Kai Pekie

(fotocommunity-Mitglied seit 2003)

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Über mich

Yee-Haw! Ich bin Produkt-Tester!

Heute ist es so weit! Heute soll das Päckchen mit den neuen  „Rollei Profi Rechteckfiltern Mark II“ ankommen. Da bin ich aber mal gespannt …!

Vor einiger Zeit hatte ich mich bei fotocommunity.de und Rollei darum beworben, einer der gesuchten Produkt-Tester zu werden. Da ich seit vielen Jahren ein leidenschaftlicher Landschaftsfotograf bin, auch mittlerweile mit meiner EOS 6D, einem breiten Spektrum an Objektiven und vielfältigem Zubehör hardwaremäßig ganz gut aufgestellt bin, dachte ich, als Mitglied der vermeintlichen Zielgruppe gute Hinweise an Hersteller und Community geben zu können.

Aber … habe ich denn meine gute Kinderstube völlig vergessen? Ich sollte mich doch erst einmal vorstellen: Also … mein Name ist Kai C. Pekie. Ich bin 58 Jahre alt. Das „C“ für den Christian habe ich mir angewöhnt, als ich für einen amerikanischen Autokonzern in Köln arbeitete. Bei den Amis ist das so üblich. Aber kürzlich, nach 35 Jahren bei Henry’s Nachfahren, hatte ich die Möglichkeit, vergleichsweise frühzeitig aus dem Angestelltenleben auszusteigen.

Gerade beginne ich eine zweite Karriere, die sich auf meinen Hobbys gründet – der Fotografie und dem Segeln. Ich organisiere Fotoreisen auf Segel-Yachten, habe aber auch schon ein paar Kröten als Fototrainer verdient. Inzwischen werde ich sogar schon mal als Fotograf gebucht. Meist sind es Aufträge aus der Industrie (Produkte, Portraits, Fertigungsanlagen und Betriebsgelände), aber auch Hochzeiten oder sonstige Events. Es war also Zeit, ein Gewerbe zu gründen. Zur Zeit entsteht „TerraPixx – Fotoreisen – Fototraining – Fotografie“. Der Umzug in ein eigenes kleines Studio und Seminarräumlichkeiten steht ganz kurz bevor.

Ich lebe in Erftstadt, einem Städtchen an der Peripherie von Köln – genau zwischen der herrlichen Eifel-Landschaft und der großen Metropole. Für Fotografen aller Couleur ist das ein tolles Fleckchen Erde. Hier tummeln sich auf engstem Raum unendliche Fotomotive. Aber genug zu mir – es geht hier um die Rollei Rechteckfilter.

Lieferumfang

Das Rheinland erlebt jetzt, Anfang Juli, eine unglaublich heiße Phase dieses Sommers. Die Terrassentür zu meinem Büro steht offen und der UPS-Mann kommt wie üblich direkt herein – und wie ebenfalls üblich weiß er schon vor mir, von wem das Päckchen kommt: „Hier ist was von Rollei für dich. Noch unterschreiben!“

Da liegt es also nun auf meinem Schreibtisch: das Päckchen mit dem neuen Filtersatz von Rollei. Ganz schön groß, ganz schön schwer – ist mein erster Gedanke. Da sollen nur Filter drin sein? Okay, auf geht´s: „Unboxing!“ heißt das in Neudeutsch.

Erste Eindrücke werden schon beim „Unboxing“ ins Testtagebuch eingetragen.

Im Karton finden sich einzeln in eigenen Umverpackungen 4 Filter und ein Filterhaltersystem. Als erstes öffne ich die Schachtel mit einem der Filter. Neben einer hochwertig farbig gedruckten vielsprachigen Information über den Einsatz von Filtern finde ich ein Mikrofasertuch und, geschützt von einer stabilen gummiartigen Schaummatte, ein schwarzes Etui, dem ich nicht auf Anhieb ansehen kann, ob es Leder ist oder ein modernes Kunstleder. Junge, Junge, das ist aber eine edle Verpackung! Auf einer Seite des Etuis finde ich ein Schild, das über den Inhalt Auskunft gibt. „Soft Nano IR GND8“. Ich bin vorbereitet und deshalb weiß ich, hier habe ich das Etui mit dem Grauverlaufsfilter der Stärke ND8.

