Danke Leica!

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I Mario I I Mario I   Beitrag 1 von 500
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Hallo zusammen,

ich möchte nachfolgend meine Erfahrungen mit der Leica Camera AG der letzten knapp 2 Jahre in ganz groben Stichpunkten zusammenfassen, und euch um eure Meinung dazu bitten.
Etwa ob Ihr meine Frustration nachvollziehen könnt, oder ob ich das alles doch irgendwie zu eng sehe.

Ich möchte in diesem Zusammenhang aber zu bedenken geben, dass der finanzielle Aufwand für mich, mir diese Kamera zu kaufen, sehr viel Überwindung und Aufopferung gekostet hat, und genau diese Tatsache, sehr wahrscheinlich, dein Großteil meiner Intoleranz zum Gebotenen ausmacht.

Aber lest selbst...

PS
Einige von euch kennen den Verlauf sehr viel detailreicher, als hier dargestellt, aber der gesamte Umfang, den ich auch in Schriftform zusammengepresst habe, wäre zu viel Text für ein Forum.

Vielen Dank!

Beste Grüße
Mario

- - -

08.01.07

Versand meiner Kamera aufgrund folgender Probleme zum Customer Service nach Solms:

- Staub im Sucher
- beim Ansetzen meines 50mm Objektivs ergab sich ein unbrauchbares Mischbild im Sucher, weil die Rahmen, zum Erkennen was auf dem Film zu sehen sein wird, nicht sauber eingespiegelt wurden - dieses Problem kam erst zu dieser Zeit zum tragen, da ich das 50mm Objektiv gekauft hatte, und beim vorher verwendeten Objektive, die Mechanik der Kamera zum Einspiegeln nicht zum tragen kam

06.02.07

Kamera zurück vom Service, allerdings mit folgenden Mängeln:
- Lack der Kamera zerkratzt
- Belederung wurde teilweise getauscht, entsprach aber in Farbe und Struktur nicht der alten bzw. der noch vorhandenen Belederung auf der Kamerarückwand
- noch immer Staub im Sucher

13.02.07

Versand der Kamera, zur Beurteilung an Hr. Jörg Kaufmann - Bereichsleiter Customer Service.

? 16.02.07 ?

Telefonat mit Hr. Jörg Kaufmann mit folgender inhaltlicher Aussage:
- Kamera ist nicht wirtschaftlich in ursprünglichen Zustand zu versetzen
- es wird eine neue Kamera für mich gebaut, die mir in den nächsten Tagen zugehen wird

12.03.07

Erhalt der ersten Austauschkamera, welche folgende Mängel zeigte:
- Unebenheiten im Lack
- leicht unterschiedliche Färbung der Deckkappe und des Bodendeckel -> Ungleichheit die das Gesamtbild trübte
- der Lack platzte beim ersten Spannen der Kamera - notwendig, da eine rein mechanische Kamera - zwischen Deckkappe und Spannhebel ab
http://i418.photobucket.com/albums/pp268/leica_mp/mp1_01.jpg

- im Filmpatronenraum waren deutliche Abnutzungen im Bereich der Arretierung des Bodendeckels zu erkennen
http://i418.photobucket.com/albums/pp268/leica_mp/mp1_02.jpg
http://i418.photobucket.com/albums/pp268/leica_mp/mp1_03.jpg

- die Seriennummer der Kamera begann mit einer 294*, womit diese, meinem Wissen nach, annähernd 2,5 Jahre alt sein musste. Eine wie angekündigt neue MP hätte mindestens eine 308* Seriennummer aufzeigen müssen

24.05.07

Erhalt der zweiten Austauschkamera, welche folgende Mängel zeigte:

- gekrümmte Seiten des Negativs, die nahezu einen leichten Bogen beschrieben
http://i418.photobucket.com/albums/pp268/leica_mp/mp2_02.jpg

- stark unterschiedliche Abstände zwischen den Negativen - bei mechanischen Kameras "normal", allerdings nicht in dieser Ausprägung

