Alois Eckls Erfahrungsbericht zum
SIGMA 24-70mm F2,8 DG OS HSM | Art

Der Fotograf

Name: Alois Eckl

In der fotocommunity seit: 2014

Fotografisches Genre: Landschaft

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Vorgeschichte

Ich fotografiere seit meiner Jugend mal mehr und mal weniger. Lange Zeit habe ich dabei mit analogen und digitalen Kompaktkameras hantiert, was natürlich nur begrenzten Spielraum bei der Gestaltung eines Fotos lässt. Vor einigen Jahren habe ich mir eine Fotoausrüstung mit verschiedenen Objektiven zugelegt. Seitdem ist die Leidenschaft für das Fotografieren wieder voll entbrannt. Einen Fotoapparat zu bedienen ist einfach, ein gutes Foto zu machen jedoch nicht.

Wichtiger als die Technik ist zweifelsohne, sich mit der Motivwahl und dem kreativen Teil der Fotografie zu beschäftigen. Ich muss aber zugeben, dass mich technische Aspekte und Neuerungen regelmäßig auch begeistern können. Das Fotografieren betreibe ich als Ausgleich zu meinem Beruf, in dem sich sehr viel um Zahlen und Fakten dreht. Beim Fotografieren kann ich entspannen und die Natur genießen.

Mein Hauptbetätigungsfeld ist dabei die Landschaftsfotografie. Mir macht es riesigen Spaß, Landschaften bestmöglich in Szene zu setzen um den Betrachter in deren Bann zu ziehen. Die Landschaft und all das was um uns herum ist, kann mit ausdruckstarken Bildern noch einprägsamer sein. Nicht dass ich glaube, ich könnte mit Landschafts- bzw. Wolken-Bildern die Welt verändern, das sicher nicht. Wenn aber nur ein paar Betrachter etwas sorgsamer mit unserer Natur umgehen, dann hat sich mein Einsatz zu 100 % gelohnt.

Der erste Eindruck

Da ich schon viel von der SIGMA Art Objektivreihe gehört habe, kam mir der Test-Aufruf der Fotocommunity gerade recht und habe mich umgehend zum Test des SIGMA 24-70mm F2,8 DG OS HSM | Art beworben. Nach ein paar Wochen hatte ich dann auch die positive Nachricht per E-Mail bekommen, dass ich als Tester für den Bereich Landschaftsfotografie ausgewählt worden bin. Und bereits nach wenigen Tagen war das Objektiv auch bei mir zuhause und der Test konnte beginnen.

Das Objektiv fühlt sich sehr, sehr wertig an. Der Zoom-Ring und der Focus-Ring laufen perfekt und haben einen idealen Widerstand. Also kurz gesagt, all das was ich bisher über die Art-Serie von Sigma gehört habe, kann ich nach meinem Test absolut bestätigen.

Der erste Ausflug mit dem Objektiv ging zum Lichterfest nach Pottenstein in der Fränkischen Schweiz, welches jährlich am 6. Januar stattfindet. Wie auf den Bildern in meinem Zwischenbericht zu sehen ist, werden hunderte von Feuern auf den Bergen rund um den Ort bei Dunkelheit entzündet.

Die Herausforderung ist hier, eine ausgewogene Einstellung zwischen Tiefenschärfe (Größe der Blende) und einer möglichst kurzen Verschlusszeit zu finden, damit das Feuer auf den Bildern nicht vollständig durch dessen Bewegung „verschwimmt“. Natürlich sollte dies auch nicht mit zu hohen ISO-Werten erkauft werden. Hier kann diese Linse mit einer Offenblende von f2.8 seine Stärke ausspielen.

Vor- und Nachteile

In der Landschaftsfotografie spielt eine Blende kleiner oder gleich f4 wegen der meist erwünschten großen Tiefenschärfe keine wichtige Rolle. In vielen Fällen soll die Landschaft vom Vordergrund über den Mittelgrund bis hin zum Hintergrund scharf abgebildet werden. Mit Hilfe einer Offenblende von f2.8 ergeben sich jedoch auch in der Landschafts- bzw. Naturfotografie kreative Ansätze. Gerade wenn es um Details in der Natur geht, dann bieten Objektive mit einer großen Offenblende viele Möglichkeiten.

Einen großen Vorteil bieten offene Blenden aber auch in der Nachtfotografie. Je größer die Blende ist, desto geringer wird der ISO-Wert und das Rauschen verringert sich dementsprechend. In diesem Genre kann das SIGMA mit seiner Blende von f2.8 ebenfalls punkten.

Wichtige Utensilien in der Landscape-Fotografie sind Filter. Ich verwende diverse Filter, angefangen von Polarisationsfilter über Graufverlaufsfilter bis hin zu ND-Filtern. Da die Sonnenschutzblende des Objektivs wie üblich abgeschraubt werden kann, lassen sich alle Filtervarianten wie Schraubfilter oder auch Rechteckfilter an diesem Objektiv anbringen. Obwohl der Objektivdurchmesser mit einem Filtergewinde von 82 mm doch schon recht groß ist, reichen Rechteckfilter mit 10 cm Kantenläge völlig aus. Hier muss nicht in größere und teurere Systeme mit bspw. 15 cm Kantenlänge investiert werden.

Ein weiterer, für mich sehr wichtiger Punkt ist die Wetterfestigkeit von Objektiven. Da sich Landschaftsfotografie doch weitestgehend in der Natur abspielt, ist das Equipment regelmäßig den Elementen ausgesetzt. Auch hier kann das SIGMA 24-70mm F2,8 DG OS HSM | Art den Punkt für sich verbuchen. Wie bei einem Objektiv dieser Qualität und Preisklasse zu erwarten ist, verfügt es über einen Staub- und Spritzwasserschutz.

Scheint hingegen die Sonne, werden andere Eigenschaften wichtiger. Ich mag Objektive nicht so sehr, die beim ersten Sonnenstrahl schon mit Lensflares reagieren und das Bild milchig und kontrastarm erscheinen lassen. Auch hier spielt das SIGMA in der oberen Liga mit, da es kaum für Lensflares in Gegenlichtsituationen anfällig ist. Auch hier ein klares Plus für das Objektiv.

Allerdings gibt es auch einen kleinen Wermutstropfen: Mit einem Gewicht von 1,1 Kg spielt das Objektiv nicht gerade in der Liga der Leichtgewichte. Bei ausgiebigen Wanderungen überlegt man sich sicherlich zwei Mal, ob das Objektiv mitkommen darf. Betrachtet man im Gegenzug aber die Bildqualität und das sehr gute Gesamtpaket, dann dürfte die Antwort in vielen Fällen aber wohl positiv ausfallen.

Fazit

Nach umfangreichen Tests in den verschiedenen Bereichen der Landschafts- und Naturfotografie kann ich dem Objektiv ein wirklich hervorragendes Handling attestieren. Das Objektiv liegt sehr gut in der Hand und lässt sich ausgezeichnet bedienen.

Neben den sehr guten haptischen Eigenschaften kann ich dem Objektiv darüber hinaus eine ausgezeichnete Schärfe attestieren. Die Schärfe reicht bis zu den äußeren Bildrändern, was in der Landschaftsfotografie gefragt ist.

Mit dem SIGMA 24-70MM F2,8 DG OS HSM I ART fotografiert

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