Osteuropäische/ Sovietische Analogekameras ?

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AstraA AstraA neu Beitrag 1 von 17
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Kennt sich jemand mit Osteuropäischen/ Sovietischen Analogekameras aus? Irgendwelche Tipps, was für interessante Exemplare es gibt, bzw. welche Erfahrungen habt ihr schon damit gesammelt?
Jürgen Hanke Jürgen Hanke   Beitrag 2 von 17
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Ich selbst habe keine Erfahrungen mit russischen Kameras, aber ich weiss, dass es durchaus interessante Sammlerstücke aus der ehem. UdSSR gibt.

Zu nennen wäre hier die Kiev 88, eine hochwertige 6x6-Kamera, die man als Kopie der Hasselblad ansehen kann.
Oder die KB-SLR-Kameras von Zenit, die eigentlich nie kaputt gehen.
Oder die kultige Plastikkamera LOMO, die eine ganz neue Stilrichtung in der Fotografie begründete ("Lomografie").
Oder die Leica-Nachbauten von Zorki oder FED.
Oder die zweiäugige Lubitel für Rollfilm.

Sie alle sind für wenig Geld bei ebay erhältlich.
2wheel 2wheel Beitrag 3 von 17
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Im Großen und Ganzen sind viele abgekupferte/kopierte Modelle dabei, schön anzuschauen in der Vitrine ......

Bis vor einigen Jahren machten wir in meiner nächsten Umgebung immer eine Fotobörse, da tauchten hauptsächlich Kievs und Zorkis auf, sehen kultig aus.

Es stellt sich die Frage worauf es ankommt .....
Reiner Be Punkt Reiner Be Punkt Beitrag 4 von 17
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Diese Kameras haben den Ruf, qualitativ deutlich unter dem üblichen Standard zu sein, was die Mechanik angeht. Es scheiden sich die Geister, ob die Mechanik russischer Kameras per se ein Gelumpe ist mit einigen durchaus positiven Ausreißern oder ob die Fertigungsqualität mit schöner Regelmäßigkeit immer wieder eingebrochen ist. Soll heißen: Du kannst Glück mit sochen Kameras haben, solltest Dich aber nicht wundern, wenn es beim Transport zu Bildüberlappungen kommt, der Verschluß ungenau arbeitet oder sonst was hakelt.

Hinsichtlich der Optiken hört man eher positive Meldungen, auch wenn wohl echte Spitzenobjektive selten sind und es auch hier zu Qualitätsschwankungen bei Objektivserien kommt.
MatthiasausK MatthiasausK Beitrag 5 von 17
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Die fällt auf: https://www.kameramuseum.de/0-fotokamer ... t-122.html
Und die noch mehr: https://camerapedia.fandom.com/wiki/Zenit_412DX

Die tschechischen Flexaret-Doppelaugen sind auch ganz interessant.

https://araxfoto.com/
Dummfug Dummfug   Beitrag 6 von 17
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Schade, dass Jan Böttcher hier nicht mehr mitliest und -schreibt...
:-))))
Analogue Analogue Beitrag 7 von 17
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Zitat: Jürgen Hanke 17.06.20, 15:15Zum zitierten BeitragIch selbst habe keine Erfahrungen mit russischen Kameras, aber ich weiss, dass es durchaus interessante Sammlerstücke aus der ehem. UdSSR gibt.

Zu nennen wäre hier die Kiev 88, eine hochwertige 6x6-Kamera, die man als Kopie der Hasselblad ansehen kann.
Oder die KB-SLR-Kameras von Zenit, die eigentlich nie kaputt gehen.
...


ist das Ironie?
der gelbe Fisch der gelbe Fisch   Beitrag 8 von 17
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Meiner Zenit ist der Belichtungsmesser ausgefallen, hatte aber eh nie vor, mit dieser Kamera zu fotografieren.
Man bekommt halt für praktisch dasselbe Geld SLRs mit denselben Anschlüssen (M42/Pentax K), die deutlich einfacher in der Handhabung sind.
Im Falle der Messsucherkameras Zorki oder FED sieht die Kosten-/Nutzenrechnung auf dem Papier dagegen deutlich besser aus, da hier der Bezugspunkt die deutlich teurere Schraubleica ist.
Diese Kameras werden meiner Einschätzung nach auch signifikant häufiger benutzt.

Es gibt auch noch die Messsucher-Kiev nach Contax-Strickmuster, aber da kann ich schlicht kein Urteil abgeben.
Ok, ich finde interessant, dass diese Kameras lange gebaut und auch technisch geändert wurden, aber die Kiev, nach der ich meine Flossen ausstrecken würde wäre die 17 oder 19, spiegelreflexkameras mit Nikon F-Bajonett.

Sehr interessant, aber zu selten und zu teuer und ausserdem heutzutage eher weniger zum Fotografieren finde ich die kleine Narciss, eine SLR für 16mm-Film von Anfang der 60er.

Pentax hatte mal eine kleine DSLM namens Q, ein eigenes System, das genau eine technische Evolutionsstufe erlebte (ein grösserer Sensor). Eine zweite wünschenswerte wäre ein elektronischer Sucher gewesen, aber wie bringt man den unter?
In meinen Augen war dafür die Gestaltung der Narciss eine brauchbare Blaupause und sehr stimmiges Design.
Diese Kamera gab es zu ihrer Zeit gar in Farbvarianten.
Ich habe das Ganze tatsächlich an Pentax-Offizielle verkommuniziert.
Der EVF kam nicht, aber schaut Euch mal die Q-S1 an...

