Wolfgang Grösslinger

(fotocommunity-Mitglied seit 2009)

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Über mich

ich heiße Wolfgang Grösslinger, bin 60 Jahre alt, komme aus Bayern und fotografiere seit 20 Jahren: Landschaftsfotografie, Nachtfotografie und Architektur mit Canon Spiegelreflex Kameras. Ich fotografiere um den gewissen Moment in einem Foto einfrieren zu können. Durch die Fotografie fallen mir immer mehr Details in meiner Umgebung auf. Insofern hilft mir die Fotografie, die Welt mit anderen Augen zu sehen und dem Alltag zu entfliehen.

Wenn mich jemand fragen würde, wie ich mein fotografisches Level einstufen würde, müsste ich wohl antworten: Mein fotografisches Level ist teilweise sehr hoch gesetzt um mit meinen Aufnahme zufrieden zu sein, aber nach oben ist immer sehr viel Luft!! Ich würde meinen Level auf Fortgeschritten einstufen.

Warum habe ich mich als Tester bei Rollei Rechteckfilter und Verlaufsfilter beworben? Das ist ganz schnell erklärt:
 Ich fotografiere fast nur noch mit ND Filter ‐ ob bei Sonnenaufgang, bei Tag oder bei Nacht und stelle an die Filter mittlerweile sehr hohe Ansprüche.

Ich hab mit den billigen Filtern angefangen (Unschärfe in den Bildern, Farbunechtheit in den Bildern, die Verläufe waren ein Graus, usw.).
 Dann habe ich in bessere Filter investiert und nach langem Recherchieren kaufte ich mir dann die Haida Filter (in der Schraubvariante und in der Steckvariante inkl. der Verlaufsfilter).

Ich bin zuerst auch von den Haida Filtern sehr begeistert gewesen, bis ich als Rollei Filtertester ausgewählt wurde. Wenn ich nicht müsste, würde ich diese Filter nicht mehr hergeben!!

Der erste Eindruck

Der erste Eindruck nach dem Auspacken des gelieferten Rollei Filter Sets, die übrigens cool verpackt waren ‐ jeder Filter in einem separaten Karton, Kunstledertasche pro Filter, in den Kunstledertaschen wiederum die Filter in einem samtseidigen Tütchen versteckt und darin in einer edlen Folie die Filter eingewickelt. Dazu gibt es zu jedem Filter ein Reinigungstuch.

Anschließend habe ich mir die Filterhalter‐Box angesehen ‐ der Filterhalter wird in einem Set geliefert inkl. der Adapterringe für die verschiedensten Objektiv‐Größen. (Bei der Box hat sich im Nachhinein herausgestellt, dass sie zum Mitnehmen etwas zu sperrig ist und auch wenn sie eine Gürtelschlaufe hat, würde ich mir die nicht an den Gürtel hängen).

Dann habe ich mich erstmal hingesetzt, sortiert und war sofort ganz begeistert, dass der Filterhalter noch die Möglichkeit hat, einen Polfilter einzusetzen, der auch noch im Lieferumfang enthalten war. Dies kannte ich von meinem vorhandenen Filterhalter nicht.

An diesem Abend bin ich auch gleich auf den Olympiaberg München losgezogen um den Sonnenuntergang und das Tollwood Festival zu fotografieren.

Olympiastadion München Rollei Polfilter
Rollei ND 1.8
Rollei 0,9 Verlaufsfilter f/22, 4 Sek., ISO100


Olympiastadion München Rollei Polfilter
Rollei ND 1.8
Rollei 0,9 Verlaufsfilter f/5,6, 1/6 Sek., ISO100

Montage

Wie ich ja schon bemerkt habe, war ich von der Verpackung sehr angetan. Jeder einzelne Filter hat sein Kunstleder Täschchen und ein Reinigungstuch. In der Regel sind von den anderen namhaften Anbietern (z.B. von Haida und Lee) die Filter immer in so unhandlichen Blechdosen verpackt, die man nirgends unterbringt und wenn man kalte Finger hat, nicht gut aufmachen kann. Ich finde diese Lösung mit den Kunstleder-Täschchen mit Magnetverschluss sehr gut und platzsparend (man sollte aber trotz allem darauf achten, dass die Filter gut und sicher im Fotorucksack verstaut werden!!).

