Charles Diehle

(fotocommunity-Mitglied seit 2008)

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Großer BenQ SW 320 Test

Über mich

Ich heiße Charles Diehle und bin Hochzeitsfotograf aus Oberhaching bei München. Seit 2009 fotografiere ich Hochzeiten in Deutschland und Österreich. Inzwischen sind es rund 30 Hochzeiten im Jahr und dazu kommen noch Aufträge von Kindergärten und für Familienbilder, sowie Events.

Meine fotografisches Level bewegt sich somit auf professionellem Niveau. Dieser Test war daher eine tolle Möglichkeit, die Unterschiede zu einem nicht hardware-kalibrierten Monitor zu erfahren.

Am vorher von BenQ angebotenen Kalibrierungsworkshop konnte ich aber leider aus zeitlichen Gründen nicht teilnehmen.

Tätigkeiten

Nach dem Shooting ist vor dem Shooting. Bei einer Hochzeitsreportage entstehen ca. 1.500 – 3.000 Bilder. Diese müssen im Nachgang gesichtet und aussortiert werden. Die restlichen Bilder (es bleiben ca. 750) werden bearbeitet, ich sitze also ca. 6 Stunden täglich am PC.

An diesem Workflow hat sich auch mit dem BenQ-Monitor nichts geändert. Ich bearbeite meine Bilder zu 99% in Adobe Lightroom. Ganz wenige Bilder, bei denen ich z.B. mit Ebenen arbeiten muss, bearbeite ich in Adobe Photoshop. Die Bilder erhalten einen gewissen Look, der Weißabgleich und Farbton wird angepasst, Verläufe und Radialfilter werden eingesetzt und zuletzt das Bild geschärft.

Wie schon erwähnt, ist die Bearbeitung mit dem Monitor genauso wie früher. Allerdings werden die Ergebnisse genauer, gerade was die Farben und den Weißabgleich angeht.

Die Arbeit mit dem Monitor

Das Auspacken des Monitors ist schon Arbeit. Mich erreichte ein riesiges Paket, in dem sich sehr viele Teile befanden. Diese mussten erst einmal zusammengebaut werden. Das Anbringen des Blendschutzes hat etwas gedauert. Aber mit etwas Geschick war auch dies gut machbar. Das Kalibrieren des Gerätes war kein Problem.

Die Auflösung des Monitors ist riesig und man muss sich erstmal daran gewöhnen, nun eine 4K-Auflösung zu haben. Man muss die Schriftgrößen im Betriebssystem etwas erhöhen, sonst können die Menüs etc. kaum mehr gelesen werden. Langes Arbeiten am Monitor empfinde ich aber als sehr angenehm.

Den mitgelieferten Controller (Hotkey Puck genannt) habe ich selten bis gar nicht genutzt. Denn einmal eingestellt, muss ich eigentlich am Monitor nichts mehr verstellen. Ich könnte also auf den Controller gut verzichten. Besser wäre es, die Taste am Monitor leichter lesbar zu beschriften. Auch am Controller sind die Tasten kaum zu lesen (schwarze Schrift auf schwarzen Hintergrund).

Die Blendschutzhaube finde ich sehr sinnvoll. Bei mir kommt das Licht direkt von oben und das würde die Darstellung am Monitor schon verfälschen. Ich kann die Blendschutzhaube also sehr gut nutzen.

Das Bildergebnis

Die Ergebnisse meine Bearbeitungen mit dem BenQ SW320 sind auf jeden Fall deutlich besser geworden.

Mit dem Monitor lässt es sich viel genauer arbeiten und durch den großen darstellbaren Farbraum werden die Ergebnisse viel präziser. Auch wenn meine Kunden meist keine guten Displays haben und auch vieles inzwischen auf mobilen Geräte ansehen, kann ich so zumindest sicherstellen, dass die Farben, der Weißabgleich und die Tonwerte richtig dargestellt werden. Die Ergebnisse sind um einiges besser als bei meinem alten Monitor (BenQ GW2765).

Das Produkt

Was ich optimieren würde: Ich wünsche mir eine bessere und klarere Beschriftung der Tasten, sowie ein schöneres Design. Das ist aber sozusagen jammern auf hohem Niveau. Ich habe beim Gerät nichts feststellen können, was ich als entscheidenden Nachteil ansehen würde.

Als vorteilhaft empfand ich die exakte Farbdarstellung, den großen Farbraum sowie den Blendschutz.

Fazit

Die Arbeit mit dem 32 Zoll großen 4K-Monitor von BenQ war schon ein Erlebnis. Die große Auflösung und die hervorragende Farbdarstellung erleichtern das Arbeiten in Lightroom und Photoshop ungemein.

Für mich hat der Monitor einen festen Platz auf dem Tisch bekommen.