Kompatibilität M 42

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Anastigmat Anastigmat Beitrag 1 von 11
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Ich war immer der Meinung, dass Objektive mit dem Anschluss M 42 unter den verschiedenen Herstellern kompatibel sind. Kann es sein, dass manche Hersteller bewusst leichte Abweichungen eingebaut haben? Beispiel: Ich habe ein Yashinon 1,9/50mm gekauft, das beim Aufschrauben auf der Kamera etwa auf 10 Uhr steht, was Probleme mit der Druckblende verursacht. Yashica ist ein solider Hersteller und deshalb kann ich mir so große Toleranzen nicht vorstellen. Beispiel 2: An meiner Fujica AZ 1 gibt es mit Objektiven anderer Hersteller Probleme mit der Blende. Wenn die Objektive aufgeschraubt sind, schließen die Blenden schon leicht. Grund: Der Blendenstößel des Fujinons ist rund einen halben Millimeter kürzer als an meinen Pentacon- und Zeiss-Objektiven. Zufall oder Absicht? Wer kennt sich damit aus?
Peter-W Peter-W   Beitrag 2 von 11
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Zitat: Anastigmat 09.02.20, 22:57Zum zitierten BeitragFujica AZ 1 gibt es mit Objektiven anderer Hersteller Probleme mit der Blende. AZ-1 & CE II AZ-1 & CE II Peter-W 16.04.17 0
Es wurden keine Unterschiede produziert um sich abzugrenzen sonder um sich weiter zu entwickeln. Gerade bei M42 gab es Probleme mit der Offenblendmessung. Diese erforderte eine Information des Objektivs für den Belichtungsmesser. Das war aber Normal mit M42 nicht zu realisieren.

Bei der AZ-1 geht es genau darum das die Originalen Fuji Objektive zur AZ-1 im Gewinde fest verriegelt werde damit die zusätzliche Übertragung der eingestellten Blende dem Belichtungsmesser diese mitteilt. Es gab auch noch andere Modelle wie zum Beispiel bei Praktika mit elektrischen Kontakten in der Planlage.

Auch ein Problem kann es sein wenn der Retrofocus eines Objektiv zu groß ist und in bestimmten Einstellungen den Spiegel behindert.
Zockel Zockel   Beitrag 3 von 11
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Zitat: Peter-W 10.02.20, 11:07Zum zitierten Beitrag...Auch ein Problem kann es sein wenn der Retrofocus eines Objektiv zu groß ist und in bestimmten Einstellungen den Spiegel behindert.
:-)))
Erklärung des Begriffes Retrofocus - das bedeutet nicht das Hineinragen des Objektives in den Spiegelklappbereich!
https://de.wikipedia.org/wiki/Retrofokus
der gelbe Fisch der gelbe Fisch   Beitrag 4 von 11
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Zitat: Peter-W 10.02.20, 11:07Zum zitierten BeitragGerade bei M42 gab es Probleme mit der Offenblendmessung.Es wäre eventuell interessant zu wissen, ob die Erfinder überhaupt daran dachten, die Belichtung TTL zu messen.Zitat: Peter-W 10.02.20, 11:07Zum zitierten BeitragEs gab auch noch andere Modelle wie zum Beispiel bei Praktika mit elektrischen Kontakten in der Planlage. Oder die SMC Takumare von Asahi-Pentax mit ihrer Blendenkupplung, welche aber nur von Spotmatic F und der ES rezeptiert wurde, an anderen Kameras sind diese Objektive "normales" M42.

Mein Fujinon 55/1,8 (M42 mod.) lässt sich nicht auf meinem M42->PK-Adapter sicher draufschrauben.

Wir haben also drei Hersteller mit drei verschiedenen Prinzipien, die M42 die Offenblendmessung ermöglichten.
Zitat: Peter-W 10.02.20, 11:07Zum zitierten Beitrag Praktika mit elektrischen Kontakten in der PlanlageWar damit 1969 seiner Zeit weit voraus, Mamiya folgte 1980, Pentax 1982 usw., dies betraf aber Anschlussbajonette.

