Negative farbgetreu scannen?

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Melissen-Ghost Melissen-Ghost Beitrag 1 von 31
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Servus miteinander,

der Betreff stellt bereits die Frage. Ich scanne meine Farbnegative mit einem Reflecta 7200 Proscan und Vuescan.
Obwohl ich vor jedem Scan das unbelichtete Negativ für einen Weißabgleich scanne und die Werte "einrasten" lasse, um eine einheitliche Farbwiedergabe zu erzielen, gelingt es mir nicht den nativen Look des Films zu erhalten. Im Gegenteil. Es kommt immer wieder zu Farbverschiebungen.

An einem falsch kalibrierten Monitor kann es nicht liegen. Die Scans sind ganz klar auf mehreren Bildschirmen farbstichig und besitzen keinen vernünftigen Weißabgleich.

Wenn ich dann versuche mich in LR an den Look der handbelichteten Abzüge (die natürlich die originale Charakteristik des Films haben) anzunähern (durch ändern der Farbtemperatur und Tönung) kommt es immer wieder zu sichtbaren "Farbtupfern" im Foto (keine Ahnung wie ich das sonst bezeichnen soll).

Das Problem der Sache ist mir irgendwie klar: Die Aufteilung der Farben im Scan ist sehr chaotisch verteilt (oder gesprenkelt), sodass wenn ich sagen wir mal die Gelb-Werte in LR verändern möchte, es dann zu unerwünschten Farbkleksen kommt.

Die genauen Bezeichnungen für dieses Phänomen kenn ich nicht, also bitte nagelt mich nicht darauf fest :)'.

Hier mal ein Beispiel-Foto (bitte nicht vergessen die vollständige Auflösung anzuklicken):
https://ibb.co/b3YRJQX

Ich danke euch für jeden nützlichen Tipp.
Reiner Be Punkt Reiner Be Punkt Beitrag 2 von 31
2 x bedankt
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Hm... Dein Beispielbild sehen sich jetzt Dutzende Leute mit völlig unterschiedlichen Monitoren an, wodurch jeder ein leicht anderes Bild vor sich hat. Erschwerend kommt hinzu, dass man nicht sieht, was Du siehst bzw. sehen willst - um welchen Film und um welchen "nativen look" dieses jeweiligen Films soll es sich handeln? Da ist auch jeder mit einem beliebigen Stich ausgestattet - also der Film, nicht unbedingt der Betrachter...

Ich sehe beispielsweise ein ziemlich normales Bild mit einer Farbwiedergabe, die für mich ok wäre.
MatthiasausK MatthiasausK Beitrag 3 von 31
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"Ich scanne mit Vuescan" ... das sagt nichts, wenn man nicht weiß, welche Parameter Du eingestellt hast. Da kann man viele Dinge einstellen: jpg (wenn ja, welche Qualität und welche Farbtiefe?) oder tiff, damit fängts schonmal an. Was steht im Reiter "Farbe"?
Ich stelle fest, daß ich bei der Version 9.06.06 stehengeblieben bin und seit Jahren kein vuescan mehr verwendet und upgedatet habe ...

Ich sehe im Beispielbild diese "Farbkleckse" erstmal nicht, vielleicht mal einen "Farbklecks" markieren- Du meinst nicht etwa den geben Fleck auf der braunen Tür?
Wie Rainer sehe ich da auch erstmal ein recht vernünftig gescanntes Bild.

(und der "native look" des Films ... den Du ja gar nicht siehst, weil Du nur ein irgendeiner Form positiv gemachtes Ergebnis siehst. Egal auf welchem Weg positiv gemacht. Und ein digitlaisierte Negativ auf einem Bildschirm sieht nunma anders aus als ein Handabzug auf dem Paper. Vergleichen ... könntest Du nur Abzüge, aber auch hier wirst Du zwangsläufig Unterschiede feststellen.)
Melissen-Ghost Melissen-Ghost Beitrag 4 von 31
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Zitat: MatthiasausK 10.12.19, 14:18Zum zitierten BeitragIch sehe im Beispielbild diese "Farbkleckse" erstmal nicht, vielleicht mal einen "Farbklecks" markieren- Du meinst nicht etwa den geben Fleck auf der braunen Tür?
Wie Rainer sehe ich da auch erstmal ein recht vernünftig gescanntes Bild.


