Negative farbgetreu scannen?

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Melissen-Ghost Melissen-Ghost Beitrag 16 von 30
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Update:

Hier ein Screenshot des Reiters "Farbe": https://ibb.co/3MXQ5fX

Als Weißabgleich habe ich per Rechtsklick auf eine neutrale Stelle im Bild (die Wand im Hintergrund) geklickt.

Im Anschluss habe ich den Scan als .dng gespeichert und in LR ein paar grundlegende Änderungen vorgenommen, wie Kontrast, Farbtemperatur und Tönung etc.

Hier das einstweilige Ergebnis: https://ibb.co/ThtL14b

Der Effekt aus dem ersten Scan ist jetzt schon nicht mehr vorhanden. Allerdings habe ich jetzt das selbe Problem, wenn ich an den Farbreglern drehe, um eine für mich ideale Aufteilung der Farben zu erzielen, da ich es per Farbtemperatur und Tönung nicht schaffe. Ich hoffe man versteht mein Problem irgendwie...

Wenn man jetzt das erste Ergebnis (hier nochmal der Link: https://ibb.co/b3YRJQX ) und den zweiten Versuch nebeneinanderhält, ist der erste bearbeitete Scan wesentlich ausgewogener was die Farben betrifft und sieht "fertig" aus. Auf den zweiten Blick sieht man dann natürlich die ganzen zerstörten Regionen und die seltsamen Farbeffekte/Rauschen etc...

Danke schon mal.
Thomas.T. Thomas.T. Beitrag 17 von 30
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Zitat: Melissen-Ghost 10.12.19, 12:45Zum zitierten BeitragServus miteinander,

der Betreff stellt bereits die Frage. Ich scanne meine Farbnegative mit einem Reflecta 7200 Proscan und Vuescan.
Obwohl ich vor jedem Scan das unbelichtete Negativ für einen Weißabgleich scanne und die Werte "einrasten" lasse, um eine einheitliche Farbwiedergabe zu erzielen, gelingt es mir nicht den nativen Look des Films zu erhalten. Im Gegenteil. Es kommt immer wieder zu Farbverschiebungen.
...


Was heisst "einrasten lassen"? Ist das die Option "Farbabgleich halten"?

In den gezeigten Einstellungen ist nicht zu sehen, welche Farbbalance dort gewählt wurde. Was wurde dort verwendet? "Manuell"? "Neutral"? "Weißabgleich"? "Portrait"? Wurde für das gescannte Foto der Weißabgleich gesetzt? Hast Du das hier gelesen?
https://www.hamrick.com/vuescan/html/vuesc12.htm

Welche Auflösungen wurden für Preview und Scan verwendet?

Was ist eingestellt für "Abzug Größe" im Reiter "Ergebnis"? Die Auflösung des Scans erscheint mir bei Weitem nicht so, wie der Proscan es könnte.

Ganz allgemein: Wenn Du um Hilfe zu einer Software anfragst, also um Hilfe von Leuten bittest, die sich mit der Software auskennen, dann solltest Du auch die Begriffe anwenden, die von der Software verwendet werden. Vuescan hat keine Option "einrasten". Je mehr Mühe man sich mit der Fragestellung gibt, umso besser können die Antworten ausfallen.

Ach ja - der Scan hat einige Staubflecken. Ist die IR - Staubentfernung unter dem Reiter "Filter" eingeschaltet?
Albrecht D Albrecht D Beitrag 18 von 30
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Zitat: Thomas.T. 12.12.19, 19:07Zum zitierten BeitragDie Auflösung des Scans erscheint mir bei Weitem nicht so, wie der Proscan es könnte. Es sind rechnerisch 3600 ppi. Der Scanner mag zwar mehr Auflösung bringen, aber bei KB sind 3600 ppi ausreichend.

Man sieht das Filmkorn deutlich (ISO ?).

