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Lovely Photography

Lovely Photography (fotocommunity-Mitglied seit 2013)

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Erster Eindruck

Zuallererst bedanke ich mich ganz herzlich bei dem fotocommunity Team und natürlich bei Nikon, die diesen Test überhaupt erst ermöglicht haben und dass ich als Testerin in Frage gekommen bin. Ein großes Dankeschön!

Getestet habe ich die Nikon D5500 mit dem 18-105mm 1:3.5-5.6 Kit-Objektiv und einem weiteren Objektiv, das ich mir selber aussuchen durfte. Als Wunschobjektiv hatte ich mir das 85mm f/1.4G Objektiv ausgesucht.
Da ich Canon Liebhaberin bin, war es für mich völlig neu auf einmal eine Nikon in der Hand zu halten, doch ich kam mit der Kamera sehr gut zurecht und habe ebenso großes Gefallen an ihr gefunden.

Gehäuse

Das Gehäuse der Nikon D5500 ist sehr leicht und macht einen sehr edlen Eindruck. Leider liegt es meiner Meinung nach aber nicht ganz so gut in der Hand, ist aber noch ok. Wahrscheinlich liegt dies jedoch daran, dass meine Canon 70D etwas größer ist und ich mich schon an ihr Gehäuse gewöhnt habe.
Eines der Highlights der Kamera, ist der große dreh- und schwenkbare Touch-Monitor. Wenn die Kamera mal nicht richtig fokussieren will, kann man ganz einfach in den Live-View-Modus schalten und den Fokuspunkt durch das Touch-Display bestimmen. Vor allem, wenn ich aus einer Perspektive fotografieren wollte, bei der ich nicht durch den Sucher gucken konnte, war der dreh- und schwenkbare Monitor eine große Hilfe z. B. wenn ich von oben fotografiert oder die Kamera auf den Boden gestellt habe. Gleichermaßen kann man mit dieser Funktion auch sehr gut Selbstporträts von sich erstellen, da man den Monitor auch ganz umdrehen kann.

Bildqualität

Ich muss sagen, dass mir die Qualität der Bilder am meisten an der Kamera gefällt. Diese ist wirklich ganz toll, selbst im JPEG-Format! Die Fotos sind gestochen scharf und detailreich. Ich fotografiere zwar meistens im M-Modus, doch auch im A-,S- oder P-Modus leistet die Nikon D5500 gute Arbeit wenn es darum geht wie das Foto abgelichtet wird. Auch Videos haben eine gute Qualität, jedoch lassen sich gute Videos nur dann erzielen, wenn manuell fokussiert wird. Fokussiert die Kamera automatisch und man klickt auf dem Display einen neuen Fokuspunkt an, wird das Bild erst unscharf bevor es richtig fokussiert.

Wi-Fi-Modul

Ebenfalls eine super Sache ist das sogenannte integrierte Wi-Fi-Modul, mit dem man seine gemachten Bilder direkt von der Kamera auf das Smartphone oder Tablet übertragen kann. Das ist besonders praktisch, wenn man sein Bild schnell in sozialen Netzwerken posten oder mit Freunden teilen möchte. Um diese Funktion nutzen zu können, muss man nur die kostenlose App „Wireless Mobile Utility“ herunterladen. Die App läuft fehlerfrei und die Bilder lassen sich schnell herunterladen. Außerdem finde ich es wirklich sehr praktisch, dass das Wi-Fi-Modul in der Kamera integriert ist, ich also keinen externen WLAN-Anschluss brauche, um meine Bilder auf dem Tablet oder Smartphone zu speichern. Für meine Canon 70D brauche ich sonst immer einen externen WLAN-Anschluss.
Darüber hinaus hat die App noch eine weiter Funktion, denn die Kamera lässt sich über die App fernauslösen und man sieht auf dem Smartphone oder Tablet das Live-View-Bild der Kamera. Ich habe es auf meinem Tablet ausprobiert und es funktionierte auch, leider stockte das Bild aber immer wieder, sodass ich nicht viele Fotos über die App gemacht habe.

