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schwarzrobert


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Kommentare 1

  • schwarzrobert 16. Mai 2008, 19:17

    Ein Nackter besucht eine Ausstellung

    Die fotograpien von Robert Schwarz bewirken in einer interessanten ende einem faszinierende Spiegelung ins inendliche der dialektik von Zuschauher und Weck und der Darstellung der nackten Frau. Wir schauen uns ein
    fotographisches Werk an auf dem eine nackte Frau in einem Museum herumgeht, ein Ort an den man sich normalerweise nur angezogen begibt. Eine unauffaellige, manchmal nachdenkliche Praesenz: sie entdeckt die wichtigsten Meisterwerke der Kunstgeschichte und der Nacktheit. Diejenigen von Schiele und Klimt, non welchen die meisten im Museum Leopold in Wien, in Oesterrreich fotographiert wurden, was Dank der Ausstellung "die nackte wahrheit" moeglich war. Bloss eine Vorliebe für den Skandal? Das in der Luft liegende Verbot, das die Erfahrung der Nacktheit an einem oeffentlichen Ort hemmt, muss üderwunden werden, um die Tiefe dieser Konfrontation zu erfassen: erhaben und hart zugleich trotz der Sanftheit des Lichtes; dieses gelegentliche Zusammentreffen zwischen dem Koerper der frau als solcher und dem auf den dargestellten Koerpern, zwischen Bloesse und Verzierung, Fantasie und Realitaet, Erhabenheit und Zerbrechlichkeit. Die Nacktheit, und vor allem die nackte Frau, ist ein Klassischer und wiederholt auftretender Bestandteil der Kunstgeschichte. Aber heutzutage ist sie weniger Objekt der aesthetischen Darstellung, als Traeger der Reflexion, der Befragungen und der Zersetzung. Aber im Gegenteil zu einem Spencer Tunick, wo der nackte Koerper als eine visuelle Materie, oder der zerstoerte Koerper als eine Kirche des Leidens von Gina Pane inszeniert wird, beschaeftigt sich Robert Schwarz mit der intimen, sensiblen und lebendigen Realitaet der Nacktheit. Ein Augenzwinker an Marcel Duchamp, denn seine Serie "ein Nackter besucht eine Ausstellung" oeffnet eine ganz neue Gegenueberstellung zur Kunstgeschichte und beschreitet nun uneforschte Abwege.

    Marie Deparis
    übersetzt aus dem Franzoesischen von Lara Schawalder

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