Filmscanner gesucht

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katlin.sommer katlin.sommer Beitrag 1 von 41
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Hallo allerseits,

ich bin mit der Suche nach einem Filmscanner für den Eigenbedarf derzeit etwas überfordert.
So lassen sich ja Billiggeräte und professionelle einwandfrei unterscheiden, aber alles dazwischen verschwimmt recht stark. Vor allem da viele günstigere Hersteller völlig überhöhte dpi-Zahlen angeben.

Meine Anforderungen sind klar. Eine gute Auflösung ist das einzige Muss. Dabei möchte ich auch keine riesigen Poster drucken, sondern maximal möglichst verlustfrei auf A4 Größe aufziehen. Wir reden auf jeden Fall von KB Filmen, MF wäre auch nett aber nicht zwingend.
Geschwindigkeit spielt überhaupt keine Rolle, da ich nicht vorhabe, meinen ganzen Fundus zu digitalisieren, sondern nur ausgewählte Bilder. Im Zweifel habe ich kein Problem damit, jedes Negativ händisch einzeln zu scannen. Auch Nachbearbeitung, Staub u. Kratzer Entfernung sind unerheblich, da ich da eigene Methoden habe. Strenggenommen brauche ich nicht mal einen Negativrahmen.
Zuletzt liegt mein Budget bei nicht mehr als 200€ für ein Neu- oder Gebrauchtgerät.

Wahrscheinlich ist eine konkrete Kaufempfehlung etwas viel verlangt und in diesem Forum nicht ganz adäquat, deshalb bin ich dankbar für jeden Tipp.
Reicht z.B. vielleicht schon ein Flachbettscanner mit Durchlichtaufatz für meine Ansprüche und welche dpi Zahl benötige ich überhaupt?

Vielen Dank schon mal.
RMKraemer RMKraemer Beitrag 2 von 41
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Hallo katlin.sommer,

bei diesem begrenztem Budget und Menge würde ich mit Macro-Objektiv abfotografieren.
Grob über den Daumen liefern (siehe auch https://www.filmscanner.info) Filmscanner zwischen 4000-5000 ppi und Flachbettscanner deutlich unter 3000ppi reale Auflösung.

In einer anderen Diskussion zu ähnlichem Thema habe ich folgendes angemerkt, vielleicht inspiriert dich das zu möglichen Alternativen:
Zitat: RMKraemer 12.06.19, 11:34Zum zitierten BeitragMein Workflow für neu belichtete und alte Type 135ger Filme geht folgendermaßen:

Den belichteten Film zu einem Drugstore der CEWE Dienstleitung anbietet. Dort 10x15 Bilder inkl. CD bestellen.
Anschließend am Monitor/am Printout schauen was die weitere Bearbeitung lohnt. Diese Negative gehen einzeln durch einen Reflecta ProScan 10T mit Silverfast und werden dann im Photoshop final bearbeitet

Alte Negative gehen zunächst durch einen CanoScan 9950F (weil der mit seiner Type135 Schablone max.30 Bilder in einem Rutsch scannen kann).
Anschließend am Monitor schauen was die weitere Bearbeitung lohnt. Diese Negative gehen einzeln durch einen Reflecta ProScan 10T mit Silverfast und werden dann im Photoshop final bearbeitet.
Type 120ger Filme werden ebenso behandelt, nur das die Highlights aus dem Film dann mit dem CanoScan einen zusätzlichen Fine-Scan bekommen.

Die Negative kommen dann in eine Negativhülle und werden mit Datum des IndexScan archiviert.

Auf diese Weise hab ich zum Einen ein Negativ-Archiv aus dem ich jederzeit wieder einzelne Bilder nachscannen kann und zum Anderen ein Digital-Archiv mit zusätzlichen Highlights aus dem jeweiligen Film

Auf diese Art wende ich die notwendige Arbeitszeit des scannen und der Bildbearbeitung nur für die Highlights aus dem Film auf.

Gruß und wech
MatthiasausK MatthiasausK Beitrag 3 von 41
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Für das Geld bekommst Du zB einen CANON9000.
Mit dem kann man das, was Du forderst. Allerdings ist er bei 20x30 auch an seiner Grenze angelangt.
Dazu kommt der Aufwand für das Erlernen der jeweiligen Scansoftware.

