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Amadeus Hoffingott


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Kommentare 1

  • Gaby Pfluger 14. April 2004, 20:41

    Subject: Morgenblässe – wegen Dir!
    Date: Tue, 11 May 1999, 01:30:33
    From: brancusi@gmx.net
    To: watzmann@yahoo.com

    Watzmann,

    sie hat sich erwischt dabei, dass sie über den Adler nachdenkt. Länger, viel länger, als es ihr Zeitplan erlaubt. Deshalb sitzt sie jetzt noch nach mitten in der Nacht. Gibt neue Falten vermutlich. Und Morgenblässe. Très chic. Alles wegen ihm! Wie er wohl aussieht? Das interessiert sie jetzt langsam doch. Dabei war das Thema doch abgeschlossen. Alibimänner die ganze Zeit. Neue Grausamkeiten. Und jetzt Du!
    Als Paul McCartney seine Linda zum ersten Mal gesehen hat, soll er nur «Da bist du ja» gesagt haben. Diese Idee gefällt mir.
    Tucholskys große Liebe war Mary Gerold, seine zweite Frau. Sie haben vier Jahre zusammen in Paris gelebt und sich dann wieder getrennt. Aber sie sind nie voneinander losgekommen. Sie haben sich zeit ihres Lebens die schönsten Liebesbriefe dieses Jahrhunderts geschrieben und sich darin nie mit «Du» angeredet, sondern immer in der dritten Person männlich. Am 21. Dezember 1935, an dem Tag, an dem sich Tucholsky in Schweden das Leben nimmt, schreibt er an sie: «Wenn aber zur echten Liebe dazu kommen muss, dass sie währt, dass sie immer und immer wieder kommt, immer und immer wieder – dann hat er nur einmal in seinem Leben geliebt. Ihn.»
    Tucholsky war eigentlich ein total uncooler Typ. So eine Art Zweckromantiker eher. Gerold war die Praktischere von den beiden. Und wie jede Frau wollte sie, dass wieder ein Kerl ins Haus kommt, der den Sicherungskasten findet. Also hat sie Kurt nach Schweden gemailt, er solle sein Bündel schnüren und dann ab nach Paris, in die Stadt der Liebe, zu ihr.
    Kurt hat sich das Leben genommen nach dieser Mail. Auf alles im Leben hätte er verzichten wollen, nicht jedoch auf die Sehnsucht – und die Briefe von ihr.

    Brancusi

    PS: Watzmann, wo ist Schiers?

    Willst Du weiterlesen? http://www.carlagehtfischen.de
    DON'T FORGET TO DANCE!

    Brancusi
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