Stimmt, das hätte ich wohl etwas genauer erklären sollen. Was ich meine ist, dass die Körnung "farbgesprenkelt" aussieht. Auf sauber gescannten Scans sieht man hier nur reine Körnung und ebenmäßige Farben. Auf der "grauen" Wand bei dem Tor kann man es gut sehen (wenn man sich das Bild per Rechtsklick vollständig anzeigen lässt kann man die Körnung besser sehen). Hier sind überall orange/lachsfarbene "Pixel" "Punkte" wie auch immer man es nennen will. Wenn man das Foto aus der Ferne betrachtet wirkt es dadurch zudem wesentlich körniger und verrauschter, als ohne dieses Phänomen. Es ist etwas subtil und man muss reinzoomen, aber ich vermute, dass man das auf einem A4 Print oder größer auf jeden Fall sehen würde.

Ach ja, zum Workflow: Ich scanne als .tiff und mit einer Farbtiefe von 48-bit.
Albrecht D Albrecht D Beitrag 5 von 31
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Wenn ich das Bild am Monitor betrachte sehe ich vor allem eins: Korn, das sich mit dem Rauschen der Scannereinheit überlagert. Dies ist normal.

Du kannst das Bild mit einem Bildbearbeitungsprogramm"entrauschen", etwa mit dem NIK-Filter Difine und bei einem Dienstleister ausbelichten lassen. Und dann das Ergbenis kontrollieren.

Es gibt in den NIK-Filtern auch solche, die den analogen Effekt simulieren.

Gruß
Albrecht
MatthiasausK MatthiasausK Beitrag 6 von 31
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Zitat: MatthiasausK 10.12.19, 14:18Zum zitierten BeitragWas steht im Reiter "Farbe"?

Zitat: Melissen-Ghost 10.12.19, 15:09Zum zitierten BeitragAch ja, zum Workflow: Ich scanne als .tiff und mit einer Farbtiefe von 48-bit.

Das war jetzt nicht gerade die Antwort auf die Frage.
Melissen-Ghost Melissen-Ghost Beitrag 7 von 31
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Zitat: MatthiasausK 11.12.19, 13:22Zum zitierten BeitragZitat: MatthiasausK 10.12.19, 14:18Zum zitierten BeitragWas steht im Reiter "Farbe"?

Zitat: Melissen-Ghost 10.12.19, 15:09Zum zitierten BeitragAch ja, zum Workflow: Ich scanne als .tiff und mit einer Farbtiefe von 48-bit.

Das war jetzt nicht gerade die Antwort auf die Frage.


Leider kann ich nur nicht vielsagend darauf antworten. Ich versuche alle Werte wie "Weißwert" und "Schwarzwert", Neutrale RGB usw. so gut es geht, so neutral wie möglich einzustellen, damit ich am Ende einen sehr flachen Scan erhalte.

Ich verstehe, dass man mir so nicht wirklich helfen kann, da man mir quasi direkt über die Schulter schauen müsste, während ich das Negativ scanne.

Ich dachte vielleicht gibt es eine Handvoll naheliegender Ursachen und man kennt das Problem.
Melissen-Ghost Melissen-Ghost Beitrag 8 von 31
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Zitat: Albrecht D 11.12.19, 12:47Zum zitierten BeitragWenn ich das Bild am Monitor betrachte sehe ich vor allem eins: Korn, das sich mit dem Rauschen der Scannereinheit überlagert. Dies ist normal.

Du kannst das Bild mit einem Bildbearbeitungsprogramm"entrauschen", etwa mit dem NIK-Filter Difine und bei einem Dienstleister ausbelichten lassen. Und dann das Ergbenis kontrollieren.

Es gibt in den NIK-Filtern auch solche, die den analogen Effekt simulieren.

Gruß
Albrecht


Danke, das macht mich schon einmal um einiges schlauer. Ich werde mich da mal informieren.
MatthiasausK MatthiasausK Beitrag 9 von 31
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Zitat: Melissen-Ghost 11.12.19, 16:20Zum zitierten BeitragIch versuche (...) so gut es geht

... und genau da hätte man Dir möglicherweise weiterhelfen können, wenn Du einfach einen Screenshot des Reiters "Farbe" gepostet hättest. "Man" kennt nämlich schon das eine oder andere Problem mit nicht zielführender Parametrierung bei vuescan.