Gruß
Albrecht
Jan Böttcher Jan Böttcher Beitrag 19 von 30
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Zitat: Melissen-Ghost 12.12.19, 11:05Zum zitierten Beitrag...
Der Film war ein Kodak Ultramax 400 und war noch ewig haltbar.

Ist das der feinkörnigste Film unter der Sonne?

Zitat: Melissen-Ghost 12.12.19, 11:05Zum zitierten BeitragIch belichte den Film immer 1-2 Stops über Box Speed, um noch ordentlich was aus den Schatten holen zu können. Und genau bei solchen "hellen"Motiven habe ich immer die größten Probleme. ...
Hmh, also wenn man überbelichtet, dann gibt es Probleme mit "hellen Motiven", so so, ach so, hmh, jaah. Interessant. Sehr interessant.
Thomas.T. Thomas.T. Beitrag 20 von 30
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Zitat: Juri Bogenheimer 12.12.19, 13:36Zum zitierten Beitrag"Obwohl ich vor jedem Scan das unbelichtete Negativ für einen Weißabgleich scanne und die Werte "einrasten" lasse"
Machst Du das um die Orangemaske "rauszurechnen"? Ich denke nicht, dass das so funktioniert.
Die besten Erfolge habe ich mit entsprechenden Filmprofilen, wobei Vuescan da nichts besonderes im Paket hat.
Ich arbeite zur Umwandlung mit Colorperfect, wobei mich das auch nicht immer glücklich macht.


Doch, das klappt sogar sehr gut, wenn man streng nach Waschzettel vorgeht. Damit geht sogar der bekannt zickige Ektar fast "out of box". Noch besser, die so erhaltenen Parameter kann man einer eigenen Datei abspeichern, die beim nächsten Scan mit demselben Film eingelesen werden kann und man braucht dann die ganze Prozedur nicht wiederholen.
Thomas.T. Thomas.T. Beitrag 21 von 30
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Zitat: Jan Böttcher 12.12.19, 21:25Zum zitierten BeitragZitat: Melissen-Ghost 12.12.19, 11:05Zum zitierten Beitrag...
Der Film war ein Kodak Ultramax 400 und war noch ewig haltbar.

Ist das der feinkörnigste Film unter der Sonne?

Zitat: Melissen-Ghost 12.12.19, 11:05Zum zitierten BeitragIch belichte den Film immer 1-2 Stops über Box Speed, um noch ordentlich was aus den Schatten holen zu können. Und genau bei solchen "hellen"Motiven habe ich immer die größten Probleme. ...
Hmh, also wenn man überbelichtet, dann gibt es Probleme mit "hellen Motiven", so so, ach so, hmh, jaah. Interessant. Sehr interessant.

@Jan,
ist er nicht. Aber das war auch hier nicht das Problem. Den Ultramax kann man außerdem überbelichten, er wird dann weniger körnig und die Farben etwas intensiver. Die Gesamthelligkeit des Negativs ändert sich bei Boxspeed +1 praktisch nicht.

@Albrecht
irgendetwas muss mit Skalierung(?) oder anderer Bearbeitung geschehen sein. Schräg verlaufende lineare Elemente (z.B. Fensterbänke) haben deutliche Treppeneffekte. Die kommen m.W. gerne aus der Bearbeitung, z.B. herunterskalieren und zu intensiv nachschärfen.

Der Ultramax hat Korn, aber das sieht IMO etwas anders aus:
https://flic.kr/p/w55uHh (Ultramax in ISO 320, Scan mit Vuescan/ Coolscan V)

Diese riffeligen Schatten hatte ich mal auf meinem Flachbretter, als ich sehr rollige 120er Fomapan 200 (freundlich ausgedrückt, meine Oma hätte so etwas als Lockenwickler verwendet) mit der Scheibe eines Bildhalters bändigen wollte. Interessante Effekte :-)