- defekter Verschluss und somit "Streifen" auf den Negativen
http://i418.photobucket.com/albums/pp268/leica_mp/mp2_01.jpg
http://i418.photobucket.com/albums/pp268/leica_mp/mp2_04.jpg
http://i418.photobucket.com/albums/pp268/leica_mp/mp2_05.jpg

06.06.07

eMail an den damaligen Vorstandsvorsitzenden Steven K. Lee um ihn, wie von Hr. Jörg Kaufmann empfohlen, vom aktuellen Umfang meiner Frustration, vor allem aber den scheinbar aktuellen qualitativen Problemen in Kenntnis zu setzen

12.07.07

Erhalt der dritten Austauschkamera, welche folgende Mängel zeigte:

- das Aussichtsfenster des Entfernungsmessers war unzureichend abgedichtet und

- starke Verschmutzung des Suchers bereits bei Auslieferung
http://i418.photobucket.com/albums/pp268/leica_mp/mp3_02.jpg
http://i418.photobucket.com/albums/pp268/leica_mp/mp3_03.jpg
http://i418.photobucket.com/albums/pp268/leica_mp/mp3_04.jpg

06.08.07

Erhalt der vierten Austauschkamera, welche folgende Mängel zeigte:

- diverse Kratzer auf der Vorderseite der Deckkappe auf
http://i418.photobucket.com/albums/pp268/leica_mp/mp4_01.jpg
http://i418.photobucket.com/albums/pp268/leica_mp/mp4_02.jpg
http://i418.photobucket.com/albums/pp268/leica_mp/mp4_03.jpg
http://i418.photobucket.com/albums/pp268/leica_mp/mp4_04.jpg
http://i418.photobucket.com/albums/pp268/leica_mp/mp4_05.jpg
http://i418.photobucket.com/albums/pp268/leica_mp/mp4_06.jpg

- der Lack löste sich an der Kante rechts über dem Objektiv-Bajonett ab
http://i418.photobucket.com/albums/pp268/leica_mp/mp4_07.jpg
- nicht rechteckige Negativumrahmung
- stark variierende Negativabstände

21.08.07

Besuch in Solms, wobei ich mir aus drei vorselektierten Kameras eine auswählen dufte.

Die erste Kamera zeigte folgende Auffälligkeit:
- Verarbeitsungsmangel; ein etwa 2mm großer Spalt zwischen der Deckkappe und der Belederung hinten, oben rechts

Die zweite erschien gänzlich in Ordnung, und ich habe mich somit für eben diese entschieden - fünfte Austauschkamera.

Nach einem ersten Probefilm zeigten sich allerdings folgende Probleme:

- stark variierende Nagativabstände
http://i418.photobucket.com/albums/pp268/leica_mp/mp5_05.jpg (die Abstände zwischen zwei aufeinanderfolgende Negative; oben bzw. Mitte links und im Vergleich dazu unten rechts)

- Negativmaske, welche nicht nur seitlich sondern, in dieser Ausprägung zum ersten Mal ersichtlich, auch oben und unten einen gebogenen Verlauf zeigte
http://i418.photobucket.com/albums/pp268/leica_mp/mp5_02.jpg (zur Verdeutlichung wurde der Teil um das Negativ herum rot hinterlegt)
http://i418.photobucket.com/albums/pp268/leica_mp/mp5_01.jpg (Ergebnis der Negativ-Maske mit gebogenen Kanten oben und unten)
http://i418.photobucket.com/albums/pp268/leica_mp/mp5_04.jpg (Negativ-Maske in der Kamera mit gebogener Kante die der Wölbung der oberen Negativseite entspricht; zur Veranschaulichung wurde eine rote Linie angelegt)

29.08.07

Erhalt der sechsten Austauschkamera - die dritte Kamera, die in Solms für mich bereit gestanden hatte - welche folgende Mängel zeigte:

- Problem in der Mechanik:

der Hebel zur Freigabe der Transportwalze, ließ sich nicht nicht arretieren, sondern sprang nach Betätigung immer wieder in die Ausgangsposition zurück - allerdings nur dann, wenn die Kamera nicht gespannt war!

