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70 groformatige erotische Fotografien von Uwe Friener u. Mario Lotzin, hauptschlich inspiriert von der Bilbel : Macht, Religion, Sexualitt

!Macht Religion Liebe?
Ja und nein! Wenn man die Liebe auf Nchstenliebe reduziert, prsentieren
sich alle drei monotheistischen Weltreligionen als groe Befrworter. Wenn man jedoch die Sexualitt dazu nimmt, warten sie alle drei, wenn auch in
unterschiedlicher Intensitt, mit einer ganzen Armada von Tabus, Verboten und Strafen auf. Aber ist diese Frage in unserer liberalen Gesellschaft berhaupt noch von Bedeutung? Ja. Denn wir erleben weltweit eine Rckkehr der Prderie, einen Aufmarsch nationalistischer, radikalreligiser Krfte. Der Ursprung davon, nicht der Auslser, zumindest in der Welt der monotheistischen Religionen, liegt in der Bibel. Auf den ersten Seiten des Alten Testaments erfahren wir etwas ber eine Sintflut. Es liest sich wie die Geschichte einer Naturkatastrophe, bei der, bis auf wenige Auserwhlte, alle Menschen sterben. Diese Naturkatastrophe wird als Strafe Gottes fr die Sndhaftigkeit der Menschen verkauft. Wenn man den Text genauer anschaut, entdeckt man, dass diese Snde in nichts weiter bestand als in der Liebe, im sexuellen Begehren und in der Toleranz unterschiedlicher Ethnien und Religionen ber ihre ethnischen, religisen Grenzen hinaus. Toleranz wurde mit der Vernichtung der gesamten Menschheit bestraft. Das, was wir heute pluralistische Gesellschaft nennen, gab es schon im Altertum. Sobald sich grere Machtzentren bildeten, in denen unterschiedliche Ethnien und Religionen in einer Gesellschaft zusammen lebten, fhrte kein Weg an gegenseitiger Toleranz vorbei. Aus dieser Toleranz entwickelten sich Verstndnis, Respekt und Liebe, immer wieder angefeuert von sexuellem Begehren. Das aber wurde im Alten Testament als Hurerei mit fremden Gttern bezeichnet und immer wieder mit Vernichtung, ja mit Vlkermord bestraft. Dieses kompromisslose Beharren auf ethnischer, religiser, rassischer oder nationaler Reinheit finden wir bis zum heutigen Tag: Beim IS, bei Neonazis, im Krieg zwischen den Sunniten und Schiiten, in Myanmar im Kampf der Buddhisten gegen die Moslems usw.