Könnte übrigens für meine Q mal einen C-Mount Adapter gebrauchen, meine Bolex H16 hat drei Festbrennweiten in der Revolverfassung, ich könnte aber auch mal das Zoomobjektiv der Krasnogorsk aus dem Museum ausprobieren, die Russen hatten sowas glaube ich früher als der Westen.
Die Zenit wurde aus einer Messucherkamera entwickelt, ein Jahr vor der Nikon F, und als die Nikon erschien existierten bereits gleich mehrere professionelle SLR-Systeme aus der DDR und der Sowjetunion.

Ja, die Sowjets kopierten die Schraubleica, aber dies taten sie bereits weit vor dem Zweiten Weltkrieg, und vielleicht waren sie u.a. damit diejenigen, die wesentlich zum Erfolg "der Leica" beitrugen.

Der Ostblock ist in Sachen Kameras schon sehr interessant
Ich muss mal schauen, ob ich später nochmal einige kurze Ausführungen zum Thema formuliert bekomme.

;-) Michael
Peter-W Peter-W   Beitrag 9 von 17
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Ich bin ja überhaupt kein Freund von Ost Kameras aber früher waren die Preise schon konkurrenzlos. Das hat sich mit der Digitalisierung und Internett erübrigt.

Tatsächlich habe ich meine ersten SLR Erfahrungen mit einer geliehenen Zenit gemacht. Auch meine erste 6x6 Kamera war aus dem Osten die Kiev 60. Im Set gab es die 1991 mit Messprisma, Schachtsucher, Geli, Filter und passender Tasche für 150DM(gebraucht). Skurriler weise werden die heute oft teurer gehandelt. Aber bei der zeichneten sich schon ein immer wieder kehrende Probleme mit dem Filmtransport ab. Die Genauigkeit war abhängig vom Umgang mit der Kamera.

Irgendwie hatte ich immer mal wieder die eine oder andere Ostkamera, Freunde sind wir nicht geworden aber überrascht hat mich als letztes de Fed 50. Entgegen ihrer wie Plastik anmutenden Optik ist sie beim anfassen komplett aus Metall und funktioniert auch noch recht zufriedenstellend.

Klar zu ihrer Zeit gab es im Westen und Japan schon hochentwickelte AF SLR Kameras aber die einfache Konstruktion ohne Batterie und Elektronik hat etwas rohes funktionales, vergleichbar vielleicht mit einem Lada Niva.
Lomo, Holga u. Co. Lomo, Holga u. Co… Peter-W 26.09.18 8
Dummfug Dummfug   Beitrag 10 von 17
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Zitat: Peter-W 18.06.20, 14:04Zum zitierten BeitragIch bin ja überhaupt kein Freund von Ost Kameras ...
Japan liegt aber noch viel weiter im Osten...
*duw*
Anastigmat Anastigmat Beitrag 11 von 17
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Ach, lass die Finger von den Russen. Da sind viele Gurken dabei. Wenn der Plan erfüllt werden musste, spielte Qualität keine Rolle. Dazu sind sie mittlerweile Jahrzehnte alt. Viele Optiken sind allerdings recht brauchbar. Basieren oft auf alten Zeiss-Rechnungen.
Thomas.T. Thomas.T. Beitrag 12 von 17
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Zur Kiev 4 (oder II, je nach Verkäufer) kann ich ein wenig schreiben. Es gibt 2 Varianten, ohne Belichtungsmesser, mit Belichtungsmesser, die werden auch als Kiev III angeboten.

Es ist ein Nachbau / Fortentwicklung aus der Vorkriegs- Contax II / Contax III (letztere mit Belichtungsmesser)

Die Objektive sind Zeiss-Nachbauten, z.b. das Jupiter 8 oder Helios 103 basieren auf dem 2.0 Sonnar 50mm von Zeiss. Das Helios ist meiner Erfahrung nach eine rattenscharfe Linse und hat eine richtig gute Blendenrasterung.

Die Kiev hat m.E. einen Nachteil, es ist das Weiterspulen des Films. Gerade bei schlecht konfektionierten Filmen hat man hier grosse, nicht konstante Abstände zwischen den einzelnen Bildern. Markenware ist meiner Erfahrung nach davon weniger betroffen.

Sie hat aber auch einige Stärken. Die vergleichsweise riesige Messbasis erlaubt, den Fokus sehr genau zu setzen. Und das Ding ist leise! Eine Schraubleica ist im Vergleich eine richtige Lärmbox.

Wichtig ist, eine gut gewartete Kamera zu kaufen oder sie warten zu lassen. Ich hatte meine seinerzeit zu einer guten Wartung eingeschickt - danach wollte ich das Ding am liebsten gar nicht mehr aus der Hand legen.
Frank Monemail Frank Monemail   Beitrag 13 von 17
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Wichtig bei den Kleinbild-Zorkis und Feds ist, dass der Verschluss gespannt sein sollte bevor man die Verschlusszeit verstellt. Ansonsten droht Schaden insbesondere bei den längeren Zeiten.
Daher wenn möglich beim Gebrauchtkauf testen.
Reiner Be Punkt Reiner Be Punkt Beitrag 14 von 17
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Ja, das ist ein ernster Konstruktionsfeher - so (oder mit einer ähnlich "harmlosen" Einstellung) habe ich schon mal eine Kiev 88 geschrottet :-P
der gelbe Fisch der gelbe Fisch   Beitrag 15 von 17
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Zitat: Frank Monemail 22.06.20, 09:11Zum zitierten BeitragWichtig bei den Kleinbild-Zorkis und Feds ist, dass der Verschluss gespannt sein sollte bevor man die Verschlusszeit verstellt. Ansonsten droht Schaden insbesondere bei den längeren Zeiten.Dies müsste dann eigentlich auch für die alten Zenit gelten, oder?
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