Das ist allerdings ein Problem, da man i.d.R. mehr als 36 Aufnahmen auf einem Film belichtet, und sich die Kamera am Ende dann eben nicht mehr vollständig spannen lässt. Somit ist der Film nicht zurückspulbar und auch nicht aus der Kamera entnehmbar.

- leicht variierende Nagativabstände
http://i418.photobucket.com/albums/pp268/leica_mp/mp6_01.jpg (variierende Negativabstände - blau)

18.10.07

Im Angesicht der Tatsache um die Probleme mit den letzten Kameras, wurde mir eine Kamera versprochen, welche gesondert getestet werden, und allen Qualitätssicherungstoleranzen entsprechen sollte.

Unglücklicherweise war diese mir am 18.10.07 zugegangene Leica MP genau dieselbe Kamera (vierte Austauschkamera), welche ich am 21.08.07 persönlich in Solms abgegeben hatte, und noch immer Kratzer und die bereits beschriebenen Mängel aufzeigte.

07.01.08

Erhalt der siebten Austauschkamera, welche folgenden Mangel zeigte:
- Auffälligkeit im Negativrahmen; die rechte obere Negativecke wirkt "ausgebrochen", und zeigte generell einen unebenen Verlauf

http://i418.photobucket.com/albums/pp268/leica_mp/mp7_01.jpg
Die besagte Besonderheit wurde zur Bearbeitung an die Qualitätssicherung weitergeben, wobei der daraus resultierende Ursachenansatz in meinen Augen mehr als fraglich erschien.

13.05.08

eMail an den neuen Vorstandvorsitzenden Hr. Dr. Andreas Kaufmann, um ihn den bisherigen Verlauf zu schildern.

Daraufhin wurde der Mangel an der aktuellen Kamera "aus der Ferne" geprüft, und es kam am 02.06., in einem persönlich unterschriebenem Brief, zu der Auswertung, dass das Problem beim verwendtem Film liegt. Genauer, der Film liegt leicht wellig im Filmkanal, und weil diese Wölbung von Film zu Film unterschiedlich ist, variiert somit die Erscheinung mit dem verwendetem Film, wobei die Kamera nicht auf jegliche Filmwölbung angepasst werden.

Da diese Erklärung alles andere als plausibel erschien, und es sich in meinen Augen um eine essenzielle Einschränkung der Nutzbarkeit handelte, wendete ich mich erneut - dieses Mal aber per Einschreiben - an den Vorstandsvorsitzenden Hr. Dr. Andreas Kaufmann.

11.06.08

erstes Einschreiben an den Vorstandvorsitzenden Dr. Andreas Kaufmann, mit der Beschreibung der aktuellen Umstände.

12.06.08

Versand der Kamera nach Solms, damit Sie von der Qualitätssicherung auf beschriebenen Fehler geprüft werden konnte.

In der Zwischenzeit hatte ich ein Foto der Negativmaske in der Kamera erstellt, um aufzuzeigen, dass das Problem unmöglich der verwendete Film sein kann, sondern ein Problem, die Negativmaske in der Kamera betreffend, vorliegt.

http://i418.photobucket.com/albums/pp268/leica_mp/mp7_03.jpg (Negativmaske in der Kamera)

http://i418.photobucket.com/albums/pp268/leica_mp/mp7_02.jpg (Negativmaske in der Kamera, im Bezug zur oberen Seite des Negativs)

erkennbar ist, dass die untere Seite der Negativmaske in der Kamera (oben) exakt den Verlauf aufzeigt, wie die bemängelte Seite des Negativs (darunter)

24.06.08

Erhalt einer eMail zum Status der Überprüfung, mit der Aussage, dass die Kamera in Ordnung ist, und keine Abweichungen von den gegenwertigen Prüf- und Abnahmebedingungen exitieren.
Allerdings wurde auch eingeräumt, dass eine Spezifikation der Bildfeldbegrenzung in den Abnahmebedingungen leider nicht beschrieben ist.

