OM-D
Alois Eckl

Alois Eckl (fotocommunity-Mitglied seit 2014)

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Gesamteindruck

Es ist so weit, der schwarze Karton der Olympus OM-D E-M5 Mark II steht vor mir. Er wirkt sehr edel. Alles ist einzeln verpackt und sicher im Karton verstaut, so dass der Transport keine Probleme darstellt.

Nachdem ich die Kamera vorsichtig aus ihrem Karton befreit habe, liegt sie in meinen Händen. Der erste Eindruck: Die Kamera wirkt sehr edel und wertig, was auch der zweite Blick absolut bestätigt. Die Kamera fühlt sich gut an und liegt auf Anhieb gut in der Hand.

Im Vergleich zum Vorgängermodell der OM-D E-M5 besitzt das aktuelle Modell ein schwenk- und klappbares Display, welches mit über einer Million Bildpunkten auflöst. Wenn man auf die Ausstattungsliste sieht wird deutlich, was Olympus der dem neuen Modell alles spendiert hat.

Die folgende Auflistung gibt einen Überblick über die umfangreichen Funktionen der E-M5 Mark II:

  • Es steht ein Sucher mit einer Auflösung von 2,34 Millionen Pixel und einem Vergrößerungsfaktor von 1,48 zur Verfügung.
  • Als Schnittstellen bietet die Kamera eine Mikrofonbuchse, ein Micro-HDMI-Ausgang sowie eine USB-Schnittstelle. Über den USB Anschluss kann ein optionales Fernauslösekabel angeschlossen werden. An der Vorderseite steht ein Studioblitzanschluss zur Verfügung.
  • Sehr gut ist die Live-Bulb und Live-Time Aufnahmefunktion. Hier wird im Gegensatz zu anderen Kameras in Intervallen der aktualisierte Belichtungsstand angezeigt, so dass man gezielt in die Bulb-Belichtung eingreifen kann. Bei anderen Kameras bleibt hier der Bildschirm in der Regel schwarz.
  • Der Bildsensor löst mit 16 Megapixel wie beim Vorgängermodell auf, allerdings ohne den auflösungsreduzierenden Tiefpassfilter. Der Gyro-Sensor wird dabei durch Elektromagnete in Position gehalten. Durch dieses System kann der Sensor nach oben, nach unten und seitlich verschoben werden, selbst eine leichte Drehung des Sensors ist möglich. Mit dieser Mechanik kann der Bildstabilisator bis zu 5 EV-Stufen ausgleichen. Da sich der Bildstabilisator in der Kamera und nicht im Objektiv befindet, funktioniert dies mit jedem Objektiv gleich gut.
  • Der Autofokus hinterlässt eine sehr gute Figur. Er arbeitet mit 81 Messfeldern und arbeitet in der Regel sehr schnell. Bei schwierigen Situationen wie bspw. nachts oder im Nebel ohne klare Strukturen, kann man direkt am Objektiv manuell eingreifen.
  • Das schwenk- und klappbare Display löst mit 1,04 Megapixeln auf.
  • Über die neue High-Resolution-Funktion können JPEG Bilder mit 40 Megapixeln aufgenommen werden. Wahlweise auch RAW-Aufnahmen mit 63,7 Megapixeln. Dazu werden 8 Aufnahmen in schneller Abfolge hintereinander aufgenommen, so dass sich diese Funktion nur für statische Motive empfiehlt.
  • Der Verschluss der Kamera ist sehr leise und bietet als kürzeste Verschlusszeit 1/8.000 Sekunden. Neben dem mechanischen Verschluss bietet die Kamera noch einen absolut lautlosen elektronischen Verschluss, der Verschlusszeiten von bis zu 1/16.000 Sekunden bietet.
  • Die Videofunktion der Kamera bietet eine Full-HD-Auflösung. Videos können mit Bildraten von 24, 25, 30, 50 oder 60 Bilder aufgenommen werden. Gerade beim Filmen punktet der 5-Achsen-Bildstabilisator. Es ist wirklich beeindruckend welche verwacklungsarmen (-freien) Videos aus der Hand entstehen.
  • Über die integrierte WLAN-Funktion kann die Kamera über eine Remote-App gesteuert werden. Selbstverständlich ist natürlich auch das tethered Shooting mit der E-M5 Mark II möglich.
  • Das Gehäuse ist sehr robust und besteht aus Metall und Kunststoff. Es ist gegen Staub und Spritzwasser abgedichtet und sogar bis -10 Grad Celsius frostgeschützt.

Alles in allem besitzt die Kamera sinnvolle und ausgereifte Funktionen, durch welche die Olympus E-M5 Mark II in allen Situationen ein sehr gutes Bild abgibt.

Die Kamera begleitet mich seit geraumer Zeit auf meinen Foto-Touren, wobei ein paar ganz nette Bilder entstanden sind.

Fazit

Die Olympus OM-D E-M5 Mark II lässt kaum Wünsche offen. Die Qualität der Bilder und der Videos ist absolut überzeugend. Selbst bei hohen ISO-Zahlen ist das Rauschverhalten ausgezeichnet. Obwohl die Kamera „nur“ einen Micro-Four-Third-Sensor besitzt, braucht sich die Kamera in keiner Weise hinter der Bildqualität von Kameras mit größerem Sensor verstecken. Die Video-Funktion ist so ziemlich das Beste, was wir untergekommen ist. Wirklich beeindruckt hat mich der 5-Achsen-Stabilisator im Videomodus. Selbst bei Langzeitbelichtungen mit über einer Sekunde ohne Stativ, also aus der Hand, hinterlässt die Kamera einen ausgezeichneten Eindruck. Die Bilder haben selbst bei diesen Extremen eine ausgezeichnete Schärfe. Aus meiner Sicht hat hier Olympus wirklich ganze Arbeit geleistet. Von mir gibt es deshalb volle Punktzahl für die Olympus OM-D E-M5 Mark II.

Aus meiner Sicht passt das Preis-Leistungsverhältnis, wenn man bedenkt, dass man für den Preis von 1.300,00 € mit Kit-Objektiv eine schlanke und kompakte Alternative zu Spiegelreflexkameras bekommt.

Seine Testbilder mit der Kamera:

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