Die Kleinbild-SLRs von Mamiya sind eine komplizierte Sache, der Anschlüsse wegen. M42 finden wir hier in den 60ern "normal" und in den 70ern dann ähnlich wie bei Fuji modifiziert.
Und ähnlich startete Olympus um 1970 ins SLR-Kleinbildformat bevor man 1972 das OM-Bajonett auf den Markt brachte.

Dann gab es noch Zeiss Ikon mit der SL706 und Voigtländer mit der daraus hervorgegangenen VSL-1.
Wiederum eine mechanische Modifikation, mehr kann ich mangels Kamera oder Objektiv nicht sagen.

Ansonsten habe ich das eine Fuji-Objektiv, aber eine ältere Fuji, meine mamiya ist "alt" und "alt". zu meiner Praktica LLC besitze ich keins der "Pentacon electric" genannten Objektive als zweiten Part, und meine SMC-Takumare laufen an einer ganz normalen Spotmatic.
M42 heisst bei mir "Arbeitsblendenmessung".

Bei der Aufzählung oben könnte ich auch Irgendwen vergessen haben, bin mir da nicht sicher.
Zitat: Anastigmat 09.02.20, 22:57Zum zitierten BeitragZufall oder Absicht? Wer kennt sich damit aus?Wenn etwas nicht passte so waren es Kollateralschäden. Die ganzen Sonderlösungen wurden nicht untereinander abgestimmt.
Und natürlich steckte auch der Gedanke der Herstellerbindung dahinter. Man konnte "normale" M42-Objektive ganz normal verwenden, aber ein funktionales Plus ergab sich nur mit den herstellereigenen.

;-) Michael
MatthiasausK MatthiasausK Beitrag 5 von 11
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Zitat: Zockel 10.02.20, 16:55Zum zitierten BeitragZitat: Peter-W 10.02.20, 11:07Zum zitierten Beitrag...Auch ein Problem kann es sein wenn der Retrofocus eines Objektiv zu groß ist und in bestimmten Einstellungen den Spiegel behindert.
:-)))
Erklärung des Begriffes Retrofocus - das bedeutet nicht das Hineinragen des Objektives in den Spiegelklappbereich!
https://de.wikipedia.org/wiki/Retrofokus


Ist aber ein supercalifragilisticexpialigetisches Wort, das Kompetenz suggeriert.

Zitat: der gelbe Fisch 10.02.20, 18:49Zum zitierten BeitragZitat: Peter-W 10.02.20, 11:07Zum zitierten Beitrag Praktika mit elektrischen Kontakten in der PlanlageWar damit 1969 seiner Zeit weit voraus,
... und haben es sogar geschafft, diese Objektive in die "Neuzeit" hinüberzuretten: Mit dem entsprechenden electric-Adapter funktionieren die auch am Praktica-Bajonett aufwärtskompatibel mit Offenblendenmessung.
Von Dresden lernen heißt siegen lernen ;)
Hermann Klecker Hermann Klecker   Beitrag 6 von 11
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Wenn ich jetzt tief im Gedächtnis krame, ohne jede Gewähr, gibt es nicht einen Schraubanschluß, der ebenfalls 42mm Durchmesser hat, aber einen anderen Anstieg?/Winkel?/Dings? des Gewindes hat? T2? Adaptall? System-T? Oder so?

Das bekommst Du mit Gewalt ein Stück weit rein gedreht, aber nicht ganz. Außerdem kannst Du Dir die Gewinde damit kaputt machen.