Beim Montieren des Filterhalters gab es soweit keine Probleme, da ich ja schon die verschiedensten Filterhalter von anderen Herstellern kenne. Ich habe mir aber in der Schnellanleitung kurz angeschaut, wie man den Polfilter am besten einschraubt. Einfach deshalb, da sich ja der innere Ring sehr leicht dreht. Mein Tipp für das Aufschrauben des Filterhalters auf das Objektiv: Einfach die Kamera auf dem Stativ nach hinten klappen, so dass das Objektiv nach oben zeigt und man den Filterhalter auflegen und ohne Problem aufschrauben kann.

Bei den mitgelieferten Adapterringen (was ja bei anderen Herstellern keine Selbstverständlichkeit ist, meist müssen diese Adapterringe separat nachgekauft werden und hier bei dem Rollei Filterhalter sind sie im Lieferumfang enthalten), war ich von der Verarbeitung sehr begeistert. Diese lassen sich mit einer Leichtigkeit und mit einer Präzision auf das Objektiv aufschrauben, was ich sehr gut finde (denn meist sind die Gewinde der Adapterringe so schlecht gearbeitet, dass man Angst haben muss, das Gewinde vom Objektiv zu beschädigen).

Bisherige Erfahrung mit Filtern

Ich kann mir das Fotografieren ohne Filter schon gar nicht mehr vorstellen, ich nutze ständig Rechteckfilter und Verlaufsfilter. Ich kann mich kaum erinnern, ein Bild ohne gemacht zu haben, seit ich ND-Filter besitze. Natürlich nie in der Qualität der Rollei-Filter!!

Derzeit verwende ich Filter von Haida (Schraubfilter, Rechteckfilter und Verlaufsfilter) und verwende diese in Kombination mit Graufilter und Verlaufsfilter für Landschaftsfotografie sowie Nachtfotografie.

Die Grauverlaufsfilter (GND) mit harten und weichen Übergängen

Bei den mitgelieferten Grauverlaufsfiltern ist mir der weiche Übergang am liebsten ‐ er ist im Bild schier unsichtbar.

Der Filter mit dem harten Übergang war mir neu, ich hatte mich aber schnell an ihn gewöhnt und setzte ihn dann ausschließlich für Sonnenauf‐ und ‐untergänge ein, da er in der Mitte dunkler ist und genau am Horizont, wo die Sonne am hellsten ist, positioniert werden kann. Ich persönlich setzte noch den weichen Verlaufsfilter vor den harten Verlaufsfilter, denn damit hatte ich dank des Filterhalters mehr Einfluss am Übergang.

Es ist sehr nützlich den Grauverlaufsfilter in der Filterhalterung in seiner Position beliebig ‐ je nach Lichteinfall ‐ nach oben oder nach unten verschieben zu können und drehen zu können (hier wäre eine Fixierschraube angebracht, da sich der Halter doch sehr leicht drehen lässt). Die Filter sitzen in der Halterung auch wirklich sicher, so dass man nicht befürchten muss, dass sie aus der Führung rutschen könnten.

Von dem Reverse GND‐Filter, also einen Grauverlaufsfilter, bei dem die Filtermitte stärker abgedunkelt wird, als der obere Filterrand, den ich in der Form noch nicht kannte, war ich nach kurzer Zeit sehr angetan. Speziell bei Sonnenunter‐ und aufgängen, wo das Licht von der Sonne sehr hell ist, ist er ungemein nützlich.

Da ich mich ohne Filter schon gar nicht mehr auf den Weg mache und meine Kamera ohne Filterhalter und Filter auch nicht auf das Stativ setzte, ist automatisch mindestens ein 0.9 Verlaufsfilter in den Halter eingeschoben.
Ich kann mit ruhigem Gewissen sagen, kein Bild ohne Grauverlaufsfilter gemacht zu haben.

