CANON AE-1 VS PENTAX K1000

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juliand.thomas juliand.thomas neu Beitrag 1 von 12
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Liebe Community,

weil die Suche mir keine Ergebnisse geliefert hat, stelle ich in einem neuen Thread meine Frage. Ich möchte gerne mit analoger Fotografie und bin bei der Kamerafrage auf die CANON AE-1 und PENTAX K1000. Ich bin mir noch nicht sicher mit welchen Festbrennweiten ich fotografieren möchte aber mir schwebt 28mm, 50mm und 90mm vor. Könnt ihr mir etwas zum Preis-Leistungs-Verhältnis der Bodys und der Objektive sagen? Meine Vermutung ist, dass die Auswahl an Objektiven bei Canon größer ist und diese auch günstiger sind. Mir wird nur gerade eine PENTAX K1000 mit 50mm für 40€ angeboten. Allerdings lebe ich in einem Land, in dem ich nur schwierig an weitere Objektive komme, deshalb wäre vielleicht doch die Canon die besser Wahl. Was meint ihr? Vielen Dank für eure Hilfe!

Herzlich
Julian
foto stephan henn foto stephan henn Beitrag 2 von 12
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Die älteren Canon Kameras hatten einen Nachteil. Die Objektive hatten einen sog. Überwurfring.
War für den einen anderen beim Objektivwechsel doch etwas umständlich.
Aber von der Qualität der Kameras ob Canon oder Pentax tut sich nichts großes.
Vieleicht auch mal bei Nikon reinschauen. Die Nikon FM sehr gute und robuste Kamera. Alternativ mit Automatik
die NIKON FE. Der Rest ist Geschmacksache. Das wäre die gleiche Frage: Welcher Wein ist der beste.
Dann bekommst Du hier garantiert 1000 verschiedene Meinungen.
Albrecht D Albrecht D Beitrag 3 von 12
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Die Pentax K1000 ist eine mechanische Kamera mit manueller Belichtungssteuerung mittels eingebautem TTL-Belichtungsmesser. TTL = Messung durchs Objektiv.

Die Canon AE1 hat eine Belichtungsautomatik mit Zeitvorwahl: Man stellt eine Zeit ein und die Kamera steuert automatisch die passende Blende. Die Belichtungsmessung erfolgt ebenfalls durchs Objektiv.
Dies sei noch erwähnt.

Gruß
Albrecht
Peter-W Peter-W   Beitrag 4 von 12
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Zitat: juliand.thomas 04.02.20, 03:48Zum zitierten Beitragdass die Auswahl an Objektiven bei Canon größer ist Glaube ich er nicht.

Es gibt da noch relevante unterschiede, das PK Bajonett wurde von Pentax freigegeben und viele andere Hersteller nutzten es ebenfalls, außerdem ist es immer noch an modernen Pentax Digitalkameras zu benutzen. Bei Canon geht das bei dem FD Bajonett der AE-1 nur mit Adapter.

90ger Brennweiten sind für beide Systeme er selten und wenn hochwertig recht teuer. Die damals übliche Staffelung der Brennweiten war 28-50-135mm, diese Brennweiten sollten auch günstig zu erwerben sein.
Nachteil der K1000 ist das man keinen Motor(Winder) anschließen kann, keinen eingebauten Selbstauslöser hat und keinen Abblentaste.
Zockel Zockel   Beitrag 5 von 12
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Wenn Du in einem Land lebst, in dem es schwierig ist, weitere Objektive zu kaufen, dann kannst Du nur dortselbst in Erfahrung bringen, welche Systeme am ehesten erhältlich sind bzw. Leute fragen, die sich dort auskennen.
der gelbe Fisch der gelbe Fisch   Beitrag 6 von 12
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Zitat: juliand.thomas 04.02.20, 03:48Zum zitierten BeitragMir wird nur gerade eine PENTAX K1000 mit 50mm für 40€ angeboten. Das ist ausgesprochen günstig.Zitat: juliand.thomas 04.02.20, 03:48Zum zitierten BeitragIch bin mir noch nicht sicher mit welchen Festbrennweiten ich fotografieren möchte aber mir schwebt 28mm, 50mm und 90mm vor.Wenn Du statt "90" mm deren 135 nimmst umschiffst Du eine bei Pentax teure Hürde.Zitat: juliand.thomas 04.02.20, 03:48Zum zitierten BeitragMeine Vermutung ist, dass die Auswahl an Objektiven bei Canon größer ist und diese auch günstiger sind.Im Fall von 85mm sind sie bei Canon günstiger.
Ein Pentax SMC-M 85/2,0 geht hierzulande ab etwa 200€, ein SMC 85/1,8 kostet mindestens das doppelte und mit dem SMC-A 85/1,4 sind wir knapp vierstellig, soviel zur Vollständigkeit.
Bei Canon solltest Du Dich nach dem FD 85/1,8 umsehen, es ist das wohl günstigste 85er, in allen anderen Kamerasystemen ist dieses Vergnügen teurer.
Ich benutze dieses FD-Objektiv und finde es tadellos. Das 50/1,4 ist auch prima und bezahlbar, allerdings dürften die 50er von Pentax häufiger sein, und wenn es um "für Pentax" geht erst recht.
Dann nämlich kommen auch einige andere Hersteller, jede Menge kompatible Kameras und sehr viele 50er dazu, und so viele Namen, dass Jeder hier an einer Stehgreifaufzählung scheitern würde.
Zwischen etwa 1978 und etwa 2010 konnte Jeder, der "eigene" Kameras oder Objektive anbieten wollte in Fernost OEM-Ware mit K-Bajonett und eigenem Markennamen ordern und wie auch immer unter die Leute bringen.
Die pentaxforums listen unter Third-Party etwa 1200 Objektive auf.
Da ist natürlich auch Einiges an M42 dabei, über einen dünnen Adapterring ist Pentax K dorthin rückwärtskompatibel.
Dann finden sich natürlich auch regionale Markennamen, hinter denen ein- und dasselbe Objektiv stecken können, Autofokusobjektive ohne Blendenring müssen wir für die K1000 natürlich auch herausrechnen.