Wenn Du keinen anderen Verwendungszweck für den Scanner hast, dann ziehe doch RMKraemers Vorschlag mit dem einzelnen Abfotografieren in Betracht - ein älteres Makroobjektiv und ein sogenannter Diaduplikator, der auch Negativstreifen aufnehmen kann, aus der Bucht tuns und liegen im Budget. Dazu einmal eine definierte Lichtquelle "kalibrieren" (geht evtl mit Blitzgerät) und einen Workflow in der EBV lernen zur Umwandlung der Negative und fertig.

Vorteil: So ein Makroobjektiv tut auch anderweitig gute Dienste.
Albrecht D Albrecht D Beitrag 4 von 41
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Zitat: RMKraemer 22.07.19, 20:36Zum zitierten BeitragGrob über den Daumen liefern (siehe auch https://www.filmscanner.info) Filmscanner zwischen 4000-5000 ppi und Flachbettscanner deutlich unter 3000ppi reale Auflösung.Da ist ein Denkfehler. Scanner liefern keine Auflösung, sondern sie scannen mit einer bestimmten Auflösung.

Die Bildqualität des fertigen Scans ist eine andere Sache. Dies hat mit der Auflösung in ppi nichts zu tun. Die Angaben von Filmscanner.info sind hier missvertändlich.

Gruß
Albrecht
EX THX EX THX Beitrag 5 von 41
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Moin,

für 200 € lohnt es sich, mal auf dem Gebrauchtmarkt nach KB-Scannern zu schauen. Reflecta CrystalScan 7200 oder Proscan 7200 dürften mit etwas Suchen drin sein. Die reflectas sind allerdings berüchtigt aufgrund ihrer Defektanfälligkeit, da werden öfter mal Montagsmodelle ausgeliefert. Deshalb würde ich einem Gebrauchtgerät, dass schon viele Jahre zuverlässig lief, sogar mehr Vertrauen entgegen bringen würde als einem Neugerät von ungewisser Qualität. Wenn die reflectas funktionieren, sind es nämlich gute Scanner, die weit mehr als Deine Mindestanforderungen erfüllen.

Alternativ kommen bei dem Budget die KB-Scanner von Plustek infrage, z.B. 7400 (ohne IR-Korrektur) oder 7600 (mit IR-Korrektur) bzw. deren Nachfolger 8100 und 8200. Letztere sind die gleichen Scanner, nur mit aktuellerer Software. Sind ebenfalls gute Geräte.

VG
Thomas.T. Thomas.T. Beitrag 6 von 41
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Zitat: Albrecht D 23.07.19, 11:05Zum zitierten BeitragZitat: RMKraemer 22.07.19, 20:36Zum zitierten BeitragGrob über den Daumen liefern (siehe auch https://www.filmscanner.info) Filmscanner zwischen 4000-5000 ppi und Flachbettscanner deutlich unter 3000ppi reale Auflösung.Da ist ein Denkfehler. Scanner liefern keine Auflösung, sondern sie scannen mit einer bestimmten Auflösung.

Die Bildqualität des fertigen Scans ist eine andere Sache. Dies hat mit der Auflösung in ppi nichts zu tun. Die Angaben von Filmscanner.info sind hier missvertändlich.

Gruß
Albrecht


Nein, das ist kein Denkfehler, ganz im Gegenteil

Der Sinn des Scanners ist, ein analoges Bild zu digitalisieren. Das vom Scanner gelieferte Endprodukt ist der Scan in der Auflösung, die die verwendete Software, die den Scanner ansteuert, schreibt.