Die weiteren Filter „Hard Nano IR GND4“, „IR ND64“ und „IR ND1000“ sind in identischen Verpackungen. Im Innern der Etuis bleibt der Eindruck von einem besonders hochwertigen Produkt erhalten. Schwere Glasfilter – kratzfestes Gorillaglas soll es nach der Beschreibung sein – kommen beim weiteren Erforschen der edlen Hüllen zum Vorschein. Wow! Tolle Haptik, massiver, stabiler Materialeindruck!  Aber Halt – die Briefwaage steht nicht weit weg. Wollen doch mal sehen… 518g für 4 Filter. Habe ich mir nicht gerade ein sündhaft teures Karbonstativ gekauft, um beim Foto-Trekking in schwerem Gelände ein halbes Kilo weniger schleppen zu müssen?

Da ist noch eine größere Schachtel im Rollei-Karton: das Filterhalter-System. Auch hier findet sich beim Auspacken wieder etwas (Kunst-?)Ledernes. Eine braune Box mit verdeckt liegendem Magnetverschluss, sie wirkt kein Stück weniger exklusiv, als die Filter-Etuis. Im Innern findet sich die Basis-Hardware für den Filtereinsatz: der Filterhalter selbst, ein Basisring zur Aufnahme eines … Uih! … ebenfalls enthaltenen circular Polfilters.

Außerdem enthält die Box Adapterringe für alle Objektivdurchmesser zwischen 52 und 77 mm. So ein System ist zwar nicht neu, aber das schmälert seinen Wert und meine Anerkennung für so viel Flexibilität nicht. Andererseits: bis auf mein Makroobjektiv haben alle Linsen, mit denen ich arbeite, 77mm Durchmesser. Aber das betrifft ja nur meinen Objektiv-Park. Andere Fotografen werden sicher mehr Nutzen aus dem flexiblen Konzept ziehen. Ach ja, die Waage steht noch da: nochmal exakt 518g – das ganze System also über 1 Kilo. Nee, so viel will ich nicht schleppen. Da lasse ich die edlen Etuis lieber Zuhause und improvisiere hinsichtlich des Filtertransports auf der anstehenden ersten Test-Runde heute Abend.

Das erste Zusammenbauen des Systems bringt etwas Ernüchterung in die Neulust. Wie alle „richtigen Männer“ verzichte ich natürlich auf das Studium des Handbuchs. „Sie müssen erst den Nippel durch die Lasche ziehen“ … Nee, das hält doch nicht. Nochmal ….! Okay, ausnahmsweise dann also doch mal ein Blick in die Broschüre! Allerdings so richtig komme ich trotzdem nicht sofort weiter. Als ich denke, jetzt hätte ich es, fällt mir der ungesicherte Basisring samt Polfilter aus dem Haltersystem und ich fange von vorne an. Aber dann habe ich es doch kapiert und plötzlich ist alles ganz einfach. Noch weiß ich allerdings nicht, dass ich übermorgen „on location“ am Mühlheimer Hafen schon wieder alles vergessen haben werde und erneut die Bedienungsanleitung heranziehen muss … und das bei ebenfalls vergessener Lesebrille. Tja, das Alter … ! Das aber erst übermorgen.

Jetzt montiere ich alles an meine EOS 6D mit dem 17-40/4.0 L-Objektiv, meiner bevorzugten Linse für die Landschaftsfotografie. Alles prima! Allerdings ziemlich groß, die ganze Apparatur. In den Fotorucksack geht das nur nach erneuter Demontage. Die gestaltet sich nun aber nicht weniger schwierig, als der Aufbau vor ein paar Minuten. Diesmal klemmt der geschraubte Polfilter bombenfest im Basisring. Das Rad zum ein- und ausschrauben hat zwar griffige Zacken, ist aber im Ring so tief versenkt, dass man sie mit Daumen und Zeigefinger nicht mehr packen und drehen kann. Nach ein paar frustrierenden Minuten nehme ich die Spitze einer Schere, stecke sie in die Zacken des Filters und drücke und drehe. Natürlich rutsche ich zweimal ab und nur knapp entgeht das Filterglas seinem ersten tiefen Kratzer.

Meine Analyse findet eine Vermutung für die Ursache der Schwergängigkeit des Schraubfilters: Offenbar war der schwarze Lack auf Filterhalter und Filterring so dick, dass der Filter beim ersten Einsetzen extrem spack saß. Inzwischen haben sich Innen- und Außengewinde aufeinander eingeschliffen und lassen sich leichter voneinander trennen. Aber ich bin schon ein wenig angesäuert und die Freude auf den ersten Testeinsatz am Abend ist ein wenig getrübt.

