Aller Anfang ist schwer, so auch in der Fotografie: Dieses Forum bietet Einsteigern die Möglichkeit, sich von Amateuren und Profis helfen zu lassen. Nur Mut: Dumme Fragen gibt es hier nicht - jeder von uns stand einmal ganz am Anfang.
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dennis1993

Bin ich ein Irrläufer?

Warum der TO schlechte Fotos macht, liegt nicht an der Kamera oder dem Objektiv. Es liegt daran, dass er Fotografieren will und nicht weiß, welchem Thema er sich zu Beginn wittmen will. Diese Orientierungslosigkeit
macht die Motivsuche und Wahl schwierig.Hat man sie nicht, findet sich auch keine Idee oder Vorstellung, wie man Motive aufnimmt; sie darstellt; akzentuiert; das Motiv für sich sprechen lässt.

Es wird ja niemand als Fotograf geboren. Es ist nicht so, als dass sich dies nicht anzueigenen wäre. Die Fotografie ist ein anspruchsvolles Handwerk. Es ist jedoch genauso erlernbar wie andere Handwerksberufe - etwa ein Schlosser oder Schreiner. Die Grundlagen müssen erlernt werden - Belichtungsdreieck und die Auswirkungen und Abhängigkeiten der Blende, Belichtungszeit und Empfindlichkeit auf das Foto - um nur diese exemplarisch nennen zu wollen.
Die Kamera - oder besser das Sensorformat (Größe), beeinflusst die Aufnahme - Stichwort Bokeh, Tiefenschärfeverlauf.

Man wird schnell auf die wesentlichen Parameter kommen, die wichtig und auch teuer werden können.
Der Body stellt sich seltener als begrenzender Faktor dar - das Objektiv schon ehr. Dies wäre aber schon eine Gear-Frage und die würde ich zunächst hinten anstellen. Du hast ja bereits Zeug (gehabt) und damit lässt sich bereits arbeiten.

Zunächst würde ich zu einem einfachen fotografischen Thema raten. Blumen oder allgemein Pfanzen sind sehr dankbare und geduldige Motive. Daran lassen sich die die Kamera, deren Einstellungen und die Grundlagen der Fotografie erproben - Licht, Belichtungsdreieck, Tiefenschärfe, Perspektive, Schnitt und wie man möglichst viel schon bei der Aufnahme richtig macht - um nur die paar nennen zu wollen.

Die Fotografie braucht Geduld. Das Fotografieren kann jeder betreiben. Dass, was den Unterschied ausmacht ist nicht das Gear, sondern die Geduld und Ausdauer, sich dem Thema Fotografie zu öffnen. Schnell geht nichts und auch mit sehr viel Geld lässt sich der Weg nicht abkürzen. Geduld und Ausdauer sind essenziell - nicht eine teure Kamera. Wer diese Geduld und Zeit nicht investieren will, sollte in der Tat besser was anderes machen. Fotografie betreibt man aus Passion, Freude oder einfach des Spasses wegen, um sich an den gemachten Bildern zu erfreuen. Jeder hat so seine Motivation und fotografische Definition, was auch schon mal zu Kontroversen führt. Das beweist aber auch, dass den Fotografen ihre Fotografie sehr wichtig ist. Daran ist nichts verwerflich.

Zum Gear - Ein Ölscheich mit nahezu unbegrenzten Mitteln, würde selbst mit dem besten Zeug, kaum bessere Bilder machen, als jemand, der mit einer gebrauchen EOS 250D plus Kit-Objektiv für 200 Euro unterwegs ist udn auch keinen Plan hat. Umgekehrt - mit einer EOS 250D und einem einfachen Kit-Objektiv kann man verdammt gute Fotos machen, wenn man weiß, wie man dies tut. Es liegt an dem, der den Auslöser drückt, nicht am Gear.