Die Bildergebnisse

Mit den Rollei Grauverlaufsfiltern bin ich sehr zufrieden und kann sie nur jedem empfehlen. Jeder Fotograf kennt das Problem, wenn die Sonne aufgeht und der Himmel sich in wunderbar delikaten Farbabstufungen präsentiert, eben genau diese Farben und diesen Moment auf den Sensor übertragen zu können ohne Farbstiche und ohne Verzerrungen zu erhalten. Mit den Filtern ist das anders. Ich bin begeistert.

Die ersten Bilder mit dem Rollei Grauverlaufsfilter, die Farbechtheit, die Sättigung der Farben ohne Farbstiche, die schon im Display der Kamera auffallen, waren dann bei der Sichtung am PC umwerfend. Ich dachte meine Haida Filter sind schon gut, aber diese Rollei Filter übertreffen bis jetzt alle meine Filter und Erwartungen.

Ich strebe immer danach, dass meine Bilder zu 90% fertig aus der Kamera kommen und ich nicht stundenlang noch am PC sitzen muss, um das Bild ansehnlich zu machen.
 Ich musste meine Bilder fast nicht mehr nachbearbeiten. Nur vielleicht etwas Licht herausnehmen, in den Tiefen etwas dazugeben, zuschneiden und fertig!! (Wo ich mir noch nicht ganz sicher bin ist, aus welcher Kombination der Blaustich ins Bild kommt. Ich denke oder vermute, dass der Polfilter mit der Kombination Soft Grauverlaufsfilter die Ursache ist).
 So wie es aussieht, kommt der Blaustich nur vom Polfilter.

Neutraldichtefilter (ND)

Bei den ND Filtern, die ich übrigens sehr oft einsetzte ‐ meist den ND 1.8 und den ND 3.0, war ich sehr überrascht von der gleichmäßigen Belichtung von der Mitte bis zum äußersten Rand. Bei den Haida Filtern, die ich derzeit nutze, habe ich das Problem „in der Mitte hell und zum Rand hin immer dunkler – vergleichbar mit einer Vignettierung“.

Ich habe ausschließlich mit den Filtern der Rollei Testreihe fotografiert.
Da ich sehr viel bei Sonnenauf‐ und -untergängen unterwegs bin, verwende ich die ND Filter fast immer.

Ich war überrascht, mit welcher Farbechtheit die Bilder auf den Sensor aufschlagen und wiedergegeben werden. Es sind – ausser dem Üblichen wie etwas Licht nachbessern und der Zuschnitt – keine Nacharbeiten der Farbstiche mehr nötig. Ich muss sagen, der erste Eindruck mit den Filtern war sehr zufriedenstellend.

Der Schaumgummi an den ND Filtern, soll das Streulicht verhindern, aber nach mehrmaligem Raus‐ und reinschieben und dann evtl. auch noch bei 30 Grad, löst sich der Schaumgummi aus der Halterung und verdreht sich. Dann kommt noch erschwerend dazu, dass er sich sehr schwer in die Haltung einschieben lässt, außer man verwendet den mittleren Einschub. Aber dann ist der Sinn des Streulicht‐Verhinderns weg.

Es wäre vielleicht besser gewesen, man würde an der Halterung eine kleine Bürstenlippe oben und unten anbringen, dann würde sich der Filter leichter heraus‐ und reinschieben lassen und das Problem mit dem Streulicht wäre auch erledigt. Dies wäre für mich die einzige Lösung (oder ganz weglassen)!

Dass der Rollei Filterhalter die Möglichkeit hat, 3 Filter gleichzeitig verwenden zu können finde ich aus einem Grund sehr gut:
 Beim Sonnenauf‐ oder untergang wechseln die Lichtverhältnisse so schnell, dass man mit dem Filter raus‐ und reinstecken gar nicht mehr nachkommt. Hier kommt dann der dritte Einschub zum Einsatz. Ich persönlich verwende den dritten Einschub für einen dichteren oder schwächeren Grauverlaufsfilter und setze den schon mal ein, wenn die Sonne kommt. Den dichteren oder den schwächeren setze ich in den dritten Einschub ein und den im zweiten Einschub ziehe ich nach Bedarf heraus, so, wie ich es brauche. Oder ich lasse ihn drin und versäume so keine Lichtstimmung bei Sonnenauf‐ wie auch beim -untergang. Der dritte Einschub muss sein!! Den finde ich sehr gut.

