Belichtung und Kontrast beim Vergrößern

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Canon-AE1 Canon-AE1 Beitrag 1 von 72
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Hallo liebe Leute.

Wende mich an das Wissen des Forums, weil ich ein echtes Problem mit dem Vergrößern von SW Negativen habe.
Ich lese immer viel und habe mich auch vor Kauf meines Labores eingehend theoretisch gebildet und auch einen zweitägigen Kurs besucht, jedoch kam bei den ersten Abzügen in meinen eigenen Wänden alles anders.

Habe die Belichtung mit 2 Sekunden Schritten und partiellem Abdecken ermitteln wollen, jedoch wurde das gesamte Bild erst mal komplett schwarz! Trotz Abblendung auf Blende 11 an meinem 50mm Objektiv! Bin dann nach vielen Versuchen mit der Belichtungszeit auf eine dreiviertel Sekunde gegangen, was dann sehr sehr kontrastreiche Bilder zu Tage förderte.

Meine Frage nun:
Was meint ihr nach dem Betrachten der Bilder? Ich habe sie in meinem Profil hochgeladen.
Der Kontrast ist wahrscheinlich einfach so hart, da ich Foma Festgradiertes Papier der Stufe "Normal" verwende. Das kann ich ja noch einigermaßen so erklären. Was mich jedoch voll umhaut ist die Beldichtungszeit. Wir hatten in dem Workshop mit 10 Sekunden und mehr gearbeitet! Und bei mir wird nach eineinhalb alles bis zur maximalen Schwärzung dunkel. An was könnte das denn liegen? Eventuell auch ein Problem mit der Chemie? Benutze Adonal Papierentwickler und Adofix zum Fixieren. Stopbad Zitronensäure 2%.

LG
Peter-W Peter-W   Beitrag 2 von 72
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Erzähl doch erst mal was über den Vergrößerer, das verwendete Objektiv so wie Lichtquelle.
Canon-AE1 Canon-AE1 Beitrag 3 von 72
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Also, es ist ein alter Durst F30 mit einem Rhodenstock 50mm 1:4, Lichtquelle ist eine 75 Watt Opallampe, welche laut Bedienungsanleitung auch rein gehört. Die schreiben da 50-100 Watt.
Peter-W Peter-W   Beitrag 4 von 72
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Das ist ja alles sehr simpel, somit fällt es als Fehlerquelle aus. Du hast nicht zufällig Foma Speed Papier?

Vielleicht noch die Blende kontrollieren ob die wirklich schließt.

Leider kann ich dir zu aktuellen Chemie und Papier Sorten nicht helfen.
Canon-AE1 Canon-AE1 Beitrag 5 von 72
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Hi,

doch, es heißt nach nochmaligem Nachsehen so wie Du sagst:

FOMA Fomaspeed N 311 - Hochglänzend (PE) - 10x15 / 100 Blatt - Gradation: Normal
Peter-W Peter-W   Beitrag 6 von 72
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Fotoimpex Text zum Papier.

FOMA Fomaspeed/ PE Fotopapier mit fester Gradation, neutralem Ton und hoher Empfindlichkeit.
Neutral- bis warmschwarzes Fotopapier auf PE/RC Träger. Das Fomaspeed zeichnet sich vor allem durch eine gute Kontrastbewältigung in den Lichtern aus. Die Prints „sitzen“ oft schon beim ersten Versuch. Das macht das Papier ideal für Anfänger oder Arbeitsabzüge sowie Portraits. Chlorbromsilberemulsion. Aufgrund der eingelagerten Entwicklungssubstanzen hat das Fomaspeed sehr kurze Belichtungs- und Entwicklungszeiten. Ein hochwertiges und schnelles Allround- Papier, welches sich sowohl für Schalen- wie für Maschinenabzüge gleichermaßen eignet. Erhältlich in den festen Gradationen weich (S), normal (N) und hart (C)
Canon-AE1 Canon-AE1 Beitrag 7 von 72
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Das ist ja ein Ding. Das Wort "Speed" sollte eigentlich jedem einleuchten, habe es jedoch bereits bei der Bestellung überlesen.
Gibt es Tipps zur Wahl des Papiers? Ich finde es viel zu Kontrastreich.
Peter-W Peter-W   Beitrag 8 von 72
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Zitat: Canon-AE1 05.06.16, 00:56Zum zitierten BeitragGibt es Tipps zur Wahl des Papiers? Ich finde es viel zu Kontrastreich. Ich habe früher meistens mit Gradationswandel(Multigrade) Papier von Ilford gearbeitet. Da braucht man aber einen Filtersatz.
Canon-AE1 Canon-AE1 Beitrag 9 von 72
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Zitat: Peter-W 05.06.16, 01:07Zum zitierten BeitragZitat: Canon-AE1 05.06.16, 00:56Zum zitierten BeitragGibt es Tipps zur Wahl des Papiers? Ich finde es viel zu Kontrastreich. Ich habe früher meistens mit Gradationswandel(Multigrade) Papier von Ilford gearbeitet. Da braucht man aber einen Filtersatz.

...oder einen Vergrößerer mit Multigrade Kopf. Habe eben einen von Kaiser ersteigert. Ist wieder nochmal viel Zubehör dabei. Denke, ich werde mit dem wackeligen Durst F30 sowieso nicht glücklich.
Sebastian Vincent Sebastian Vincent Beitrag 10 von 72
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Zitat: Canon-AE1 05.06.16, 00:34Zum zitierten BeitragFOMA Fomaspeed N 311 - Hochglänzend (PE) - 10x15 / 100 Blatt - Gradation: Normal

Das Fomaspeed hat nicht nur eine ziemlich hohe Empfindlichkeit, sondern entwickelt auch wie alles andere fotografische Material von Foma nach meinem Empfinden alles ein wenig härter, kontrastreicher als es meist sein soll bzw. man es haben mag. Ist natürlich auch abhängig vom genutzten Entwickler.