Im persönlichen von Herr Jörg Kaufmann unterzeichnetem Schreiben, vom 2. Juni 2008, wurde allerdings bestätigt, dass diese Erscheinung auch seiner Meinung nach nicht einwandfrei ist, wobei diese allerdings - so war die Aussage - vom verwendeten Film resultiert.
Die damalige Aussage stand somit völlig konträr zur aktuellen, und ich hatte offensichtlich unter der Tatsache zu leiden, dass die Abnahmebedingungen allein die grobe Funktionalität, und einen geringen Teil der qualitativen Gegebenheiten abdecken.

27.06.08

Nach nochmaligem Nachfragen, ob dem Umstand, bekam ich die Antwort, dass die Reklamation eine nicht spezifizierte Produkteigenschaft betrifft, und somit keine Garantieansprüche bestehen. Es wurde eingeräumt, mir für eine Zahlung von 500eur, eine Kamera zu bauen, die allerdings einen ordentlichen Rahmen bietet, also meinem Wunsch, einer gleichmäßigen Negativumrandung, enspricht.
Es wurde so ausgelegt, als wäre es völlig unwichtig, und unangebracht, Bilder über den belichteten Rand des Negativs zu vergrößern, und aus diesem Grund ein gerader Verlauf der Maske in der Kamera nicht nötig.

Allerdings ist gerade dieses "Bilder bis an den Bildfeldrand produzieren", ein für viele Fotografen gängiges Aussagemittel, welches dem Betrachter deutlich macht, dass das Fotos nachträglich nicht "beschnitten" wurde - also lediglich einen Ausschnitt zeigt - sondern bereits bei der Aufnahme so gewünscht und komponiert war.

Dies ist ein Grundsatz der meisten Fotografen, so auch derer, der renommierten Foto-Agentur Magnum, und z.B. auch des bekanntesten Leica-Fotografen Henri Cartier-Bresson, was nachfolgendes Zitat unterstreicht.

"Wer ein gelungenes Foto auch nur ein klein wenig beschneidet, zerstört unweigerlich das Zusammenspiel der Proportionen. Andererseits kommt es nur in den seltensten Fällen vor, dass eine von vornherein schwache Komposition später in der Dunkelkammer, beim Versuch einer Rekomposition, gerettet werden kann, indem am Negativ unter dem Vergrößerungsapparat herumgestutzt wird." "Seine Kunst - Sein Leben" - Henri Cartier-Bresson, erschienen im Schirmer/Mosel-Verlag.

So wurden seine, und auch die Fotos vieler anderer bedeutender Fotografen, nahezu ausnahmslos, vollständig, also "bis an den Bildfeldrand", vergrößert.

Leica stellt, unter höchstmöglichen Aufwand, Objektive her, die bis in den Randbereich optische Höchstleistungen erbringen. Welchen Sinn machen diese Bemühungen, wenn die Bildränder durch einen Ausschnitt ohnehin nicht genutzt werden - wie es die durch Leica beschriebene Unwichtigkeit in meiner Aussage vorschreiben würde?!

Selbst sehr viel günstigere Kameras haben einen gänzlich rechteckigen Negativrahmen. An dieser Stelle könnte ich beliebig viele weitere Beispiele aufzeigen, ebenso Beispiele von älteren Leica Kameras, was die Vermutung nahe legt, dass einige der aktuellen Leica MP ein Problem mit der Güte der in der Kamera befindlichen Bildfeldbegrenzung zu haben scheinen.

Hier z.B. das Negativ einer Leica M6 TTL (Vorgänger der Leica MP) von 2001.
http://i418.photobucket.com/albums/pp268/leica_mp/leica_m6ttl.jpg

Andererseits zeigt sich, dass nicht alle Austauschkameras dieses Problem hatten, allerdings zeigten diese dann andere Probleme, die eine Reklamation notwendig machten.

04.07.08

zweites Einschreiben an den Vorstandvorsitzenden Dr. Andreas Kaufmann, mit der Beschreibung der aktuellen Umstände.

16.07.08

Telefonat mit Hr. Ludwig Wildenauer - Director Chain Supply Management - wobei er mir am Telefon einräumte, dass die veranschlagten 500eur des Angebots zugegebenermaßen zu hoch angesetzt sind, und man die Unkostenbeteiligung auf 300eur beschränken würde.