Ahem - hat es heute bei der FC etwas gehakt? Ich sehe den einen oder anderen Post, der mir vorher nicht aufgefallen war, trotz früherem Zeitstempel.
Melissen-Ghost Melissen-Ghost Beitrag 22 von 30
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Zitat: Thomas.T. 12.12.19, 19:07Zum zitierten BeitragZitat: Melissen-Ghost 10.12.19, 12:45Zum zitierten BeitragServus miteinander,

der Betreff stellt bereits die Frage. Ich scanne meine Farbnegative mit einem Reflecta 7200 Proscan und Vuescan.
Obwohl ich vor jedem Scan das unbelichtete Negativ für einen Weißabgleich scanne und die Werte "einrasten" lasse, um eine einheitliche Farbwiedergabe zu erzielen, gelingt es mir nicht den nativen Look des Films zu erhalten. Im Gegenteil. Es kommt immer wieder zu Farbverschiebungen.
...


Was heisst "einrasten lassen"? Ist das die Option "Farbabgleich halten"?

In den gezeigten Einstellungen ist nicht zu sehen, welche Farbbalance dort gewählt wurde. Was wurde dort verwendet? "Manuell"? "Neutral"? "Weißabgleich"? "Portrait"? Wurde für das gescannte Foto der Weißabgleich gesetzt? Hast Du das hier gelesen?
https://www.hamrick.com/vuescan/html/vuesc12.htm

Welche Auflösungen wurden für Preview und Scan verwendet?

Was ist eingestellt für "Abzug Größe" im Reiter "Ergebnis"? Die Auflösung des Scans erscheint mir bei Weitem nicht so, wie der Proscan es könnte.

Ganz allgemein: Wenn Du um Hilfe zu einer Software anfragst, also um Hilfe von Leuten bittest, die sich mit der Software auskennen, dann solltest Du auch die Begriffe anwenden, die von der Software verwendet werden. Vuescan hat keine Option "einrasten". Je mehr Mühe man sich mit der Fragestellung gibt, umso besser können die Antworten ausfallen.

Ach ja - der Scan hat einige Staubflecken. Ist die IR - Staubentfernung unter dem Reiter "Filter" eingeschaltet?


Auflösung Vorschau: Automatisch
Auflösung Scan: 3600 ppi

Für den Farbabgleich nutze ich "Neutral" und die Anleitungen auf hamrick.com habe ich gelesen. In der Praxis hat mich das aber nicht ans Ziel gebracht, weshalb ich dann versuche mit den Funktionen zu experimentieren und das Ergebnis hat man ja hier gesehen...

Ich nutze immer einen mittlere Infrarot-Reinigung.

Sorry für die falschen Begrifflichkeiten. Ich schreibe oft von unterwegs und habe die genauen Bezeichnungen nicht parat oder im Kopf.

Genau. Ich scanne einmal für die Belichtung und aktiviere dann "Belichtung halten", im Anschluss dann einmal für den Farbabgleich und aktiviere dann "Filmgrundfarbe halten" und "Farbabgleich halten"...natürlich in der Annahme, dass ich im Reiter "Farbe" alles richtig gemacht habe und die selben Einstellungen für den nächsten Frame nutzen möchte...
MatthiasausK MatthiasausK Beitrag 23 von 30
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Du versuchst. Du nimmst an. Du experimentierst. Du machst, so gut es geht.

Du machst Dir eine Heidenarbeit, scannst für die Belichtung, scannst für die Maske extra, parametrierst mit Aufwand erstmal (fast) alles manuell und sagst dann Vuescan, daß es dann doch besser die Farbbalance nach einer vorgegebenen Automatik selber machen soll? "Neutral" ist was anders als "Nein" und auch als "Manuell" und heißt ganz und gar nicht, daß das Programm nichts verändert. Steht so im Handbuch: https://www.hamrick.com/vuescan/html/vu ... lorbalance

Der "Professional"-Modus bietet Möglichkeiten, die man aber selektiv und nicht alle auf einmal verwenden sollte. So stehts auch irgendwo bei Hamrick.

