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Alejandro Zouri


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Kommentare 42

  • Pretty Girls Make Graves 15. Juli 2005, 22:11

    So, ich hoffe ich habe nichts vergessen. Ist echt ganz schön viel, aber bei so einem komplexen und wichtigen Thema, kommt man um ausführliche Informationsmaterial einfach nicht rum.

    Ich hoffe Du kannst was damit anfangen und es hilft Dir ein wenig weiter.Ich verstehe, dass Du im Moment nicht soviel Lust hast mit anderen Kontakt aufzunehmen.Ich denke, dass ist auch normal.Aber, wenn Du lust hast kann ich Dich mal wieder besuchen kommen und wir unterhalten uns ein bisschen.

    Ich wünsche Dir auf jeden Fall alles gute!

    Liebe Grüsse

    Anna

    Ps: Es tut mir auch sehr leid was am Freitag passiert ist!
  • Pretty Girls Make Graves 15. Juli 2005, 22:08

    BABYS 1. JAHR
    Sonnenschutz für Kinder





    Sonnenschutz ist das A und O, wenn kleine Kinder draußen sind. Doch nicht nur die richtige Pflege gehört zum Sonnenschutz, sondern auch die richtige Kleidung und allgemeine Tipps zum Umgang mit der Sonne. Lesen Sie hier, wie Sie Ihren kleinen Sonnenschein im Sommer vor UV-Strahlen schützen können.



    Sicher in die Sonne

    • Neugeborene sollten prinzipiell nie dem direkten Sonnenlicht ausgesetzt werden. Spezielle Sonnenschirme für den Kinderwagen, Sonnenhüte und Sonnensegel für den Garten schützen die Kleinsten.


    - Generell gehören Babys und Kleinkinder nicht in die direkte Sonne. Aber auch im Schatten benötigen sie Sonnenschutz, da z. B. der Sand die Sonnenstrahlen reflektiert.

    • Erst ab dem zweiten Lebensjahr dürfen auch Kinder in die Sonne. Dann aber nur mit entsprechendem Sonnenschutz und auch mit Sonnenbrille.

    • Meiden Sie die Mittagshitze zwischen 11 und 15 Uhr

    • Beim Herumtollen im Freien, kann schon mal ein kleiner „Ausrutscher“ passieren, deshalb immer Pflaster und Wundsalbe mitnehmen. Eine Übersicht über die wichtigsten Weleda-Produkte zur Ersten Hilfe finden Sie hier.

    Sonnenschutz aus der Tube

    • Sonnencreme schützt empfindliche Kinderhaut vor UV-Strahlen. Sie haben die Wahl zwischen Sonnenschutzprodukten mit chemischem Filter und solchen mit mineralischem Filter. Der Unterschied: Mineralischer Filter blockt Sonnenstrahlen regelrecht ab. Chemische Lichtschutzfilter können empfindliche Haut irritieren und belasten zarte Kinderhaut. Ein weiterer Vorteil: Mineralische Filter wirken sofort, man kann also direkt nach dem Auftragen die Sonne genießen.

    • Wasserfeste Sonnencreme ist für Kinder ideal. Trotzdem sollte der Sonnenschutz nach dem Baden aufgefrischt werden.

    • der babyclub.de Tipp: Die Weleda Edelweiß Sonnenschutzlinie schützt zarte Kinderhaut mit hauchfeinen mineralischen Pigmenten und ist frei von Farb-, Duft- und Konservierungsttoffen.

    • Nach dem Sonnenbad braucht die Haut feuchtigkeitsspendende Pflege. Sie verwöhnt die sonnenstrapezierte Haut und fördert zudem eine gesunde Bräunung. Für Kinder eignet sich die beruhigende und entzündungshemmende Calendula-Kinderpflegeserie der Weleda, z.B. die Calendula-Kinderpflegemilch für den Körper. Erwachsenenhaut freut sich über erfrischende Pflege mit der Aloe Vera-Pflegemilch.

    • Wenn es wirklich mal zum Sonnenbrand kommt: Betroffene Stellen gut kühlen - Quark hat sich als kühlende Auflage besonders gut bewährt. Ebenfalls gut geeignet. Combudoron Gel von Weleda dünn auf die betroffenen Hautpartien auftragen.

    • In der prallen Sonne droht Kindern ein Sonnenstich. Babys sind besonders gefährdet, da sie noch keine schützenden Haare haben. Anzeichen für einen Sonnenstich: Hochroter und heißer Kopf, Fieber, kühle Haut, Unruhe und eventuelles Erbrechen. Sollten Sie sich nicht sicher sein, ob es sich um einen Sonnenstich handelt, suchen Sie auf jeden Fall einen Arzt auf.



    Kleidung für den Sommer

    • Mütze und T-Shirt aus leichten Baumwollstoffen schützen vor Sonne und Sonnenbrand. Praktisch: Sonnenhüte, die eine verlängerte Nackenpartie haben.

    • Badekleidung zum Wechseln nicht vergessen (Kinder sollten wegen Unterkühlung nie zu lange in nassen Badekleidern herumsitzen)

    Kurzum: Der sicherste Sonnenschutz für Ihren kleinen Liebling besteht aus einem schattigen Plätzchen, Kleidung und gutem Sonnenschutzmittel mit Mikropigmenten. Sie reflektieren die Sonnenstrahlen und lassen sie so erst gar nicht auf die Haut.
    Tipp: Ziehen Sie Ihr Kind aber nie wärmer an als sich selbst. Um herauszufinden, ob Ihr Kind zu warm angezogen ist, streicheln Sie einfach seinen Nacken. Fühl sich die Haut dort warm an, ist alles in Ordnung. Sobald Ihr Kind im Nacken schwitzt, ist es zu dick angezogen
  • Pretty Girls Make Graves 15. Juli 2005, 22:07


    SPUCKKINDER
    Wann sollte man zum Arzt?

    Bei etwa zwei Prozent aller „Speikinder“ ist das Spucken krankhaft. Sie sollten unbedingt mit Ihrem Baby zum Arzt, wenn folgende Symptome auftreten:

    - Ihr Kind nimmt nicht genügend an Gewicht zu.
    - Es weint viel und wirkt unruhig und erschöpft.
    - Die Milch kommt nach jeder Mahlzeit schwallartig wieder heraus.
    - Das Erbrechen wird von Durchfällen begleitet.
    - Ihr Baby hat Fieber.

    Schwallartiges Erbrechen der Milch nach jeder Mahlzeit kann ein Hinweis auf einen Magenpförtnerkrampf sein. Das heißt, dass der Magenausgangsmuskel verdickt ist und die Nahrung nicht vom Magen in den Darm fließen kann. Bei Verdacht auf den Magenpförtnerkrampf sollten Sie unbedingt den Kinderarzt aufsuchen.

    Achten Sie auch darauf, ob Ihr Kind nach dem Spucken Schreianfälle bekommt. Dies könnte ein Zeichen dafür sein, dass das Spucken Ihrem Kind Schmerzen bereitet, zum Beispiel wenn die Speiseröhre durch den sauren Mageninhalt gereizt wird.

    Auch wenn es sich nicht nur um gespuckte Milch, sondern um Erbrochenes handelt, sollten Sie unbedingt zum Arzt. Kleine Kinder können sehr schnell austrocknen, wenn ihr Flüssigkeitshaushalt aus den Fugen gerät. Deshalb ist es wichtig, dass der Arzt entsprechende Maßnahmen veranlasst
  • Pretty Girls Make Graves 15. Juli 2005, 22:07


    SPUCKKINDER
    Hilfe für Spuckkinder

    Überprüfen Sie zunächst, ob Ihr Kind beim Trinken zuviel Luft verschluckt. Beim Stillen sollten sie deshalb darauf achten, dass das Baby richtig angelegt wird. Es ist zudem ratsam, die Brust vor dem Anlegen etwas auszustreichen, damit nicht zuviel Milch auf einmal kommt. Sorgen Sie gerade bei hastig trinkenden Kindern für eine ruhige, entspannte Stillatmosphäre.
    Meiden Sie als stillende Mutter Kaffee, Alkohol, fettes Essen und stark kohlensäurehaltige Getränke und verzichten Sie auf Nikotin. Wenn Sie Medikamente wie Andrenergika, Anticholinergika, Xanthine oder Kalziumantagonisten einnehmen, sollten Sie mit Ihrem Arzt sprechen, denn diese Medikamente können die Refluxkrankheit auslösen.

    Fläschchennahrung

    Wenn Ihr Baby die Flasche bekommt, müssen Sie darauf achten, dass das Loch im Sauger die richtige Größe hat. Außerdem dürfen Sie das Fläschchen nicht zu stark schütteln, sonst bilden sich Luftbläschen in der Milch. Bei Flaschenkindern wird häufig empfohlen, die Nahrung anzudicken, z.B. mit Johannisbrotkernmehl. Dies kann zwar das Spucken vermindern, jedoch liegen bisher keine Untersuchungen zur Auswirkung der Andickung auf mögliche Allergien vor. Deshalb sollte ein Andicken von Säuglingsnahrung erst nach Anraten des Arztes erfolgen.
    Lassen Sie Ihr Kind nach jeder Mahlzeit ein Bäuerchen machen. Legen Sie es dazu über Ihre Schulter und schützen Sie die Kleidung.

    Kinderwagen oder Wiege

    Im Kinderwagen oder in der Wiege können Sie ein Keilkissen unter das Oberteil der Matratze legen. Vielen Kindern tut es gut, wenn Sie direkt nach dem Trinken in dieser leicht erhöhten Position liegen. Bitte legen Sie kein Kissen unter den Kopf des Babys! Dies könnte den plötzlichen Kindstod begünstigen. Vielen Säuglingen hilft es auch, wenn sie nach dem Essen zum Schlafen auf die rechte Seite gelegt werden. In dieser Position tritt das Spucken seltener auf.
    Neuere Forschungen haben herausgefunden, dass Spuckkinder manchmal unter dem so genannten KISS-Syndrom leiden, der „Kopfgelenks-Induzierten Symmetrie Störung“. Darunter versteht man eine geburts- oder schwangerschaftsbedingte Verschiebung des Halswirbels beim Baby. Diese Blockade kann durch Krankengymnastik oder den Besuch bei einem Osteopathen aufgelöst werden. Weitere Infos zum Kiss-Syndrom finden Sie unter www.kiss-info.de
  • Pretty Girls Make Graves 15. Juli 2005, 22:06

    SPUCKKINDER
    Spucken ist meist ganz normal






    Für das Spucken im Säuglingsalter gibt es zwei Erklärungen: Entweder trinken die Kleinen zu viel und zu hastig und spucken anschließend den Nahrungsüberschuss wieder aus. Oder das Spucken liegt daran, dass das Verdauungssystem bei Säuglingen noch nicht voll entwickelt ist. Der Mageneingangsmuskel schließt bei Babys noch nicht vollständig. Ärzte sprechen dann von „Reflux“, d.h. dem Zurückfließen der Nahrung in die Speiseröhre. Die Refluxkrankheit tritt in den ersten Lebensmonaten relativ häufig auf und ist meist unbedenklich.


    Das häufige Spucken muss kein Grund zur Sorge sein, wenn Säuglinge trotzdem normal und altersgerecht wachsen und gedeihen. Eine gesunde Gewichtszunahme erkennen Sie daran, dass Ihr Baby

    … in den ersten drei Monaten pro Woche etwa 110 bis 250 Gramm zunimmt.
    … innerhalb von 24 Stunden ca. sechs bis acht Mahlzeiten trinkt.
    … vier bis sechs nasse Windeln pro Tag hat.
    … der Urin hell und geruchslos ist.
    … die große Fontanelle nicht eingesunken ist.
    … eine rosige Hautfarbe und meistens einen warmen Körper hat.
    … insgesamt einen zufriedenen Eindruck macht.

    Meist wird das Spucken nach drei bis fünf Monaten weniger und hört dann mit 12 Monaten schließlich ganz auf.
  • Pretty Girls Make Graves 15. Juli 2005, 22:06


    IMPFEN
    Interview mit dem Kinderarzt Dr. Volker Melichar






    Dr. med. Volker Melichar ist Assistenzarzt an der Kinder- und Jugendklinik der Universität Erlangen-Nürnberg. Er betreut dort die Gelbfieber- und Reisemedizinische Sprechstunde für Kinder und Jugendliche.

    Im Interview hat er unsere Fragen zum Thema "Impfen" beantwortet.



    babyclub.de: Viele Eltern sehen sich heutzutage in der Zwickmühle: Auf der einen Seite wird von öffentlicher Seite empfohlen, Babys möglichst früh gegen möglichst viele Infektionskrankheiten auf einmal impfen zu lassen. Auf der anderen Seite stehen die Impfgegner, die auf mögliche Impfschäden und Impf-Nebenwirkungen hinweisen. Gibt es den goldenen Mittelweg?

    Dr. Melichar: Die Angst ist verständlich. Manche Eltern wollen ihr junges Baby nicht zu früh und keinen unnötigen Gefahren und Fremdstoffen aussetzen. Der goldene Mittelweg bestünde dann in individuellen Impfplänen mit dem Auftrennen der Kombinationsimpfungen und dem Verschieben der Impftermine nach hinten. Wir können uns diesem Vorgehen nicht anschließen, da es keine Vorteile für die Kinder bringt, sondern schließen uns den Empfehlungen der STIKO (ständigen Impfkommission) an. Mit Sicht auf den einzelnen Patienten sind diese individuellen Impfschemata teilweise zwar zu vertreten. Allerdings sind dann die Nachteile der zahlreicheren Einzelimpfungen gegeben: Mehr schmerzhafte Stiche und insgesamt mehr Zusatz- und Konservierungsstoffe. Zudem ist der Schutz für die Gesamtbevölkerung, der eine hohe Impfrate voraussetzt, insbesondere für ganz junge und alte Menschen und solche mit Immunschwächen, dann nicht optimal gegeben.



    babyclub.de: Was sind die Vor- und Nachteile der so genannten Sechsfachimpfung, die die STIKO im dritten Lebensmonat vorsieht?