21.07.08

Besuch in Solms, wobei der Hauptgrund dieses Besuchs die Diskussion des besagten Angebots war

23.08.08

eMail von mir an Hr. Jörg Kaufmann, in der ich das gemachte Angebot annahm

27.08.08

Erhalt der achten Austauschkamera (der aktuellen), wobei auf den mir ebenfalls zugehenden Probeaufnahmen - welche im Vorfeld durch Leica erstellt wurden - bereits erkennbar war, dass diese Kamera alles andere als dem entsprach, was Gegenstand des Angebots war.

An nachfolgenden Beispielen, ist die "Erscheinung" der Negative der aktuellen Kamera erkennbar:

http://i418.photobucket.com/albums/pp268/leica_mp/mp8_01.jpg
http://i418.photobucket.com/albums/pp268/leica_mp/mp8_03.jpg
http://i418.photobucket.com/albums/pp268/leica_mp/mp8_04.jpg
(erkennbar ist, dass die obere Seite nicht gerade verläuft, sondern gebogen ist! zur Verdeutlichung dieses Umstandes wurde ein rotes Rechteck angelegt)

Dieser Verlauf ist so auch bei der Bildfeldbegrenzung/Negativmaske in der Kamera, auf den mir zugeschickten Probeaufnahmen erkennbar, was nachfolgende Bilder verdeutlichen.
http://i418.photobucket.com/albums/pp268/leica_mp/mp8_05.jpg (zeigt einen Ausschnitt der kamerainterne Negativmaske (rechts unten), welche auf den oben gezeigten Fotos, in der Kante rechts oben resultiert - zur Veranschaulichung, habe ich ein rotes Rechteck angelegt)

http://i418.photobucket.com/albums/pp268/leica_mp/mp8_06.jpg (zeigt einen Ausschnitt der kamerainterne Negativmaske (rechts unten), welche auf den oben gezeigten Fotos, in der Kante rechts oben resultiert - zur Veranschaulichung, habe ich ein rotes Rechteck angelegt)

Ich selbst habe die untere Seite der Bildfeldbegrenzung/Negativmaske in der Kamera ebenfalls fotografiert, und die gleiche "Unförmigkeit" festgestellt, wie auf dem Negativ ersichtlich.

http://i418.photobucket.com/albums/pp268/leica_mp/mp8_02.jpg

Diese Umstände habe ich am 01.09.08 Hr. Jörg Kaufmann per eMail mitgeteilt, und darauf die Antwort bekommen, dass die Kamera absolut in Ordnung ist, und ich wurde erneut darauf hingewiesen, dass die Bildfeldbegrenzung keiner Spezifikation unterliegt. Es wurde ausserdem mitgeteilt, dass die aktuelle Kamera deutlich besser ist als meine alte.

Diese eMail hat mich ehrlich gesagt schockiert, denn zeigt die aktuelle Kamera genau das - in einer noch stärkeren Ausprägung als vorher - was gerade bei dieser Kamera während der Herstellung besonderer Beachtung verdienen sollte. Das Angebot ist in der angesprochenen Form also nicht umgesetzt worden, ob gleich ich auch die gesetzten 300eur nicht zahlen brauchte.

Wie sehr mir an einem ganzheitlicher Abschluss gelegen ist, hatte ich den Herren Wildenauer und Kaufmann mehrfach mitgeteilt, und die Bereitschaft der Zuzahlung unterstreicht dies in meinen Augen nochmals.

Mir ist durchaus bewusst, dass es sich lediglich um eine Kamera handelt, nur ist diese Kamera, anders als irgendeine andere Kamera, von bleibendem Wert, und ein Begleiter für das Leben, also ganz anders als die oft nur wenige Monate überdauernden digitalen Kameras.

Eine solche Kamera entschleunigt die Welt um uns herum, und vermag es, das Licht auf dem Film gewissermaßen gerinnen zu lassen, und somit Zeitzeugnisse, von dauerhafter Bedeutung zuschaffen.

Die Fotografie ist ein wichtiger Teil meines Lebens, umso schmerzvoller waren die letzten Monate für mich.