Wenns eine einfache Lösung für Dein Problem gäbe, hättest Du sie sicher selber gefunden.
Jetzt gibts halt 2 Möglichkeiten: Entweder die Lösung ist doch komplizierter ... oder aber es liegt gar kein Problem vor.

Scheint ja aber nicht wirklich wichtig zu sein ...
couldbeanyone couldbeanyone Beitrag 10 von 31
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Ich habe von 2003 bis 2010 ca 2500 neu aufgenommene KB Dias gescannt für ein bestimmtes Projekt und ich habe nie versucht, über die Parametrisierung der Software zu erreichen, dass der Scan so aussieht wir das Dia. Das hat nie geklappt.
Also jeden Scan individuell mit PS aufbereitet, und das war gar nicht so zeitaufwändig, wie ich zunächst angenommen hatte. Drei Minuten pro Dia für Farbe, Kontrast, Schärfe, z.T, verbessert bzgl, Verzeichnung und stürzende Linien, mehr braucht es nicht.
Albrecht D Albrecht D Beitrag 11 von 31
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Zitat: photo.subversive 12.12.19, 00:27Zum zitierten Beitragüber die Parametrisierung der SoftwareDarf man wissen, welche Software das war. Mit den Scansoftwares Silverfast oder Vuescan hatte ich das jedenfalls immer direkt hinbekommen.

Gruß
Albrecht
Jan Böttcher Jan Böttcher Beitrag 12 von 31
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Zitat: Melissen-Ghost 10.12.19, 12:45Zum zitierten Beitrag... Das Problem der Sache ist mir irgendwie klar: Die Aufteilung der Farben im Scan ist sehr chaotisch verteilt (oder gesprenkelt), sodass wenn ich sagen wir mal die Gelb-Werte in LR verändern möchte, es dann zu unerwünschten Farbkleksen kommt.

Die genauen Bezeichnungen für dieses Phänomen kenn ich nicht, also bitte nagelt mich nicht darauf fest :)'.

Hier mal ein Beispiel-Foto (bitte nicht vergessen die vollständige Auflösung anzuklicken):
https://ibb.co/b3YRJQX

Ich danke euch für jeden nützlichen Tipp.

Der Scan ist "Schrott". Wenn Du Dir das Histogramm anguckst und die einzelnen Kanäle anguckst, dann siehst Du lauter "Badewannen" (Links ein hoher Rand, Rechts ein hoher Rand, in der Mitte das tiefe Tal).

Das führt meiner Ferndiagnose nach dazu, daß die Flächen (z.B. die Hauswand in der Bildmitte) sich aus einem "Rauschen" zusammensetzt, das es so an der Wand in der Wirklichkeit nicht zu sehen gab, aber nun "in Summe" etwa wieder eine Hauswand ergibt. Wenn Du in der Vergrößerung Punkte der Hauswand mit der Pipette anklickst, siehst Du "merkwürdige" Werte ("Altweiß" (beianahe neutral), braun und quasi hellblau). Noch extremer als in der Mitte wird es links, durchs Blattwerk hindurch an der Wand bei den "Zinnen" im Halbsschatten. Änderst Du dann "die Farbe" gerät vermutlich einer der drei Farbkanäle "ins Eck" und wird nicht mehr mitgeändert, da schon am Anschlag 255 (Pipette nach Änderung?) oder so ein Klecksermeer läßt sich nicht so einfach umfärben wie ein "vernünftiger Scan".

So, warum ist der Scan "Schrott"?
Kann es sein, daß schon das Negativ (Kleinbild? Welcher Film / Empfindlichkeit?) nicht optimal belichtet ist?
Wie sieht das Negativ unter der 10x Lupe aus?
War der Film "frisch" oder hat er einen heftigen Grundschleier?
Wie sieht der Scan des "Leerbildes" aus?
Hat der Scanner bei anderen Dias (richtig belichteter Velvia)/Negativen schon mal bessere Ergebnisse geliefert?
Melissen-Ghost Melissen-Ghost Beitrag 13 von 31
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Zitat: Jan Böttcher 12.12.19, 09:53Zum zitierten BeitragSo, warum ist der Scan "Schrott"?
Kann es sein, daß schon das Negativ (Kleinbild? Welcher Film / Empfindlichkeit?) nicht optimal belichtet ist?
Wie sieht das Negativ unter der 10x Lupe aus?
War der Film "frisch" oder hat er einen heftigen Grundschleier?
Wie sieht der Scan des "Leerbildes" aus?
Hat der Scanner bei anderen Dias (richtig belichteter Velvia)/Negativen schon mal bessere Ergebnisse geliefert?