    Dr. Melichar: Der große Vorteil ist, dass sechs Impfungen mit einer Injektion verabreicht werden und insgesamt weniger Zusatz- und Konservierungsstoffe dem Körper zugeführt werden, als bei getrennten Impfungen. Nachteile gibt es keine. Es gibt keinen Hinweis auf negative Auswirkungen einer frühzeitigen Auseinandersetzung des Immunsystems mit mehreren verschiedenen (abgetöteten) Krankheitserregern. Impfreaktionen nach Mehrfachimpfung sind nicht stärker als nach Einfachimpfung. Sogar Frühgeborene werden erfolgreich ab dem 2. Lebensmonat, also teilweise noch vor ihrem eigentlichen Geburtstermin auf diese Weise gegen die gefährlichen Krankheiten geschützt. Der heutige Sechsfachimpfstoff enthält übrigens deutlich weniger verschiedene Oberflächeneiweiße, mit denen sich das Immunsystem auseinandersetzen muss, als ältere Einzelimpfstoffe.



    babyclub.de: Bietet das Stillen prinzipiell einen Nestschutz vor Infektionskrankheiten?

    Dr. Melichar: Stillen bietet viele Vorteile, u.a. einen Schutz vor Infektionen. Gestillte Kinder erkranken bis zu 5-mal seltener an Magen-/ Darminfektionen. Aber auch ein Schutz vor Ohr- und Luftwegsinfektionen scheint zu bestehen. Vor den schweren Infektions- und Kinderkrankheiten wird der Nestschutz jedoch hauptsächlich schon vor der Geburt über das Blut übertragen und nimmt im Laufe des ersten Lebensjahrs ab. Der Nestschutz ersetzt nicht die Schutzimpfungen, vielmehr übernehmen die Impfungen im Laufe des ersten Lebensjahrs schrittweise die Schutzfunktion.



    babyclub.de: Immer mehr Kinder leiden schon im Säuglingsalter an Allergien. Was gilt es bei diesen Kindern beim Impfen zu beachten?

    Dr. Melichar: Bei einer nachgewiesenen Allergie auf einen der Inhaltsstoffe oder einer Reaktion auf die letzte Impfung ist Vorsicht geboten. Dies gilt v.a. für die Allergie auf Hühnereiweiß bei einer Grippe- oder Gelbfieberimpfung. Nicht zu verwechseln sind echte allergische Reaktionen mit der normalen Impfreaktion, also einem Temperaturanstieg nach ca. drei Tagen (bei Totimpfstoffen) oder 7-10 Tagen (bei Lebendimpfungen). Dies ist die normale und erwünschte Auseinandersetzung des Immunsystems mit dem Impfstoff. Echte Allergien dagegen bestehen nur sehr selten, und auch dann kann unter klinischer Überwachung trotzdem geimpft werden und die Kinder können so geschützt werden.



    babyclub.de: Kann es sein, dass Allergien durch das Impfen ausgelöst bzw. verstärkt werden?

    Dr. Melichar: Falls nicht eine echte Allergie schon vorher besteht (s.o.) ist eher das Gegenteil der Fall: Eine frühzeitige Auseinandersetzung des Immunsystems mit leichten Infektionen, zu denen auch die Impfungen zählen, scheint einen schützenden Effekt vor Allergien zu haben. Kinder die unter übertriebener Hygiene aufwachsen, leiden häufiger unter Allergien. Auch Personen, die früher Impfungen gegen Pocken oder Tuberkulose (BCG) erhalten haben (die heute nicht mehr verwendet werden), haben weniger Allergien als nicht Geimpfte.



    babyclub.de: Seit 2004 empfiehlt die STIKO auch die Impfung gegen Windpocken. Dabei wird argumentiert, dass die Krankheit nicht so ungefährlich sei wie bisher angenommen. Impfgegner verweisen auf die teilweise stark auftretenden Nebenwirkungen. Was sagen Sie zur Windpocken-Impfung?

    Dr. Melichar: Kinder zwischen dem 1. und 10. Lebensjahr haben in der Tat nur selten schwere Komplikationen durch die Windpocken. Anders sieht es für Jugendliche und Erwachsene aus, die teilweise sehr schwer erkranken, wie auch ältere Menschen und Menschen mit Immunschwäche und Schwangere. Diese, sowie Babys die sich im Mutterleib anstecken, sind durch die Erkrankung lebensbedrohlich gefährdet. Durch eine hohe Impfrate könnte für diese Menschen das Risiko verringert und theoretisch der Erreger ausrottet werden. Möglicherweise sind im höheren Alter Erkrankungen mit Gürtelrose bei Geimpften seltener. Ein möglichst hoher Prozentsatz der Kinder müsste die Windpocken-Impfung erhalten, am besten durch eine Kombination mit Masern-Mumps-Röteln. Ansonsten kommt es zu einer Verschiebung des Ansteckungsalters ins Jugendalter mit höheren Komplikationen. Zu den Nebenwirkungen: Die Windpocken-Impfung ist seit 1996 in den USA empfohlen und wird gut vertragen. In 2-10% kommt es zu Symptomen, die abgeschwächten Windpocken entsprechen. Die Nebenwirkungsrate ist 5/10000 also 0,05%. Vor der Impfung starben jedoch bis zu 100 Menschen pro Jahr in den USA an den Folgen einer Windpockenerkrankung.



    babyclub.de: Gibt es Fälle, in denen Kinder nicht geimpft werden sollten?

    Dr. Melichar: Kinder und Erwachsene mit schwerer Immunschwäche dürfen keine Lebendimpfungen bekommen. Das sind heutzutage nur noch die Gelbfieberimpfung sowie die Masern-Mumps-Röteln- und die Windpockenimpfung. Bei leichten Immundefekten können die beiden Letzteren häufig dennoch geimpft werden. Von Totimpfstoffen (z.B. Sechsfach-Impfung) geht keine Gefahr aus, im ungünstigsten Fall besteht kein Impfschutz. Menschen mit schweren allergischen Reaktionen auf Inhaltstoffe (s.o.) müssen unter besonderer Überwachung geimpft werden. Hochfieberhafte Infektionen mit Fieber höher als 39°C sind ein häufiger Hindernisgrund für eine Impfung. Sie sollte rasch nach dem Infekt nachgeholt werden. Was wenig bekannt ist: Die häufigen, leichten Infekte mit Fieber bis 38,5°C sind kein Hindernisgrund für eine Impfung.



    Wir bedanken uns sehr herzlich für das Interview!
  • Pretty Girls Make Graves 15. Juli 2005, 22:05


    IMPFEN
    Aspekte für eine individuelle Impfentscheidung







    Die anthroposophische Kinderärztin Dr. med. Michaela Glöckler empfiehlt Eltern, folgende Gesichtspunkte für die individuelle Impfentscheidung zu berücksichtigen:

    Das Ereignis Impfung kann als Auslöser oder Verstärker für andere Krankheiten wirken, die sonst stumm oder milder verlaufen wären. Dasselbe kann unvorhergesehen auch durch Schreck, Unfall oder zuvor durchgemachte Krankheiten geschehen.

    Oft tritt die Frage nach der Überforderung des Immunsystems durch die immer größer werdende Zahl der Komponenten eines Mehrfachiimpfstoffes auf - zusammen mit den Begleitstoffen, die auf diesem Wege sonst nicht in den Körper gelangen. Die Antwort, dass alle diese Impfungen sicher und wirksam seien, entkräftet diese Frage nicht.-

    Die Beeinflusssung des Immunsystems durch Impfungen zur Entwicklung von Allergien oder Autoimmunerkrankungen lässt sich schwer nachweisen oder widerlegen, keinesfalls ber im Rahmen der obligatorisch durchgeführten Einführungsstudien erkennen. -

    Das mit einer Impfung verbundene seelische Trauma ist besonders bei Kindern ohne familiäre Geborgenheit zu beobachten.- Eine gesteigerte Angst vor Krankheiten findet sich unter Umständen gerade bei Eltern planmäßig geimpfter Kinder infolge mangelnder Erfahrung der Selbstheilungskräfte ihres Kindes.
  • Pretty Girls Make Graves 15. Juli 2005, 22:05


    IMPFEN
    Die einzelnen Krankheiten und Schutzimpfungen







    1. Wundstarrkrampf (Tetanus)

    Wundstarrkrampf-Bakterien gelangen durch verschmutzte und tiefe Wunden in den Körper. Dazu zählen beispielsweise Splitterverletzungen, Bisswunden oder Insektenstiche. Wenn der Körper vom Erreger befallen ist, verkrampft die gesamte Muskulatur. Die Erkrankung ist lebensgefährlich. Die Empfehlung der STIKO lautet, im dritten Lebensmonat mit der Impfung zu beginnen, und diese nach je einem Monat zweimal zu wiederholen. Eine weitere Impfung ist dann zwischen dem 12. und 15. Monat vorgesehen. Nach fünf Jahren wird diese Impfung dann aufgefrischt. Selbst impfkritische Ärzte empfehlen diese Impfung, vertreten jedoch häufig die Meinung, dass die erste Impfung später erfolgen kann, da das Risiko, im ersten Lebensjahr an einem Wundstarrkrampf zu erkranken, sehr gering sei. Die babyclub.de Fachautorin Michaela Glöckler sagt dazu: „Wir empfehlen die Impfung erst mit einem Jahr, beginnend mit der sechsten Vorsorgeuntersuchung, und nicht, wie sonst üblich, im dritten Monat. Wir tun dies, weil die Kinder mit einem Jahr körperlich wesentlich stabiler sind. Außerdem sind Impfreaktionen beim Säugling schwerer zu erkennen.“

    2. Diphterie

    Diphterie bewirkt eine oft tödliche Halsentzündung, die in Deutschland nur noch äußerst selten auftritt, in osteuropäischen Ländern in den letzten Jahren jedoch wieder häufiger aufgetreten ist. Die STIKO empfiehlt die Diphterie-Impfung gemeinsam mit der Wundstarrkrampf-Impfung im dritten Lebensmonat durchzuführen. Nach 4-6 Wochen erfolgt die zweite Impfung und nach weitern 6-12 Monaten die dritte Impfung. Der Impfschutz beträgt dann etwa fünf Jahre. Komplikationen bei der Impfung treten nur selten auf. Eltern, die ihr Kind nicht so früh impfen möchten, können die Diphterie-Impfung auch erst zu einem späteren Zeitpunkt durchführen lassen. Dies sollte in Absprache mit dem Kinderarzt erfolgen, denn zu manchen Zeitpunkten sind Epidemien aus osteuropäischen Ländern häufiger zu beobachten. Dann kann eine vorzeitige Impfung sinnvoll sein. Die anthroposophische Kinderärztin Michaela Glöckler empfiehlt ihren Patienten „in epidemiefreier Zeit bei den Kindern, deren Eltern die Diphterieimpfung wünschen, diese erst mit einem Jahr durchzuführen.“

    3. Hib (Haemophilus influenzae)

    Haemophilus influenzae Typ b-Bakterien sind Eitererreger, die im Kindesalter Hirnhautentzündung und Kehldeckelentzündung auslösen können. Da Kinder unter 18 Monaten am meisten gefährdet sind, rät die STIKO zu einer Frühimpfung und empfiehlt die Hib-Impfung im Rahmen einer Sechsfachimpfung (mit Tetanus, Diphterie, Keuchhusten, Hepatititis B und Polio) im dritten Lebensmonat. Für Eltern, die diese Sechsfachimpfung ablehnen, gibt es auch einen Einzelimpfstoff. Den Zeitpunkt für diese Einzelimpfung legt der Kinderarzt fest. Eltern, die nur das allernötigste impfen lassen wollen, rät die naturheilkundlich orientierte Kinderärztin Dr. Gisela Brehmer zu einer Hib-Impfung im sechsten Lebensmonat, die nach zwei Monaten aufgefrischt werden muss. Die anthroposophische Ärztin Dr. Michaela Glöckler gibt keine allgemeine Empfehlung und rät den Eltern zu einer individuellen Entscheidung auf der Basis "ihrer nach breiter Information gewonnenen allgemeinen Einstellung zu den künstlichen Immunisierungen."

    4. Keuchhusten

    Keuchhusten äußert sich durch kurze, schwere Husten-Attacken, vorzugsweise in der Nacht. Die Krankheit ist für Kinder immer unangenehm, richtig gefährlich ist sie aber nur für Säuglinge bis zu einem halben Jahr. Die STIKO empfiehlt die erste Impfung mit drei Monaten. Um eine Grundimmunisierung zu erreichen, müssen jedoch die Folgeimpfungen im vierten und fünften Monat abgewartet werden. Dann ist der Säugling bereits sechs Monate alt und eine Keuchhusten-Erkrankung kaum noch gefährlich. Eltern von gesunden Kindern müssen abwägen, ob sie dem Kind eine eventuelle Erkrankung mit Husten-Anfällen ersparen möchten bzw. wie hoch das Ansteckungsrisiko des Kindes ist. Was rät die babyclub.de Fachautorin? „Die eigentlich zu schützende Gruppe sind die frühgeborenen und jungen Säuglinge bis zum Alter von drei bis sechs Monaten. Diese können durch die Impfung nicht erreicht werden“, so Michaela Glöckler. „Die Impfung kann bei bestimmten Lungen- und Herzkrankheiten als sinnvoll angesehen werden – oder auch aus sozialer Indikation (enge Wohnverhältnisse mit vielen Kindern).“

    5. Polio (Kinderlähmung)

    Kinderlähmung kommt in Europa so gut wie gar nicht mehr vor. Deshalb gibt es in Deutschland keine Schluckimpfung mehr (darin ist der Lebendimpfstoff enthalten), sondern eine gespritzte Totimpfung. Diese Impfung soll ein Wiederaufleben der Krankheit verhindern. Nach der Empfehlung der STIKO soll diese Impfung im Rahmen der Sechsfachimpfung im dritten Monat erfolgen. Wenn Eltern ihr Kind erst später impfen lassen wollen, gibt es Einzelimpfstoffe oder als Präparat für eine Dreifachimpfung in Kombination mit Tetanus und Diphterie. Diese kann dann z.B. mit einem Jahr durchgeführt werden. Ähnlich berät auch Dr. Michaela Glöckler die Eltern, die in ihre Praxis kommen. „Werden wir von den Eltern um Entscheidungshilfe gebeten, so raten wir ihnen zur vorsorglichen Wundstarrkrampf- und Diphterie-Iimpfung etwa ab dem 12., manchmal auch ab dem 9. Lebensmonat, meistenteils auch zur Kinderlähmungsimpfung.“