Der gesamte Umfang seit Februar 2007 war gekennzeichnet von ständigen Frustrationen, Enttäuschungen und dem nahezu gänzlichen Verlust der Liebe zur Fotografie - ein ewiglicher Traum wurde somit vollständig zerstört. Persönlich muss ich sagen, dass diese bisherigen Erfahrungen sehr stark an meinen Kräften gezehrt haben, und ich aktuell absolut verzweifelt bin!

PS
Wichtig ist in meinen Augen, dass die Mängel an den Kameras ausnahmslos (bis auf die krummen Negativseiten) von den zuständigen Mitarbeitern bei Leica bestätigt, und als erneute Reklamationsgrundlage akzeptierten wurden. Diese Bestätigungen liegen mir entweder als eMail oder persönlich unterzeichnete Briefe vor - ausserdem war es mitunter ein unbeschreiblicher Aufwand, die Anerkennung der Mängel zu bekommen, was ganz gern und oft nicht auf die erste Konfrontation hin akzeptiert wurde.



Nachricht bearbeitet (16:05h)
Doro E. Doro E. Beitrag 2 von 500
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oh je.............:-/
ich muss nächste woche nach solms. hab alles gelesen, und werde versuchen unvoreingenommen dort zu erscheinen..
Fred Kraus Fred Kraus Beitrag 3 von 500
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Summa summarum natürlich ein frustierendes Erlebnis, aber ohne jetzt auf jede einzelne Austauschkamera einzugehen, halte ich folgende "Fehler" für annehmbar:

Die Abstände zwischen den Negativen varrieren in meinen Augen in einem akzeptablen Bereich.

Das die Negaivmaske nicht 100% rechtwinklig ist, finde ich gerade bei einer Messsucherkamera verschmerzbar (zumal es wirklich nur wenige Bruchteile sind), denn der eingespiegelte Sucherrahmen ist sowieso immer etwas kleiner als das belichtete Negativ - zumindest ist das bei der M8 und der Mamiya 6 so. Beim vergrößern würde mich dieser minimal unebene Rand keineswegs stören, da man auf diese wenige mm Rand (die im Sucher sowieso außerhalb des Bildes waren)verzichten kann.


Fred



Nachricht bearbeitet (16:08h)
I Mario I I Mario I   Beitrag 4 von 500
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@doro
die stichpunkte beschreiben nur einen bruchteil, die beiden einschreiben an den vorstand umfassten zusammen 9 seiten in arial 10.

es hat mich viel energie, und tausender worte gekostet!

@fred
die negativabstände waren niemals der einzige punkt, und wären, sofern die anderen problem nicht gewesen wären, als akzeptabel durchgegangen. allerdings wurden die negativabstände selbst von den zuständigen bei leica als zu stark empfunden.

zur negativmaske.
mag sein, dass es für den ein oder anderen verschmerzbar wäre.
fakt ist, dass wir hier von einer 3395,-eur kamera reden, und nicht von einer lomo.
den unterschied zwischen dem was auf dem negativ zu sehen sein wird, und was man innerhalb des rahmens sieht, richtet sich nach der verwendeten brennweite, und dem abstand zum motiv. nach einer gewissen zeit vermag man durchaus das auszugleichen - das arbeiten wird hinreichend genau, nicht wie bei einer einer 100%-sucher-slr, aber ausreichend.
doch das ist nicht der punkt. man möge es mir nicht verdenken, aber ich möchte doch bitte selbst entscheiden, ob ich meine negative "beschneide" - nicht leica.



Nachricht bearbeitet (16:33h)
Frank S0M0GYI Frank S0M0GYI Beitrag 5 von 500
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Kauf dir ne Zeiss Ikon.
Ehemaliges Mitglied Ehemaliges Mitglied Beitrag 6 von 500
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Klingt irgendwie nach anstrengendem Kunden - da wurde .u.U. einfach etwas zu viel erwartet - und eine Leica macht auch noch keinen Bresson.