Bei der Kombination der Filter verwende ich in der Regel einen ND Filter und einen Grauverlaufsfilter und seit Kurzem ‐ dank Rollei Haltersystem: Auch einen Polfilter. Dieser bleibt bei mir auch als feste Einrichtung in der Halterung eingeschraubt.

Da ich ja schon sehr lange mit ND Filter fotografiere, habe ich auch in der Testphase alle Filter miteinander kombiniert.
 Meine Lieblings-Kombination oder besser ‐ die von mir am meisten Verwendete ‐ war: Polfilter im Filterhalter
, Rollei ND64 1,8
, Rollei Soft GND8 0,9
und als Ersatz im vordersten und dritten Einschub den Rollei Reverse GND4 0,6.

Mit den Bildergebnissen der Kombinationen der Filter bin ich sehr zufrieden bzw. sogar erstaunt, was mit den Rollei Filtern alles möglich ist ohne einen Farbstich im Bild.
 Was mir bei der Kombination mehrerer Filter gleichzeitig aufgefallen ist: Dass der Autofokus nicht mehr sauber trifft. Aber das Problem hatte ich auch schon mit meinen Haida Filtern. Hier hilft nur, die Schärfe manuell anzupassen. Dies ist aber wirklich nur ein minimaler Eingriff. Vermutlich werden es andere gar nicht bemerken.

Die Farbwiedergabe und Beschichtung

Ich hatte immer das Problem bei den Filtern, dass ein Farbstich im Bild ist und der sehr störend aussieht. Wenn man dann die Bilder am PC ansieht, muss man sich immer erst darum kümmern, dass man den Farbstich aus dem Bild herausbekommt. Dann sollte anschließend das Bild trotzdem möglichst farbgetreu aussehen. Dieses Problem hatte ich aber bei den Haida Filtern zum Glück nicht mehr so stark.

Aber bei den Rollei Filtern ‐ hier gibt’s das Problem ja gar nicht ‐ kommt das Bild schon fast perfekt aus der Kamera, und das ohne viel Nachbearbeiten zu müssen. Ich bin damit sehr zufrieden!! Muss ich die Filter wirklich wieder zurückschicken??

Durch die spezielle Beschichtung der Filter, sollen Wassertropfen und Schmutz an der Filteroberfläche abperlen. Ich habe  zwar noch nicht so richtig im Regen gestanden und wenn, habe ich immer einen Kameraschutz dabei. Was aber ab und zu beim Fotografieren nervig ist: Wenn ich im Herbst oder im Frühjahr am See stehe und der Nebel über den See zieht, beschlägt der Filter!!

Aber ich denke es ist sehr nützlich, dass sich keine Wassertropfen absetzen können. Aber nichts desto trotz, habe ich es natürlich ausprobiert und habe die Filter einfach nassgespritzt. Ich wollte wissen, ob es auch stimmt, was Rollei hier hinsichtlich der Beschichtung angibt!! Fazit: Stimmt! Die Wasserperlen laufen wirklich einfach ab!! Finde ich sehr nützlich.

Nach 4 wöchiger Testphase der Rollei Steckfilter (bei sachgemäßer Behandlung der Filter) musste ich aber leider feststellen, dass sich die Beschichtung bei dem Rollei IR ND64, den ich auch sehr oft im Einsatz hatte, langsam aber sicher auf der Vorder‐ und Rückseite löst!!!

Sehr wichtig finde ich, dass die Rollei Rechteckfilter „Enginereed And Quality Controlled In Germany“ sind. In der Preisklasse, in der sich die Rollei Filter bewegen, sollte man schon davon ausgehen, dass die Qualitätskontrolle in Deutschland statt findet.

Fazit

Ich kannte Rollei und das Rollei Filtersystem schon aus dem Internet, Facebook und Zeitschriften. Rollei habe ich mit Kameras und Fotozubehör in Verbindung gebracht. Ich bin auch bei meinen Recherchen nach Graufiltern auf Rollei gestoßen, nur zu dem Zeitpunkt waren mit andere Zubehörteile wichtiger.