Du weißt nicht, was genau Du tust und was der Effekt Deiner Handlungen ist.
Dann kannst Du nicht das tun, was Du willst. Das Feldenkrais-Zitat oben hatte schon seinen Sinn.

READ THE FRIENDLY MANUAL und probiere Stück für Stück durch und sieh Dir den Effekt an. Nur so kannst Du lernen und das Program später in Deinem Sinne konstruktiv und aktiv nutzen. Durch Reglerschieben und Verzweifeln gewinnst Du nichts. Der Professional Modus bietet viele Möglichkeiten, aber man muß wissen, was man mit dem Ziehen einer Option bewirkt und wie sie sich auf andere gesetzte Optionen auswirken kann. READ THE FRIENDLY MANUAL - und wenn Du nicht verstehst (das wird bei diesem Handbuch zwangsläufig vorkommen, da warne ich Dich vor), probiere etwas aus, eine (ja: genau eine!) Maßnahme pro Versuch, ganz gezielt auf das Verstehen der Einzelmaßnahme hin. Und aus dem dort gelernten bastele Dir DEINEN Workflow, der DEINE Anforderungen erfüllt. Der wird ganz anders aussehen als meiner, denke ich. Das ist die Chance, die Dir Vuescan gibt.

Lernen ist nunmal aufwändig und mit Mißerfolgen verbunden. Digitalisierung heißt nicht, daß man ohne Aufwand ein Top-ergebnis bekommt (Push-the-button-we-do-the-rest war mal), Scannen ist eine komplexe Angelegenheit und man muß vieles lernen. Oder man gibt sich mit einer "guten" Qualität zufrieden und scannt die meisten Dinge im "Standard", weil sie halt auch nicht mehr Aufwand als "Standard" bedürfen. Dein Bildbeispiel ist nicht sonderlich kompliziert. Ich wette, Dein Bild würde - im Standardmodus gescannt - einen technisch sehr ansehnlichen DIN A 4-Print ergeben.

Bilder sehen auf Papier wieder ganz anders aus als wenn man sie gezoomt am Bildschirm anschaut ... man sieht sich am großen Bildschirm nämlich gerne daumennagelgroße Ausschnitte des (zukünftigen) Prints in Riesenauflösung an und sieht dann kleinste Dinge. Die sind aber für den Print völlig irrelevant, weil sie bei der nachfolgenden digitalen Verarbeitung beim Printen (Auweh, da kommt ja nochmal eine Verarbeitung, auf die man in der Regel überhaupt keinen Einfluß mehr hat. Und jede Verarbeitung ist Informationsverlust.) völlig weggebügelt werden. Deswegen kann es auch Sinn ergeben, NICHT in maximaler Auflösung zu scannen, sondern in einer für den gewünschten Zweck "angemessenen" Auflösung. Und die Auflösung des Auges ... ist überraschend gering.

BTW ... für einen "angemessenen" Preis würde ich Dir auch meine Bibel (https://www.amazon.de/VueScan-Bible-Eve ... 1933952695) überlassen. Das sind ja Wertsteigerungen ...
Thomas.T. Thomas.T. Beitrag 24 von 30
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Zitat: Melissen-Ghost 12.12.19, 23:43Zum zitierten Beitrag...
Auflösung Vorschau: Automatisch
Auflösung Scan: 3600 ppi

Für den Farbabgleich nutze ich "Neutral" und die Anleitungen auf hamrick.com habe ich gelesen. In der Praxis hat mich das aber nicht ans Ziel gebracht, weshalb ich dann versuche mit den Funktionen zu experimentieren und das Ergebnis hat man ja hier gesehen...

Ich nutze immer einen mittlere Infrarot-Reinigung.

Sorry für die falschen Begrifflichkeiten. Ich schreibe oft von unterwegs und habe die genauen Bezeichnungen nicht parat oder im Kopf.