    6. Hepatitis B

    Hepatitis B ist eine Form der Gelbsucht, die über Körperflüssigkeiten übertragen werden kann, allerdings nur, wenn das Virus direkt in eine blutende Wunde gerät. Die Krankheit tritt am häufisten bei jungen Erwachsenen auf. Die STIKO-Empfehlung lautet, diese Impfung im Rahmen der Sechsfachimpfung im dritten Monat zu beginnen. Impfkritiker betonen, dass eine Ansteckung von Säuglingen sehr unwahrscheinlich ist und diese durch den Impfstoff unnötig belastet würden. Sie empfehlen deshalb, Kinder erst kurz vor der Pubertät zu impfen. Als Ausnahme gelten Neugeborene, deren Mutter an Hepatitis B leidet. In solchen Fällen werden die Kinder sofort nach der Geburt aktiv und passiv immunisiert. Die anthroposophische Kinderärztin Michaela Glöckler meint dazu: „Die STIKO erhofft sich durch die erweiterte Impfempfehlung auf lange Sicht die Ausrottung der Hepatitis B. Dazu müssten allerdings über 90 Prozent der Bevölkerung geimpft werden, was kaum realistisch ist. Auch sind die zwar seltenen, aber schweren Nebenwirkungen zu bedenken. Für die ganz Kleinen ist es ein Impffaktor mehr, und das in einem Alter, in dem sie ihr Immunsystem normalerweise gegenüber der Außenwelt aufbauen und nicht gegen Substanzen, die plötzlich – als Inhalt der Impfampulle – in ihren Muskeln auftauchen. Außerdem ist das Risiko, im Kleinkindalter zu erkranken, in Mitteleuropa sehr gering. Selbstverständlich versuchen wir ein Neugeborenes, dessen Mutter Hepatitis B ansteckend ist, vor dieser Krankheit durch passive und aktive Impfung zu schützen. Ansonsten sind wir mit dieser Impfung im Säuglings- und Kindesalter zurückhaltend, wenn kein besonderes Risiko vorliegt.“

    7. Masern

    Eine Masernerkrankung kann in seltenen Fällen zu Hirnentzündung führen (Wahrscheinlichkeit 1:15.000), diese führt wiederum nur in jedem dritten Fall zu bleibenden Schädigungen. Ab dem zehnten Lebensjahr kann die Masernerkrankung einen schwereren Verlauf nehmen. Die STIKO empfiehlt eine kombinierte Masern-Mumps-Röteln-Impfung zwischen dem vollendeten 11. und dem 14. Monat. Wenn in diesem Alter geimpft wird, muss die Impfung zwei Monate später aufgefrischt werden. In der Regel verkraften Kinder bis zu zehn Jahren eine Masernerkrankung gut, sofern keine anderen Risikofaktoren vorliegen. Deshalb sollten Eltern mit Ihrem Kinderarzt abklären, ob eine frühe Impfung im ersten Lebensjahr notwendig ist. Wenn Eltern sich dazu entschließen, Ihr Baby nicht zu impfen, sollten sie dies jedoch zwischen neun und zwölf Jahren erneut abwägen. Die Meinung der babyclub.de Fachautorin Michaela Glöckler: „Uns erscheint eine elterliche Entscheidung, nicht gegen Masern zu impfen, meistens vertretbar und wir können diese Entscheidung stützen. Andererseits wird die Tatsache der Impfmöglichkeit im Einzelfall und bei Vorliegen besonderer Risiken dankbar benutzt. Im Schulalter sollte zwischen neun und zwölf Jahren die Frage der Impfung beim nicht geimpften und bisher nicht erkrankten Kind dann noch mal erwogen werden, da die Risiken bei der Erkrankung im späteren Alter zunehmen.“

    8. Röteln

    Eine Röteln-Erkrankung bei schwangeren Frauen führt häufig zu schweren Missbildungen des Embryos. Eine Röteln-Impfung soll Mädchen im Hinblick auf eine zukünftige Schwangerschaft immunisieren. Die STIKO empfiehlt eine Rötelnimpfung in Kombination mit der Masern- und Mumpsimpfung, auch im Hinblick auf die angestrebte Ausrottung der Krankheit. Eine Rötelnerkrankung stellt keine Gefahr für Kinder dar. Deshalb entschließen sich viele Eltern dazu, ihre Kinder die Krankheit durchmachen zu lassen. Die durch die Krankheit erworbene Röteln-Immunisierung ist zudem effektiver und andauernder als die Immunisierung durch eine Impfung. Bei ungeimpften Mädchen sollte mit 12 Jahren einen Bluttest auf Röteln-Abwehrstoffe durchgeführt werden. Bei fehlenden bzw. zu wenigen Antikörpern kann in Absprache mit dem Arzt dann eine Impfung erfolgen. Ähnlich ist die Meinung der anthroposophischen Kinderärztin Dr. Michaela Glöckler: „Die Rötelnimpfung wird bei allen Mädchen in der Pubertät empfohlen, teilweise aber erst nach negativ ausfallender Antikörperbestimmung.“

    9. Mumps

    Mumps ist eine fieberhafte Viruserkrankung und kann bei Jungen nach der Pubertät eine Hodenentzündung auslösen, die zur Unfruchtbarkeit führen kann. Die Impfempfehlung der STIKO ist dieselbe wie bei Masern und Röteln, also im Rahmen einer Kombi-Impfung im 12. Lebensmonat. Wenn Eltern ihr Kleinkind nicht impfen wollen, können sie bei Jungen warten, bis sie 12 Jahre alt sind und einen Bluttest machen lassen. Die meisten Ärzte raten dann zu einer Impfung, wenn bis dato noch kein Mumps durchgemacht wurde. Die anthroposophische Ärztin Michaela Glöckler sagt dazu: „Die allgemeine Empfehlung der Impfung halten wir für verfehlt. Bei der gegenwärtigen Impfstrategie wird mit Sicherheit der früher hohe Immunisierungsgrad im Erwachsenenalter nicht mehr erreicht. Es ist wiederum ziemlich schwierig, das tatsächliche Risiko einer Hodenentzündung ohne und mit Impfung abzuschätzen. Abgesehen von Epidemieunterschieden in Schwere der Erkrankungen und Empfänglichkeit, müsste nach dem gegenwärtig Bekannten folgende Überlegung angestellt werden: Nehmen wir an, für ein eineinhalbjähriges Kind tritt die Frage der Mumpsimpfung auf. In den meisten Fällen durfte bis zur Einführung der Impfung mit einer Ansteckung in den Kindheitsjahren bis zum fünfzehnten Lebensjahr gerechnet werden. 70 – 90 Prozent der Erwachsenen haben Antikörper und waren vor der Impfära gefeit. Nehmen wir an, das Kind gehöre nicht zu diesen und würde seine Mumpsempfänglichkeit als Erwachsener beibehalten, so tritt wieder die Frage auf, ob dieser bei einer Wildvirusansteckung tatsächlich erkranken oder sich nur still feien würde. Im Erkrankungsfall würde in 10 – 14 Prozent mit einer einseitigen Hodenentzündung zu rechnen sein. Von diesen Hodenentzündungen würde dann wiederum etwa ein Drittel zur einseitigen Funktionslosigkeit führen. Genaueres kann auch der Mediziner gegenwärtig nicht sagen. Der Laie sollte dieses für die Impf-Entscheidung wissen, weil die einfache Aussage ‚Der Mumps kann eine Hodenentzündung mit bleibender Unfruchtbarkeit verursachen’ das tatsächliche Risiko nicht zutreffend charakterisiert.“
  • Pretty Girls Make Graves 15. Juli 2005, 22:05


    IMPFEN
    Die einzelnen Krankheiten und Schutzimpfungen







    1. Wundstarrkrampf (Tetanus)

    Wundstarrkrampf-Bakterien gelangen durch verschmutzte und tiefe Wunden in den Körper. Dazu zählen beispielsweise Splitterverletzungen, Bisswunden oder Insektenstiche. Wenn der Körper vom Erreger befallen ist, verkrampft die gesamte Muskulatur. Die Erkrankung ist lebensgefährlich. Die Empfehlung der STIKO lautet, im dritten Lebensmonat mit der Impfung zu beginnen, und diese nach je einem Monat zweimal zu wiederholen. Eine weitere Impfung ist dann zwischen dem 12. und 15. Monat vorgesehen. Nach fünf Jahren wird diese Impfung dann aufgefrischt. Selbst impfkritische Ärzte empfehlen diese Impfung, vertreten jedoch häufig die Meinung, dass die erste Impfung später erfolgen kann, da das Risiko, im ersten Lebensjahr an einem Wundstarrkrampf zu erkranken, sehr gering sei. Die babyclub.de Fachautorin Michaela Glöckler sagt dazu: „Wir empfehlen die Impfung erst mit einem Jahr, beginnend mit der sechsten Vorsorgeuntersuchung, und nicht, wie sonst üblich, im dritten Monat. Wir tun dies, weil die Kinder mit einem Jahr körperlich wesentlich stabiler sind. Außerdem sind Impfreaktionen beim Säugling schwerer zu erkennen.“

    2. Diphterie

    Diphterie bewirkt eine oft tödliche Halsentzündung, die in Deutschland nur noch äußerst selten auftritt, in osteuropäischen Ländern in den letzten Jahren jedoch wieder häufiger aufgetreten ist. Die STIKO empfiehlt die Diphterie-Impfung gemeinsam mit der Wundstarrkrampf-Impfung im dritten Lebensmonat durchzuführen. Nach 4-6 Wochen erfolgt die zweite Impfung und nach weitern 6-12 Monaten die dritte Impfung. Der Impfschutz beträgt dann etwa fünf Jahre. Komplikationen bei der Impfung treten nur selten auf. Eltern, die ihr Kind nicht so früh impfen möchten, können die Diphterie-Impfung auch erst zu einem späteren Zeitpunkt durchführen lassen. Dies sollte in Absprache mit dem Kinderarzt erfolgen, denn zu manchen Zeitpunkten sind Epidemien aus osteuropäischen Ländern häufiger zu beobachten. Dann kann eine vorzeitige Impfung sinnvoll sein. Die anthroposophische Kinderärztin Michaela Glöckler empfiehlt ihren Patienten „in epidemiefreier Zeit bei den Kindern, deren Eltern die Diphterieimpfung wünschen, diese erst mit einem Jahr durchzuführen.“

    3. Hib (Haemophilus influenzae)

    Haemophilus influenzae Typ b-Bakterien sind Eitererreger, die im Kindesalter Hirnhautentzündung und Kehldeckelentzündung auslösen können. Da Kinder unter 18 Monaten am meisten gefährdet sind, rät die STIKO zu einer Frühimpfung und empfiehlt die Hib-Impfung im Rahmen einer Sechsfachimpfung (mit Tetanus, Diphterie, Keuchhusten, Hepatititis B und Polio) im dritten Lebensmonat. Für Eltern, die diese Sechsfachimpfung ablehnen, gibt es auch einen Einzelimpfstoff. Den Zeitpunkt für diese Einzelimpfung legt der Kinderarzt fest. Eltern, die nur das allernötigste impfen lassen wollen, rät die naturheilkundlich orientierte Kinderärztin Dr. Gisela Brehmer zu einer Hib-Impfung im sechsten Lebensmonat, die nach zwei Monaten aufgefrischt werden muss. Die anthroposophische Ärztin Dr. Michaela Glöckler gibt keine allgemeine Empfehlung und rät den Eltern zu einer individuellen Entscheidung auf der Basis "ihrer nach breiter Information gewonnenen allgemeinen Einstellung zu den künstlichen Immunisierungen."

    4. Keuchhusten

    Keuchhusten äußert sich durch kurze, schwere Husten-Attacken, vorzugsweise in der Nacht. Die Krankheit ist für Kinder immer unangenehm, richtig gefährlich ist sie aber nur für Säuglinge bis zu einem halben Jahr. Die STIKO empfiehlt die erste Impfung mit drei Monaten. Um eine Grundimmunisierung zu erreichen, müssen jedoch die Folgeimpfungen im vierten und fünften Monat abgewartet werden. Dann ist der Säugling bereits sechs Monate alt und eine Keuchhusten-Erkrankung kaum noch gefährlich. Eltern von gesunden Kindern müssen abwägen, ob sie dem Kind eine eventuelle Erkrankung mit Husten-Anfällen ersparen möchten bzw. wie hoch das Ansteckungsrisiko des Kindes ist. Was rät die babyclub.de Fachautorin? „Die eigentlich zu schützende Gruppe sind die frühgeborenen und jungen Säuglinge bis zum Alter von drei bis sechs Monaten. Diese können durch die Impfung nicht erreicht werden“, so Michaela Glöckler. „Die Impfung kann bei bestimmten Lungen- und Herzkrankheiten als sinnvoll angesehen werden – oder auch aus sozialer Indikation (enge Wohnverhältnisse mit vielen Kindern).“

    5. Polio (Kinderlähmung)

    Kinderlähmung kommt in Europa so gut wie gar nicht mehr vor. Deshalb gibt es in Deutschland keine Schluckimpfung mehr (darin ist der Lebendimpfstoff enthalten), sondern eine gespritzte Totimpfung. Diese Impfung soll ein Wiederaufleben der Krankheit verhindern. Nach der Empfehlung der STIKO soll diese Impfung im Rahmen der Sechsfachimpfung im dritten Monat erfolgen. Wenn Eltern ihr Kind erst später impfen lassen wollen, gibt es Einzelimpfstoffe oder als Präparat für eine Dreifachimpfung in Kombination mit Tetanus und Diphterie. Diese kann dann z.B. mit einem Jahr durchgeführt werden. Ähnlich berät auch Dr. Michaela Glöckler die Eltern, die in ihre Praxis kommen. „Werden wir von den Eltern um Entscheidungshilfe gebeten, so raten wir ihnen zur vorsorglichen Wundstarrkrampf- und Diphterie-Iimpfung etwa ab dem 12., manchmal auch ab dem 9. Lebensmonat, meistenteils auch zur Kinderlähmungsimpfung.“