Ich selber bin fotografisch nicht sehr talentiert. Das bedeutet nicht, dass ich nicht darum bemüht bin mich zu verbessern. Die Schritte sind halt klein aber darum geht es mir auch nicht. (Siehe meine Vorstellung)

Mit der Zeit lernt man die Welt anders anzuschauen. Dass klingt jetzt dick aufgetragen, ist aber bei weitem nicht so nicht. Du schaust Bilder, Fotos oder die Umwelt ganz anders an. Du prüfst möglichweise Deine Umgebung nach Motiven; immer und ohne daran denken zu müssen. Die schaust Bilder an und prüfst die Perspektive oder den Bildaufbau, Farbverlauf usw. All dass stellt sich unweigerlich ein, wenn man sich ernsthaft und lange genug mit der Fotografie befasst. Ich rede hier nicht von Dekaden, sondern Monaten. Motive ergeben sich so ganz automatisch, weil mit steigendem Erfahrungsschatz sich die Vorstellung von Fotografien schärfen. Du sieht beispielsweise eine Blume, die aus dem Betonboden ragt. Diese filigrane Pflanze durchbohrt den harten Betonboden - dass lässt sich fotografisch erfassen - aber wie? Stellt man sich diese Frage, ist man bereits soweit, dass man sich um die Ausdrucksweise einer Fotografie bemüht. Es gibt dazu verschiedene Methoden,wie man sich dem Erschließt. Ich schaue mir Fotos von anderen Fotografen an und lasse deren Bilder auch mich einwirken. Drückt eine Fotografie meinen gewünschten Eindruck aus, würde ich mir die Perspektive und die Belichtung (Freistellung usw.) merken und versuchen, dies auch hinzubekommen. Die Varianten sind oft erstaunlich und treffen manchmal sogar besser, als die Ursprungseinstellung.

Wegen meines begrenztem fotografischen Talents, brauche ich für ein einziges Bild manchmal viel Zeit für die Einrichtung - Auslösen ist dabei das Einfachste. Nicht immer gelingt es mir, meine Vorstellung vom Bild bei der Aufnahme, später im Bild auch wiederzufinden. Daraus lernt man. Ich habe zwas keine 1/50 Quote, aber "eines aus zehn" ist nicht ungewöhnlich. Was mist ist, löscht man. Was nicht gut geworden ist, prüft man um der Ursache.

Das Üben mit der Kamera und das erlernen der "handwerklichen Grundlagen" ist Grundlage und daran führt kein Weg vorbei.
Der Rest ist lernen, üben und Geduld. Eine Kamera oder Objektiv zu tauschen, ohne dass dies zielgerecht und nach Anforderungsprofil passiert, ist nur für die Wirtschaft gut; Deine Bildqualtät ändern sich dadurch nicht.

Fotografieren macht mir trotz meines Handy-Caps viel Freude, und mir geht es darum.
26.01.22, 02:42
Warum der TO schlechte Fotos macht, liegt nicht an der Kamera oder dem Objektiv. Es liegt daran, dass er Fotografieren will und nicht weiß, welchem Thema er sich zu Beginn wittmen will. Diese Orientierungslosigkeit
macht die Motivsuche und Wahl schwierig.Hat man sie nicht, findet sich auch keine Idee oder Vorstellung, wie man Motive aufnimmt; sie darstellt; akzentuiert; das Motiv für sich sprechen lässt.

Es wird ja niemand als Fotograf geboren. Es ist nicht so, als dass sich dies nicht anzueigenen wäre. Die Fotografie ist ein anspruchsvolles Handwerk. Es ist jedoch genauso erlernbar wie andere Handwerksberufe - etwa ein Schlosser oder Schreiner. Die Grundlagen müssen erlernt werden - Belichtungsdreieck und die Auswirkungen und Abhängigkeiten der Blende, Belichtungszeit und Empfindlichkeit auf das Foto - um nur diese exemplarisch nennen zu wollen.
Die Kamera - oder besser das Sensorformat (Größe), beeinflusst die Aufnahme - Stichwort Bokeh, Tiefenschärfeverlauf.

Man wird schnell auf die wesentlichen Parameter kommen, die wichtig und auch teuer werden können.
Der Body stellt sich seltener als begrenzender Faktor dar - das Objektiv schon ehr. Dies wäre aber schon eine Gear-Frage und die würde ich zunächst hinten anstellen. Du hast ja bereits Zeug (gehabt) und damit lässt sich bereits arbeiten.

