OM-D
Andreas Kreutzer

Andreas Kreutzer (fotocommunity-Mitglied seit 2012)

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Gesamteindruck

Neben einer Vollformat Kamera von Canon besitze ich seit kurzem auch eine Fuji X-T1. Inzwischen schätze ich die kleinen und leichten Systemkameras, da sie sehr portabel sind und trotzdem gute Bildqualität bieten. Daher hat mich auch der Produkttest der Olympus E-M5 Mark II interessiert.

Die Olympus wirkte für mich nach dem Auspacken recht vertraut, da sie mit vielen Einstellrädern in einem ähnlichen Stil aufgebaut ist, wie die Fuji. Dabei ist sie noch etwas kleiner und leichter, als die Fuji.

Was mich sofort gestört hat, ist das Ladegerät. Dieses besitzt nur ein extrem kurzes Kabel, sodass ich das Ladegerät oftmals nicht vernünftig auf einen Tisch oder Schrank legen konnte.

Die ersten Fotos gehen auch ohne Blick in das Handbuch relativ problemlos.
Da ich eigentlich nur in RAW fotografiere, stellte ich dies auch gleich bei der Olympus ein. Das stellte sich aber schnell als Problem heraus, da weder Lightroom noch Photoshop das RAW-Format der Olympus E-M5 Mark II unterstützen. Dies hat sich auch über den Testzeitraum von rund 3 Wochen leider nicht geändert.

Man muss also die RAW-Konvertierung und Bearbeitung in der Software von Olympus vornehmen und die Fotos dann als JPG oder TIF exportieren oder aber gleich das JPG aus der Olympus nutzen. Wäre für mich als Dauerzustand ein KO-Kriterium. Ich weiß nicht, ob und in welchen Abständen Adobe Olympus-Formate aktualisiert. Das Problem kann daher schon beim Lesen dieser Zeilen behoben sein.

Die Bedienung finde ich bei der Fuji an einigen stellen noch einfacher, mag aber auch reine Gewohnheitssache sein.

Sehr hilfreich finde ich bei der Olympus Funktionen wie den Fokuspunkt einfach per Fingertipp auf dem Touchscreen zu setzen oder Live-Bulb Modus, bei dem man im Bulb Modus sehen kann, wie sich die Belichtung entwickelt inkl. Histogramm.
Schön fand ich auch, dass Einstellungen nach dem Ausschalten erhalten bleiben. Bei der Fuji z.B. geht die Selbstauslösereinstellung nach jedem Ausschalten wieder verloren.

Die Bildqualität in Kombination mit dem Kit-Objektiv fand ich gut. Andere Objektive konnte ich nicht testen.

Fazit

Hätte ich nicht schon eine Systemkamera mit einigen Objektiven, würde die Olympus sicher in die engere Wahl kommen, sofern das RAW-Format von Adobe unterstützt wird.

Seine Testbilder mit der Kamera:

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