Genau. Ich scanne einmal für die Belichtung und aktiviere dann "Belichtung halten", im Anschluss dann einmal für den Farbabgleich und aktiviere dann "Filmgrundfarbe halten" und "Farbabgleich halten"...natürlich in der Annahme, dass ich im Reiter "Farbe" alles richtig gemacht habe und die selben Einstellungen für den nächsten Frame nutzen möchte...


Für die Profilierung nach Filmtyp habe ich mir diesen Ablauf angewöhnt:

Zuerst die Einstellungen alle auf Standardwerte zurück. Es hat sich sonst immer wieder die eine oder andere Detaileinstellung gefunden, die das Ergebnis im Endeffekt versemmelt hat.

Dann die Einstellungen vornehmen für Auflösung, Abzug-Grösse etc., nichts(!) in den Farben.

Dann nacheinander Filmgrundfarbe halten und Farbabgleich halten.

Das dann abspeichern, z.B. "ultramax.ini". Kann später wieder eingelesen werden und man spart sich die ganze Prozedur.

Damit (immer noch unveränderte Einstellungen in den Farben) den Preview / Vorscan.

Jetzt in den Farben die Farbbalance auf "Weißabgleich" oder passendes wie "Landschaft" etc. setzen. So wie ich das Prinzip verstehe, kompensiert man mit den ersten Schritten "Filmgrundfarbe", "Farbabgleich" nur die Orangemaske des Negativs. Das eigentliche Bild unterliegt davon unabhängig immer der Farbtemperatur zum Zeitpunkt der Aufnahme, die wird anschliessend mit dem Weißabgleich geregelt.

Die Automatik dafür in Vuescan ist recht gut, kommt aber in Probleme, wenn sie keine geeigneten Stellen findet (ich habe noch ein Dia aus dem Bryce Canyon, das mich bald verrückt gemacht hat, alles tolle Rottöne, aber der Scan wirkte immer wie eine LSD-Dröhnung). Dafür kann man sich im Vorscan eine geeignete Stelle suchen, am besten eine Stelle, die in der Realität ein möglichst neutrales Grau aufweist. Aber: Wenn man verschiedene Stellen ausprobieren will, dann nicht einfach herumklicken, sondern nach jedem Versuch den Doppelklick für den Standard-Weißabgleich setzen und dann auf die neue Stelle klicken. Meiner Erfahrung nach kann Vuescan sonst ziemlich durcheinander kommen in den Farben.

Abweichend von obigen Ratschlägen würde ich immer in der höchsten real möglichen Auflösung scannen, also 3600ppi hier. Herunterskalieren kann man später immer noch.

Das Histogramm des Scans kann man in den Einstellungen clippen, in einem der Diagrammtypen (kann gerade Vuescan nicht aufrufen) sind unten in der X-Achse kleine Dreiecke, die sich verschieben lassen. Der zu scannende Farbraum kann dann auf die 3 Kanäle begrenzt werden, was auch zur Farbtreue beiträgt.

Noch eine Frage - in welchem Dateityp wird der Scan gespeichert, 8/16/24/48 bit ?
MatthiasausK MatthiasausK Beitrag 25 von 30
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Zitat: Thomas.T. 13.12.19, 09:28Zum zitierten BeitragAbweichend von obigen Ratschlägen würde ich immer in der höchsten real möglichen Auflösung scannen, also 3600ppi hier.

Betonung auf "real möglich", nicht auf maximal auswählbar!
Der TO hat bereits Dinge im Bild, die er für seltsam hält (was durchaus heißen kann, daß er mit 3600 bereits jenseits der "real möglichen" Auflösung seines Scanners scannt - dann erzeugt die Scanersoftware halt irgendwas, was ihr gefällt), die für ihn keine "Information" mehr darstellen ... wieviel reale Bildinformation mag beim Herunterskalieren daraus gemacht werden? Jeder Skalierungsalgorithmus muß davon ausgehen, daß jedes Pixel eine "echte" Information darstellt und macht (grob vereinfacht gesagt) aus x Pixeln eines. Herunterskalieren ist immer Informationsverlust, den ich nur dadurch (einigermaßen) kontrollieren kann, indem ich möglichst wenig skaliere.