Test-Runde

Nach einem heißen Tag sind wir bei Freunden in der Eifel zum Grillen auf dem wildromantischen Röttgerhof.  Kamera und Testfilter-Set sind dabei. Nach dem Essen mache ich mich kurz auf, um der Sommersonne nochmal durch die Filter hindurch beim Untergehen zuzusehen. Besonders gespannt bin ich auf den ND1000. Mit so einem habe ich noch nie gearbeitet.

Der ND1000 sperrt wirklich viel Licht aus. Durch den Sucher sieht man schlicht und ergreifend nichts mehr, obwohl ich genau in die tief stehende Sonne ziele. Das macht aber nichts, denn der Einsatz eines Stativs ist bei den zu erwartenden Belichtungszeiten ohnehin unumgänglich. Also: erst ohne Filter Bildausschnitt gewählt, fokussiert, Blende entsprechend der gewünschten Schärfentiefe eingestellt und dann mal ein Testschuss. Die Zeitautomatik der EOS rechnet für eine ordnungsgemäße Belichtung 1/2000 Sekunde dazu. Okay, jetzt mal rechnen, der ND1000 verlängert nach der Formel … ach was, dafür gibt es ja heute Apps. Also, mein Smartphone rät mir, mit dem ND1000-Filter die Zeit auf 0,5 Sekunden zu verlängern. Gesagt, getan!

Das Ergebnis sieht auf dem Kameradisplay sehr gut aus. Durch das tiefschwarze Glas hindurch ist tatsächlich ein brauchbares Gegenlichtfoto entstanden. Erst später am Rechner werde ich erkennen, dass der Filter mir den perfekten Bildeindruck mit ein paar fetten Flares verdirbt. Na gut, damit muss man bei gleißendem Gegenlicht immer rechnen. Allerdings unterscheiden sich die Bildergebnisse bei diesen Gegenlichtaufnahmen nicht so entscheidend von den filterlos hergestellten Shots mit ganz kurzer Belichtungszeit. Mein Eindruck ist, für diese Motivwahl ist der Filter vielleicht nicht gemacht. So lange man mit kürzesten Belichtungszeiten noch klar kommt, kann man auf einen extrem verdunkelnden Filter durchaus verzichten.

Aber dieser ND1000 mit seiner enormen Abdunkelung hat mich weiter neugierig gemacht.

Blind Date – Fotografieren mit dem IR-ND1000

Eine ganz neue Herausforderung: Fotografieren ohne das Motiv zu sehen. Der ND 1000 ist beim Blick durch den Sucher völlig undurchsichtig. Alle visuellen Prüfungen bezüglich der Wahl des Bildausschnitts, des Bildaufbaus und vor allem auch die Fokussierung sind bei aufgestecktem Filter unmöglich. Ohne eine geeignete Strategie fotografierst du blind.

Also muss ein Setup erfolgen, bevor der Sucher in tiefste Finsternis getaucht wird: Bildausschnitt festlegen, korrekte Belichtung wählen, Fokussieren, ggf. Autofokus ausschalten, Filter einschieben, App starten und passende verlängerte Verschlusszeit für ND1000 anzeigen lassen, auf manuellen Modus schalten und dort die Belichtungszeit aus der App einstellen (oder bei Verschlusszeiten über 30 Sekunden in Bulb schalten). Und dann kann endlich das Knöpfchen gedrückt werden: Auslösen! (bei Bulb in der Regel mit einem Fernauslöser/Timer).

Der Workflow liest sich hier vielleicht aufwändiger, als er letztlich ist  – schließlich kann ich während der erste Einstellphase den Rollei-Filter einfach in seinem Filterhalter nach oben schieben, so dass er nicht mehr vor dem Objektiv steht. Ist das Kamera-Setup dann eingestellt, schiebe ich den Filter einfach nach unten und bin in der gleichen Sekunde bereit zum Auslösen. Diese Aktion mit einem herkömmlichen Schraubfilter ? Ich glaube, dann würde ich es lieber ganz bleiben lassen.

Der Bulb-Modus wird übrigens beim Fotografieren mit dem ND1000 recht schnell benötigt. Wenn man mit ISO 100 und kleiner Blende fotografiert, entstehen selbst bei sonnigem Tageslicht oft benötigte Verschlusszeiten von 60, 120 oder noch mehr Sekunden.

Für welche Motive bietet sich dieser stark verdunkelnde Filter an? In meiner Testpraxis war es nicht einfach, Situationen zu finden, in denen der Filter seine besonderen Stärken ausspielen konnten. In der Regel hätte ich mit dem ND 64 sogar lieber gearbeitet.