In jedem Fall heißt das nicht M42, könnte aber auf den ersten Blick damit verwechselt werden.
der gelbe Fisch der gelbe Fisch   Beitrag 7 von 11
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Es ist tatsächlich der T-mount, der bei gleichem Durchmesser eine andere Gewindesteigung aufweist.
Ingo Schlotterbeck Ingo Schlotterbeck Beitrag 8 von 11
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Hi,

Zitat: der gelbe Fisch 12.02.20, 15:54Zum zitierten BeitragEs ist tatsächlich der T-mount, der bei gleichem Durchmesser eine andere Gewindesteigung aufweist.

und außerdem hat der T2 ein ca. 9,5mm größeres Auflagemaß als der "normale" M42 Anschluss…

Gruß
der gelbe Fisch der gelbe Fisch   Beitrag 9 von 11
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Zitat: Zockel 10.02.20, 16:55Zum zitierten BeitragErklärung des Begriffes Retrofocus - das bedeutet nicht das Hineinragen des Objektives in den Spiegelklappbereich! Letzteres ist ja gemeint, der Spiegelklappbereich in den hineingeragt wird ist meistens der einer digitalen Vollformat-EOS, an die adaptiert wird.
Ein Beispiel dafür wäre das Asahi Super Takumar 50/1,4 der ersten Serie, also der Achtlinser. Der kommt bei einigen M42-Bodies dem Blendenstössel ins Gehege, dies betrifft z.B. die Pentaxen vor der Spotmatic (man kann aber an dieser Stelle umbauen).
Zitat: der gelbe Fisch 10.02.20, 18:49Zum zitierten Beitrag Die ganzen Sonderlösungen wurden nicht untereinander abgestimmt.
Und natürlich steckte auch der Gedanke der Herstellerbindung dahinter. Man konnte "normale" M42-Objektive ganz normal verwenden, aber ein funktionales Plus ergab sich nur mit den herstellereigenen.
Nochmal hierzu:
Aus heutiger Sicht könnte man den Kopf schütteln ob der Tatsache, dass da bei M42 das Fussvolk nicht im Gleichschritt marschieren konnte, aber wenn man den Zeitraum dieser Unstimmigkeiten betrachtet wird die Sache verständlicher.

1968 konnte man erstmals bei SLR zwischen Integral- und Spotbelichtungsmessung wechseln, Mamiya DTL, M42.
Und das Spitzenmodell konnte 1/2000s.
1969 steuerte der Belichtungsmesser der Yashica TL Electro erstmals eine Schaltung, die Leuchtanzeigen in den Sucher brachte.
Im selben Jahr die Elektrokontakte bei der Praktica LLC.
1971 dann von Asahi die erste Zeitautomatik und eine ganze Palette mehrschichtvergüteter Objektive.
Zur selben Zeit beschien das Licht bei Fuji erstmals lichtempfindliche Siliziumzellen.
Heutige Selbstverständlichkeiten, die ihre Premiere allesamt bei M42-SLRs feierten.
Und alles Dinge, für die man gerne einen Taler mehr locker machte, dann aber auch Offenblendmessung verlangte.
Das Objektivangebot schliesslich war reichhaltiger als in jedem anderen System,

;-) Michael
Zockel Zockel   Beitrag 10 von 11
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Zitat: der gelbe Fisch 18.02.20, 23:38Zum zitierten BeitragZitat: Zockel 10.02.20, 16:55Zum zitierten BeitragErklärung des Begriffes Retrofocus - das bedeutet nicht das Hineinragen des Objektives in den Spiegelklappbereich! Letzteres ist ja gemeint, der Spiegelklappbereich in den hineingeragt wird ist meistens der einer digitalen Vollformat-EOS, an die adaptiert wird....
Was "gemeint" war, jedoch mit einem falsch angewandten Begriff belegt wurde, dürften wohl schon lange alle hier Mitlesenden verstanden haben!
der gelbe Fisch der gelbe Fisch   Beitrag 11 von 11
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Ja, aber ich brauchte einfach eine Einleitung für meinen Beitrag
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