Es ist dabei nicht von Interesse, was einzelne Komponenten des verwendeten Scanners können, was interessiert ist die erreichbare Auflösung des Gesamtsystems, also was das System als Ganzes liefern kann. In unserem Beispiel ist der fertige Scan das Resultat einer Vielzahl von Einzelkomponenten, wie die Scanzeile auflösen kann, wie gut die Mechanik des Vortriebs der Scanzeile / der Vorlage ist, wie gut die verbaute Optik ist, wie gut die installierte Firmware ist usw. usw.

filmscanner.info beurteilt den fertigen Scan. Das ist m.E. die einzige realistische und für den Anwender brauchbare Beurteilung. Den Anwender interessiert nicht, was einzelne Komponenten erreichen könnten, sondern wie das gelieferte Endprodukt aussieht. Die utopischen Zahlen der Auflösung sind m.E. reines Marketing-Gelaber, was man dorthin stecken kann, wo die Sonne niemals hinscheint. Und wie ich Deinen Vorposter verstehe, interessiert ihn weniger, was die Scanzeile kann, sondern wie der fertige Scan aussieht und was der Scanner als Gesamtsystem liefern kann.

Anders ausgedrückt, wenn man in ein Kettcar einen Porsche-Motor einbaut, kann man zwar feuchte Augen angesichts der Leistung bekommen. Trotzdem wird das Ding wegen der verbauten Transmission nie mehr als 30km/h erreichen.
Albrecht D Albrecht D Beitrag 7 von 41
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Zitat: Thomas.T. 23.07.19, 20:07Zum zitierten Beitrag Das vom Scanner gelieferte Endprodukt ist der Scan in der Auflösung, die die verwendete Software, die den Scanner ansteuert, schreibt.
Das ist so nicht richtig. Du unterstellst, die Software wäre eine Schummelsoftware.

Das fertige Bild hat üblicherweise eine Auflösung analog zu Scanauflösung, beispielsweise 3000x2000 Pixel. Je nach Konstruktion des Scanners kann die Bildqualität unterschiedlich sein. Die Qualität des fertigen Bildes kann ich aber nicht in Pixel ausdrücken. Die Maßeinheitin ppi oder Pixel ist hierzu gänzlich ungeeignet. Man kann nicht unterstellen, die Hersteller würden schummeln.

Zum Vergleich: Eine Digitalkamera mit 24 Megapixel hätte dann womöglich "nur" 15 Megapixel, wenn man die "Methode" von Filmscanner.info anwenden würde. Hier fragt niemand, was hinten rauskommt sondern nur, was der Sensor hergibt.

Gruß
Albrecht
MatthiasausK MatthiasausK Beitrag 8 von 41
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Hmm, dann laßt uns doch mal sehen, wie das Wetter in Punxsatawney gerade ist:
https://weather.com/de-DE/wetter/heute/ ... fa80e5c15d
Albrecht D Albrecht D Beitrag 9 von 41
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Zitat: MatthiasausK 24.07.19, 10:24Zum zitierten BeitragHmm, dann laßt uns doch mal sehen, wie das Wetter in Punxsatawney gerade ist: Falscher Thread?
MatthiasausK MatthiasausK Beitrag 10 von 41
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Nein, das paßt schon.
Bis auf den Tippfehler, es muß Punxsutawney heißen.
Albrecht D Albrecht D Beitrag 11 von 41
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Zitat: MatthiasausK 24.07.19, 11:29Zum zitierten BeitragNein, das paßt schon.Nein, das passt nicht, da es mit der analogen Fotografie offensichtlich nichts zu tun hat.

Gruß
Albrecht
Jan Böttcher Jan Böttcher Beitrag 12 von 41
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Zitat: Albrecht D 23.07.19, 22:39Zum zitierten Beitrag... Die Maßeinheit in ppi oder Pixel ist hierzu gänzlich ungeeignet. ...
Warum?
Albrecht D Albrecht D Beitrag 13 von 41
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Zitat: Jan Böttcher 24.07.19, 16:31Zum zitierten BeitragZitat: Albrecht D 23.07.19, 22:39Zum zitierten Beitrag... Die Maßeinheit in ppi oder Pixel ist hierzu gänzlich ungeeignet. ...
Warum?
Weil ein Bild zum Beispiel 3000x2000 Pixel groß ist und ein solches Bild detailreich oder auch weniger detailreich sein kann, es aber gleichwohl immer die gleiche Pixel-Anzahl hat. Die Zahl der Bildpunkte ist immer gleich. Anmerkung: In die dpi/ppi-Zahl geht noch die Größe der Vorlage in inch mit ein, ist also von der Bildgröße in Pixel abhängig.