Die extrem langen Belichtungszeiten verursachen – anders als der „wattige Effekt“ von fließendem Wasser bei nur leicht verlängerter Belichtung – einen Eindruck, als fließe dort flüssiges Blei durch die Stromschnelle. Das muss man schon mögen …

Außerdem halte ich es für wichtig, dass eine möglichst große Fläche des Fotos statische Objekte zeigt. Ansonsten entsteht schnell der generelle Eindruck einer Bildunschärfe, denn in z.B. 70 Sekunden ist jeder Grashalm, jedes Blatt, jede Person ein wenig bewegt und damit unscharf.

Apropos „Person“: ich hatte die Idee, dass ich mit einer sehr langen Belichtung eine halbwegs bevölkerte Fußgängerzone quasi menschenleer darstellen könnte. Aber selbst bei 140 Sekunden Belichtungszeit gab es noch sehr viele „Geisterbilder“, weshalb ich das Foto am Ende als unbrauchbar bewerten musste.

Ganz gut gefiel mir ein Test mit dem Ziel der bewussten Verfremdung eines Motivs. Bei recht starker Windbewegung fotografierte ich ein Maisfeld mit dem ND1000. Heraus kam eine Reduzierung der hin- und herwogenden Maispflanzen zu einer spannenden Struktur.

Nur noch eine „Textur“: Maisfeld 40 Sekunden bei Blende 16

Der fotografische Laie wird erstaunt sein, dass durch dieses schwarze Glas hindurch überhaupt ein halbwegs vernünftig belichtetes Foto entstehen kann. Aber über das Laienstadium bin ich ja schon ein paar Tage hinaus und so sind mir die physikalischen Zusammenhänge, die auch mit einem ND 1000 – Filter zu einer perfekten Belichtung führen können, klar. Ein bisschen bin dann aber auch ich erstaunt … und zwar darüber, wie farbtreu der Rollei-Filter dabei agiert. Vielleicht … aber kaum der Rede wert … konnte ich einen Hauch mehr Magenta ausmachen. In Lightroom habe ich alle ND 1000 Fotos in diesem Farbbereich leicht reduziert und bin so ohne Aufwand zu Farbeindrücken, wie in den filterlos geschossenen Vergleichsbildern, gekommen. Das kann aber bei weniger farbneutral ausgelegten Kameras, als meiner Canon, schon wieder anders aussehen.

In jedem Fall ist das Ergebnis angesichts einer so extremen Filterung des Lichts schon sehr beeindruckend.

Kaskade, 50 Sekunden bei Blende 16


Mini-Wasserfall, 13 Sekunden bei Blende 11

Das war mein Blind Date der besonderen Art.

Jetzt sind der ND64 und der Grauverlaufsfilter dran. Da bin ich ganz sicher, dass jetzt der Moment für die „schönen“ Fotos kommt. Jetzt würde ich gern nochmal meine Schottlandreise mit den vielen Wasserfällen und Stromschnellen wiederholen. Vater Rhein fließt leider etwas träger, da ist ein Locationwechsel angesagt. Bei Siegburg läßt lässt es die Sieg an einer Stelle mal – für hiesige Verhältnisse – richtig krachen. Dieser Ort ist wie gemacht für Langzeitbelichtungen bei Tag. Also nichts wie hin ….

Mit Grauverlaufsfilter.


Zusätzlich mit ND64 verlängert.

 

Bei Blende 16 mit ND64 auf 5 Sekunden Belichtungszeit verlängert.


Bei Blende 16 mit ND64 auf 5 Sekunden Belichtungszeit verlängert.


Auch ruhigere Fließgeschwindigkeiten verändern ihr Aussehen mit der verlängerten Belichtung (ND64).

 

Dramatische Himmel dank Grauverlaufsfilter.

Fazit und Gedanken zu Sinn und Unsinn von Filtern

Mein Shooting am Sieg-Wildwasser war ein versöhnlicher Abschluss meiner Testreihe mit den Rollei Profi Rechteckfiltern Mark II. Man muss schon genau wissen, was mit den Filtern möglich ist und wo sie ihre Grenzen haben. Der typische Einsatz für den Graufilter ist es, Wasser durch Verlängerung der Belichtungszeit softer und vielleicht auch mystisch erscheinen zu lassen.