ISO

Das Rauschverhalten der Kamera ist sehr gering. Bei schlechten Lichtverhältnissen kann man unbedenklich einen ISO-Wert von unter 100 wählen. Damit die Bildqualität nicht all zu sehr darunter leidet, sollte jedoch ein ISO-Wert von 1000 und 2000 nicht überschritten werden. Für kleine Bilder (z. B. fürs Web) kann man sogar noch mit einem ISO von 5000 bis 6400 arbeiten.

Akku

Die Akkulaufzeit ist meines Empfindens nach wirklich sehr lange. In unserem einwöchigen Urlaub in Kroatien musste der Akku nur ein einziges Mal wieder voll aufgeladen werden. Wir hatten die Kamera so gut wie jeden zweiten Tag mit dabei, wobei sie auch ständig in Gebrauch war.

Weitere Besonderheiten

Natürlich hat die Nikon D5500 viele weitere Besonderheiten über die es sich zu sprechen lohnt. Deshalb möchte ich einige davon, die mir besonders aufgefallen sind, aufgreifen.

Eine Besonderheit ist die Serienaufnahme mit 5 Bilder/s. Diese funktioniert sehr gut und ermöglicht es Momente festzuhalten, bei denen man es im Einzelaufnahmen-Modus vielleicht nicht geschafft hätte rechtzeitig auf den Auslöser zu drücken. Leider finde ich 5 Bilder/s (bei JPEG und 12-Bit-NEF/RAW) und 4 Bilder/s (bei 14-Bit-NEF/RAW) doch etwas wenig, da meine Canon es auf ganze 7 Bilder/s schafft.

Ein weiteres kleines Highlight sind die verschiedenen Bildbearbeitungs-Optionen, die man im Menü der Kamera findet. Ich persönlich habe diese Funktion nicht oft benutzt, da ich es bevorzuge meine Bilder auf dem Computer zu bearbeiten. Doch mein Vater, der sich ebenfalls für die Fotografie interessiert, hat großes Gefallen daran gefunden, vor allem an Effekten, wie der Tontrennung oder dem Miniatureffekt.
In den beigefügten Bildern ist ein Beispiel für den Effekt „Tontrennung“ zu finden, das mein Vater aufgenommen hat.

Etwas was mir ebenfalls positiv aufgefallen ist, sind die kleinen Hilfestellungen der Kamera, die auf dem Display erscheinen. Zum Beispiel erscheint auf dem Display ein kleines Fenster wo „Motiv ist zu dunkel“ drauf steht, wenn das Motiv zu dunkel ist. Bei mir heißt das dann, dass ich mal wieder den Objektivdeckel vergessen habe ab zu nehmen :D. Wenn das Motiv aber wirklich Mal zu dunkel ist, kann man auf das Fragezeichen unten links im Display drücken, wo einem geraten wird ein Blitzgerät zu benutzen. Doch auch wenn man den ISO-Wert verändern will, bekommt man eine kleine Hilfestellung. Neben den einstellbaren ISO-Werten wird außerdem ein kleines Beispielbild angezeigt, das sich je nach ISO-Wert verändert und anzeigt welches Motiv für den jeweiligen ISO-Wert am geeignetsten ist. Eine ganz süße Idee wie ich finde, vor allem für Einsteiger.

Fazit

Die Nikon D5500 konnte durchaus überzeugen und ist ihr Geld wert, denn es waren nur Kleinigkeiten die mich an der Kamera gestört haben. Vor allem hat mir die überaus scharfe Bildqualität und lange Akkulaufzeit gefallen. Alles in allem ist es eine wirklich tolle Mittelklassekamera, die sowohl für Einsteiger als auch für (Profi-)Hobbyfotografen geeignet ist.

Beispielbilder

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