Im "Standardfall" wird man das im Ausgabemedium nicht merken, aber wenn wir den "Nichtstandard"fall haben und dann ein unbefriedigendes Ergebnis rauskommt, dann ärgern wir uns ... und deswegen schrieb ich "Deswegen kann es" - kommt immer auf den Anspruch an, der TO scheint aber hohe Ansprüche an seine Arbeit zu haben.

Zitat: Thomas.T. 13.12.19, 09:28Zum zitierten BeitragDas Histogramm des Scans kann man in den Einstellungen clippen, in einem der Diagrammtypen (kann gerade Vuescan nicht aufrufen) sind unten in der X-Achse kleine Dreiecke, die sich verschieben lassen. Der zu scannende Farbraum kann dann auf die 3 Kanäle begrenzt werden, was auch zur Farbtreue beiträgt.

Ja, es gibt in Vuescan in der Tat viele Möglichkeiten und nicht den einen Königsweg!

(Früher[tm] haben die ganz Alten die "Farbtemperatur" bereits bei der Aufnahme mit Filtern ziemlich genau dahin gebracht, wo sie sie für ihren Labor-Workflow haben wollten. Das kann man auch heute noch tun, vereinfacht zumindest den "Nichtstandard"fall.)
Thomas.T. Thomas.T. Beitrag 26 von 30
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Zitat: MatthiasausK 13.12.19, 10:00Zum zitierten BeitragZitat: Thomas.T. 13.12.19, 09:28Zum zitierten BeitragAbweichend von obigen Ratschlägen würde ich immer in der höchsten real möglichen Auflösung scannen, also 3600ppi hier.

Betonung auf "real möglich", nicht auf maximal auswählbar!

Behufs dessen "real möglich" ich schrub! Das viele Scanner mehr versprechen als erbringen herumgesprochen sich hat.
Albrecht D Albrecht D Beitrag 27 von 30
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Zitat: Thomas.T. 13.12.19, 12:35Zum zitierten BeitragDas viele Scanner mehr versprechen als erbringen herumgesprochen sich hat. Die Sache ist etwas komplizierter:

Es kann sein, dass der Scanner statt etwa 7200 ppi, wie ausgewählt, nur mit 3600 ppi scannt und anschließend das Bild hochskaliert und damit eine Auflösung von 7200 ppi bloß vorgaukelt. Das nenne ich Betrug (etwa im Sinne wie bei Dieselmotoren).

Oder aber der Scanner scannt tatsächlich mit der angegebenen Auflösung, aber aufgrund technischer Gegebenheiten ist das Endergebnis nicht adäquat. Das liegt aber an der ggf. mangelnden Qualität der Bauteile, und nicht an eventueller Schummelei.

Wenn man mit zweifelhaften Testmethoden versuchen will, von der Auflösung des fertigen Bildes auf die Auflösung der Scan-Einheit zu schließen, ist das Humbug. Die Aufösung des fertigen Bildes und die Scanauflösung sind ganz verschiedene Dinge, allerdings gibt es zwischen beiden eine gewisse Korrelation.

Gruß
Albrecht
Melissen-Ghost Melissen-Ghost Beitrag 28 von 30
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Zitat: Thomas.T. 13.12.19, 09:28Zum zitierten BeitragFür die Profilierung nach Filmtyp habe ich mir diesen Ablauf angewöhnt:

Zuerst die Einstellungen alle auf Standardwerte zurück. Es hat sich sonst immer wieder die eine oder andere Detaileinstellung gefunden, die das Ergebnis im Endeffekt versemmelt hat.

Dann die Einstellungen vornehmen für Auflösung, Abzug-Grösse etc., nichts(!) in den Farben.

Dann nacheinander Filmgrundfarbe halten und Farbabgleich halten.