Ich kann deinen Frust bezüglich der Firma mit dem roten Punkt in gewisser Weise nachvollziehen - ich habe mich von dem Laden, wenn auch aus etwas anderen Gründen, schon länger verabschiedet. Hole aber gerne ab und an die alte M4 hervor. Auf die Ränder der Negative die dabei entstehen habe ich aber offen gesagt noch nie so genau geachtet. Mir ist wichtiger was dazwischen zu sehen ist.
I Mario I I Mario I   Beitrag 7 von 500
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@frank,
ich mag die leica schon sehr, darum klammere ich mich auch so sehr an den gedanken, dass es eine positive wendung geben könnte.
wahrscheinlich würde ich dann lieber eine ältere m6ttl nehmen, da diese kameras den namen noch würdig sind. -> ich hatte selbst eine m6ttl, und wünschte, ich hätte sie noch heute!!!

@chris,
ich möchte einfach nur eine kamera, in dem zustand, in dem meine zum service geschickte war - mal von den problemen abgesehen, weswegen ich sie eigentlich eingeschickt hatte, natürlich.
nicht mehr, nicht weniger.
sie möge in frieden ruhen...
http://img2.fotocommunity.com/photos/6625592.jpg

zum thema bresson.
das ist nicht das thema - und so naiv, das zu denken, bin ich auch nicht!

dass man eine kamera ohne defekten verschluss, nicht arretierbaren spannhebel, undichtem sucher etc. erwarten können sollte, empfinde ich aber alles andere als naiv.



Nachricht bearbeitet (17:21h)
David Marquis David Marquis Beitrag 8 von 500
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I Mario I schrieb:

Zitat:Der gesamte Umfang seit Februar 2007 war gekennzeichnet von
ständigen Frustrationen, Enttäuschungen und dem nahezu
gänzlichen Verlust der Liebe zur Fotografie


Wegen "krummer" Bildränder und unregelmässigen Abständen der Bilder auf dem Filmstreifen? Das kann ich nun wirklich nicht verstehen. Ich habe noch bei keiner meiner vielen Kameras geprüft, ob die Abstände gleichmässig sind und wie gerade die Bildränder sind, aber dafür liebe ich die Fotografie noch.
I Mario I I Mario I   Beitrag 9 von 500
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@david,
hast du den text gelesen?
Ehemaliges Mitglied Ehemaliges Mitglied Beitrag 10 von 500
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ich denke nicht das du das kleinlich bist, bei einer kamera in dieser preisklassee würde ich nicht mal einen kratzer auf einen schraubenkopf dulden.
Uwe. Uwe. Beitrag 11 von 500
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@Mario:
Ich zitiere Dich mal so, weil es mir ansonsten zu kompliziert ist, den Abschnitt aus Deinem Pamphlet herauszuschnibbeln:

"Der gesamte Umfang seit Februar 2007 war gekennzeichnet von ständigen Frustrationen, Enttäuschungen und dem nahezu gänzlichen Verlust der Liebe zur Fotografie - ein ewiglicher Traum wurde somit vollständig zerstört. Persönlich muss ich sagen, dass diese bisherigen Erfahrungen sehr stark an meinen Kräften gezehrt haben, und ich aktuell absolut verzweifelt bin!"

Wären wir in den USA, würdest Du mit der Aussage sicherlich ein hohes Schmerzensgeld von Leica bekommen können.
Hier in Deutschland hört sich das für mich einfach nur peinlich an.
Du kaufst Dir eine BP MP und beschwerst Dich über minimalste Lackabplatzungen? Was meinst Du denn, wie die Kamera - bei Gebrauch natürlich und nicht als Shelf Queen - nach einigen Jahren aussieht?
Betrachte es doch mal wie bei den Jeans: "Pre-washed" oder hier pre-scratched.

Und was HCB und Andere gesagt haben oder gesagt haben sollen, geht mir am Gesäß vorbei.

Schöne Grüße
Uwe
Willi Klimek Willi Klimek Beitrag 12 von 500
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I Mario I schrieb:

Zitat:@david,
hast du den text gelesen?