Der Grauverlaufsfilter spielt seine Stärken aus, wenn es gilt, große Hell-Dunkel-Bereiche im Motiv auszugleichen und so zum Beispiel überbelichtete Himmel bzw. unterbelichtete Landschaften zu vermeiden. Bei sehr starkem Licht das Fotografieren mit offener Blende zu ermöglichen, ohne an die Grenzen der kürzesten Belichtungszeit der Kamera zu stoßen, funktioniert wiederum mit dem durchgehend grauen Filter perfekt.

Das Rollei Filterset meistert diese Aufgaben vor allem mit dem Grauverlaufsfilter „Soft Nano IR GND8“ und dem Graufilter „IR ND64“ nicht nur technisch meisterhaft, sondern besticht dabei zusätzlich durch einen ausgesprochenen edlen Auftritt in Design und Haptik sowie Vertrauen schaffende Solidität der eingesetzten Materialien.

Ich wünsche mir von Rollei – vielleicht eines Tages zur Serie „Mark III“  – ein paar Änderungen oder zumindest Wahlmöglichkeiten:

  1. Das Gewicht ist für Landschaftsfotografen ein heikles Thema. Beim Trekking in unwegsamem Gelände wird überall versucht, Gewicht zu sparen. Das Rollei Filterset schlägt aber mit über einem Kilo zu Buche. Vielleicht sollte es deshalb anstatt der edlen lederartigen Etuis eine Alternative aus einem vielleicht mesh-artigen leichten Polstermaterial geben.
  2. Quasi in die gleiche Kerbe schlägt mein Vorschlag, auch kleinere Sets anzubieten. Mir wäre ein Paket mit einem Soft Nano IR GND8 und einem IR ND64 völlig ausreichend. Dazu würde ich gar keinen Adaptersatz haben wollen, sondern mir nur die Artikel dazu kaufen, die ich auch wirklich benötige. In meinem Fall würde ich lediglich einen 77mm-Ring benötigen, da alle meine hochwertigen Objektive mit diesem Maß arbeiten.
  3. Die beiden vorstehend genannten Punkte hätten sicher auch Einfluss auf den Preis eines solchen Sets – denn der scheint mir für die breite Masse der nicht Berufsfotografen in der jetzigen Größenordnung nicht attraktiv. Der Mitbewerber mit einem weitgehend identischen System bietet seine Produkte zu einem Bruchteil des Rollei-Preises an. Allerdings – das sei ausdrücklich gesagt – in einer nicht so hohen Materialqualität … was aber andererseits das Bildergebnis kaum beeinflusst.
  4. Der Filter ND1000 versagte in meinem Testeinsatz, sobald er selbst der Sonne ausgesetzt war. Das System bedingt, dass keine Gegenlichtblende zum Einsatz kommen kann. Der ND1000 scheint dieses Manko je nach Lichtsituation nicht einfach wegstecken zu können. Kann Produktpflege der Rollei-Ingenieure hier Abhilfe schaffen?
  5. Der spontane Einsatz des Filtersystems ist kaum möglich. Die Aufbau- und Anbringungszeit ist einfach zu lang, um spontan auf einer Fototour zu entscheiden: das nächste Bild mache ich mit Filter. Ein kleineres System wäre hilfreich.

Ich fürchte, der größte Konkurrent aller Graufilter ist die moderne Software, die Bildkorrekturen jeder Art schnell und einfach beherrschbar gemacht hat. Ein Verlaufsfilter in ADOBE Lightroom hat den unbestreitbaren Vorteil, dass er nicht linear eingesetzt werden muss. In den hellen Himmel ragende Kirchtürme kann ich dort bequem von der Filterung aussparen. Beim Hardware-Filter wird mein Kirchturm unweigerlich schwarz. Das war auch der Grund, weshalb ich den „Hard Nano IR GND4“ im Testbetrieb recht schnell wieder beiseitegelegt hatte.

Die Möglichkeit der einfachen Handhabung von Belichtungsreihen, zunächst in der Kamera und dann in der Zusammenführung durch Software, bietet ebenfalls gute Alternativen. Und schließlich: nicht jeder fotografiert jeden Tag fließendes Wasser in der belichtungsverlängerten Art und Weise. Die Anwendungsmöglichkeiten sind also grundsätzlich beschränkt.

Graufilter haben es schwer! Aber wenn schon ein Graufilter-Set in die Fototasche soll, dann kann man sich diesen Wunsch mit den exklusiven Produkten der Rollei-Serie ganz besonders stylisch erfüllen. Rollei hat den Roll’s Royce unter den Filtersets.

Kai C. Pekie, Erftstadt, im Juli 2017

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