Das dann abspeichern, z.B. "ultramax.ini". Kann später wieder eingelesen werden und man spart sich die ganze Prozedur.

Damit (immer noch unveränderte Einstellungen in den Farben) den Preview / Vorscan.

Jetzt in den Farben die Farbbalance auf "Weißabgleich" oder passendes wie "Landschaft" etc. setzen. So wie ich das Prinzip verstehe, kompensiert man mit den ersten Schritten "Filmgrundfarbe", "Farbabgleich" nur die Orangemaske des Negativs. Das eigentliche Bild unterliegt davon unabhängig immer der Farbtemperatur zum Zeitpunkt der Aufnahme, die wird anschliessend mit dem Weißabgleich geregelt.

Die Automatik dafür in Vuescan ist recht gut, kommt aber in Probleme, wenn sie keine geeigneten Stellen findet (ich habe noch ein Dia aus dem Bryce Canyon, das mich bald verrückt gemacht hat, alles tolle Rottöne, aber der Scan wirkte immer wie eine LSD-Dröhnung). Dafür kann man sich im Vorscan eine geeignete Stelle suchen, am besten eine Stelle, die in der Realität ein möglichst neutrales Grau aufweist. Aber: Wenn man verschiedene Stellen ausprobieren will, dann nicht einfach herumklicken, sondern nach jedem Versuch den Doppelklick für den Standard-Weißabgleich setzen und dann auf die neue Stelle klicken. Meiner Erfahrung nach kann Vuescan sonst ziemlich durcheinander kommen in den Farben.

Abweichend von obigen Ratschlägen würde ich immer in der höchsten real möglichen Auflösung scannen, also 3600ppi hier. Herunterskalieren kann man später immer noch.

Das Histogramm des Scans kann man in den Einstellungen clippen, in einem der Diagrammtypen (kann gerade Vuescan nicht aufrufen) sind unten in der X-Achse kleine Dreiecke, die sich verschieben lassen. Der zu scannende Farbraum kann dann auf die 3 Kanäle begrenzt werden, was auch zur Farbtreue beiträgt.

Noch eine Frage - in welchem Dateityp wird der Scan gespeichert, 8/16/24/48 bit ?


Danke für den ausführlichen Tipp. Ich sehe schon. Einige Antworten hier haben mir ordentlich den Kopf gewaschen, aber da das Thema Film-Scan immernoch recht neu für mich ist, konnte ich bisher auch nicht einschätzen wie komplex das Thema ist. Solche einfachen Tipps, wie vor jedem Versuch eines Weißabgleichs nochmals doppelzuklicken helfen da ungemein weiter (hab ich selbst inzwischen probiert und das Ergebnis ist wesentlich zufriedenstellender).

Solche Tipps sind auf jeden Fall ergiebiger als so manch unnötig sarkastischer Kommentar... (natürlich meine ich nicht dich, sondern eine bestimmte Person, deren Kommentare im persönlichen Profil vielsagend sind :)).

Ich denke man hat ein ungefähres Gespür dafür bekommen, wo ich mit meinem Latein zum Thema stehe, da macht es wenig Sinn von oben herab runterzudrücken. Ich bin da bei weitem nicht empfindlich und weiß inzwischen, dass ich zuerst meine Hausaufgaben zu machen habe.

Thx, auf jeden Fall. Die Hilfe ist am Ende des Tages trotzdem immer super!
Calmo Calmo Beitrag 29 von 30
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Negative scannen ist ein Luder. Besser gehts mit Diafilm.
Albrecht D Albrecht D Beitrag 30 von 30
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Zitat: Calmo 12.01.20, 09:57Zum zitierten BeitragNegative scannen ist ein Luder. Besser gehts mit Diafilm.Kann ich nicht zustimmen. Der Tonwertumfang eines Negativs ist wesentlich höher. Beim Diafilm gibt es oft zulaufende Schatten.

Gruß
Albrecht
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