    6. Hepatitis B

    Hepatitis B ist eine Form der Gelbsucht, die über Körperflüssigkeiten übertragen werden kann, allerdings nur, wenn das Virus direkt in eine blutende Wunde gerät. Die Krankheit tritt am häufisten bei jungen Erwachsenen auf. Die STIKO-Empfehlung lautet, diese Impfung im Rahmen der Sechsfachimpfung im dritten Monat zu beginnen. Impfkritiker betonen, dass eine Ansteckung von Säuglingen sehr unwahrscheinlich ist und diese durch den Impfstoff unnötig belastet würden. Sie empfehlen deshalb, Kinder erst kurz vor der Pubertät zu impfen. Als Ausnahme gelten Neugeborene, deren Mutter an Hepatitis B leidet. In solchen Fällen werden die Kinder sofort nach der Geburt aktiv und passiv immunisiert. Die anthroposophische Kinderärztin Michaela Glöckler meint dazu: „Die STIKO erhofft sich durch die erweiterte Impfempfehlung auf lange Sicht die Ausrottung der Hepatitis B. Dazu müssten allerdings über 90 Prozent der Bevölkerung geimpft werden, was kaum realistisch ist. Auch sind die zwar seltenen, aber schweren Nebenwirkungen zu bedenken. Für die ganz Kleinen ist es ein Impffaktor mehr, und das in einem Alter, in dem sie ihr Immunsystem normalerweise gegenüber der Außenwelt aufbauen und nicht gegen Substanzen, die plötzlich – als Inhalt der Impfampulle – in ihren Muskeln auftauchen. Außerdem ist das Risiko, im Kleinkindalter zu erkranken, in Mitteleuropa sehr gering. Selbstverständlich versuchen wir ein Neugeborenes, dessen Mutter Hepatitis B ansteckend ist, vor dieser Krankheit durch passive und aktive Impfung zu schützen. Ansonsten sind wir mit dieser Impfung im Säuglings- und Kindesalter zurückhaltend, wenn kein besonderes Risiko vorliegt.“

    7. Masern

    Eine Masernerkrankung kann in seltenen Fällen zu Hirnentzündung führen (Wahrscheinlichkeit 1:15.000), diese führt wiederum nur in jedem dritten Fall zu bleibenden Schädigungen. Ab dem zehnten Lebensjahr kann die Masernerkrankung einen schwereren Verlauf nehmen. Die STIKO empfiehlt eine kombinierte Masern-Mumps-Röteln-Impfung zwischen dem vollendeten 11. und dem 14. Monat. Wenn in diesem Alter geimpft wird, muss die Impfung zwei Monate später aufgefrischt werden. In der Regel verkraften Kinder bis zu zehn Jahren eine Masernerkrankung gut, sofern keine anderen Risikofaktoren vorliegen. Deshalb sollten Eltern mit Ihrem Kinderarzt abklären, ob eine frühe Impfung im ersten Lebensjahr notwendig ist. Wenn Eltern sich dazu entschließen, Ihr Baby nicht zu impfen, sollten sie dies jedoch zwischen neun und zwölf Jahren erneut abwägen. Die Meinung der babyclub.de Fachautorin Michaela Glöckler: „Uns erscheint eine elterliche Entscheidung, nicht gegen Masern zu impfen, meistens vertretbar und wir können diese Entscheidung stützen. Andererseits wird die Tatsache der Impfmöglichkeit im Einzelfall und bei Vorliegen besonderer Risiken dankbar benutzt. Im Schulalter sollte zwischen neun und zwölf Jahren die Frage der Impfung beim nicht geimpften und bisher nicht erkrankten Kind dann noch mal erwogen werden, da die Risiken bei der Erkrankung im späteren Alter zunehmen.“

    8. Röteln

    Eine Röteln-Erkrankung bei schwangeren Frauen führt häufig zu schweren Missbildungen des Embryos. Eine Röteln-Impfung soll Mädchen im Hinblick auf eine zukünftige Schwangerschaft immunisieren. Die STIKO empfiehlt eine Rötelnimpfung in Kombination mit der Masern- und Mumpsimpfung, auch im Hinblick auf die angestrebte Ausrottung der Krankheit. Eine Rötelnerkrankung stellt keine Gefahr für Kinder dar. Deshalb entschließen sich viele Eltern dazu, ihre Kinder die Krankheit durchmachen zu lassen. Die durch die Krankheit erworbene Röteln-Immunisierung ist zudem effektiver und andauernder als die Immunisierung durch eine Impfung. Bei ungeimpften Mädchen sollte mit 12 Jahren einen Bluttest auf Röteln-Abwehrstoffe durchgeführt werden. Bei fehlenden bzw. zu wenigen Antikörpern kann in Absprache mit dem Arzt dann eine Impfung erfolgen. Ähnlich ist die Meinung der anthroposophischen Kinderärztin Dr. Michaela Glöckler: „Die Rötelnimpfung wird bei allen Mädchen in der Pubertät empfohlen, teilweise aber erst nach negativ ausfallender Antikörperbestimmung.“

    9. Mumps

    Mumps ist eine fieberhafte Viruserkrankung und kann bei Jungen nach der Pubertät eine Hodenentzündung auslösen, die zur Unfruchtbarkeit führen kann. Die Impfempfehlung der STIKO ist dieselbe wie bei Masern und Röteln, also im Rahmen einer Kombi-Impfung im 12. Lebensmonat. Wenn Eltern ihr Kleinkind nicht impfen wollen, können sie bei Jungen warten, bis sie 12 Jahre alt sind und einen Bluttest machen lassen. Die meisten Ärzte raten dann zu einer Impfung, wenn bis dato noch kein Mumps durchgemacht wurde. Die anthroposophische Ärztin Michaela Glöckler sagt dazu: „Die allgemeine Empfehlung der Impfung halten wir für verfehlt. Bei der gegenwärtigen Impfstrategie wird mit Sicherheit der früher hohe Immunisierungsgrad im Erwachsenenalter nicht mehr erreicht. Es ist wiederum ziemlich schwierig, das tatsächliche Risiko einer Hodenentzündung ohne und mit Impfung abzuschätzen. Abgesehen von Epidemieunterschieden in Schwere der Erkrankungen und Empfänglichkeit, müsste nach dem gegenwärtig Bekannten folgende Überlegung angestellt werden: Nehmen wir an, für ein eineinhalbjähriges Kind tritt die Frage der Mumpsimpfung auf. In den meisten Fällen durfte bis zur Einführung der Impfung mit einer Ansteckung in den Kindheitsjahren bis zum fünfzehnten Lebensjahr gerechnet werden. 70 – 90 Prozent der Erwachsenen haben Antikörper und waren vor der Impfära gefeit. Nehmen wir an, das Kind gehöre nicht zu diesen und würde seine Mumpsempfänglichkeit als Erwachsener beibehalten, so tritt wieder die Frage auf, ob dieser bei einer Wildvirusansteckung tatsächlich erkranken oder sich nur still feien würde. Im Erkrankungsfall würde in 10 – 14 Prozent mit einer einseitigen Hodenentzündung zu rechnen sein. Von diesen Hodenentzündungen würde dann wiederum etwa ein Drittel zur einseitigen Funktionslosigkeit führen. Genaueres kann auch der Mediziner gegenwärtig nicht sagen. Der Laie sollte dieses für die Impf-Entscheidung wissen, weil die einfache Aussage ‚Der Mumps kann eine Hodenentzündung mit bleibender Unfruchtbarkeit verursachen’ das tatsächliche Risiko nicht zutreffend charakterisiert.“
  • Pretty Girls Make Graves 15. Juli 2005, 22:04


    IMPFEN
    Die einzelnen Krankheiten und Schutzimpfungen







    1. Wundstarrkrampf (Tetanus)

    Wundstarrkrampf-Bakterien gelangen durch verschmutzte und tiefe Wunden in den Körper. Dazu zählen beispielsweise Splitterverletzungen, Bisswunden oder Insektenstiche. Wenn der Körper vom Erreger befallen ist, verkrampft die gesamte Muskulatur. Die Erkrankung ist lebensgefährlich. Die Empfehlung der STIKO lautet, im dritten Lebensmonat mit der Impfung zu beginnen, und diese nach je einem Monat zweimal zu wiederholen. Eine weitere Impfung ist dann zwischen dem 12. und 15. Monat vorgesehen. Nach fünf Jahren wird diese Impfung dann aufgefrischt. Selbst impfkritische Ärzte empfehlen diese Impfung, vertreten jedoch häufig die Meinung, dass die erste Impfung später erfolgen kann, da das Risiko, im ersten Lebensjahr an einem Wundstarrkrampf zu erkranken, sehr gering sei. Die babyclub.de Fachautorin Michaela Glöckler sagt dazu: „Wir empfehlen die Impfung erst mit einem Jahr, beginnend mit der sechsten Vorsorgeuntersuchung, und nicht, wie sonst üblich, im dritten Monat. Wir tun dies, weil die Kinder mit einem Jahr körperlich wesentlich stabiler sind. Außerdem sind Impfreaktionen beim Säugling schwerer zu erkennen.“

    2. Diphterie

    Diphterie bewirkt eine oft tödliche Halsentzündung, die in Deutschland nur noch äußerst selten auftritt, in osteuropäischen Ländern in den letzten Jahren jedoch wieder häufiger aufgetreten ist. Die STIKO empfiehlt die Diphterie-Impfung gemeinsam mit der Wundstarrkrampf-Impfung im dritten Lebensmonat durchzuführen. Nach 4-6 Wochen erfolgt die zweite Impfung und nach weitern 6-12 Monaten die dritte Impfung. Der Impfschutz beträgt dann etwa fünf Jahre. Komplikationen bei der Impfung treten nur selten auf. Eltern, die ihr Kind nicht so früh impfen möchten, können die Diphterie-Impfung auch erst zu einem späteren Zeitpunkt durchführen lassen. Dies sollte in Absprache mit dem Kinderarzt erfolgen, denn zu manchen Zeitpunkten sind Epidemien aus osteuropäischen Ländern häufiger zu beobachten. Dann kann eine vorzeitige Impfung sinnvoll sein. Die anthroposophische Kinderärztin Michaela Glöckler empfiehlt ihren Patienten „in epidemiefreier Zeit bei den Kindern, deren Eltern die Diphterieimpfung wünschen, diese erst mit einem Jahr durchzuführen.“

    3. Hib (Haemophilus influenzae)

    Haemophilus influenzae Typ b-Bakterien sind Eitererreger, die im Kindesalter Hirnhautentzündung und Kehldeckelentzündung auslösen können. Da Kinder unter 18 Monaten am meisten gefährdet sind, rät die STIKO zu einer Frühimpfung und empfiehlt die Hib-Impfung im Rahmen einer Sechsfachimpfung (mit Tetanus, Diphterie, Keuchhusten, Hepatititis B und Polio) im dritten Lebensmonat. Für Eltern, die diese Sechsfachimpfung ablehnen, gibt es auch einen Einzelimpfstoff. Den Zeitpunkt für diese Einzelimpfung legt der Kinderarzt fest. Eltern, die nur das allernötigste impfen lassen wollen, rät die naturheilkundlich orientierte Kinderärztin Dr. Gisela Brehmer zu einer Hib-Impfung im sechsten Lebensmonat, die nach zwei Monaten aufgefrischt werden muss. Die anthroposophische Ärztin Dr. Michaela Glöckler gibt keine allgemeine Empfehlung und rät den Eltern zu einer individuellen Entscheidung auf der Basis "ihrer nach breiter Information gewonnenen allgemeinen Einstellung zu den künstlichen Immunisierungen."

    4. Keuchhusten

    Keuchhusten äußert sich durch kurze, schwere Husten-Attacken, vorzugsweise in der Nacht. Die Krankheit ist für Kinder immer unangenehm, richtig gefährlich ist sie aber nur für Säuglinge bis zu einem halben Jahr. Die STIKO empfiehlt die erste Impfung mit drei Monaten. Um eine Grundimmunisierung zu erreichen, müssen jedoch die Folgeimpfungen im vierten und fünften Monat abgewartet werden. Dann ist der Säugling bereits sechs Monate alt und eine Keuchhusten-Erkrankung kaum noch gefährlich. Eltern von gesunden Kindern müssen abwägen, ob sie dem Kind eine eventuelle Erkrankung mit Husten-Anfällen ersparen möchten bzw. wie hoch das Ansteckungsrisiko des Kindes ist. Was rät die babyclub.de Fachautorin? „Die eigentlich zu schützende Gruppe sind die frühgeborenen und jungen Säuglinge bis zum Alter von drei bis sechs Monaten. Diese können durch die Impfung nicht erreicht werden“, so Michaela Glöckler. „Die Impfung kann bei bestimmten Lungen- und Herzkrankheiten als sinnvoll angesehen werden – oder auch aus sozialer Indikation (enge Wohnverhältnisse mit vielen Kindern).“

    5. Polio (Kinderlähmung)

    Kinderlähmung kommt in Europa so gut wie gar nicht mehr vor. Deshalb gibt es in Deutschland keine Schluckimpfung mehr (darin ist der Lebendimpfstoff enthalten), sondern eine gespritzte Totimpfung. Diese Impfung soll ein Wiederaufleben der Krankheit verhindern. Nach der Empfehlung der STIKO soll diese Impfung im Rahmen der Sechsfachimpfung im dritten Monat erfolgen. Wenn Eltern ihr Kind erst später impfen lassen wollen, gibt es Einzelimpfstoffe oder als Präparat für eine Dreifachimpfung in Kombination mit Tetanus und Diphterie. Diese kann dann z.B. mit einem Jahr durchgeführt werden. Ähnlich berät auch Dr. Michaela Glöckler die Eltern, die in ihre Praxis kommen. „Werden wir von den Eltern um Entscheidungshilfe gebeten, so raten wir ihnen zur vorsorglichen Wundstarrkrampf- und Diphterie-Iimpfung etwa ab dem 12., manchmal auch ab dem 9. Lebensmonat, meistenteils auch zur Kinderlähmungsimpfung.“

    6. Hepatitis B

    Hepatitis B ist eine Form der Gelbsucht, die über Körperflüssigkeiten übertragen werden kann, allerdings nur, wenn das Virus direkt in eine blutende Wunde gerät. Die Krankheit tritt am häufisten bei jungen Erwachsenen auf. Die STIKO-Empfehlung lautet, diese Impfung im Rahmen der Sechsfachimpfung im dritten Monat zu beginnen. Impfkritiker betonen, dass eine Ansteckung von Säuglingen sehr unwahrscheinlich ist und diese durch den Impfstoff unnötig belastet würden. Sie empfehlen deshalb, Kinder erst kurz vor der Pubertät zu impfen. Als Ausnahme gelten Neugeborene, deren Mutter an Hepatitis B leidet. In solchen Fällen werden die Kinder sofort nach der Geburt aktiv und passiv immunisiert. Die anthroposophische Kinderärztin Michaela Glöckler meint dazu: „Die STIKO erhofft sich durch die erweiterte Impfempfehlung auf lange Sicht die Ausrottung der Hepatitis B. Dazu müssten allerdings über 90 Prozent der Bevölkerung geimpft werden, was kaum realistisch ist. Auch sind die zwar seltenen, aber schweren Nebenwirkungen zu bedenken. Für die ganz Kleinen ist es ein Impffaktor mehr, und das in einem Alter, in dem sie ihr Immunsystem normalerweise gegenüber der Außenwelt aufbauen und nicht gegen Substanzen, die plötzlich – als Inhalt der Impfampulle – in ihren Muskeln auftauchen. Außerdem ist das Risiko, im Kleinkindalter zu erkranken, in Mitteleuropa sehr gering. Selbstverständlich versuchen wir ein Neugeborenes, dessen Mutter Hepatitis B ansteckend ist, vor dieser Krankheit durch passive und aktive Impfung zu schützen. Ansonsten sind wir mit dieser Impfung im Säuglings- und Kindesalter zurückhaltend, wenn kein besonderes Risiko vorliegt.“