Ich werde heute abend das selbe Motiv nochmal scannen und auch einen Screenshot der Farbeinstellungen machen.
Der Film war ein Kodak Ultramax 400 und war noch ewig haltbar.

Ich belichte den Film immer 1-2 Stops über Box Speed, um noch ordentlich was aus den Schatten holen zu können. Und genau bei solchen "hellen"Motiven habe ich immer die größten Probleme. Das ist mir noch kein einziger Scan wirklich gelungen. Der Scanner bzw. Vuescan spuckt immer ein extrem blaustichiges Bild aus, und ich verzweifel jedes Mal daran, einen neutralen "Bildeindruck" hinzubekommen.

Der Scanner hat schon wesentlich bessers geliefert. Vorallem Nachtaufnahmen werden fast immer perfekt.
Liegt das unter anderem daran, dass bei Nachtaufnahmen weniger Film "belichtet" wird, und der Scanner daher mehr neutrale Punkte in den Tiefen findet, durch die ein Weißabgleich einfacher wird? Ist nur eine Mutmaßung...
MatthiasausK MatthiasausK Beitrag 14 von 31
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Ich fühle mich gerade an ein Wort von Moshe Feldenkrais erinnert: "Nur wenn wir wissen was wir tun, können wir tun was wir wollen."
Juri Bogenheimer Juri Bogenheimer Beitrag 15 von 31
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Zitat: Melissen-Ghost 10.12.19, 12:45Zum zitierten BeitragServus miteinander,

der Betreff stellt bereits die Frage. Ich scanne meine Farbnegative mit einem Reflecta 7200 Proscan und Vuescan.
Obwohl ich vor jedem Scan das unbelichtete Negativ für einen Weißabgleich scanne und die Werte "einrasten" lasse, um eine einheitliche Farbwiedergabe zu erzielen, gelingt es mir nicht den nativen Look des Films zu erhalten. Im Gegenteil. Es kommt immer wieder zu Farbverschiebungen.

An einem falsch kalibrierten Monitor kann es nicht liegen. Die Scans sind ganz klar auf mehreren Bildschirmen farbstichig und besitzen keinen vernünftigen Weißabgleich.

Wenn ich dann versuche mich in LR an den Look der handbelichteten Abzüge (die natürlich die originale Charakteristik des Films haben) anzunähern (durch ändern der Farbtemperatur und Tönung) kommt es immer wieder zu sichtbaren "Farbtupfern" im Foto (keine Ahnung wie ich das sonst bezeichnen soll).

Das Problem der Sache ist mir irgendwie klar: Die Aufteilung der Farben im Scan ist sehr chaotisch verteilt (oder gesprenkelt), sodass wenn ich sagen wir mal die Gelb-Werte in LR verändern möchte, es dann zu unerwünschten Farbkleksen kommt.

Die genauen Bezeichnungen für dieses Phänomen kenn ich nicht, also bitte nagelt mich nicht darauf fest :)'.

Hier mal ein Beispiel-Foto (bitte nicht vergessen die vollständige Auflösung anzuklicken):
https://ibb.co/b3YRJQX

Ich danke euch für jeden nützlichen Tipp.


"Obwohl ich vor jedem Scan das unbelichtete Negativ für einen Weißabgleich scanne und die Werte "einrasten" lasse"
Machst Du das um die Orangemaske "rauszurechnen"? Ich denke nicht, dass das so funktioniert.
Die besten Erfolge habe ich mit entsprechenden Filmprofilen, wobei Vuescan da nichts besonderes im Paket hat.
Ich arbeite zur Umwandlung mit Colorperfect, wobei mich das auch nicht immer glücklich macht.
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