Bedenken solltest Du bei 10x15 Prints, dass man da den Kopf des Vergrößerers schon recht nah ans Papier bringen muss und man demnach eine viel größere Lichtausbeute bzw. Lichtintensität hat gegenüber z.B. einem 20x30 Print, wo der Kopf weiter vom Papier weg ist. Die Lichtintensität nimmt ja bei größeren Entfernungen schnell ab. Solltest Du also bei 10x15 bleiben kann es also vorkommen dass Du trotz des neuen Vergrößerers und Papier eines anderen Herstellers dort auch auf recht kurze Belichtungszeiten kommen wirst.
Bakterian Bakterian Beitrag 11 von 72
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Mein Kaiser VCP 6002 Farbmischkopf hat auch einen Graufilter, welchen man bei Bedarf stufenlos an einem Rad einstellen kann.
In wie weit man dadurch Nachteile bei der Qualität des Print haben kann, weiß ich nicht. Gar keine?
Canon-AE1 Canon-AE1 Beitrag 12 von 72
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Zitat: holgR 05.06.16, 16:41Zum zitierten BeitragMein Kaiser VCP 6002 Farbmischkopf hat auch einen Graufilter, welchen man bei Bedarf stufenlos an einem Rad einstellen kann.
In wie weit man dadurch Nachteile bei der Qualität des Print haben kann, weiß ich nicht. Gar keine?


Die Belichtungszeit ist mir relativ egal, weil es ja Wurscht ist ob kurz oder lang, so lange das Ergebnis passt.
Der Kontrast ist halt, wie man sehen kann, furchtbar.
Habe bereits Multigrade Papier von Ilford bestellt. Der Vergrösserer wird ja auch bald kommen.
Bin trotzdem der Meinung, dass ich mit einem vernünftigen Gerät, gerade bei großen Vergrößerungen, besser fahre.
Knips Omat Knips Omat   Beitrag 13 von 72
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Zitat: Canon-AE1 05.06.16, 17:26Zum zitierten BeitragDie Belichtungszeit ist mir relativ egal, weil es ja Wurscht ist ob kurz oder lang, so lange das Ergebnis passt.

Nicht ganz. Bei einfachen Standardabzügen ohne Qualitätsanspruch vielleicht. Aber wenn die Belichtungszeiten zu kurz werden, kannst du solche Techniken wie Abwedeln und Nachbelichten irgendwann vergessen, die man schon häufiger mal braucht. Bei einer Gesamtbelichtungszeit von nur 0,75 s kannst du nicht viel abwedeln.

Zitat: Canon-AE1 05.06.16, 17:26Zum zitierten BeitragBin trotzdem der Meinung, dass ich mit einem vernünftigen Gerät, gerade bei großen Vergrößerungen, besser fahre.

Das wird so sein. Vernünftiges Werkzeug bringt einfach mehr Spaß. Darüber, was "vernünftig" nun genau ist, gehen dann die Meinungen wieder auseinander ;-)
Knips Omat Knips Omat   Beitrag 14 von 72
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Zitat: Sebastian Vincent 05.06.16, 15:59Zum zitierten BeitragBedenken solltest Du bei 10x15 Prints, dass man da den Kopf des Vergrößerers schon recht nah ans Papier bringen muss und man demnach eine viel größere Lichtausbeute bzw. Lichtintensität hat gegenüber z.B. einem 20x30 Print, wo der Kopf weiter vom Papier weg ist. Die Lichtintensität nimmt ja bei größeren Entfernungen schnell ab.

Quadratisch, um genau zu sein. In deinem Beispiel: Doppelte lineare Vergrößerung = vierfache Fläche = 1/4 der Leuchtdichte auf dem Grundbrett (also 2 EV / Blenden).
Ehemaliges Mitglied Ehemaliges Mitglied Beitrag 15 von 72
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Ich verwende z.Z. das ADOX MCP 310 Papier und liege damit auch schon knapp an der Kante von zu kurzen Belichtungszeiten.

Dabei ist es auch problematisch, dass die Glühwendel doch einige Zeit zum Anspringen braucht und die Helligkeit von 5 x 0,5 Sekunden ist nicht gleich 2,5 Sekunden auf dem Papier.

Noch ein Tipp zu Teststreifen. Das Papier arbeitet genauso logarithmisch wie der Film. Belichtungsreihen, wie 2,4,6,8,...Sekunden sind nicht effektiv.
Besser belichten wie Blendenreihe: 1, 1.2, 1.4, 2, 4.8, 5.6, 8,... Sekunden.

Das braucht natürlich einen Teststreifenhalter, nicht mit Schieber sondern mit Kläppchen oder vereinzelte, hinten beschriftete Teststreifen (aber alle gleichzeitig in den Entwickler!) , da man diese Zeitdifferenzen nicht einfach auf die vorherige addieren kann, wie z.B. 2 Sekunden bei der einfachen Testreihe.

Lohn: Man hat deutliche Stufen zwischen den einzelnen Streifen und kommt schneller - meist nur 2 Durchgänge- zum Ziel. Liegt mein Ergebnis zwischen zwei Werten, so öffne oder schließe ich die Blende um 1/2 Stufe. Das reicht schon in den meisten Fällen.
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