    7. Masern

    Eine Masernerkrankung kann in seltenen Fällen zu Hirnentzündung führen (Wahrscheinlichkeit 1:15.000), diese führt wiederum nur in jedem dritten Fall zu bleibenden Schädigungen. Ab dem zehnten Lebensjahr kann die Masernerkrankung einen schwereren Verlauf nehmen. Die STIKO empfiehlt eine kombinierte Masern-Mumps-Röteln-Impfung zwischen dem vollendeten 11. und dem 14. Monat. Wenn in diesem Alter geimpft wird, muss die Impfung zwei Monate später aufgefrischt werden. In der Regel verkraften Kinder bis zu zehn Jahren eine Masernerkrankung gut, sofern keine anderen Risikofaktoren vorliegen. Deshalb sollten Eltern mit Ihrem Kinderarzt abklären, ob eine frühe Impfung im ersten Lebensjahr notwendig ist. Wenn Eltern sich dazu entschließen, Ihr Baby nicht zu impfen, sollten sie dies jedoch zwischen neun und zwölf Jahren erneut abwägen. Die Meinung der babyclub.de Fachautorin Michaela Glöckler: „Uns erscheint eine elterliche Entscheidung, nicht gegen Masern zu impfen, meistens vertretbar und wir können diese Entscheidung stützen. Andererseits wird die Tatsache der Impfmöglichkeit im Einzelfall und bei Vorliegen besonderer Risiken dankbar benutzt. Im Schulalter sollte zwischen neun und zwölf Jahren die Frage der Impfung beim nicht geimpften und bisher nicht erkrankten Kind dann noch mal erwogen werden, da die Risiken bei der Erkrankung im späteren Alter zunehmen.“

    8. Röteln

    Eine Röteln-Erkrankung bei schwangeren Frauen führt häufig zu schweren Missbildungen des Embryos. Eine Röteln-Impfung soll Mädchen im Hinblick auf eine zukünftige Schwangerschaft immunisieren. Die STIKO empfiehlt eine Rötelnimpfung in Kombination mit der Masern- und Mumpsimpfung, auch im Hinblick auf die angestrebte Ausrottung der Krankheit. Eine Rötelnerkrankung stellt keine Gefahr für Kinder dar. Deshalb entschließen sich viele Eltern dazu, ihre Kinder die Krankheit durchmachen zu lassen. Die durch die Krankheit erworbene Röteln-Immunisierung ist zudem effektiver und andauernder als die Immunisierung durch eine Impfung. Bei ungeimpften Mädchen sollte mit 12 Jahren einen Bluttest auf Röteln-Abwehrstoffe durchgeführt werden. Bei fehlenden bzw. zu wenigen Antikörpern kann in Absprache mit dem Arzt dann eine Impfung erfolgen. Ähnlich ist die Meinung der anthroposophischen Kinderärztin Dr. Michaela Glöckler: „Die Rötelnimpfung wird bei allen Mädchen in der Pubertät empfohlen, teilweise aber erst nach negativ ausfallender Antikörperbestimmung.“

    9. Mumps

    Mumps ist eine fieberhafte Viruserkrankung und kann bei Jungen nach der Pubertät eine Hodenentzündung auslösen, die zur Unfruchtbarkeit führen kann. Die Impfempfehlung der STIKO ist dieselbe wie bei Masern und Röteln, also im Rahmen einer Kombi-Impfung im 12. Lebensmonat. Wenn Eltern ihr Kleinkind nicht impfen wollen, können sie bei Jungen warten, bis sie 12 Jahre alt sind und einen Bluttest machen lassen. Die meisten Ärzte raten dann zu einer Impfung, wenn bis dato noch kein Mumps durchgemacht wurde. Die anthroposophische Ärztin Michaela Glöckler sagt dazu: „Die allgemeine Empfehlung der Impfung halten wir für verfehlt. Bei der gegenwärtigen Impfstrategie wird mit Sicherheit der früher hohe Immunisierungsgrad im Erwachsenenalter nicht mehr erreicht. Es ist wiederum ziemlich schwierig, das tatsächliche Risiko einer Hodenentzündung ohne und mit Impfung abzuschätzen. Abgesehen von Epidemieunterschieden in Schwere der Erkrankungen und Empfänglichkeit, müsste nach dem gegenwärtig Bekannten folgende Überlegung angestellt werden: Nehmen wir an, für ein eineinhalbjähriges Kind tritt die Frage der Mumpsimpfung auf. In den meisten Fällen durfte bis zur Einführung der Impfung mit einer Ansteckung in den Kindheitsjahren bis zum fünfzehnten Lebensjahr gerechnet werden. 70 – 90 Prozent der Erwachsenen haben Antikörper und waren vor der Impfära gefeit. Nehmen wir an, das Kind gehöre nicht zu diesen und würde seine Mumpsempfänglichkeit als Erwachsener beibehalten, so tritt wieder die Frage auf, ob dieser bei einer Wildvirusansteckung tatsächlich erkranken oder sich nur still feien würde. Im Erkrankungsfall würde in 10 – 14 Prozent mit einer einseitigen Hodenentzündung zu rechnen sein. Von diesen Hodenentzündungen würde dann wiederum etwa ein Drittel zur einseitigen Funktionslosigkeit führen. Genaueres kann auch der Mediziner gegenwärtig nicht sagen. Der Laie sollte dieses für die Impf-Entscheidung wissen, weil die einfache Aussage ‚Der Mumps kann eine Hodenentzündung mit bleibender Unfruchtbarkeit verursachen’ das tatsächliche Risiko nicht zutreffend charakterisiert.“
  • Pretty Girls Make Graves 15. Juli 2005, 22:04


    IMPFEN
    Warum impfen?







    In fast allen Ländern der Erde wird heute empfohlen, Kinder während der ersten beiden Lebensjahre gegen Tetanus, Keuchhusten, Dipthterie, HiB (Haemophilus influenzae), Hepatitis B, Polio (Kinderlähmung), Masern, Mumps und Röteln zu impfen. Diese Impfungen werden aus verschiedenen Gründen empfohlen. Infektionskrankheiten waren vor 100 Jahren noch die häufigste Todesursache. Die Menschen sollen vor den Gefahren dieser Infektionskrankheiten geschützt werden. Erkrankungen sollen verhindert werden, da sie zu Kosten im Gesundheitssektor führen.

    Was geschieht bei einer Schutzimpfung?

    Beim Impfen werden abgeschwächte oder abgetötete Krankheitserreger in den Körper gebracht. So wird der Organismus angeregt, Schutzstoffe zu bilden. Diese ähneln den Antikörpern, die ein Körper entwickelt, wenn er eine Infektionskrankheit überstanden hat. Die Impfung bewirkt so einen mehr oder weniger starken Schutz vor der Erkrankung – je nach Erregertyp. Impfungen müssen häufig nach einigen Jahren aufgefrischt werden, um den Schutz zu behalten. Heute gibt es die Möglichkeit, das Kind mit verschiedenen Impfstoffen zugleich zu impfen, dies hat den Vorteil, dass man nicht so häufig zum Arzt muss und die Kinder auch nicht so häufig gestochen werden müssen. Der Nachteil ist hierbei allerdings, dass sich das Kind gleich mit vielen unterschiedlichen Erregern auseinandersetzen muss.
  • Pretty Girls Make Graves 15. Juli 2005, 22:03


    INFOTHEMA
    Impfen - Entscheidungshilfen und Informationen






    Impfen: ein viel und heiß diskutiertes Thema. Kinderärzte, die Pharmaindustrie, Kranken-kassen und die WHO geben Empfehlungen und Impfpläne heraus. Auf der anderen Seite stehen Impfgegner, die vor möglichen Schäden durch das Impfen und bedenklichen Inhaltsstoffen warnen. Es gibt naturheilkundlich orientierte Ärzte, die dem Impfen vorsichtiger gegenüber stehen als Schulmediziner. Dazwischen stehen die Eltern.

    Da es in Deutschland keine allgemeine gesetzliche Impfpflicht gibt, bleibt es den Eltern überlassen, ob, wann und wogegen sie ihr Kind impfen lassen. Viele Eltern sind verunsichert und wollen ihr Kind weder zuviel und zu früh impfen, weil Sie Angst haben, dem Kind zuviel zuzumuten. Dennoch möchten sie ihr Kind vor möglichen Krankheitsrisiken bewahren.

    Was tun? Um Ihnen Orientierung und Entscheidungshilfen zu geben, hat der babyclub.de das Thema Impfen recherchiert und aufbereitet. Einen allgemein gültigen Impfplan werden Sie aber auch bei uns nicht finden. Vielmehr möchten wir verschiedene Sichtweisen vorstellen, dazu zählt sowohl der Impfkalender der Ständigen Impfkommission (STIKO), als auch eine alternative Sichtweise der babyclub.de Fachautorin Michaela Glöckler. Wir stellen die einzelnen Infektionskrankheiten vor und wir sagen Ihnen, warum Kinderkrankheiten manchmal sinnvoll sind und Kinder in der Entwicklung weiter bringen.

    Der babyclub.de Tipp: Suchen Sie sich einen Kinderarzt, dem Sie vertrauen können und der Ihre Wünsche und Bedenken ernst nimmt. Er kennt Ihr Kind am Besten und kann Sie so auch individuell betreuen.

    Wichtig: Wenn Ihr Kind chronisch krank ist, zu früh auf die Welt kam oder bereits eine Krankheit durchgemacht hat, sollten Sie sich nicht an allgemeine Empfehlungen halten, sondern die individuelle Situation immer mit einem Arzt besprechen. Los geht´s in dieser Woche mit dem ersten Teil:
  • Pretty Girls Make Graves 15. Juli 2005, 22:03


    BABYPFLEGE
    Bäuchlein-Massage bei Blähungen







    Kaum auf der Welt, muss ein Baby viele Eindrücke verarbeiten. Verdauungsprobleme, zu schnelles Trinken oder Unverträglichkeiten führen häufig zu Blähungen und Bauchweh.

    Um Blähungen vorzubeugen und zu lindern, ist eine sanfte Massage für Babys schmerzenden Bauch genau das richtige.

    So gehts:

    Das Baby soll in einer warmen Umgebung mit gut temperierten Händen zart massiert werden. Etwas WELEDA Baby-Bäuchleinöl in der Hand erwärmen und im Uhrzeigersinn vorsichtig um den Bauchnabel reiben. Hebammen empfehlen, die spiralförmige Massage zum linken Schenkel hin auszustreichen, um Blähungen vorsichtig zu lösen und eine sanfte Entspannung herbeizuführen.

    Das WELEDA Baby-Bäuchleinöl enthält natürliche ätherische Öle von Römischer Kamille, Kardamom und Majoran auf einer Basis von mildem Mandelöl. Diese wirken zusammen mit den ruhigen, gleichmäßigen „Streicheleinheiten“ bei der Massage entspannend, krampflösend und hautpflegend. Sie sind aufgrund der genau auf die Bedürfnisse des Kindes abgestimmte Rezeptur besonders gut verträglich. Römische Kamille bekommt im Allgemeinen selbst Kindern, die auf den herkömmlichen Kamillenwirkstoff allergisch reagieren.

  • Pretty Girls Make Graves 15. Juli 2005, 22:02


    BABYPFLEGE
    Wie oft und womit baden?






    Da Babys nicht „dreckig“ werden und häufiges Baden den natürlichen Säureschutzmantel der Haut zerstört, genügen ein bis zwei Badetage in der Woche. An den übrigen Tagen reicht das Waschen im Gesicht und Windelbereich mit klarem Wasser und einem frischen Waschlappen.

    Für das Baden seifenfreie Badezusätze sparsam verwenden, die keine synthetischen Duftstoffe oder schäumende Zusätze enthalten. Bewährt haben sich spezielle Baby-Ölbäder mit rückfettender Wirkung und Babybäder mit Molkepulver, die den natürlichen Säureschutz der Haut unterstützen.


    Unser Tipp: Das milde Calendula-Baby-Cremebad von WELEDA pflegt zarte Kinderhaut und reinigt sie schonend. Feines Mandel- und Sesamöl wirken rückfettend und schützen so auf natürliche Art vor dem Austrocknen

    Richtig Baden

    Nach dem Abnehmen der Windel reinigen Sie zuerst gründlich den Po Ihres Kindes. Dies geht am besten mit klarem Wasser und einem Waschlappen. Waschen Sie Ihrem Kind dann das Gesicht, ebenfalls mit einem weichen Waschlappen. Dann können Sie es in die Wanne setzen bzw. legen: Fassen Sie hierzu mit der linken Hand um Babys Schultergelenk. Sein Kopf ruht auf dem Handgelenk, sein Körpergewicht ist auf den Wannenboden und Ihren Unterarm bzw. Ihre Hand verteilt. Die ideale Badetemperatur liegt bei maximal 36°C.

    Hinweis: Rechtshänder halten ihr Baby am sichersten mit der linken Hand bzw. Arm, mit
    der rechten Hand waschen Sie Ihr Kind. Um den Rücken zu waschen, fassen Sie einfach
    unter Ihr Kind. So kommen Sie an Rücken, Beine und Po. Nun das Baby unter beiden Oberamen anfassen und aus der Wanne nehmen, kurz zum Abtropfen verharren und sofort in das bereit gelegte Handtuch bzw. Kapuzentuch legen. Die Haut nach dem Baden sofort gründlich abtrocknen. So beugen Sie dem Wund werden der Haut vor.