Uwe Friener und Mario Lotzin
haben sich auf eine Spurensuche in der Bibel begeben.In dramatischen, erotischen Bildern zeigen sie, wie aus der Dsternis der religisen Orthodoxie immer wieder der Wille zu sexueller Selbstbestimmung bricht: Die Geschichte der Menschheit beginnt in der Bibel mit einem Tabu, einem sexuellen Tabu: Dem Verbot, vom Baum der Erkenntnis zu essen, ein Begriff, der in der Bibel immer wieder als Synonym fr Geschlechtsverkehr benutzt wird. Es ist nicht Adam, der gegen dieses Tabu rebelliert, sondern EVA, die grandioseste Figur der Bibel, die mit ihrem Ungehorsam menschliches Leben erst mglich gemacht hat. Dafr wird sie bestraft. Nicht mit dem Tod, sondern mit der Unterwerfung unter ihren Mann, Adam, dem kleinmtigen Feigling. Diese widersinnige Unterwerfung prgt das menschliche Leben bis zum heutigen Tag, wenn auch, je nach Land, mit unterschiedlicher Gewichtung. Gott setzt auf physische Strke und zwielichtige Charaktere, die ihm die Durchsetzung seiner Macht garantieren, wie Kain, den Mrder, den niemand fr seinen Brudermord zur Rechenschaft ziehen darf, denn er ist der Garant der Zukunft. Noah, der von der Arche aus darber wacht, dass keiner der sndigen Menschen dem Tod entrinnt, wie man heute im Mittelmeer tausende Menschen ertrinken lsst, Abraham, der, aus Angst vor dem Knig, diesem seine Frau Sara berlassen will, der seinen ersten, mit seiner Magd Hagar gezeugten, Sohn Ismael dem Verdursten in der Wste preisgibt, um der Eifersucht seiner Frau zu entgehen. Ebenso ist er ohne Zgern bereit, seinen zweiten Sohn Isaak zu opfern, wie ein Schlachttier, wenn es Gott befielt. Dann David, der sympathische jugendliche Held im Kampf gegen Unterdrckung, der zum rcksichtslosen Machtmenschen, Vergewaltiger und Mrder wird. Alles spannende Charaktere wie aus einem Shakespeare-Drama. Aber im Schatten dieser Mnner entdeckt man bei genauem Hinsehen Frauengestalten, die mit ihrem Mut und ihrer Tatkraft das berleben garantieren. Von Eva haben wir schon gehrt. Dann ist es natrlich die hochmtige Magd Hagar, die dafr sorgt, dass Ismael berlebt und daraus spter ein groes Volk wird, nmlich das der Araber. Ebenso die schne, junge Batseba, die von David geraubt, vergewaltigt, und nachdem David ihren Mann ermordet hat, zu seiner siebenten Frau gemacht wird. Sie erobert sich im Harem Davids die Spitzenposition und platziert das Kind, das sie von David empfngt, als Thronfolger. Es ist der berhmte Salomo, der wiederum fr seine Liebe zu auslndischen Frauen bestraft wird. Dann Judith, die das jdische Volk, das von der Armee des Holofernes bedroht wird, dadurch rettet, dass sie Holofernes in seinem Zelt besucht, ihn mit ihren erotischen Reizen betrt, einige lustvolle Nchte mit ihm verbringt, um ihn dann eines Nachts abzuschlachten. Die aus unserer Sicht geradezu komdiantische Variante des Geschlechterkampfes In der Bibel beschreibt der Prophet Hesekiel. Er beschimpft, verflucht die unbndige Lsternheit der Frauen, wobei die Pikanterie darin besteht, dass es seine eigenen Frauen sind, denen er offenbar sexuell nicht gewachsen ist. Und nicht zuletzt sollte man wissen, dass alle mnnlichen Protagonisten des Alten Testaments mehrere, z.T. sogar viele Frauen hatten. Im Neuen Testament ist es Maria, die schon in den Evangelien mit der Unterstellung einer jungfrulichen Schwangerschaft endgltig zum entsexualisierten, lustfreien Idealbild der Frau wird, hoch gepriesen in der Katholischen Kirche und im Islam. Dabei lgt die Kirche frech. Sie erschafft mit der Pieta, der verzweifelten Mutter, die den toten Christus auf ihrem Scho hlt, eine Kitsch-Ikonografie, die in den Evangelien gar nicht vor kommt. Jesus hat sich von seiner Mutter stets distanziert. Maria war nie am Grab. Es war immer Maria Magdalena, die starke Frauengestalt des Neuen Testaments, die ausgerechnet von Marias Sohn Jesus auserwhlt wurde, der von einer Jungfrulichkeit seiner Mutter nichts wusste, seinen richtigen Vater nicht kannte und als Kind, als uneheliches Kind, wahrscheinlich oft als Bastard beschimpft wurde. Nicht verwunderlich, dass er, der Gechtet, die ehemalige Prostituierte Maria Magdalena zu einer seiner Jngerinnen und zwar in herausragender Position machte. Sie salbte ihn vor seinem Tod. Sie machte Jesus zu Christus, was, bersetzt, nichts weiter heit als Der Gesalbte und die herausragende Position eines religisen oder weltlichen Anfhrers bedeutet. Jesus uerte sich eindeutig zum Thema Sexualitt, und zwar zu freier Sexualitt. Er verbot den Ehebruch, aber mit einer Einschrnkung: ...es sei denn um der Hurerei willen. Er verteidigte die Hurerei mit zwei berhmt gewordenen Stzen:
Wer ohne Snde ist, der werfe den ersten Stein. und bezglich Maria Magdalenas: Ihr sind viele Snden vergeben, denn sie hat viel geliebt.

Die Ausstellung !Macht Religion Liebe? zeigtuntersttzt von Bibelzitaten - Fotos zum Thema Religion und Sexualitt von der Schpfungsgeschichte, ber einige Urvter und Propheten, Christus im Neuen Testament, den asketischen Entgleisungen des Mnchstums und der Bigotterie im Zlibat, bis zum Kindesmissbrauch in der Kirche bei gleichzeitigem Verbot der Homosexualitt. Das alles unter Vorherrschaft des Mannes. Und sie endet mit der Frage: Wre eine Herrschaft der Frauen besser?

Fotoausstellung im Museum fr Fotografie Grlitz

Titel !Macht Religion Liebe?

Vernissage 30.08.2019 18 Uhr
Finissage 05.10.2019 12 Uhr

Museum fr Fotografie Grlitz
Lbauer Str. 7
02826 Grlitz
Eintritt ist frei
ffnungszeiten: Di-So 12 bis 16 Uhr

Die Fotografen laden ein zum Knstlergesprch am
31.08.2019 12 bis 16 Uhr
01.09.2019 12 bis 16 Uhr
29.09.2019 12 bis 16 Uhr
Veranstaltungsart:
fc-Ausstellung
Datum:
30.08.2019, 18:00 Uhr
Dauer: 36 Tage
Ort:
Museum fr Fotografie
Lbauer Str. 7
02826 Grlitz
Deutschland
Ansprechpartner:
visionsandpictures