Allerdings hat ein Digitalbild aufgrund technischer Vorausetzungen eine bessere Qualität als ein gleichgroßes Bild, das durch einen Scanvorgang erzeugt wurde. Dennoch ist die Pixelanzahl die selbe.

Gruß
Albrecht
Jan Böttcher Jan Böttcher Beitrag 14 von 41
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Zitat: Albrecht D 24.07.19, 17:31Zum zitierten BeitragZitat: Jan Böttcher 24.07.19, 16:31Zum zitierten BeitragZitat: Albrecht D 23.07.19, 22:39Zum zitierten Beitrag... Die Maßeinheit in ppi oder Pixel ist hierzu gänzlich ungeeignet. ...Warum?Weil ein Bild zum Beispiel 3000x2000 Pixel groß ist und ein solches Bild detailreich oder auch weniger detailreich sein kann, es aber gleichwohl immer die gleiche Pixel-Anzahl hat. Die Zahl der Bildpunkte ist immer gleich. Anmerkung: In die dpi/ppi-Zahl geht noch die Größe der Vorlage in inch mit ein, ist also von der Bildgröße in Pixel abhängig.

Allerdings hat ein Digitalbild aufgrund technischer Vorausetzungen eine bessere Qualität als ein gleichgroßes Bild, das durch einen Scanvorgang erzeugt wurde. Dennoch ist die Pixelanzahl die selbe.

Gruß
Albrecht

Also bei mir ist ein Dia oder Negativ 24x36mm oder 8x11mm oder 18x24mm oder 56x56mm oder 13x17mm oder 24x24 oder 28x28mm oder ... und da finde ich die Auflösung, die der Scanner "pro mm" (oder pro Zoll/Inch) liefert äußerst interessant. (und ich schreibe nicht 24 mm x 24 mm sondern 24x24mm und 24x36 und nicht 22,75x34,73 und wir wissen trotzdem ganz genau, was gemeint ist)

Daß ein Digitalbild (von beispielsweise 3000x2000 Pixel Größe) aufgrund technischer Voraussetzungen eine bessere (technische) Qualität aufweisen soll als ein Scan halte ich für eine gelinde gesagt "gewagte" These. Man kann sicher die Rahmenbedingen so hindrehen (Gurkenkamera, kleines fehlbelichtetes Negativ/Dia, überlagerter Lomo-Film und schlechter Scanner vs. moderne gute Digicam mit großem Sensor), daß das zutrift, aber ohne die Rahmebedingungen zu benennen kann die Aussage keine Gültigkeit haben. Zumal wir "Bildqualität" evtl. noch in Auflösung, Tonwertumfang, Farbtreue und Signal-Rausch-Abstand zerlegen könnten.

Als nächstes erkläre bitte, was der "Detailreichtum" eines Bildes mit der Sache zu tun haben soll! Das verstehe ich nicht.
Albrecht D Albrecht D Beitrag 15 von 41
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Mit Detailreichtum meine ich Auflösung (nicht die in ppi), Tonwertumfang, Farbumfang, Dichte etc.

Zum Thema:
Ein Dia/Negativ in der Größe 24x36 mm mit 3600 ppi gescannt ergibt eine Bildgröße von 3400x5100 Pixel. Diese kann auch mit zweifelhaften Testmethoden nicht bestritten werden. Wer zudem glaubt, die 3400x5100 Pixel seien ein Qualitätsmerkmal, der irrt.

Aussagen von "Fachleuten", es sei ein typisches Charakteristikum von fast allen Scannern, die nominal mit xxxx dpi scannen, dass sie in der Praxis nicht einmal 50% der Nominalauflösung erreichen, ist Humbug. Die Bilder haben eine adaquate Auflösung, also bei 3600 ppi eben 3400x5100 Pixel.

Was anderes wäre allerdings, wenn eine mikroskopische Untersuchung der Scaneinheit ergäbe, in der Breite würdem bloß etwa 4000 Bildpunkte gescannt und auf 5100 hochinterpoliert wird. Dies kann man anhand Testtafeln nicht beweisen und wäre auch Betrug.

Da wir jedoch aneinander vorbeireden, belasse ich es jetzt.

Gruß
Albrecht
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