte, somit die ganzen Fotos des Wochenendes ... ebenfalls illegal

Mein Tipp ist, dass der Rechtsbruch keinerlei Konsequenzen für die Polizisten hatte. Liege ich da richtig?


Ich kenne den Ausgang der Geschichte nicht, aber ich habe 13 Jahre lang in England gearbeitet und ich denke deshalb dasselbe. Den Geschädigten wird sicher empfohlen, auf zivilrechtlichem Weg zu versuchen, den Schaden ersetzt zu bekommen. Mehr nicht, keine strafrechtlichen Konsequenzen.

Ich habe in UK einmal versucht, ein wirklich schwer asoziales Paar wegen ganz eindeutigen Versicherungsbetrugs nicht geringen Ausmaßes plus Urkundenfälschung sowie krassen Falschaussagen vor Gericht strafrechtlich verfolgen zu lassen. Es gab jede Menge Indizien und Beweise. Die Polizisten jedoch schauten mich an, als sei diese Idee total abwegig. Als ich den Versicherungsbetrug schilderte, sagte sogar einer von ihnen anerkennend "Pretty clever!", so als wolle er das auch mal gern ausprobieren. Bei der Staatsanwaltschaft wiederum erntete ich nur ein laues Gähnen: "Warum wollen Sie das verfolgen lassen? Sie verdienen doch nichts daran?"

Polizei ist dort nach meiner Erfahrung (aus aus anderen Zusammenhängen) nicht unbedingt "dein Freund und Helfer".
Jürgen W2 Jürgen W2 Beitrag 23 von 29
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Also nochmal konzentriert nachgefragt:

Zitat: Jürgen W2 12.02.20, 18:50Zum zitierten BeitragGibt es eigentlich neben dem Fall Espen Eichhöfer (aus 2013 oder 2014) irgendeinen anderen Fall, in dem ein Fotograf Bilder entfernen musste oder bestraft wurde?

Keine rhetorische, sondern eine ernstgemeinte Frage. Ich kenne keinen Fall. Gibt es da eine Liste?
Hermann Klecker Hermann Klecker   Beitrag 24 von 29
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Zitat: Silvie Manzen 11.02.20, 21:43Zum zitierten BeitragZitat: Michael B. Rehders 03.02.20, 12:47Zum zitierten BeitragImmerhin wollen die Teilnehmer einer Demonstration, dass ihr Anliegen größere Verbreitung findet. Deine Bilder tragen dann quasi genau dazu bei.

Stimmt. Nur darf man leider nicht voraussetzten, dass alle Demonstranten selbst so weit denken können. Um manch Linksalternative nach Polizei uns Anwalt brüllen zu lassen, reicht es aus, auf einer Demo die Knipse in ihre Richtung zu halten.


So wie neulich bei dieser Pegida-Demo passiert?

Wie viele Linksalternative laufen da so rum mit Anglermützen in Schwarz-Rot-Gelb?
Hermann Klecker Hermann Klecker   Beitrag 25 von 29
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Zitat: Jürgen W2 12.02.20, 18:50Zum zitierten BeitragGibt es eigentlich neben dem Fall Espen Eichhöfer (aus 2013 oder 2014) irgendeinen anderen Fall, in dem ein Fotograf Bilder entfernen musste oder bestraft wurde?

Wurde er das denn? Hat das BVG nicht letztinstanzlich in seinem Sinne geurteilt?
Silvie Manzen Silvie Manzen Beitrag 26 von 29
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Zitat: pzinken 13.02.20, 09:50Zum zitierten BeitragBedeutet das im Umkehrschluss, man muss die Rechte bestimmter Personengruppen (pauschal) nicht beachten, weil man davon ausgehen kann, dass sie eh nicht darauf pochen werden? Auch skurril.

Sehr lustig.

Fast so lustig wie das Pochen auf Rechten, die gar nicht existieren.
Silvie Manzen Silvie Manzen Beitrag 27 von 29
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Zitat: Hermann Klecker 13.02.20, 17:31Zum zitierten BeitragWurde er das denn? Hat das BVG nicht letztinstanzlich in seinem Sinne geurteilt?

Es hat nur teilweise in seinem Sinne geurteilt. Die Ausstellung war demzufolge legal, das Werbeplakat nicht. Er musste Strafe zahlen, jedoch wurden keine deutlich höheren Schadensersatzklagen zugelassen.
Silvie Manzen Silvie Manzen Beitrag 28 von 29
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Zitat: Jürgen W2 13.02.20, 16:26Zum zitierten BeitragAlso nochmal konzentriert nachgefragt:


Mir ist nichts bekannt. Obwohl ich immer mal wieder recherchiere.
Jürgen W2 Jürgen W2 Beitrag 29 von 29
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Zitat: Silvie Manzen 13.02.20, 21:57Zum zitierten BeitragZitat: Jürgen W2 13.02.20, 16:26Zum zitierten BeitragAlso nochmal konzentriert nachgefragt:


Mir ist nichts bekannt. Obwohl ich immer mal wieder recherchiere.


Ein Paradox.

Einerseits werden die Social Media tagein, tagaus geflutet mit Millionen von Streetfotos, die man meist nicht einmal als Kunst oder notwendige Reportage bezeichnen kann, andererseits wird man immer wieder gewarnt, dabei passiert offenbar ... gar nichts.
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