    Ziehen Sie Ihr Kind im Anschluss gleich an, um einem unnötigen Wärmeverlust durch Auskühlung entgegen zu wirken. Das Eincremen nach dem Bad kann überflüssig werden, wenn Sie ein gut rückfettendes Babybad verwendet wurde. D. h., je mehr gecremt wird, desto höher ist die Gefahr, dass die Haut ihre natürliche Fettproduktion einstellt. Lediglich bei Kindern, die zu sehr trockener haut neigen, sollten Sie nach dem Bad eine pflanzliche Pflegemilch, z. B. die Calendula-Babypflegemilch von Weleda, gezielt verwenden.
  • Pretty Girls Make Graves 15. Juli 2005, 22:02


    BABYPFLEGE
    Pflege im Windelbereich






    Der feucht-warme Windelbereich braucht besondere Pflege. Babycreme schützt den Po vor Nässe und beruhigt die Haut, so dass dem Wundwerden und Entzündungen wirksam vorgebeugt wird. Zuverlässigen Schutz bieten Pflegeprodukte auf der Grundlage von Pflanzenölen, die die Funktionen der Haut auf natürliche Weise unterstützen und keinen abschließenden Film bilden, wie es bei Produkten auf Mineralölbasis der Fall ist. Unser Tipp: Die WELEDA Calendula Babycreme ist eine Wundschutzcreme für die hochwirksame Pflege im Windelbereich mit ausgewählten Natursubstanzen. Der enthaltene Calendula-Auszug wirkt lindernd und beugt Entzündungen vor. Beim Eincremen gilt das Prinzip der Sparsamkeit: Zuviel Babycreme bietet im Allgemeinen keinen größeren Schutz.
    Wenn der Po bereits wund ist, ist das Eincremen umso wichtiger. Zudem sollten Sie in diesem Fall sooft wie möglich Luft an Babys Po lassen.

    Babypuder
    Obwohl noch immer in großer Zahl angeboten, sind Babypuder bei der täglichen Hautpflege wenig sinnvoll. Zum einen bildet das Puder in Verbindung mit Cremes oder Ölen Klümpchen, die Druckstellen auf der Haut verursachen und zu wunden Stellen führen können. Zum anderen besteht immer auch die Gefahr, dass das Kind beim Pudern den feinen Staub einatmet. Also nach Möglichkeit lieber darauf verzichten.
  • Pretty Girls Make Graves 15. Juli 2005, 22:01


    BABYPFLEGE
    Kinderhaut schützen







    Bei der Pflege empfindlicher Kinderhaut sind grundsätzlich Naturprodukte zu empfehlen, da synthetische Zusätze wie Konservierungs-, Aroma- und Farbstoffe ein Allergierisiko darstellen. Naturprodukte enthalten zudem keine Rohstoffe auf Mineralölbasis, die die natürlichen Hautfunktionen beeinträchtigen.


    Zudem sollten Sie folgendes beachten:

    - Verwendung spezieller Babypflegeprodukte
    - Cremes und Pasten nicht zu dick auftragen, damit die Poren nicht verschlossen werden
    - Trockene, juckende Haut täglich mit einer Basis-Salbe eincremen, dazu rückfettende und pflegende Ölbäder einsetzen. Vermeiden Sie allerdings langes Baden und zu heißes Wasser (max. 36 °C). Beim Baden sollten Sie auf parfümfreie Badeöle oder -emulsionen achten.
    - Nach dem Waschen die Haut nur abtupfen und gleich danach eincremen.
    - Bei Milchschorf die verkrusteten Stellen mit Babyöl (z.B. mit Calendula-Babyöl) aufweichen.
    - Das Gesicht und die Ohren mit einer Creme vor Kälte schützen (z.B. Wind- und Wetterbalsam von WELEDA)
    - Kleidung aus Naturfasern wählen (Baumwolle oder Seide)
    - Waschmittel sparsam dosieren und die Wäsche mit klarem Wasser nachspülen
  • Pretty Girls Make Graves 15. Juli 2005, 22:01


    BABYPFLEGE
    Haut und Umwelteinflüsse






    Einige Babys neigen zu trockener Säuglingshaut und Ekzemen. Vermutlich ist dies auch auf Umwelteinflüsse zurück zu führen. Offensichtlich kann schon ein sehr warmes und zu trockenes Raumklima dazu beitragen, dass Ekzeme zunehmen. Die trockene Luft in gut geheizten Wohnungen bietet eine optimale Lebensgrundlage für Hausstaubmilben. Sie zählen zu den häufigsten Einzelursachen für das Entstehen von Ekzemen.

    In der warmen, trockenen Luft wird der Babyhaut auch ihre Feuchtigkeit entzogen. Dies schädigt auf Dauer die Hornschicht, Risse entstehen und Reizstoffe können fast ungehindert in die Haut gelangen. Hautprobleme sind die Folge

    Und auch die niedrigen Lufttemperaturen im Winter begünstigen die Entstehung trockener Haut und Hautreizungen, vor allem im Gesicht und an den Händen.

    Auch Wind und Sonne setzen Babys Haut zu. So gesund und wichtig es ist, dass Kinder Wind und Wetter draußen erleben, so wichtig ist ein zuverlässiger Schutz vor Kälte und Nässe, denn empfindliche Kinderhaut reagiert darauf besonders sensibel. Das WELEDA Calendula- Wind- und Wetterbalsam schützt zarte Gesichtshaut zuverlässig vor rauer Witterung und bildet dank Bienenwachs und Wollwachs eine natürliche Schutzbarriere.
  • Pretty Girls Make Graves 15. Juli 2005, 22:01


    BABYPFLEGE
    Babypflege bei WELEDA






    Die Leitsubstanz der WELEDA Kinderpflege ist die Calendula (Ringelblume). Die üppige Fülle von Blättern und die gelborange leuchtenden Blüten, die sich vom Frühjahr bis zum Herbst ständig erneuern, sind Ausdruck der in der Calendula im Überfluss vorhandenen aufbauenden Vitalkräfte. Die ordnenden Heilkräfte, vor allem die lindernde Wirkung der Calendula bei Entzündungen, sind seit Jahrhunderten bekannt.

    Seit Jahrhunderten bewährt: die Ringelblume

    Je nach gezielt beabsichtigter Wirkung verarbeitet die WELEDA die Calendula einmal die ganze Pflanze, einmal nur die Blüten – nach unterschiedlichen Verfahren zu differenzierten Auszügen in reinen Pflanzenölen. Jedes einzelne Produkt der Calendula-Kinderpflege ist eine kunstvolle Komposition aus Calendula und weiteren ausgewählten Natursubstanzen. Synthetische Stoffe sind nicht enthalten. Das Risiko, dass die empfindliche Kinderhaut mit Reizsymptomen oder sogar einer Allergie reagieren könnte, wird auf das Minimum beschränkt. Calendula-Kinder- und Babypflegepflege – für eine harmonische Entwicklung Die Calendula (Ringelblume) ist seit Jahrhunderten für ihre lindernde, heilungs- fördernde Wirkung bei Hautreizungen und Entzündungen bekannt. Die für die Kinderpflege der WELEDA verwendeten Calendulapflanzen stammen aus kontrolliert biologischem Anbau und werden mit großer Sorgfalt zu hochwertigen Ölauszügen verarbeitet. Die Produkte sind frei von synthetischen Duft-, Farb- und Konservierungsstoffen sowie Rohstoffen auf Mineralölbasis. Jeder Rohstoff wird streng geprüft: Auch die Substanzen für die Herstellung von Körperpflege-Produkten haben bei WELEDA Arzneimittel-Qualität.

    Vom Babyöl und der -creme für den Windelbereich über Gesichtscreme und Pflegemilch bis hin zum Cremebad bietet die WELEDA Calendula Kinder- und Baby-Pflegeserie natürliche, hochwertige und wirksame Produkte für die Wärmehülle Ihres Babys.
  • Pretty Girls Make Graves 15. Juli 2005, 22:00


    BABYPFLEGE
    Richtige Pflege für Kinderhaut





    Babys Haut verfügt über folgende Eigenschaften:
    - hoher Feuchtigkeitsgehalt
    - verminderte Schweißbildung – dies bedeutet eine höhere Wäremeanfälligkeit
    - kleinere Talgdrüsen – dies bedeutet eine höhere Anfälligkeit gegen Reizstoffe
    - Infektionsanfälliger, da ihre Schutzbarriere noch nicht ausgereift ist

    Darum ist es unerlässlich, bei der Babypflege sorgsam vorzugehen.

    Die Kinderhaut ist, was ihre Schutzbarrieren angeht, nicht mit der von Erwachsenen zu vergleichen. Sie ist leichter reizbar, denn die Hornschicht ist nur locker ausgebildet. Die Hautoberfläche ist fettärmer als die von Erwachsenen und trocknet bei der Reinigung schneller aus. Häufiges Baden zerstört den natürlichen Säureschutzmantel der Babyhaut. Deshalb sollten höchstens zwei Badetage pro Woche genügen. An den übrigen Tagen reicht das Waschen im Gesicht und Windelbereich mit klarem Wasser und einem frischen Waschlappen vollkommen. Für das Baden empfehlen Dermatologen, Badezusätze - wenn überhaupt - nur sparsam zu verwenden. Sie sollten seifenfrei sein und keine synthetischen Duftstoffe oder schäumende Zusätze enthalten. Bewährt haben sich spezielle Baby-Ölbäder mit rückfettender Wirkung und Babybäder mit Molkepulver, welches den natürlichen Säureschutz der Haut unterstützt.

    Seife und Shampoo

    Auch bei Seife ist die sparsame Verwendung am besten: Nur wenn absolut nötig, sollte eine Naturseife ohne Duft benutzt werden. Das Angebot an Haarshampoos für Kleinkinder ist groß, leider sind nur wenige Produkte unbedenklich. Deshalb sind ein bewusster Einkauf und eine sehr zurückhaltende Verwendung so wichtig. Die Zeitschrift Ökotest hat die 25 meist verkauften Kinder- und Babyshampoos auf ihre Inhaltsstoffe und Verträglichkeit untersucht. Dabei wurden mehrfach gefährliche Konservierungsstoffe wie Formaldehyd und verschiedene halorganische Substanzen nachgewiesen. Auch Waschsubstanzen, welche die Bindehaut reizen und Duftstoffe, die sich im Körper ablagern, wurden gefunden. Sicher gehen können Sie mit einer Pflanzenseife, die auf Basis reiner Pflanzenöle hergestellt ist wie z.B. die Calendula-Pflanzenseife, die auf die Bedürfnisse der zarten Kinderhaut abgestimmt ist.

    Nach dem Baden

    Nach dem Baden braucht die Babyhaut zusätzliche Pflege. Eine Babypflegemilch oder ein Babyöl schützt die empfindliche Haut besonders gut vor Reizungen und unterstützt die natürlichen Hautfunktionen. Einfach eine kleine Menge Pflegemilch bzw. Öl auf den Handflächen verteilen und sanft massierend auf die gut abgetrocknete Haut des Babys auftragen. Beim Einkaufen immer auf rein pflanzliche Produkte achten: Sie ziehen rascher und besser in die Haut ein als solche mit mineralischen Ölen (Paraffinöl oder Vaseline) und beeinträchtigen so die Hautatmung nicht. Empfehlenswert sind hochwertige pflanzliche Produkte mit Mandel-, Avocado-, Ringel-blumen-, Sesam- oder Haselnussöl, die keine synthetischen Duft-, Farb- und Konservierungsstof-fe enthalten (wie z.B. Weleda Calendula-Babyöl).

    Der Windelpopo

    Der Windelbereich braucht besondere Pflege. Babycreme schützt den Po vor Nässe und beruhigt die Haut, so dass Wundwerden und Entzündungen wirksam vorgebeugt wird. Auch beim Eincremen gilt das Prinzip der Sparsamkeit, zuviel Babycreme bietet im allgemeinen keinen größeren Schutz. Damit beim Eincremen die gute Laune nicht auf der Strecke bleibt, immer die Creme zuvor in der Handfläche anwärmen, bevor sie sanft auf der Haut verteilt wird.

    Wichtig ist eine Creme, wenn die Haut wund geworden ist. Dann sollte auch darauf geachtet werden, dass so oft wie möglich nackt gestrampelt wird, damit Luft an den Po kommt. Unser Tipp: Die Calendula-Babycreme von WELEDA ist eine Wundschutzcreme für die hochwirksame Pflege im Windelbereich. Ausgewählte Natursubstanzen wie Bienenwachs, Wollwachs und Zinkoxid schützen zuverlässig vor Nässe und so vor dem Wundwerden.

    Obwohl noch immer in großer Zahl angeboten, sind Babypuder bei der täglichen Hautpflege wenig sinnvoll. Zum einen bildet das Puder in Verbindung mit Cremes oder Ölen Klümpchen, die Druckstellen auf der Haut verursachen und zu wunden Stellen führen können. Zum anderen besteht immer auch die Gefahr, dass das Kind beim Pudern den feinen Staub einatmet.

    Schutz für zarte Babyhaut

    Das Unterhautfettgewebe - der wichtigste körpereigene Schutz vor Wärmeverlust - ist bei Babys noch nicht vollkommen entwickelt. Aus diesem Grund sind sie besonders kälteempfindlich. Vor allem die Wangen und die Ohren sind gefährdet. Sicheren Schutz vor Wärmeverlust und Austrocknung bieten wasserfreie Pflegeprodukte. Empfehlenswert ist z.B. der Weleda Calendula-Wind- und Wetterbalsam, der auf der Fachmesse BIOFACH 2000 die Auszeichnung ‘Produkt des Jahres’ erhielt. Eine solche Wetterschutzcreme ist für das Gesicht gleichermaßen geeignet wie für die Hände.

    Damit die tägliche Hautpflege zum spielerischen Vergnügen für die Kleinen wird, ist es ratsam, dass die Großen mit gutem Beispiel vorangehen. Milde Kinderpflegeprodukte sind äußerst hautverträglich dank hochwertiger Naturrohstoffe wie Ringelblumenextrakt, Mandelöl oder Bienenwachs. Unser Tipp: Die WELEDA Calendula-Kinderpflege aus hochwertigen reinen Pflanzenölen. Mit dieser schonenden Hautpflege fühlen sich Mutter und Kind gleichermaßen rundum wohl.
  • Pretty Girls Make Graves 15. Juli 2005, 21:59


    TRAGETUCH
    Expertentalk mit Anna Hoffmann von DIDYMOS
    Teil 2

    Warum sollte man sein Baby überhaupt tragen?