Ich bin vor dem Test noch nie in den Genuss gekommen, Rollei Filter zu besitzen, geschweige denn auszuprobieren. Aber gelesen hatte ich schon öfter davon und den Preis hatte ich auch gesehen!!
 Wobei im Nachhinein betrachtet, habe ich mit billigen Filtern angefangen und dann gesehen, dass es nachteilig war, weil man nicht mal mit der Nachbearbeitung das Bild hinbekommt, wie es in Wirklichkeit ausgesehen hat. Später war ich von den Haida schon begeistert, aber mit den Rollei Filtern war ich überwältigt, was aus der Kamera rauskommt.

Wenn mich jemand fragen würde „Hast Du schon mal mit Rollei ND Filter fotografiert?“ kann ich jetzt sagen „Ja und ich würde sie auch nicht mehr hergeben, wenn ich nicht müsste. Ich kann sie nur weiter empfehlen, man sollte nur in qualitativ hochwertige ND Filtern investierten und jeder wird begeistert sein. Die Rollei Filter sind sehr gut, wenn nicht sogar DIE Besten.“

Wenn mich jemand fragen würde „Würdest Du Dir die teuren Rollei Filter kaufen?“ würde ich sagen „Auf jeden Fall. Ich mach den Ärger mit Farbstichen und Unschärfe im Bild mit den billigen Filtern nicht mehr mit. Vor allem, nachdem ich mir immer nur die Filter der Mittelklasse geleistet habe und nie so richtig mit der Qualität zufrieden war. Jetzt, nachdem ich auch noch Rollei Filter ausgiebig testen durfte, möchte ich nur noch die besten Filter auf meiner Canon 5Ds verwenden. Es gibt keine Alternative zu den Rollei Filtern, ich muss aber erst noch ein bisschen daraufhin sparen oder sie nach und nach kaufen.“ Filter in dieser Qualität haben einfach ihren Preis und das ist auch gerechtfertigt.

Preislich finde ich die Rollei Filter absolut angemessen. Die Preise sind denen der Konkurrenz ähnlich. Wer schon mal mit guten Filtern fotografiert hat, weiß was die guten Filter für einen Preis haben!!
Und die von Rollei sind auch nicht teurer, aber dafür besser!!

Wenn ich mir aussuchen könnte, welche Filter ich gerne haben möchte, wäre das meine Wunschkombination und es müssten Filter von Rollei sein. Für diese Qualität würde ich auch mittlerweile über 500€ ‐ 700€ ausgeben, nämlich für: Rollei Filterhaltersystem mit Polfilter und Adapterringe

  • Rollei ND Steckfilter: 09, 1.8 und 3.3
  • Rollei weicher Grauverlaufsfilter: 0,9 und 1.5
  • Die Rollei Filtertasche für alle Filter sollte auf keinen Fall fehlen, ohne der unhandlichen Rechteckfilterhalter Box!

Mein Gesamteindruck

Nachdem ich die erfreuliche Nachricht bekommen habe, dass ich einer der glücklichen Tester geworden bin, der die neuen Rollei Rechteckfilter Mark II testen darf, habe ich erwartungsvoll auf das Paket von Rollei gewartet, sofort ausgepackt und war sofort begeistert von der umfassenden Lieferung im Set.

Filterhalter mit Adapterringen und Polfilter in einer edlen Box verpackt.
 Die eigentlichen Filter, jeder Einzelne in einem separaten Karton mit Reinigungstuch, Information für den Einsatz von Rollei Filter in verschiedenen Sprachen, eine Garantie‐Karte in verschiedenen Sprachen mit Rücksende‐Adresse und zu guter Letzt eine Kunstledertasche mit dem Filter.

Was mir in dem Set noch gefehlt hätte, wäre eine Filtertasche für alle Filter.
 Auf die paar Euros, die die Tasche kostet, wäre es auch nicht mehr angekommen (man könnte ja die inhaltliche (beigelegte?) Halterbox weglassen) und der Kunde hätte sich gedacht „Hier hat endlich mal einer mitgedacht ‐ das war bestimmt ein Fotograf!!“ Ein Set, das komplett für den sofortigen Einsatz bereit ist.