Übrigens: Um an einer Pentax K1000 zu funktionieren braucht ein Objektiv einen Blendenring, einen Fokussierring und halt logischerweise das K-Bajonett.
Pentax selbst hat noch etwa ein halbes Dutzend entsprechender Objektive im Programm.
Ok, es sind allesamt eigentlich Autofokusobjektive, letztes Jahr noch erschien nach längerer Pause mal wieder eins.
Objektive mit K-Bajonett, Blendenring und manueller Fokussierung findest Du z.B. bei Samyang/Walimex, Irix oder anderen kleinen Herstellern, Du hättest also auch eine Auswahl an sehr modernen Objektiven.
Oder modernem "Retro".
Objektive aus Russland könnte es hier und dort auch noch originalverpackt geben, in nachsowjetischen Zeiten bekamen viele Zenit-SLRs das K-Bajonett.

Prinzipiell sollte es also weltweit Angebot geben, was ich beim FD-Mount mittlerweile doch etwas bezweifle, da war nämlich spätestens Ende des letzten Jahrtausends Schluss.
Das Canon, welches wirklich omnipräsent ist hört auf den Namen EOS und ist zu dem davorigen FD-System inkompatibel.
Zitat: juliand.thomas 04.02.20, 03:48Zum zitierten BeitragAllerdings lebe ich in einem Land, in dem ich nur schwierig an weitere Objektive komme, deshalb wäre vielleicht doch die Canon die besser Wahl. Was meint ihr?Uns Alle interessiert wohl brennend, wie Dein Land heisst.
Wenn Du Pech hast ist der Erwerb einer Batterie für die AE-1 mit weiten Wegen verbunden, und ohne funktioniert ihr Auslöser nicht. Die Pentax braucht ihre Knopfzelle nur zur Belichtungsmessung, fotografiert also auch ohne. Ihre Knopfzelle ist die, die es auch dort gibt, wo es nur eine Knopfzelle gibt.
Innerhalb des K-Bajonetts stand die Pentax K-1000 mit diesen Eigenschaften längst nicht allein, ein kompatibles Konkurrenzmodell lief gar mit Solarstrom.
Und Kameras mit K-Bajonett, die ohne Batteriestrom überhaupt nicht mehr funktionieren baute nur Pentax, und das auch erst später. Aber dies spielte sich parallel zur Umstellung der Stromversorgung auf AA-Batterie, die es überall gibt.
Vor etwa einem Jahrzehnt wurde analoges EOS kistenweise exportiert, ebenso Nikon AF und Minolta.
Von Minolta war es sowohl das aktuelle AF-System als auch das (auch bei Minolta nichtkompatible) davorige SR-System mit seinen MC oder MD Rokkor genannten Objektiven.
Damit war Minolta vor Erscheinen der Canon AE-1 Marktführer, und danach bis zum Systemwechsel Nummer 2. Bei Minolta starb aber das alte System nie wirklich, denn anders als bei FD wurden noch lange Zeit Kameras für das SR-System gebaut.
Und durch die recht frühe Marktführerschaft dürfte ein gutes Sortiment von Festbrennweiten vorhanden sein.
Es könnte sein, dass Du in einem Minoltaland lebst.

;-) Michael
Albrecht D Albrecht D Beitrag 7 von 12
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Zitat: der gelbe Fisch 04.02.20, 23:32Zum zitierten BeitragUm an einer Pentax K1000 zu funktionieren braucht ein Objektiv einen Blendenring, einen Fokussierring und halt logischerweise das K-Bajonett.Alle Objektive mit Pentax-K-Anschluss ohne Autofocus müssten dies aber haben.