Zunächst würde ich zu einem einfachen fotografischen Thema raten. Blumen oder allgemein Pfanzen sind sehr dankbare und geduldige Motive. Daran lassen sich die die Kamera, deren Einstellungen und die Grundlagen der Fotografie erproben - Licht, Belichtungsdreieck, Tiefenschärfe, Perspektive, Schnitt und wie man möglichst viel schon bei der Aufnahme richtig macht - um nur die paar nennen zu wollen.

Die Fotografie braucht Geduld. Das Fotografieren kann jeder betreiben. Dass, was den Unterschied ausmacht ist nicht das Gear, sondern die Geduld und Ausdauer, sich dem Thema Fotografie zu öffnen. Schnell geht nichts und auch mit sehr viel Geld lässt sich der Weg nicht abkürzen. Geduld und Ausdauer sind essenziell - nicht eine teure Kamera. Wer diese Geduld und Zeit nicht investieren will, sollte in der Tat besser was anderes machen. Fotografie betreibt man aus Passion, Freude oder einfach des Spasses wegen, um sich an den gemachten Bildern zu erfreuen. Jeder hat so seine Motivation und fotografische Definition, was auch schon mal zu Kontroversen führt. Das beweist aber auch, dass den Fotografen ihre Fotografie sehr wichtig ist. Daran ist nichts verwerflich.

Zum Gear - Ein Ölscheich mit nahezu unbegrenzten Mitteln, würde selbst mit dem besten Zeug, kaum bessere Bilder machen, als jemand, der mit einer gebrauchen EOS 250D plus Kit-Objektiv für 200 Euro unterwegs ist udn auch keinen Plan hat. Umgekehrt - mit einer EOS 250D und einem einfachen Kit-Objektiv kann man verdammt gute Fotos machen, wenn man weiß, wie man dies tut. Es liegt an dem, der den Auslöser drückt, nicht am Gear.


Ich selber bin fotografisch nicht sehr talentiert. Das bedeutet nicht, dass ich nicht darum bemüht bin mich zu verbessern. Die Schritte sind halt klein aber darum geht es mir auch nicht. (Siehe meine Vorstellung)

Mit der Zeit lernt man die Welt anders anzuschauen. Dass klingt jetzt dick aufgetragen, ist aber bei weitem nicht so nicht. Du schaust Bilder, Fotos oder die Umwelt ganz anders an. Du prüfst möglichweise Deine Umgebung nach Motiven; immer und ohne daran denken zu müssen. Die schaust Bilder an und prüfst die Perspektive oder den Bildaufbau, Farbverlauf usw. All dass stellt sich unweigerlich ein, wenn man sich ernsthaft und lange genug mit der Fotografie befasst. Ich rede hier nicht von Dekaden, sondern Monaten. Motive ergeben sich so ganz automatisch, weil mit steigendem Erfahrungsschatz sich die Vorstellung von Fotografien schärfen. Du sieht beispielsweise eine Blume, die aus dem Betonboden ragt. Diese filigrane Pflanze durchbohrt den harten Betonboden - dass lässt sich fotografisch erfassen - aber wie? Stellt man sich diese Frage, ist man bereits soweit, dass man sich um die Ausdrucksweise einer Fotografie bemüht. Es gibt dazu verschiedene Methoden,wie man sich dem Erschließt. Ich schaue mir Fotos von anderen Fotografen an und lasse deren Bilder auch mich einwirken. Drückt eine Fotografie meinen gewünschten Eindruck aus, würde ich mir die Perspektive und die Belichtung (Freistellung usw.) merken und versuchen, dies auch hinzubekommen. Die Varianten sind oft erstaunlich und treffen manchmal sogar besser, als die Ursprungseinstellung.

Wegen meines begrenztem fotografischen Talents, brauche ich für ein einziges Bild manchmal viel Zeit für die Einrichtung - Auslösen ist dabei das Einfachste. Nicht immer gelingt es mir, meine Vorstellung vom Bild bei der Aufnahme, später im Bild auch wiederzufinden. Daraus lernt man. Ich habe zwas keine 1/50 Quote, aber "eines aus zehn" ist nicht ungewöhnlich. Was mist ist, löscht man. Was nicht gut geworden ist, prüft man um der Ursache.

