Chemie und Aluminium - geht das?

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psykodaddy psykodaddy Beitrag 1 von 8
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Hallo Community!

Ich habe ein paar tolle Aluminiumflaschen ergattern können, Laborqualität und UN-zertifiziert :-D

Ich bin mir aber nicht ganz sicher, ob man darin Chemie wie Entwickler oder Fixierer füllen kann...

Greift die Fotochemie denn Alu an???

Bin für jede Hilfe dankbar!

Gruß,

p
Peter-W Peter-W   Beitrag 2 von 8
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Zitat: psykodaddy 18.03.20, 00:22Zum zitierten BeitragGreift die Fotochemie denn Alu an???Oder das Alu die Chemie?
Wenn die Flaschen innen unbeschichtet sind würde ich es lassen. Ich weiß zwar bei Aluminium nicht wirklich ob oder wie es reagiert aber das sich Metall-Zangen bei der Papier-Entwicklung auf diesem abzeichnen können.
Reiner Be Punkt Reiner Be Punkt Beitrag 3 von 8
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Alu mag jedenfalls keine sauren Lösungen. Ich würde im Zweifelsfall lieber bei Glas bleiben, das ist in jedem Fall inert, außer Du benutzt versehentlich Flußsäure :-)
RMKraemer RMKraemer Beitrag 4 von 8
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Behälter aus Aluminium sind meist Alu-Legierungen. Am häufigsten kommt AlMg3 zum Einsatz.
Aluminium ist ein sehr reaktionsfreudiges Metall. Auch wegen mechanischen Eigenschaften werden daher Al-Legierungen bevorzugt.
Aluminium und seine Legierungen sind wenig beständig gegenüber basischen Chemikalien (Laugen) aber beständig gegen viele (nicht alle!) saure Chemikalien (Säuren).
Damit sind deine Behälter geeignet für Entwickler, aber weniger geeignet für Fixierer.

UN-zertifiziert??? Du meinst da steht z.B. "UN" gefolgt von einer vierstelligen Nummer drauf?
Das ist mit hoher Wahrscheinlichkeit keine Zertifizierung sondern es handelt sich um Transportbehälter für eine bestimmte Chemikalie die mit der "UN" Nummer und Gefahrennummer für Transport und Handhabung gekennzeichnet werden:
als Beispiel Benzin: UN 1203, Gefahrennummer 33
Diesel und Heizöl leicht: UN 1202, Gefahrennummer 30

Wenn dem so ist, kannst du mit der UN-Nummer sehr einfach nachschlagen für welche Chemikalie diese Flaschen eingesetzt waren.
Nach einer bestimmten Zeit dürfen "Gefahrgutbehälter" nicht mehr für Gefahrgut eingesetzt werden. Aus diesem Grund haben die eine Prägung mit dem Herstellungsdatum die der TÜV Plakette ähnlich sieht.

Das sieht dann für Benzin so aus:
UN 1203
33
und die genannte Prägung irgendwo sichtbar.


Ich hoffe ich konnte helfen
Gruß und wech
psykodaddy psykodaddy Beitrag 5 von 8
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Danke für die Meinungen!

Also die Flaschen sind unbenutzt, da war noch nie was drin :-)

Laut Daten sind sie UN zertifiziert "1B1/X/250"

Hier ein Bild:

https://imgur.com/GbTvDEy

Also ich finde zur 1508 finde ich "Strontiumperchlorat"

Suche ich nach dem ganzen Aufdruck, komme ich hierhin:

http://www.leicht-appel.com/Aluminium-F ... gutflasche

Das sieht auch so aus wie meine...Also anscheinend Reinaluminium mit 99,5%.

-Der Plan war, selbst gemischten Entwickler, vielleicht auch Pyro, darin zu lagern. Als Stammlösung, also konzentriert. Ich mische mir das selbst zusammen, aber meistens mit 1 Liter-Rezepten, damit sich der Aufwand lohnt.

Fixierer habe ich gerne in Plastikflaschen :-)

Sollte ich diese Aludinger für den Entwickler nehmen???

Ich mische nur nach Rezept, habe aber von der tieferen Materie in der Chemie weniger bis keine Ahnung :-D

Danke für eure Tipps!

p
EX THX EX THX Beitrag 6 von 8
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Würde ich von abraten.
Aluminium ist empfindlich gegen Säuren und Basen. Gerade die Stammlösungen von Entwicklern sind mitunter recht basisch. Rodinal enthält z.B. Kaliumhydroxid, das greift Aluminium an. Die Komponenten von Pyro sehe ich zwar eher unkritisch, so oder so bist Du mit Kunststoffgefäßen aber auf der sicheren Seite.
RMKraemer RMKraemer Beitrag 7 von 8
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Zitat: psykodaddy 19.03.20, 01:04Zum zitierten BeitragAlso die Flaschen sind unbenutzt, da war noch nie was drin :-)
Laut Daten sind sie UN zertifiziert "1B1/X/250"
Hier ein Bild:
https://imgur.com/GbTvDEy
Also ich finde zur 1508 finde ich "Strontiumperchlorat"


Auch das ist keine UN Zertifizierung, sondern in diesem Fall ein UN-Verpackungscode:
1B1 = Aluminium Gefäß (mit) nicht abnehmbarer Deckel (ist der Verschluss abnehmbar müsste es 1B2 heißen)
X = Verpackungsgruppe 1 für Füllgüter der Stoffgruppe a),b),c)
250 = Prüfdruck in kPa (=2,5bar)
19 = Jahr der Herstellung (2019)
D = Herstellungsland (Deutschland)

Dazu noch üblicherweise die Typenprüfnummer der BAM (BundesAnstalt für Materialwesen)
und die Herstellercodierung.

Wenn du die wirklich für Entwickler (Neofin ja, Rodinal eher nein) nehmen willst (für FIX sowieso nicht geeignet), kannst du nur durch "wiegen" und Tara drauf schreiben feststellen wie viel noch drin ist.

Ich würde auch Glas oder PP-Kunststoff nehmen.

Gruß und wech
psykodaddy psykodaddy Beitrag 8 von 8
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Danke für die tollen Ratschläge!

Schade, die sehen wirklich toll aus :-)

Vielleicht als Blumenvasen fürs Labor :-D

Werde dann wohl bei Glas und Plastik bleiben...
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