Meine Erfahrungen mit dem neuen Rollei 100mm Filterhalter Mark II

Annette Plasa

(fotocommunity-Mitglied seit 2013)

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Über mich

Mein Name ist Annette Plasa und seit Mai 2013 bin ich Mitglied in der fotocommunity. Fürs Fotografieren kann ich mich schon seit meiner Kindheit begeistern, aber erst seit ca. 5 Jahren besitze ich eine DSLR-Kamera und setze mich seitdem wesentlich intensiver und bewusster mit Regeln, Techniken und unterschiedlichen Genres der Fotografie auseinander. Inzwischen würde ich mich als fortgeschrittene Hobby-Fotografin bezeichnen.

Vor gut einem Jahr ersetzte ich meine Nikon D5100 durch eine D7200, mit der ich sämtliche Testbilder aufgenommen habe. Ich benutze fast ausschließlich und am liebsten ADOBE Lightroom zur Bildbearbeitung, bin jedoch auch darauf bedacht, so wenig Zeit wie möglich darauf zu verwenden.

Einleitung

Den Teil zu meiner Person habe ich aus dem ursprünglichen Erfahrungsbericht zum gesamten Filterset übernommen.

Ergänzen möchte ich ihn nur aufgrund einer meine Ausrüstung betreffend kleinen Veränderung. Inzwischen ist nämlich der Fall eingetreten, den ich damals nur hypothetisch habe einfließen lassen: Seit kurzem benutze ich auch eine FUJIFILM X-T20 als Zweitkamera, weshalb ich die Tatsache, dass sämtliche Adapter für unterschiedliche Objektiv-Durchmesser auch in diesem Set wieder enthalten sind, tatsächlich als absoluten Pluspunkt betrachte.

Wie und warum ich zur Filter-Fotografie gekommen bin, ebenso meine Entscheidung für ein Stecksystem (im Gegensatz zu aufschraubbaren Filtern), habe ich bereits im vorangegangenen Bericht ausführlich beschrieben und lasse es hier nun bewusst weg, um mich nicht unnötig zu wiederholen.

Insgesamt war ich damals mit dem gesamten Set und dessen Qualität höchst zufrieden. Einziges Manko war jedoch die Filterhalterung bzw. ein kleiner, aber entscheidender Teil davon: Die Halterung rastete für mein Empfinden nicht eindeutig genug am Basisring ein, was sogar dazu führte, dass einer der Filter zu Bruch ging.

Ich erfuhr damals, dass dieses Problem schon bekannt sei und bereits an einer verbesserten Halterung gearbeitet werde. Diesbezüglich hat Rollei nun nochmal nachgelegt und mir die überarbeitete Halterung zum Testen zur Verfügung gestellt.

Nun aber zu meinen Erfahrungen mit der neuen Filterhalterung in der Praxis:

Tasche

Die Tasche ist gut gepolstert und hat mehrere Befestigungsmöglichkeiten: Sowohl eine Schlaufe zum horizontalen Anbringen (z.B. an den Gürtel) als auch zwei kleinere Gummischlaufen mit Klettverschluss zur vertikalen Befestigung sind vorhanden (z.B. am Stativbein oder außen an Rucksack/Fototasche). Die Tasche öffnet bei der Befestigung am Gürtel vom Körper weg und ist so sehr gut zu handhaben. Ösen für einen Tragegurt fehlen hingegen, was ich persönlich schade finde.

Die Innenteilung bringt ein Hauptfach für den Filterhalter mit, sowie ein weiteres für die Filteradapter zur Anpassung an den Objektivdurchmesser (diese werden in sieben Größen von 52 bis 77mm mitgeliefert), plus zwei kleinere Fächer, von denen eines den mitgelieferten Polfilter beherbergt.

Die Aufbewahrung der Filter selbst ist augenscheinlich nicht vorgesehen. Diese werden von Rollei jedoch sowieso in einzelnen Taschen geliefert, so dass ich dies nicht als Manko betrachte. Wenn man allerdings nur 1-2 Adapterringe einpackt und den Schaumstoff entfernt, der die Ringe schön umfasst, haben zumindest die quadratischen ND-Filter noch entsprechend Platz in der Tasche. Einen rechteckigen Verlaufsfilter der Länge 150mm bringt man jedoch nur ohne eigene Verpackung und mit etwas schlechtem Gewissen unter.