Das Üben mit der Kamera und das erlernen der "handwerklichen Grundlagen" ist Grundlage und daran führt kein Weg vorbei.
Der Rest ist lernen, üben und Geduld. Eine Kamera oder Objektiv zu tauschen, ohne dass dies zielgerecht und nach Anforderungsprofil passiert, ist nur für die Wirtschaft gut; Deine Bildqualtät ändern sich dadurch nicht.

Fotografieren macht mir trotz meines Handy-Caps viel Freude, und mir geht es darum.
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Juliane We

D40 auf canon 600d

Als Erstes wäre aber zu klären, ob ein Stativ vorhanden ist, denn egal, wie man versucht, das Problem anzugehen, Dinge wie Fokus-Stacking oder auch nur starkes Abblenden gehen ohne Stativ eher schlecht bis gar nicht. Zitat: TLK 23.01.22, 12:45Abgesehen davon denke ich, daß für den betreffenden Motivbereich zuvorderst eher die Anschaffung eines Makroobjektivs sinnvoll wäre als die Anschaffung einer anderen Kamera.Natürlich ist ein Makroobjektiv eine schöne Sache, ist aber für die meiste Produktfotografie nicht notwendig.
Und anders als bei "der anderen Kamera", also einer Canon, müsste man bei der Nikon D40 (oder auch den moderneren Baureihen D3xxx und D5xxx) ganz genau hinschauen, wie kompatibel gebraucht angebotene Objektive "für Nikon" denn sind.

;-) Michael
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Uwe Feller

Canon EOS 80D und das Samyang AF 14/2.8 EF

Zitat: Uwe Feller 16.01.22, 12:03Hallo Manfred,

hab gerade in der Zeitautomatik die Blendereihe durch fotografiert. Blende hat, meines Erachtens nach, funktioniert. Die Helligkeit scheint auf allen Bildern die gleiche zu sein, nur die Schärfentiefe ändert sich. Wenn ich die "Schärfentiefetaste" drücke sehe und höre ich die Blende auch auf- und zu fahren. Ich glaube das Problem liegt bei den großen Helligkeitsunterschieden bei manchen Motiven.
Zitat: Uwe Feller 16.01.22, 12:03Ich glaube das Problem liegt bei den großen Helligkeitsunterschieden bei manchen Motiven.
Nachtrag: Alle Bilder mit ISO 100 gemacht.

Gruß Uwe
Warum machst Du das in einem Automatikmodus. Nimm "M" und ändere nur schrittweise die Blende. Und wenn Du die Schärfentiefentaste benutzt, solltest Du von vorne auch ins Objektiv schauen um zu sehen was die Blende tut.Zitat: Uwe Feller 16.01.22, 12:03Ich glaube das Problem liegt bei den großen Helligkeitsunterschieden bei manchen Motiven.Aber nicht bei Deinen Beispielen. Die hätten eher zu dunkel werden müssen.
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Italica

Brauche Allrounder - Suche Tipps und Rat

Zitat: Italica 14.01.22, 08:49... eine Kamera zu nennen, die automatisch gute, brauchbare Bilder von Immobilien und Innenräumen schießt -also Lichtempfindlich genug ist und Weitwinkel hat.
Alles andere ist unwichtig. danke. Außer Ricoh wurde mir hier nichts empfohlen.

Jede (halbwegs aktuelle) Systemkamera (DSLR oder spiegellos) verfügt über
* eine funktionsfähige Automatik für brauchbare Bilder,
* die Möglichkeit, ein Weitwinkelobjektiv zu verwenden und
* ist "lichtempfindlich" genug für Innenräume.
Es ist meiner Meinung nach unsinnig, hier jetzt sämtliche Systeme aufzuzählen. Da ist der Vorschlag Smartphone zielführender.

Es muss keine Systemkamera sein, wenn Objektivwechsel und/oder Zoom nicht benötigt werden. Dann geht natürlich auch eine Ricoh GRIII (wenn 28mm Weitwinkel ausreichen?) oder eine Fuji X100 (wenn 35mm Weitwinkel ausreichen?).

So oder so, egal welche Kamera, wird es glaube ich das Problem nicht lösen.
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