Ich habe mich sofort ans Auspacken der Filter gemacht. Diese waren sehr edel verpackt ‐ jeder Steckfilter aus Gorilla Glas, separat in einem Karton (an der Verpackung könnte man auch im Set etwas sparen). In dem Karton fand sich jeweils ein Reinigungstuch, Beschreibung und eben die Filter in einem edlen, gut beschriften Kunstledertäschchen.

Die Filter wiederum befanden sich noch einmal in einem samtweichen Tütchen und dann noch in einer seidigen Folie eingewickelt.

Nachdem ich mir die Gläser und den Filterhalter näher angeschaut hatte, habe ich alles zusammengepackt und bin erstmal zum Fotografieren auf den Olympiaberg München losgezogen, da wusste ich aber noch nicht, wie der Abend wird und welches Licht mich in den Motiven erwartet!!

Beim ersten Aufeinandertreffen von Kamera und Filterhalter, ist mir die Verarbeitung des verwendeten 77mm Adapterring gleich positiv aufgefallen, dieser lässt sich ja mit einer Leichtigkeit und einer Präzision auf das Objektiv aufschrauben. Da können sich manche Adapterring Hersteller eine Scheibe von abschneiden. Bei denen muss man ja Angst haben, dass man das Gewinde am Objektiv beschädigt. (Kleiner Tipp zum Aufsetzen des Filterhalters: Kamera auf das Stativ setzen, Kamera nach hinten klappen, so dass das Objektiv nach oben schaut. Denn so lässt sich der Filterhalter samt Adapterring auf das Objektiv aufschrauben.)

Als ich dann den Filterhalter bestücken wollte, ist mir als erstes bei dem Rollei ND Rechteckfilter 1,8 die Schaumstoffdichtung negativ aufgefallen. Bei einer Außentemperatur von 32 Grad bekommt man den Filter nicht mit der Schaumstoffdichtung in den Filterhalter, ohne dass sie sich verschiebt. Ganz zu schweigen von der Schwergängigkeit bzw. davon dass man sie beim Rausnehmen beschädigt und sie sich teilweise löst. Ich habe diese Dichtung, nachdem sie abgegangen war, gleich komplett abgezogen.

Anschließend habe ich mir den weichen Grauverlaufsfilter Soft 0.9 in den zweiten Einschub gesteckt und konnte endlich mit dem Fotografieren loslegen.

Der Sonnenuntergang an diesem Tag über München war wie geschaffen für das Testen der Rollei Filter. Da die Sonne noch ein wenig brauchte, bis sie am Horizont untergegangen war, habe ich noch den Revers GND4 0,6 Grauverlaufsfilter in den dritten Einschub gesteckt und mir die Filter so hingeschoben (dank des Filterhalters kann man die Filter sehr schön in der Position verändern), dass ich den Lichteinfall optimal abdunkeln konnte und somit den perfekten Farbverlauf und Moment einfangen konnte.

München mit dem Wilden Kaiser im Hintergrund Rollei Polfilter
Rollei ND 1.8
Rollei 0,9 Verlaufsfilter
f/13, 20sek., ISO100

Dann hatte ich ja noch vor das Tollwood Festival München bei Nacht zu fotografieren. Der Standort auf dem Olympiaberg war ja nahezu geschaffen dafür (Sonnenuntergang und auf der einen Seite und das Tollwood auf der anderen). Aber was dann noch kam, hatte wohl niemand geahnt: Es kam eine gigantische Gewitterfront auf München zu. Ich ließ den Rollei ND 1.8 Filter und den Polfilter vom Sonnenuntergang im Filterhalter und zog nur den Rollei 0.9 Verlaufsfilter heraus, stellte die Kamera auf Blende f/11, Belichtungszeit auf 20 Sek.  Ergebnis: Eine Aufnahme schöner als die Andere. Das Tollwood im Vordergrund und die Blitze im Hintergrund.