    Anna Hoffmann: Entwicklungsgeschichtlich gesehen sind Babys nicht nur Säuglinge, sondern auch Traglinge. Das zeigt sich unter anderem darin, dass Babys auch beim größten Geschaukel am Körper von Mutter oder Vater tief und friedlich schlafen können. Untersuchungen haben gezeigt, dass viel getragene Babys weniger schreien, zufriedenere Wachphasen haben und dann leichter einschlafen können. Hautkontakt und Körpernähe sind wichtige Aspekte für ein Kind, um sich wohl zu fühlen und gesund entwickeln zu können. Und: der Blickkontakt und die Impulse aus der Umwelt, die getragene Babys bekommen, machen sie klug und aufmerksam.

    Ab welchem Lebensalter können Eltern ihr Baby in einem Tragetuch tragen?

    Anna Hoffmann: Man kann das Tuch von Geburt an benutzen. In den ersten Wochen trägt man das Baby liegend im Tuch, gebunden zur „Wiege“ oder aufrecht und sicher gehalten in der „Wickelkreuztrage“.

    Wie lange lässt sich das Baby im Tuch tragen?

    Anna Hoffmann: Beginnen Sie langsam und beobachten Sie, wie sich Ihr Kind dabei fühlt. Schon bald werden Sie empfinden, wie zufrieden Ihr Baby ist, wenn es getragen wird. Es ist immer gut, dem eigenen Gefühl zu vertrauen, zu tun, was einem selbst wichtig ist und sich nicht durcheinander bringen zu lassen. Lernt Ihr Kind allmählich, auf eigenen Füßen zu stehen, können Sie das Tragetuch noch lange als „Kinderwagen in der Tasche“ verwenden. Größere Kinder tragen sich am leichtesten in der „Rucksacktrage“.

    Wie lerne ich, mit dem Tragetuch umzugehen?

    Anna Hoffmann: Der Umgang mit dem Tagetuch erfordert lediglich ein bisschen Übung. Schon nach kurzer Zeit lernen Sie mit wenigen Handgriffen aus diesem speziell gewebten Tuch eine Tragehilfe nach Maß zu binden, die immer passt und mitwächst. Bei DIDYMOS liefern wir zu jedem Tuch eine ausführliche Bindeanleitung mit. In diese Anleitungen sind unsere Erfahrungen aus über 30 Jahren und die enge Zusammenarbeit mit Hebammen, Kinderärzten und Eltern mit eingeflossen. Zusätzlich zum Heft gibt es die Anleitungen auch auf DVD und Video.
  • Pretty Girls Make Graves 15. Juli 2005, 21:58


    TRAGETUCH
    Expertentalk mit Anna Hoffmann von DIDYMOS
    Teil 1

    Frau Hoffmann, welche persönliche Erfahrung haben Sie mit dem Tragetuch gemacht?
    Ich habe in zweifacher Hinsicht Erfahrungen gemacht: Zum einen hat mich meine Mutter vor 32 Jahren im Tuch getragen, das war der Anfang von DIDYMOS. Offensichtlich hat mir das sehr gut getan. Ich selbst trage meine beiden Kinder seit ihrer Geburt täglich im Tragetuch – mal mehr, mal weniger. Am Anfang habe ich beide fast ausschließlich in der DIDYMOS-Wickelkreuztrage vor dem Bauch getragen, Dann haben wir ziemlich früh auf die „Rucksacktrage“ gewechselt, die ich auch sehr schätze, da man die Hände wirklich frei hat und das Kind bei allem zuschauen kann, was ich gerade tue. Besonders meine Tochter habe ich im Alter von drei Monaten bereits auf dem Rücken getragen, weil mein damals zweijähriger Sohn auch noch sehr viel Aufmerksamkeit verlangte. Zwischendurch binden wir noch den „Hüftsitz“, auch darin können die Kinder alles sehen und ich sie auch, das ist besonders schön.

    Meinen Sie auch, dass das Tragen Ihr Kind beruhigt?
    Auf jeden Fall. Meine Kinder sind zum Glück wenig krank, aber für diese Male war das Tuch unentbehrlich. Mit hohem Fieber oder Zahnungsschmerzen wollten sie nicht im Bettchen liegen, sie wollten aber auch nicht auf meinem Arm sein oder spielen. So konnte ich mir das kranke Kind einfach umbinden; es konnte ruhig an meinem Körper schlafen, trotzdem konnte ich auch noch etwas anderes tun. In den ersten Monaten war das Tuch oft die einzige Möglichkeit, meinen Sohn zum Einschlafen zu bringen, weil er sich mit Koliken geplagt hat. Übrigens kann er jetzt prima auch in seinem eigenen Bettchen schlafen. Also kein Grund zu der Annahme, man könne einen Säugling verwöhnen. Beim Einkauf oder auf Familienfesten, immer dann, wenn viele Eindrücke auf die Kinder einströmen, nehme ich sie ins Tuch – so können sie alles sehen, aber sich auch ins Tuch und an mich zurückziehen und abschalten, wenn es zu viel wird.

    Sind die Väter Ihrer Meinung nach weniger bereit, ihr Kind im Tragetuch zu tragen?
    Das können wir nicht bestätigen. Väter tragen ihre Kinder sehr gerne und noch viel lieber, wenn sie es einmal ausprobiert haben. Dass Väter ihre Kinder dennoch viel weniger tragen als Mütter, liegt ausschließlich in der noch üblichen Rollenverteilung und damit an der für Väter viel kürzeren Zeit fürs Baby.

    Manche Mütter/Väter sind unsicher, ob sie die Bindetechniken erlernen können. Wie kann DIDYMOS hier helfen?
    Zum einen liegt jedem DIDYMOS-Babytragetuch ein ausführliches Heft bei, in dem alle Trageweisen und deren Varianten Bild für Bild detailliert erklärt werden; dieses Heft wird mit jeder Auflage überarbeitet und ständig erweitert. Wer darüber hinaus Hilfe benötigt, kann sich bei uns Adressen von trageerfahrenen Eltern geben lassen. Das sind Eltern, die sich bei uns gemeldet haben, um anderen Eltern das Binden des DIDYMOS-Tuchs zu zeigen und ihre Erfahrungen mit ihnen zu teilen. Dieser Service ist natürlich kostenlos. Zudem werden in manchen Städten Tragetuchkurse angeboten. Diese können hilfreich sein, sind aber nicht notwendig.


    Welche sind die häufigsten Bedenken vor dem Kauf eines Tragetuchs?
    Manche Eltern sind unsicher, ob das Getragenwerden im Tuch dem kindlichen Rücken auch wirklich nicht schaden kann. Diese Unsicherheit basiert auf Vorurteilen und mangelnder Information. Haben Eltern das Tuch erst einmal ausprobiert, sind diese Bedenken schnell zerstreut, auch deshalb, weil Kinderärzte und Hebammen dieses Tuch ausdrücklich empfehlen.
    Eine andere Frage ist oft: „Kann ich denn so ein Tuch alleine binden?“ Auch hier gilt: Am besten ausprobieren. Es braucht ein bisschen Übung, aber hat man den Dreh erst einmal heraus, ist das Tuchbinden so einfach wie Windelnwechseln.


    Gibt es die Möglichkeit, das Tragetuch vor dem Kauf auszuprobieren?
    Das DIDYMOS-Babytragetuch kann man sich für zwei Wochen bei uns ausleihen. Zusammen mit dem Tuch schicken wir eine gebundene Broschüre mit ausführlichen Bindeanleitungen, damit die Eltern alle Bindeweisen ausprobieren können. Ist das Kind noch nicht da oder für bestimmte Trageweisen noch zu klein, lohnt es sich, diese auch einmal mit einer Puppe, einem Teddy oder einem Kissen zu üben. Auch dadurch bekommt man schon eine gute Vorstellung, wie sich das „Tragen“ anfühlt und wie man das Tuch binden kann.
    Auch Väter werden schnell überzeugt, wenn sie ihr Neugeborenes in der DIDYMOS- Wickelkreuztrage das erste Mal vor dem Bauch tragen – meist sind dann alle Bedenken sofort vergessen.

    Was sollten Eltern beim Kauf beachten?
    Das Tragetuch sollte auf jeden Fall so lang sein, dass alle Varianten damit gebunden werden können. Das ist in der Regel ein DIDYMOS-Tuch mit 4,60 m Länge. Vor allem aber muss das Tuch bestimmte Qualitätsmerkmalen aufweisen: Die Webart muss so gewählt sein, dass es diagonal elastisch ist, damit es den kindlichen Rücken rundum stützt und umspannt. Die Kanten sollten doppelt gesäumt sein, da eine Webkante leicht ausleiert und beim Tragenden einschnürt. Besonders für Babys und Kleinkinder sind die Rohstoffe und deren Verarbeitung sehr wichtig: Baumwolle aus kontrolliert biologischem Anbau sollte selbstverständlich sein, die Färbung ungiftig und schwermetallfrei. Die Farben müssen speichelecht sein, da die Kleinen ja auch einmal an dem Tuch nuckeln – das diese Kriterien auch aus ökologischen Gründen wichtig sind, ist verständlich, aber leider nicht selbstverständlich. Für die Pflege sollte es ein Tuch sein, dass in der Maschine bei mindestens bis 60° gewaschen werden kann.

    Muss ich mir immer ein neues Tuch kaufen?
    Man kann auch ein gebrauchtes DIDYMOS-Tuch verwenden, unsere Tücher halten sehr lange. Allerdings ist es nicht so einfach, ein passendes gebrauchtes Tuch zu finden, da viele Mütter und Kinder „ihr“ Tuch nach intensiver Tragezeit nicht mehr hergeben. Zumal es ja zweckentfremdet weiterbenutzen werden kann, wie weiter oben schon genannt. Wenn Sie ein gebrauchtes Tuch kaufen, prüfen Sie es auf die richtige Qualität und die richtige Länge. Sie sollten auf jeden Fall Bindeanleitungen dazu bekommen.

    Welche Vorteile hat ein Tragetuch gegenüber einer starren Tragevorrichtung?
    Ein Tragetuch ist sehr viel flexibler und damit länger einsetzbar. Bereits ein Neugeborenes kann darin liegend in der „DIDYMOS-Wiege“ getragen werden, aber auch ein dreijähriges Kind kann im selben Tuch die Welt von Papas Rücken aus erobern. In jeder Altersstufe und bei jeder Trageweise passt sich das Tuch perfekt an Träger und Kind an, so dass beide optimal gestützt werden; es kann stufenlos eingestellt werden. Für jedes Alter gibt es wenigstens zwei mögliche Trageweisen, so dass Sie auch wechseln können, um das Gewicht neu zu verteilen und sich selbst zu entlasten.
    Und technisch gesehen: Eine starre Vorrichtung ist häufig sperriger und größer, sie kann nicht so leicht mitgenommen werden. Das Tragetuch hat in jeder Tasche Platz und kann bei Bedarf umgebunden werden. Das ist besonders bei Kindern, die schon laufen können, von Vorteil, wenn zum Beispiel die Beinchen müde werden. Kurzum: Der Kinderwagen in der Tasche. Zudem kann dieses Tuch als Sonnensegel, leichte Decke, Hängematte, Schaukel, und Kletterseil dienen – auch lange Gartentische verschönt es zuweilen.

    Bis zu welchem Alter können Kinder getragen werden?
    Ein Richtwert ist das Alter von drei Jahren. Es gibt Kinder, die bereits früher nicht mehr getragen werden wollen, ich weiß aber auch von Eltern, die noch kurzzeitig ihr vierjähriges Kind tragen – zum Beispiel bei Krankheit oder wenn beim Wandern die kleinen Füße nicht mehr wollen.

    Welche Tipps und Tricks haben Sie für Eltern, die ein Tragetuch benutzen?
    Eigentlich bedarf es für den Gebrauch eines Tuchs keiner besonderen Tricks. Wenn man das Tuch das erste Mal einsetzt, sollte man sich etwas Zeit nehmen, das Kind sollte wach und satt – also insgesamt zufrieden sein. Wie vorher beschrieben, kann man auch schon einmal vorher „auf dem Trockenen“ mit einer Puppe üben, damit die Handgriffe sitzen. Wenn das Tuch fertig gebunden ist und Kind und Träger fühlen sich wohl, dann ist es richtig. Hier sollten sich die Eltern auch immer auf ihr Gefühl verlassen.
  • Pretty Girls Make Graves 15. Juli 2005, 21:58


    TRAGETUCH
    Vorteile von Tragetüchern

    Immer mehr Eltern tragen ihre Babys im Tragetuch – es ist bequem, beruhigt das Baby und gibt ihm die Wärmehülle, die ihm nach der Geburt fehlt. Nach neun Monaten im Mutterleib vermissen viele Babys die Nähe einer vertrauten Person. Tragetücher sind nicht nur praktisch, sondern fördern auch die Entwicklung der Kinder – das bestätigen Ärzte, Hebammen und Eltern gleichermaßen.


    Die Vorteile von Tragetüchern

    - Getragene Babys schreien weniger und sind früher selbstständig
    - Das Baby muss nirgends allein bleiben – egal ob beim Einkaufen, bei der Hausarbeit, beim Spazierengehen: Baby ist immer dabei, kann an allem teilhaben und erkundet so die Welt.
    - Getragene Babys können viel früher am Familienleben teilhaben
    - Tragen regt den Gleichgewichtssinn der Babys an
    - Ein Tragetuch ist bequem fürs Baby, da es keine Gurte, Schnallen, Knöpfe oder Ringe hat, die drücken können.
    - Die körperliche Entwicklung der Kinder wird gefördert, da diese in den ersten neun Monaten vor allem durch Haut- und Körperkontakt angeregt wird.
    - Das Kind sitzt im Tragetuch im Spreizsitz, der Babys Rücken vollständig schützt und so für eine anatomisch korrekte Haltung sorgt. Zudem fördert diese Spreizung der Beinchen die Ausbildung der kindlichen Beckenknochen.


