Canon A1 - bekomme den Keuchhusten nicht weg

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Anastigmat Anastigmat Beitrag 16 von 20
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Warum sollte man Ballistol verwenden, wenn es doch Feinmechanikeröl gibt?
flokedal flokedal Beitrag 17 von 20
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Zitat: Anastigmat 24.07.20, 00:58Zum zitierten BeitragWarum sollte man Ballistol verwenden, wenn es doch Feinmechanikeröl gibt?

Wie wäre es mit dem hier:

https://img.nordwest.com/T_4000355215_D ... 401_de.pdf

?
MatthiasausK MatthiasausK Beitrag 18 von 20
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... ich krieg solche Sachen in Kleinmengen gerne mal bei einem Uhrmacher.
Rudi Koller Rudi Koller Beitrag 19 von 20
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Das Einspritzen von Ballistol, WD40 oder Uhrmacheröl über den Kameraboden oder die Öffnung am Bajonett sind keine sicheren Methoden um das Problem zu lösen da man an die Stelle kaum hinsieht und man schwer die richtige Dosis einführen kann. Die Wahrscheinlichkeit, dass man den Spiegelmechanismus und die umliegenden Magnetspulen mit Öl kontaminiert ist hoch. Dabei kann die Kontamination mit Kriechöl oder anderem ungeeigneten Schmiermittel dazu führen, dass z. B. die Blendenöffnung falsch eingesteuert wird oder andere Abläufe gestört werden. Fehlbelichtungen sind das Resultat. Mit dieser Behandlung wird zwar das alte Fett etwas angelöst und der «Keuchhusten» scheint damit zu verschwinden – Folgeprobleme an anderen Stellen und umfangreiche Nacharbeiten sind damit aber fast garantiert.

Im Übrigen sind manche Teile in dieser Kamera mit Öldispersionmittel behandelt, um Kontamination zu vermeiden. Unter anderem bei den Steuermagneten ist dies aber nicht der Fall. Diese sind mit Plastikabdeckungen ein wenig geschützt. Kommt allerdings Öl hinein (Was bei Kriechöl oder anderem dünnflüssigem Öl sehr wahrscheinlich ist) dann müssen die betroffene Magnetspulen freigelegt und gereinigt werden. Das ist zusätzlich Nacharbeit, die man vermeiden kann.

Die einfachste und unproblematischste Lösung das Problem langfristig zu lösen ist daher die Kamera sorgfältig so weit zu zerlegen bis der Spiegelmechanismus sichtbar und zugänglich ist. (Kriech)-Öl sollte man an dieser Stelle grundsätzlich nicht anwenden. Zunächst muss die Stelle vom verharzten alten Schmiermittel befreit werden und dann mit neuem geeigneten Fett (eher kein Öl) dünn behandelt werden. Im Übrigen kommen die meisten solcher Kameras aber Werk mit sehr wenig oder gar keinem Öl aus und laufen nur aufgrund der präzisen Fertigung der mechanischen Teile wie ein «Uhrwerk». Einbringen von Öl würde diesen angedachten Mechanismus stören. Zudem ist die Viskosität von Schmiermittel mehr oder weniger Temperaturabhängig – bringt man ungeeignetes Schmiermittel ein, so kann es sein, dass es mit Kälte verhärtet oder sich bei Wärme überall verteilt – also Augen auf bei der Schmiermittelwahl.

Auf dem Gebrauchtmarkt ist meines Erachtens eine Kamera der Canon A-Serie mit Keuchhusten auch deshalb der bessere Fang, weil man hier immer noch die Möglichkeit auf ordnungsgemäße Wartung hat, während bei Exemplaren ohne Keuchhusten die Chance 50/50 steht, dass es sich um eine bereits mit Öl kontaminierte Kamera handelt die zwar nicht mehr zwitschert, aber möglicherweise zu Fehlbelichtungen neigt (was vielen aufgrund der Dankbarkeit von Negativfilm erstmal gar nicht auffällt).
WolfgangKI WolfgangKI   Beitrag 20 von 20
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Ich war damals vor etwa 10 Jahren mit meiner AE1-Programm im Fotoladen/Fachgeschäft wegen dem „Keuchusten“. Die lehnten dankend ab. Habe mir darauf hin reines Ballistolöl ohne jegliche Zusätze besorgt und die Kamera dann selber repariert. War dabei extrem vorsichtig.

Fazit - der Keuchusten ist weg, die Kamera belichtet richtig, bis heute keine Probleme mehr damit. Ich war selber erstaunt, dass die Kamera nach dem ersten Versuch wieder so gut funktionierte..

Aber man muss vorsichtig an die Sache rangehen, notfalls auch die Kamera auch einmal für mehrere Stunden auf den Kopf stellen. Und nur eine äußerst geringe Menge Ballistol verwenden..

Grüße
WolfgangKI
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