Tollwood München Rollei Polfilter Rollei ND 1.8 Rechteckfilter f/5.6, 20sek., ISO200

Tollwood München Rollei Polfilter Rollei ND 1.8 Rechteckfilter f/5.6, 20sek., ISO200

 

Bei der späteren Bearbeitung der Bilder war ich sehr überrascht. Die Bilder kamen mit einer Qualität, kontrastreich und exakt mit den Farben aus der Kamera, wie der Sonnenuntergang den Himmel und die Wolken gefärbt hatte. Ich musste nur noch etwas an den Helligkeit drehen, etwas zuschneiden und fertig war das Bild.

Ein paar Tage später war ich beim Christopher Street Day im Olympiapark München. Hier habe ich nur den Filterhalter mit dem Rollei Polfilter verwendet.
 Es war einfach zu dunkel für einen ND Filter, auch wenn ich es versucht hatte.

Christopher Street Day Olympiapark München Nur mit Rollei Polfilter
f/8.0, 30sek., ISO100

Hier wollte ich den Himmel extrem hervorheben, was mir auch gelungen ist. Den Dampfersteg und das Wasser wollte ich etwas heller, aber das Wasser wieder samt und seidig erscheinen lassen, was ja mit dem Rollei ND64 1,8 kein Problem ist.
 Was mir bei dem Rollei Reverse GND4 0,6 ND Verlaufsfilter aufgefallen ist: Wenn zwischen dem hellen und dem dunklem Übergang den Filter nicht perfekt positioniert, erhält man einen unschönen hellen Übergang (Oder ich habe hier einen Fehler gemacht).

Im Laufe der Rollei Rechteckfilter-Testphase habe ich noch viele andere Motive zu den unterschiedlichsten Tageszeiten und den verschiedensten Filter Kombinationen „geschossen“. Dabei ist mir aufgefallen, dass ich meist zum Ende des Tages oder abends folgende Kombination der Filter im Halter stecken hatte: Polfilter im Filterhalter
Rollei ND64 1,8
Rollei Soft GND8 0,9
und als Ersatz im vordersten und dritten Einschub den Rollei Reverse GND4 0,6.

Diese oben genannte Zusammenstellung inkl. einer Filtertasche und den Adapterringen für den Filterhalter wäre ein ideales Einstiegsset. Nur als Vorschlag.

Denn mit dieser Kombination habe ich fast die meisten Motive geschossen.
 Den ND3.0 hatte ich nur am Tag eingeschoben. Ich hatte mir aber für die Testphase vorgenommen, mich mit Sonnenaufgängen, Sonnenuntergängen und Nachtaufnahmen zu beschäftigen, da das die Motive sind, die ich zu 90% mit ND Filtern und ND Verlaufsfiltern aufnehme.

Meine Kamera-Ausstattung während der Rollei Rechteckfilter Testphase war immer: Canon 5Ds, Canon 16‐35 f/4 und Canon 70‐200 f/2.8 II.

Ich werde diese Rollei Filter jedem weiterempfehlen, der wissen möchte was ich für ND Filter verwende (ich hoffe bald auch Rollei ND Filter).

Noch ein paar positive und negative Anmerkungen

Positiv aufgefallen ist mir:

  • Verpackung der einzelnen Filter in Kunstledertasche
  • Keine Farbstiche
  • Farbechtheit, Farbneutral
  • Perfekte schärfe mit Filter
  • Sehr gute Verarbeitung beim Filterhalter
  • Keine Randabschattung mit dem Filterhalter (bei 77mm Objektivdurchmesser)
  • Fester Sitz der Filter im Filterhalter
  • Adapterringe lassen sich leicht aufschrauben  (sehr gute Verarbeitung der Gewinde)

Negativ ist mir aufgefallen:

  • Abdichtung der ND Filter löst sich nach mehrmaliger Verwendung 
(speziell bei warmen oder heißen Tagen wie es in der Testphase war)
  • Beschichtung der Filter löst sich langsam
  • Farbstich mit Polfilter (lässt sich leicht in der Bearbeitung korrigieren)
  • Unhandliche Filterhalter-Box.

Ich hoffe, Ihnen mit meinem Beitrag einen kleinen Schritt zur Verbesserung weitergeholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen
Wolfgang Grösslinger

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