Uralte Dias

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Christian Arentzen Christian Arentzen Beitrag 1 von 28
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können uralte Farbdias, starke Farbverluste (Agfa Wolfen ca.1936-1944) wieder herhergestellt werden ?
Wer weiss was ?
Ehemaliges Mitglied Ehemaliges Mitglied Beitrag 2 von 28
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Die Dias selbst wohl nicht. Aber man könnte sie scannen und dann per EBV wieder aufpeppen.

Gruss, Michael
Hans-Jürgen G Hans-Jürgen G Beitrag 3 von 28
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Michael hat es ja schon gesagt, gute Scanner haben auch die "ROC Farbrestauration", näheres ist hier zu lesen:

http://www.filmscanner.info/Korrekturverfahren.html

Gruß Hans-Jürgen
Winfried Schwolgin Winfried Schwolgin Beitrag 4 von 28
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Ja, das geht recht gut. Jedoch sind mir keine analogen Verfahren bekannt, sondern die Dias müssen gescannt und digital bearbeitet werden.
Dabei gibt es zwei große Baustellen:

a) Kratzer und Staub
Hier können infrarotbasierte Verfahren (ICE, FARE, VueScan, Silverfast) möglicherweise helfen. Es kommt darauf an, wieviel Restsilber in dem Dia enthalten ist. Das läßt diese Verfahren z.B. bei s/w-Negativen aber auch bei Kodakchrome scheitern. Wie das bei den alten Agfa-Filmen ist, weiss ich nicht. Infrarotbasierte Staubentenfernung muss natürlich von der Scannerhardware unterstützt werden.
Daneben können rein softwarebasierte Verfahren zum Einsatz kommen, z.B. das Programm von Polaroid. http://www.polaroid.com/service/softwar ... ladsr.html
Manchmal wird man die Verfahren auch kombinieren.

b) Wiederherstellung der Farben
Das Problem bei der Wiederherstellung der Farben ist, dass die einzelnen Farbkanäle unterschiedlich stark die Farben verloren haben. Die Farben haben nicht nur an Sättigung verloren, sondern durch das unterschiedliche Verbleichen ist das Bild auch sehr farbstichig geworden.
Hier gibt es als Lösungsansatz ROC, das als Lizenzprodukt von Applied Science Fiction (mittlerweile von Kodak aufgekauft) in verschiede Scannertreiber integriert wurde. Da es eine reine Softwarelösung ist, gibt es diese Funktion auch als Photoshop-Plugin zu kaufen. http://www.asf.com/
VueScan und Silverfast haben in ihrer Scannersoftware ähnliche Funktionen implementiert.
Ohne diese Zusatzfunktionen geht es natürlich auch, meistens sogar noch etwas besser. Hierzu benötigt man einen Foto-Editor, bei dem man vernünftige Kontrolle über die Gradationskurven der einzelnen Farbkanäle hat, z.B. Photoshop oder preiswerter das von mir benutzte Picture Window Pro.

Schwierig wird es, falls das Dia durch Lagerschäden fleckig geworden ist oder die Farbverschiebungen in verschiedenen Bildteilen unterschiedlich sind.

Winfried

Ich habe einmal ein Beispiel eingestellt:

Aufbearbeitetes Dia aus dem Jahr 1952 Aufbearbeitetes D… Winfried Schwolgi… 01.07.05 5


Das Beispiel entstand für meinen Artikel in der Photographie:
http://www.photographie.de/magazin/scan ... 102_03.cfm



Nachricht bearbeitet (20:33h)
Heino C Heino C Beitrag 5 von 28
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@Winfried
Das Ergebnis find ich verblüffend gut.

@Christian
Wenn das fertig ist, stellste es mal hier rein, interessiert
sehr.

Ich lasse mir gerade ein paar Dias von 1963 scannen.
Die stelle ich auch mal hier ein.
Damals war mir ein Farbfilm und Bilder zu teuer, deswegen hab ich Dias genommen. :-)
Gruß
Heino
Christian Arentzen Christian Arentzen Beitrag 6 von 28
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Danke für die tollen Antworten/Ratschläge.
Werde mich mal an die Arbeit machen.
Vielleicht noch mal eine Frage an Winfried Schwolgin
Habe einen Agfa Scanner e50 ( Dia-fenster )
reicht der für die Bearbeitung aus?wenn ich mir die empfohlene Software beschaffe.
Kratzer und Staub konnte ich bisher nicht bearbeiten,

Und noch ne´Frage, was ist ROC ?was ist EBV ?
Und noch ne Frage, kann mein Scanner mit anderer Software betrieben werden als mit der werkeigenen ?, bei mir im Keller steht allerdings Dukatenesel.

Dank und viele Grüße an die User
Opa Christian
Winfried Schwolgin Winfried Schwolgin Beitrag 7 von 28
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@Christian,

ROC = Restore of Colors = Markenzeichen von ASF
EBV = Elekronische Bild-Verarbeitung

Ich habe keine Ahnung, wie gut der Agfa Scaner ist. Dedizierte Kleinbildscanner sind meistens besser. Es kommt aber darauf an, wie groß Du vergrößern willst. Der e50 steht auf der Liste der von VueScan unterstützten Scanner. Vorher aber unbedingt testen, ob es wirklich geht.

Du kannst ruhig erst einmal mit dem Agfa anfangen. Einen anderen Scanner kannst Du immer noch kaufen, falls Du mit den Ergebnissen nicht zufrieden bist. Wichtig ist aus meiner Sicht ein Foto-Editor, der explizit Zugriff auf die Gradationskurven der einzelnen Farbkanäle zulässt.