Und noch etwas: Der Adapterring für M42 ist nur eine Notlösung, da damit nur Arbeitsblendenmessung möglich ist. Bei einer Kamera ohne Autofocus und manueller Belichtungssteuerung sehr, sehr umständlich. Die Angelegenheit ist auch etwas wackelig.

Gruß
Albrecht
der gelbe Fisch der gelbe Fisch   Beitrag 8 von 12
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Zitat: Albrecht D 05.02.20, 12:40Zum zitierten Beitrag Der Adapterring für M42 ist nur eine Notlösung, da damit nur Arbeitsblendenmessung möglich ist. Bei einer Kamera ohne Autofocus und manueller Belichtungssteuerung sehr, sehr umständlich.Bei der K1000 ist es noch umständlicher, da man abgeblendet die Anzeige der Belichtungsmessung wohl kaum erkennen kann, sie hat dort keine LED.
Ein Workaround wäre, die Belichtung bei möglichst offener Blende zu messen und gefundene Zeit-/Blendenkombination auf den gewünschten Blendenwert umzurechnen, die neue Kombination einzustellen und dann den Auslöser zu betätigen.
Zitat: Albrecht D 05.02.20, 12:40Zum zitierten BeitragDie Angelegenheit ist auch etwas wackelig.Das sollte sie allerdings nicht sein, aber auch ich besitze einen eher schlecht sitzenden Adapter (und einen gut sitzenden).

;-) Michael
Albrecht D Albrecht D Beitrag 9 von 12
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Zitat: der gelbe Fisch 05.02.20, 16:59Zum zitierten BeitragDas sollte sie allerdings nicht sein, aber auch ich besitze einen eher schlecht sitzenden Adapter (und einen gut sitzenden).Ich hatte einen Original Pentax K-Adapter, und so richtig fest wie mit Bajonett saß das Objektiv nicht.

Gruß
Albrecht
juliand.thomas juliand.thomas neu Beitrag 10 von 12
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Wow! Eure Kommentare sind unglaublich hilfreich, auch wenn ich nicht alles 100% verstehe. Zusammenfassend ist 40€ ein guter Preis und andere Kameras könnte ich frühestens in 3 Wochen kaufen. Ich lebe in Cali, Kolumbien. In der Stadt ist analoge Fotografie nicht existent. Es gibt z.B. ein einziges Laber, bei 2,5 Mio Einwohnern. Ende Feb bin ich aber in Buenos Aires. Dort ist die Auswahl an Kameras sicher größer, aber die Preise auch höher.
Dazu kommt und ich hoffe das ärgert euch jetzt nicht, dass ich nicht allzu viel Geld investieren möchte, weil ich "eigentlich" mit der Fuji XT-2 fotografiere, aber die Sicherheitslage in der Stadt das einfach nicht zulässt. Deshalb dachte ich es sei eine gute Idee auf eine analoge Kamera umzusteigen. Aber ich habe auch total Lust bewusster und langsamer zu fotografieren.
Ich habe jetzt einen Bekannten in Buenos Aires kontaktiert, der mir eine Läden für gebrauchte Kameras und Objektive zeigen könnte.
Was ich nicht ganz verstanden habe: Wenn dieses K-Objektiv so beliebt ist bzw, so anschlussfähig, warum gibt es dann kein erschwingliches 85mm/90mm?

Vielen lieben Dank für eure Hilfe und herzliche Grüße aus Kolumbien!
MatthiasausK MatthiasausK Beitrag 11 von 12
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Zitat: juliand.thomas 06.02.20, 04:06Zum zitierten BeitragWas ich nicht ganz verstanden habe: Wenn dieses K-Objektiv so beliebt ist bzw, so anschlussfähig, warum gibt es dann kein erschwingliches 85mm/90mm?

WEIL es so gut und beliebt ist, daß es keiner hergibt? Und damals[tm]schon so teuer war, daß es recht selten ist?

Alternative wäre evtl auch ein TAMRON 90mm. Es gibt ein altes 2.5/90, das mit adaptall-Adapter an alles mögliche anzuschließen ist. http://adaptall-2.com/lenses/52B.html oder http://www.altglas-container.de/index.p ... -f2-5-52bb
der gelbe Fisch der gelbe Fisch   Beitrag 12 von 12
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Zitat: der gelbe Fisch 04.02.20, 23:32Zum zitierten BeitragBei Canon solltest Du Dich nach dem FD 85/1,8 umsehen, es ist das wohl günstigste 85er, in allen anderen Kamerasystemen ist dieses Vergnügen teurer.
Ich benutze dieses FD-Objektiv und finde es tadellos.
Damit bin ich offensichtlich nicht allein.
Es scheint teuer geworden zu sein.
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