Eigentor!
Was da in Deinem Profiltext steht, laesst mich ueber Deine endlose Korrespondenz mit Leica nur schmunzeln.
MatthiasausK MatthiasausK Beitrag 13 von 500
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Zitat:aber ich möchte doch bitte selbst entscheiden, ob ich meine negative "beschneide"

Und wo ist der Beweis dafür, daß LEICA beschneidet?
Wo ist der Beweis, daß Du im Sucher weiter an den Rand komponiert hast als auf dem Negativ zu sehen ist? Wo ist der Gegenbeweis zur These, daß der Sucher einen etwas kleineren Ausschnitt zeigt als hinterher auf dem Negativ zu sehen ist und damit eine eventuelle Durchbiegung irrelevant ist?
Diesen Beweis hast Du nicht geführt.

Vieles, was Du zeigst, sollte bei LEICA zu Konsequenzen führen, aber das mit der Durchbiegung und das mit dem Negativabstand - damit macht man sich schon irgendwie zum SK-Fall (näheres zu SK findet man bei Sjöwall/Wahlöö).
I Mario I I Mario I   Beitrag 14 von 500
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@uwe

mir ist klar wie die kamera dann aussieht, darum habe ich mich dafür entschieden.
nur sollte die kamera in einem besserem zustand von service kommen als eingeschickt, nicht schlechter.

ich sehe es nicht als absolutes dogma, was hcb da sagt, es sollte nur, vorallem auch den leica-verantwortlichen verdeutlichen, dass die nutzung des gesamten negativs durchaus praxis ist, und ich nicht der einzige bin, der es so macht. genützt hat es nicht viel - mir wurde von einem höhergestelltem mitarbeiter, sogar angeraten das doch mit ebv zu korrigieren! aua.

das ich mich mitunter etwas "kompliziert" ausdrücke, mag durchaus stimmen, aber ich habe diesen text fürs forum editiert, und nicht geschrieben.
man möge mir also verzeihen, dass ich den sprachlichen ton nicht ganz getroffen habe.

dass es eine frustrierende angelegenheit ist, wenn man nach einigen wochen seine kamera wieder hat, denkt, dass nun alles in orndung ist, um dann festzustellen, dass eben wieder irgendwas nicht passt, erzeugt nicht gerade eine euphorie - zumindest nicht bei mir.
I Mario I I Mario I   Beitrag 15 von 500
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MatthiasausK schrieb:

Zitat:Zitat:aber ich möchte doch bitte selbst entscheiden, ob ich
meine negative "beschneide"


Und wo ist der Beweis dafür, daß LEICA beschneidet?


leica beschneidet?

Zitat:Wo ist der Beweis, daß Du im Sucher weiter an den Rand
komponiert hast als auf dem Negativ zu sehen ist? Wo ist der
Gegenbeweis zur These, daß der Sucher einen etwas kleineren
Ausschnitt zeigt als hinterher auf dem Negativ zu sehen ist und
damit eine eventuelle Durchbiegung irrelevant ist?
Diesen Beweis hast Du nicht geführt.


ich habe doch bestätigt, dass für gewöhnlich mehr auf den negativ zu sehen ist, als im eingespiegelten rahmen. das kommt einfach daher, dass die rahmen für die naheinstellgrenze des objektivs "passen" und mit zunehmender distanz eben nicht mehr, sondern dass dann mehr auf dem negativ "ist" als im rahmen.

der "beweis" ob ich bis zum rand "komponiert" habe, ist eben der rand, der ganz anders aussieht, als wenn er durch die maske bei der ausbelichtung entsteht. natürlich kann man sowas auch faken, aber das ist nicht das thema...
ich will niemanden beweisen will toll ich, in welcher form auch immer, fotografiere, sondern erwarte ich lediglich, dass ich das ohnehin schon recht kleine kleinbildformat nicht noch weiter beschneiden muß, nur weil ich ein rechteckiges bild möchte.
andere firmen bekommen das doch auch hin, ist also wohl keine zauberer...

Zitat:Vieles, was Du zeigst, sollte bei LEICA zu Konsequenzen führen,
aber das mit der Durchbiegung und das mit dem Negativabstand -
damit macht man sich schon irgendwie zum SK-Fall (näheres zu SK
findet man bei Sjöwall/Wahlöö).


was auch immer...
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