Andrey Balabasovs Erfahrungsbericht zum
SIGMA 70-200mm F2,8 DG OS HSM | Sports

Der Fotograf

Name: Andrey Balabasov

In der fotocommunity seit: 2007

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Über mich

Vom 13. Februar bis zum 27. März 2019 durfte ich das neue Objektiv von SIGMA testen.
Es war mir eine große Ehre, solch ein Produkt ausprobieren zu dürfen, denn in meinen 13 Jahren als Fotograf habe ich nur Canon-Objektive genutzt. Momentan arbeite ich mit dem Teleobjektiv CANON 70-200mm F2.8 IS III USM.
Da mein Sohn eine Ausbildung bei mir angefangen hat, konnte ich ihm nun ein anderes Objektiv als Canon vorstellen und das war unter anderem ein Grund dafür, dass ich motiviert an das Testen herangegangen bin.

Sigma und Canon zu vergleichen, war kein Ziel, welches ich am Anfang verfolgt habe. Angesichts meiner langen Zusammenarbeit mit Canon kam ich jedoch nicht drum herum. Einige Gemeinsamkeiten und Verschiedenheiten sind mir in dem Verlauf des Tests klar aufgefallen. Doch vorab ist mit Sicherheit gesagt, dass es eine tolle Erfahrung für mich war und es sehr viel Spaß gemacht hat.

IM EINSATZ MIT DEM SIGMA 70-200MM F2,8 DG OS HSM I SPORTS

Meine Eindrücke vom SIGMA 70-200mm DG OS HSM | Sports

Als das Objektiv angekommen ist, war ich sehr überrascht. Das Sigma-Objektiv wiegt fast einen halben Kilo mehr als das Canon-Objektiv. Zudem sieht es meiner Meinung nach aus wie ein Monster im Gegensatz zu allen Objektiven, die ich benutzt habe. Durch die schwarze Farbe und die einzelnen Abschnitte des Produkts wirkte es in der Hand gehalten aber auch hochwertiger.

Ich mag schwere Objektive, weshalb ich mich direkt in das Sigma-Objektiv verliebt habe. Der Zoomring ist sehr bequem, ich habe mich schnell an ihn gewöhnt und konnte gut mit ihm arbeiten.
Um das Gefühl mit dem Objektiv zu verbessern, würde ich einen Batteriegriff vorschlagen. Der kleine Grip harmoniert mit dem Gewicht des Objektivs nicht einwandfrei. Ein Batteriegriff erhöht nicht nur den Grip, sondern gleicht das Gewicht im Gesamtpaket aus. Ohne den extra Griff war es für mich sehr schwer zu arbeiten.

MIT DEM SIGMA 70-200MM F2,8 DG OS HSM I SPORTS FOTOGRAFIERT

Ein wenig Pech hatte ich bei der Fertigstellung der Bilder. Durch das schlechte Wetter und Zwischenfälle bei den Models, wurde es zum Ende hin sehr knapp. Doch einige Bilder konnte ich schießen und Erfahrung sammeln.

Die Schnelligkeit und Genauigkeit des Auto-Fokussystems und die Genauigkeit des Bokehs sind mir beim Fotografieren am wichtigsten. Dadurch, dass meine Kamera auf das Canon-Objektiv justiert war, kam ich zunächst leider nicht perfekt mit dem Auto-Fokussystem zurecht und war mit einem Teil meiner Ergebnisse nicht zufrieden. Nach dem zweiten Fotoshooting konnte ich mich aber schnell daran gewöhnen und der Fokus hat sich stark verbessert.
Das Bokeh des Sigma-Objektivs ist umwerfend. Es ist sehr cremig und genau. Das Bild kann durch das Objektiv in eine überragende Unschärfe fallen, was mir schon bei dem ersten Bild, welches ich gemacht habe, aufgefallen ist.

MIT DEM SIGMA 70-200MM F2,8 DG OS HSM I SPORTS FOTOGRAFIERT

MIT DEM SIGMA 70-200MM F2,8 DG OS HSM I SPORTS FOTOGRAFIERT

Da ich selbst mit einem 70-200mm Objektiv arbeite, war ich sehr zufrieden mit den möglichen Brennweiten. In meinem Genre arbeite ich am liebsten mit 200mm, doch in engen Räumen kommt mir die Möglichkeit, bis auf 70mm runter zu gehen, sehr entgegen. Ich fotografiere meistens offenblendig, sprich mit einer Einstellung von 2.8 – 3.5. Ich habe auch bei dem Sigma-Objektiv versucht, die Blende nicht weiter zu schließen, was mir ermöglicht hat, das Sigma-Objektiv besser mit meinem Canon-Objektiv zu vergleichen.

MIT DEM SIGMA 70-200MM F2,8 DG OS HSM I SPORTS FOTOGRAFIERT


Die Farbwiedergabe von dem Sigma-Objektiv hat mir sehr gefallen. Sie kommt sehr nah an die Farbwiedergabe meines Canon-Objektivs ran. Doch nach den ganzen Testfotos kann ich sagen, dass das Sigma-Objektiv nicht nur dort im Vergleich fast genau so gut ist. Auch mit der Bildqualität, dem Bokeh, der Unschärfe und vielem mehr, kommt das Objektiv sehr nah an das Canon-Objektiv heran.

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Fazit

Für mein Genre als Hochzeitsfotograf, ist ein Objektiv, was häufige Ausschüsse aufweist, hauptsächlich für Reportage ungeeignet. Bei Porträtshootings, auch im Hochzeitsgenre, wo man viele Aufnahmen machen kann, ist dieses Problem aber kein großes. Für mich persönlich ist es extrem wichtig, das beste Ergebnis eines Shootings zu erlangen, weshalb ich mich mit dem Sigma-Objektiv nicht auf eine Hochzeit mit einem strikten Zeitlimit trauen würde.
Doch bei einem After-Wedding Shooting, welche ich oft mit meinen Brautpaaren mache, könnte ich mir vorstellen, das Objektiv zu benutzen.

Die Bilder, die ich bei dem Test gemacht habe, waren meist im Abendlicht oder in der blauen Stunde und zusammenfassend kann ich sagen, dass ich mit der Zeit klar gekommen bin, schöne Fotos machen konnte und im Großen und Ganzen sehr zufrieden mit dem Objektiv bin.
Im Preis-Leistungs-Verhältnis ist das Objektiv eine Top-Variante für Porträtfotografen, aber unbedingt für kräftige Männer.

Weitere Fotos von Andrey Balabasov im Rahmen eines Fotowettbewerbs kannst Du Dir in unserer fotocommunity Spezial-Sektion ansehen.

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