Guido Goldbach

(fotocommunity-Mitglied seit 2012)

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Der BenQ SW 320 Test

Zu meiner Person und fotografischen Entwicklung

Ich bin seit vielen Jahren als Service Techniker im In- und Ausland tätig. Mein ständiger Begleiter ist zurzeit die Kamera Panasonic GX8 mit diversen Objektiven. Aber auch wenn ich nicht beruflich unterwegs bin, fotografiere ich in meiner Freizeit sehr viel. Schwerpunkte sind Oldtimer aller Art, sowie Natur- und Architekturmotive.

Automobile- und Architekturaufnahmen nehme ich immer als Belichtungsreiche auf und bearbeite sie unter anderem in einem speziellen HDR Programm. Dies geschieht meist auf meinem Laptop, was mich auch unterwegs begleitet. Die Ergebnisse werden dann in die fotocommunity im Internet gestellt.

Meine Erwartungen an den BenQ SW320

Die Freude und die damit verbundenen Erwartungen an den Monitor waren recht groß. Im Vorfeld des Testzeitraums fand ein Farbmanagement-Workshop statt, in dem man viel erfahren hat. Das habe ich als positiv wahrgenommen.

Der Monitor

Beim Auspacken fiel direkt die sehr wertige Verarbeitung auf. Das Gewicht des Gerätes spiegelte dies wider. Auch das Zusammenbauen bzw. Aufstellen war recht einfach.

Die Höhenverstellung ist sehr gelungen und hilft den Monitor optimal zu positionieren. Leider war mein Laptop mit einer Grafikkarte ausgerüstet die kein 4k unterstützt. Denn 4k ist die Auflösung, die der Monitor darstellen kann. Aus diesem Grund musste ich mir einen PC zulegen der dies konnte. Eine Neuanschaffung war aber sowieso geplant. Am PC (Windows 7 Pro / 64 bit) habe ich den Monitor über den Displayport angeschlossen und ohne Probleme installiert bekommen.

Der Monitor kam mit guter Voreinstellung daher. Eine Kalibrierung war mir leider nicht möglich, da meine Kalibrierungshardware zu alt war.

Die Arbeit mit dem Monitor

Mein subjektiver erster Eindruck des Bildes war einfach super, das hat mich wirklich sehr begeistert. Die Bildwiedergabe war im Vergleich zum Laptop um Längen besser.

Ich arbeite mit verschiedenen Bildbearbeitungsprogrammen. Leider unterstützen nicht alle eine 4k Auflösung, sodass die Menüdarstellung sehr klein ausfiel. Als Beispiel dafür führe ich das Programm HDR Projects 5 professional an. Es bot eine akzeptable Einstellung der Menüs. Als Rawkonverter und Entwicklungstool nehme ich Silkypix7 Devolper Studio Pro 7. Auch dort war die Anpassung recht gut.

Als Farbprofil habe ich beim Arbeiten mit dem Monitor den Adobe RGB und sRGB Farbraum genutzt, da ich die meisten meiner Fotoarbeiten im Internet in der fotocommunity publiziere.

Die HDR Einstellung habe ich nur versuchsweise genutzt. Und obwohl ich viel mit HDR-Bildern arbeite, brachte die Einstellung für mich keinen Vorteil. Denn später werden die Fotos auf verschiedensten Monitoren und Geräten angeschaut. Da ist sRGB oder vielleicht auch noch der Adobe RGB Farbraum sinnvoller.

Die Schnittstellen des Monitors sind gut zugänglich angebracht. Hilfreich wäre noch eine Bezeichnung über den einzelnen Schnittstellen auf der Rückseite des Monitors.

Der USB Port und SD Slot finde ich an der hinteren Seite sehr ungünstig angebracht, besser wäre eine Integration im so genannten „Hot Key Puck“.

Fazit

Der Monitor ist sehr wertig verarbeitet, der Aufbau und das Aufstellen ist auch recht leicht.

Die Farbwiedergabe ist überragend, besonders bei Aufnahmen mit sehr feinen Farbverläufen. Auch Helligkeit und Kontrast bei Schwarzweißtönen gibt der Monitor gut wieder. Die Videowiedergabe von 4k-Videos ist auch gut. Das längere Arbeiten am Monitor in einem nicht zu hellen Umgebungsfeld ist ermüdungsfrei. Eine dunklere Umgebung stellte einen Vorteil dar.

Spiegelungen im Monitor werden durch die matte Oberfläche des Bildschirms neutralisiert, das ist aber auch durch entsprechender Wahl des Arbeitsplatzes optimierbar. Nach einigen Tagen der Eingewöhnung an die Größe und der hohen 4k-Auflösung, ist das Arbeiten am Monitor sehr angenehm.

Abschließend betrachtet, kann man den Monitor sehr empfehlen.

Mit freundlichen Grüßen

Guido Goldbach