Winfried
Herbert Herbert Herbert Herbert Beitrag 8 von 28
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wär was für das digi-forum.

was glaubst du wie die schauen, wenn sie hören, dass man 60 jahre alte aufnahmen noch printen kann.
und das ohne gschisti-gschasti bei der archivierung.
Hans-Jürgen G Hans-Jürgen G Beitrag 9 von 28
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Hier mal ein Bild, aufgenommen 1963 auf Gevaert-Diafilm, das Dia selbst hat einen "fürchertlichen" Rotstich, mit dem ROC-Verfahren gescannt:
[fc-foto:2432896]
Gruß Hans-Jürgen
Matthes P. Matthes P. Beitrag 10 von 28
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Mit viel Handarbeit gehts auch (mit sehr viel).
;-))


Japanische Braut 1957 Japanische Braut… Matthes P. 02.05.05 1
alephnull alephnull Beitrag 11 von 28
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ROC, wie auch ICE und GEM, waren ursprünglich Technologien der Applied Science Fiction Inc. (die inzwischen von Kodak's Austin Development Center (http://www.asf.com/) übernommen wurde) und wurden an verschiedene Scannerhersteller lizensiert. Ich glaube nicht, dass der alte Agfa e50 diese Technik an Bord hat.

Davon abgesehen sind meine Erfahrungen mit ROC nicht gerade umwerfend (obgleich die Ergebnisse bei verschiedenen Scannern unterschiedlich ausfallen). Mit normaler Bildbearbeitung (Tonwertkorrekturen, Anhebung Farbsättigung etc.) läßt sich oft mehr bewerkstelligen.

Hier ein Agfacolor Dia von 1938...

[fc-foto:2561148]

...und hier ein Agfacolor UT 16 (ISO 32) von 1956

1956 1956 alephnull 04.05.05 4

Beide gescannt mit Minolta Dimage Scan Multi Pro, ohne (!) eingeschaltetes ROC. Die alten Agfa-Dias sind erstaunlich farbstabil (wenn sie einigermaßen normal gelagert wurden). Wie wohl heute aufgenommene und abgespeicherte Digi-Bilder in fast 70 jahren aussehen werden? ;-))



Nachricht bearbeitet (12:04h)
Winfried Schwolgin Winfried Schwolgin Beitrag 12 von 28
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@Peter,
ich arbeite meistens auch lieber direkt mit dem Kurven im Foto-Editor. ROC kann aber unabhängig vom Scanner als Plugin für Photoshop und andere Programme, die diese Schnittstelle anbieten, gekauft werden. Es geht aber auch manuell. Oft sogar besser.

Der Hinweis auf die Haltbarkeit von Digi-Bilder ist ja schon fast bösartig. Es kommt ja nicht vor, dass Digi-Dilder nach 50 Jahren auf einem Dachboden wiedergefunden werden. Da wird natürlich immer sauber archiviert und die Archieve immer rechtzeitig auf neue Formate und Medien umgesetzt....

Ich mache übrigens genau aus diesen Gründen (Canon 10D Raw-Daten werden von Canon nicht mehr gescheit unterstützt) etwas, das ich hybride Fotografie nenne. Analog fotografieren, scannen und digital weiterbearbeiten.

Winfried
alephnull alephnull Beitrag 13 von 28
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Winfried Schwolgin schrieb:

Zitat:...ROC kann aber unabhängig vom Scanner als Plugin
für Photoshop...


Ja, ist natürlich richtig. Hatte den Link (http://www.asf.com/) auch oben angeführt, wo's die Plug-ins gibt.

Zitat:...Es kommt ja nicht vor, dass Digi-Dilder nach 50
Jahren auf einem Dachboden wiedergefunden werden...


Da wäre ich mir nicht so sicher. Warum sollte die Archivierungsdiziplin im digitalen Zeitalter größer sein als zu analogen Zeiten?! Könnte wetten, dass in 50 Jahren Tonnen von Uralt-CDs in Schubladen und auf Dachböden vor sich hin gammeln.

Zitat:...etwas, das ich hybride Fotografie nenne. Analog fotografieren,
scannen und digital weiterbearbeiten.


Genau so mache ich es auch. Noch! ;-)
Winfried Schwolgin Winfried Schwolgin Beitrag 14 von 28
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Peter Usbeck schrieb:


Zitat:Da wäre ich mir nicht so sicher. Warum sollte die
Archivierungsdiziplin im digitalen Zeitalter größer sein als zu
analogen Zeiten?! Könnte wetten, dass in 50 Jahren Tonnen von
Uralt-CDs in Schubladen und auf Dachböden vor sich hin gammeln.



In die Wette steige ich nicht ein. Ich will doch nicht verlieren. Ich habe z.B. hier eine 8-Zoll-Floppy herumliegen, die die Messdaten zu meiner Diplomarbeit enthält. Ist erst 25 Jahre her.

Winfried
alephnull alephnull Beitrag 15 von 28
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Winfried Schwolgin schrieb:

Zitat:In die Wette steige ich nicht ein. Ich will doch nicht
verlieren. Ich habe z.B. hier eine 8-Zoll-Floppy herumliegen,
die die Messdaten zu meiner Diplomarbeit enthält. Ist erst 25
Jahre her.


Na, dann das Floppy-Laufwerk schön hegen und pflegen...;-)

Beste Grüße,
Peter
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