Im Bild zu sehen (v.l.n.r.): Gepolsterte Tasche mit Umverpackung, Tasche von außen mit den beschriebenen Befestigungsmöglichkeiten, Innenteilung, Inhalt der Tasche

Basisring mit CPL (Polfilter)

Der Basisring zur Befestigung am Objektiv fällt größer aus als bei anderen Marken, denn hier ist in diesem Ring bereits eine Vorrichtung zur Befestigung eines Polfilters (der passende wird auch gleich mitgeliefert) enthalten. Der benötigte Adapterring wird dann nur noch auf diesen Basisring aufgeschraubt. Der CPL kann durch diese Konstruktion auch mit angesetzten Filtern eigenständig bewegt werden, ohne dass sich der Filterhalter mitdreht – bei Mitbewerbern ja durchaus oft eine fummelige Angelegenheit. Die Rädchen, mit denen er bewegt werden kann, sind nun symmetrisch an vier Stellen angebracht, beim Vorgänger waren es nur zwei.
Der CPL ist sehr dünn geraten (mutmaßlich, um Vignettierungen zu vermeiden), was auch zu einer erhöhten Bruchgefahr führt und beim Anbringen und Entfernen nach wie vor eine gewisse Sorgfalt erfordert. Die Vorteile des im System integrierten Polfilters überwiegen für mich jedoch definitiv. Eine ausführlichere Beschreibung des CPL ist ebenfalls im vorangegangenen Bericht zu finden.

Im Bild zu sehen (v.l.n.r.): Filterhalterung inkl. Basisring + CPL + Adapterringe, sämtliche Adapterringe, CPL am Basisring aufgeschraubt und in der Halterung eingeklickt (Ansicht von vorne). Beispiel für die Verwendung eines kleineren Adapterringes (58mm) + Basisring an der Zweitkamera

Filterhalter

Hier muss ich noch kurz einfließen lassen, dass ich zuerst eine Halterung geliefert bekam, bei der die Einschübe außerordentlich schwergängig waren – beim Einschieben eines Verlaufsfilters bekam ich regelrecht Angst, dass er gleich brechen würde, weshalb ich mich erstmal weigerte, den Test durchzuführen und außerdem einen befreundeten Fotografen kontaktierte, um herauszufinden, ob er mit seiner eigenen (neuen) Halterung diesbezüglich zufrieden ist.

Dieser hatte jedoch die gleichen Probleme und deswegen bereits mit dem Profiservice der Firma Rollei telefoniert. Er hatte mir folgendes über den Grund für die Schwergängigkeit berichtet: Um bei warmen Temperaturen das langsame Durchrutschen von Filtern zu verhindern, sei das Spaltmaß recht eng gewählt worden. Das allerdings hätte nun zur Folge, dass bei kälteren Temperaturen die Filter hineingezwängt werden müssten.

Tatsächlich ist diese Schwergängigkeit so aber eigentlich nicht feldtauglich. Schnelle und unkomplizierte Wechsel wären so auch für mich fast nicht möglich gewesen, und die stete Sorge um Glasbruch möchte man ja auch nicht haben.

Aber langer Rede, kurzer Sinn: Nach der ersten kurzen Phase der Ernüchterung sind auch diese Mängel vollständig behoben! Ich bekam dann einige Zeit später eine weitere Halterung, die mich voll und ganz zufriedenstellte.

Der Filterhalter ist mit drei Einschüben ausgestattet – man ist also beim Kombinieren der Filter sehr flexibel. Mitbewerber liefern zum Teil nur Halter mit zwei Einschüben und eine dritte Schiene zum nachträglichen Anbringen. Die Filter sind beim Einschieben angemessen schwergängig, damit sie nicht durchrutschen, aber trotzdem absolut problemlos und ohne Bruchgefahr einzuführen.

Sehr gut gelöst ist nun auch die Befestigung des Filterhalters am Basisring mittels dem von Rollei so bezeichneten „Easy Lock System“: Die Verrieglung über den Druckknopf ist sehr einfach und eindeutig. Die Frage, ob der Halter auch wirklich sicher sitzt, ist damit obsolet – ein Sonderlob für diese Lösung (wahrscheinlich auch eine Antwort auf die Probleme der Version I, wo das weit weniger gut gelöst war).

Ebenfalls als erfreuliche Veränderung möchte ich noch erwähnen, dass diese Halterung um ca. 50 Gramm leichter ist als ihr Vorgänger. Was zunächst nur gefühlt mein Eindruck war, lies sich leicht mit einer Waage bestätigen.

Im Bild zu sehen: Verschiedene Kombinationen des Systems an beiden Kameras. Bei allen zu sehen: Mindestens eines der vier Einstell-Rädchen für den CPL. Ganz rechts: Das „Easy Lock System“. Letzteres als auch das Einstellen des CPL sind sowohl für Rechts- als auch für Linkshänder gleichermaßen gut zu bedienen

Fazit

Das Filterhaltersystem ist insgesamt eine zuverlässige und leichte Lösung, die ich ohne Bedenken und uneingeschränkt weiterempfehlen kann.

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