    Trotz der genannten Vorteile scheuen sich immer noch viele Eltern, ihr Kind im Tragetuch zu tragen, weil sie denken, dass die Technik und das Binden zu kompliziert ist. Wir stellen deshalb die wichtigsten Tragemethoden kurz vor. Übrigens: Wir vom babyclub.de empfehlen Tücher von DIDYMOS, die Sie hier im Didymos Online-Shop bestellen können. Sie sind robust und aus hochwertigen, naturbelassenen Garnen elastisch gewebt. Die Farben sind schwermetallfrei und speichelecht. Außerdem sind alle DIDYMOS-Tücher mindestens bis 60 Grad waschbar.
  • Pretty Girls Make Graves 15. Juli 2005, 21:56

    PARTNERSCHAFT
    Interview mit Dipl. Sozialarbeiterin Antje Teborg

    Schwangerschaft und Geburt – das kann zu einer Prüfungszeit für die Partnerschaft werden. „Am Wichtigsten ist Offenheit“, sagt Dipl. Sozialarbeiterin Antje Teborg. Sie ist Beraterin bei der Pro familia in Stuttgart und kennt viele Paare, die Beziehungsprobleme während dieser Phase haben. Ihre Erfahrungen und nützliche Tipps hat sie uns im babyclub.de-Interview erzählt.

    Frau Teborg, was sind Ihrer Erfahrung nach die häufigsten Beziehungsfallen während der Schwangerschaft?

    !Verallgemeinert sieht es bei uns in der Beratung oft so aus: Die jungen Frauen haben Angst, ihren Mann zu verletzen, wenn sie ihn während der Schwangerschaft zurückweisen oder nicht so reagieren, wie er es gewohnt ist. Die Männer hingegen sind eher verunsichert, wenn es um das Thema Sexualität geht. Sie befürchten, dem Kind zu schaden oder der Frau weh zu tun, wenn sie mit ihr schlafen.

    Welchen Rat können Sie beiden geben?

    !Am Wichtigsten ist Offenheit. Sagen Sie dem Mann ganz offen, dass Sie ein erhöhtes Zärtlichkeitsbedürfnis haben oder dass in Ihrem Körper gerade so viel passiert und Sie momentan keinen Geschlechtsverkehr möchten. Umgekehrt kann der Mann seine Frau genauso offen fragen, ob er mit ihr schlafen kann. Bei sehr vorsichtigen oder verunsicherten Männern ist es wichtig, ihm zu sagen, dass Sex während der Schwangerschaft kein Problem ist. Wenn die Frau ein gutes Verhältnis zu ihrem Frauenarzt hat, hilft es oft, wenn sie ihren Mann mit zur Beratung nimmt und der Arzt sozusagen grünes Licht für den Geschlechtsverkehr vor der Geburt gibt. Darüber hinaus besteht natürlich die Möglichkeit, bei der Pro familia um Rat zu fragen.

    Viele junge Eltern fürchten während der Schwangerschaft, dass sie mit Kind auf vieles in ihrer Freizeit verzichten müssen. Zum Beispiel Kneipenbesuche, Freunde treffen, Reisen…

    !Natürlich bringen Schwangerschaft, Geburt und Kind große Veränderungen im Leben der beiden Partner. Nur: das kann durchaus sehr positiv sein. Die jungen Eltern bekommen unglaublich viel für ihre vermeintlichen Entbehrungen. Wichtig ist dabei allerdings auch das Umfeld. Ideal ist es, wenn die werdenden Eltern eine größtmögliche Unterstützung durch die Familie oder Freunde bekommen.

    Kann man das nicht erwarten?

    ! Nein. Ein gutes Zusammenspiel von Familie, Freunden und dem Partner vor und nach der Geburt fliegt einem nicht zu. Am besten ist es, rechtzeitig zu organisieren: „Wer ist für mich da?“ Gibt es schon Eltern im Freundeskreis, fragen Sie: „Wie ist das bei dir?“ Wichtig ist der Kontakt zu anderen jungen Schwangeren und Müttern. Dabei wird auch herauskommen, dass nach der Geburt eben nicht alles easy und wunderbar ist. Aber dass beide Partner mit ihrer kleinen Familie wunderbare Erfahrungen machen werden – wenn die Beziehung in Ordnung ist.

    Wir reden vom gemeinsamen Erleben. Was ist aber, wenn der Mann sich ausgeschlossen fühlt durch das offen gezeigte, enge Verhältnis seiner Frau zu dem Baby?

    ! Einer möglichen Eifersucht auf das Kind kann meistens vorgebeugt werden. Ganz wichtig ist das Gefühl WIR bekommen ein Kind. Oft liegt es aber an der Frau, den Mann einzubeziehen und ihm schon während der Schwangerschaft zu sagen, wie er sie unterstützen kann. Die meisten werdenden Väter sind zu begeistern, wenn erst einmal ihr Interesse geweckt ist und sie an allen Veränderungen körperlich und emotional beteiligt werden. Für das gemeinsame Erleben nach der Geburt muss ich einmal einen Appell an die jungen Mütter loswerden: „Lasst euer Baby auch los und lasst die Väter ihre eigenen Erfahrungen mit dem Neugeborenen machen.“ Nicht zuletzt ist der Körperkontakt des Babys zu seinem Vater auch immens wichtig für die Entwicklung. Abgesehen vom Stillen – was die Frau übrigens auch nicht in einem anderen Zimmer machen muss – können die Männer vieles im Alltag mit dem Kind übernehmen. Ergänzen sich die Partner im Umgang mit dem Kind, kann das Beziehungsdreieck auch gut funktionieren.

    Wenn es nun doch zu Schwierigkeiten in der Partnerschaft kommt. Wer kann mit seinen zur Pro familia kommen.

    ! Jeder, der in diesem Bereich Fragen hat, kann von uns Beratung bekommen. Dabei gibt es überhaupt keinen Grund für Hemmungen, denn für uns sind die meisten Probleme nichts Neues und für mögliche Lösungen sind wir ganz einfach da. Bei uns gibt es kein Ausfragen, sondern einer oder beide Partner können uns alle ihre Fragen stellen und ihre Probleme erzählen.
  • Pretty Girls Make Graves 15. Juli 2005, 21:56


    FAMILIENLEBEN
    Muttersein, Vatersein und Kind sein
    Fachartikel von Dr. med Michaela Glöckler

    Wer von uns blickt auf eine Kindheit zurück, in der er wirklich Kind sein durfte, in der er erlebt hat, was es heißt, eine Mutter, einen Vater zu haben?

    Der französische Literatur-Professor Jacques Lusseyran, der in der frühen Kindheit erblindete, sagt über diese Zeit: „Meine Eltern – das war Schutz, Vertrauen und Wärme. Wenn ich an meine Kindheit denke, spüre ich noch heute das Gefühl der Wärme über mir, hinter mir und um mich, dieses wunderbare Gefühl, noch nicht auf eigene Rechnung zu leben, sondern sich ganz mit Leib und Seele auf andere zu stützen, welche einem die Last abnehmen. Meine Eltern trugen mich auf Händen, und das ist wohl der Grund, warum ich in meiner ganzen Kindheit niemals den Boden berührte. Ich konnte weggehen, konnte zurückkommen, die Dinge hatten kein Gewicht und hafteten nicht an mir. Ich lief zwischen Gefahren und Schrecknissen hindurch, wie Licht durch einen Spiegel dringt. Das ist es, was ich als Glück meiner Kindheit bezeichne, diese magische Rüstung, die – ist sie einem erst einmal umgelegt – Schutz gewährt für das ganze Leben.“ (Aus „Das wiedergefunde Licht“)

    Wilhelmine von Preußen hat ganz andere Erfahrungen in dieser Zeit gemacht. Sie berichtet von den ungezählten Misshandlungen bis ins Volksschulalter hinein, die sie heimlich von Seiten ihrer Erzieherin Letti erfuhr. Mutter und Vater waren hinter der Königin und dem König zurückgetreten und wurden nicht als solche erlebt. An den Großvater jedoch, der sich ihrer in den ersten Lebensjahren angenommen und sie sehr geliebt hat, erinnert sie sich mit größter Dankbarkeit.

    Jean Luis Barrault erzählt, wie er als 6jähriger draußen vor dem geöffneten Fenster dem Streitgespräch seiner Eltern lauschte, dem er entnahm, dass sie sich trennen wollen. Er schreibt darüber: „Warum? Ich begreife nichts, aber ich habe die Empfindung, dass die Mauern unseres Hauses einstürzen. Mein Herz bricht entzwei. Ich laufe weg, verstecke mich im Buchsbaumgebüsch und weine.“ (Aus „Kindheiten“, dtv)

    Eine Kindheit, Mutter und Vater – jeder von uns hat sie, aber was wir davon erlebt haben, was uns daraus als Stärkung oder Schwächung lebenslang begleitet, ist unsäglich verschieden und hat seine Auswirkung auf das ganze weitere Leben. Laufend erscheinen neue Bücher wie z. B. Neill Postmans „Das Verschwinden der Kindheit“ (Fischer Verlag). Die neuen Medien und die technisierten Haushalte bringen die Welt der Erwachsenen tagtäglich in den Erlebnishorizont der Kinder herein. Auch das Mütterliche und Väterliche tritt für das Bewusstsein der Kinder häufig zurück: die Eltern lassen sich vielfach beim Vornamen nennen, geben sich partnerschaftlich, als ob die Kinder schon erwachsene Partner wären. Vieles geschieht heute in der Welt, um schutzgebende Kindheit zu verhindern, um das echt Väterliche und Mütterliche zu verdecken.

    Dieser Beitrag möchte Hinweise darauf geben, wo wir heute konkret anfangen können, ganz bewusst Kindheit zu pflegen. Wie erstrebenswert es ist, Kindheit so zu gestalten, dass der Rückblick im späteren Leben so werden kann, wie es Lusseyran von seiner Kindheit beschrieben hat: Dass Sie eine Kraftquelle für ihn war, die dazu führte, das Leben auch dann zu lieben, nachdem ihm die Probleme der eigenen Zeit bewusst geworden waren (er war eine Zeitlang im KZ inhaftiert) und er erfahren hatte, wie viel eigenes und auch fremdes Leid zu bewältigen ist. Menschen mit einer glücklichen Kindheit, die vertrauensvoll zu Vater und Mutter aufblicken durften, stehen später mit einem unerschütterlichen Existenzvertrauen im Leben und haben es leicht, auch mit Verehrung das Göttliche in der Schöpfung wahrzunehmen. Interessiert und hilfreich können sie sich der Umwelt zuwenden. Wer jedoch von klein auf angehalten wurde, vieles selbst zu entscheiden, zu bestimmen, zu beurteilen, wer nicht erleben durfte, wie er selbstsicher in die Entscheidungen der Erwachsenen mit eingebunden war und vertrauensvoll sich ihrer Urteilssicherheit hingeben durfte, nimmt eine innere Unsicherheit mit ins Leben. Diese äußerst sich so, dass das Interesse sich mehr an die Sorge um das eigene Wohl und Wehe, an die Frage nach der eignen Sicherheit bindet, statt sich offen und liebevoll den Problemen der Umwelt hinzugeben.

    Mit dem Wort „Vater“ oder „Papa“ bezeichnet das Kind nicht nur einen individuellen Menschen, der diese Aufgabe übernommen hat – sondern mehr: das nämlich, was als Ideelles mitschwingt und in religiösen Urkunden als der „Himmlische Vater“ angesprochen wird. Ebenso ist mit „Mutter“ bzw. „Mama“ auf das gedeutet, was über den Menschen hinaus das mütterliche Element verkörpert, die „Erdenmutter“, das Getragen-, Geschützt, und Ernährtwerden. Bemühen sich die Eltern darum, sich nicht nur so zu geben, wie sie als persönliche Alltagsmenschen sind, sondern etwas über diesem persönlichen Ideal anzustreben und womöglich zu verwirklichen, so wird dies von dem Kind als etwas erlebt, worauf es später mit Dankbarkeit zurückblicken kann. Es wird ihm dadurch auch der Sinn für menschliche Entwicklung erschlossen: dafür, was es bedeutet, dass der Mensch seelisch und geistig über das hinauswachsen kann, wozu er durch Natur und Begabung veranlagt ist.

    Das heißt natürlich nicht, dass die Eltern den Kindern eine Vollkommenheit vorspiegeln sollen, die sie gar nicht besitzen. Vielmehr wird das ehrliche Bemühen um diese Qualität eine positive Wirkung zeigen. Um zu lernen, in echter Weise Vater oder Mutter zu werden, versuche man sich zu vergegenwärtigen, was das Kind in seinem jeweiligen Lebensalter zur Förderung seiner Entwicklung braucht. In der Vorschulzeit sind es vor allem Nahrung, Schutz und liebevolle Nähe sowie vielfältige Anregungen zum Tätigsein. Da das Kind von sich aus noch nicht die Möglichkeit hat, sein Leben selber zu gestalten und zu ordnen, bedarf es der Regelung und Ordnung seiner Verhältnisse durch den Erwachsenen. Je klarer und selbstverständlicher das geschieht in Form von guten Gewohnheiten, regelmäßigem Essen und Schlafen, Spielen und Ruhen, um so selbstverständlicher und sicherer findet sich das Kind zurecht, um so zufriedener wird es sein. Hier hat die Qualität des Mütterlichen ihr hauptsächliches Lebensgebiet.

    In der Schulzeit wird dann das väterliche Element wichtiger. Das Kind sucht jetzt das Vorbild eines Menschen, der fest im Leben steht, mit Schwierigkeiten fertig wird und Sicherheit hat im Urteil und Sich-Entscheiden.
    Nach der Pubertät wird für den Jugendlichen besonders wichtig, wie die Eltern miteinander im sozialen Leben umgehen. Ideale sind menschlichen Zusammenlebens bilden sich in diesem Alter aus und wirken prägend für die eigene spätere Lebensgestaltung.

    Früher waren die Aufgaben von Vater und Mutter durch das gesellschaftliche Leben festgelegt. Heute sind wir freier im Gestalten der häuslichen und beruflichen Verhältnisse. Der „Hausmann“ und die berufstätige Mutter bringen es mit sich, dass nicht immer das väterliche Element vom Vater und das mütterliche von der Mutter repräsentiert wird. Deswegen ist es so entscheidend, dass der ideelle Aspekt des Väterlichen und Mütterlichen erfasst wird. Dann kann auch der Vater bis zu einem gewissen Grade die mütterlichen Qualitäten der Innerlichkeit, des Umsorgens und Pflegens übernehmen. Umgekehrt kann die Mutter diejenige sein, die dem Kind die Orientierung gibt für das Im-Beruf-Stehen, für die Auseinandersetzung in Zeitfragen und die Art, mit dem Leben fertig zu werden.
    Wir werden durch das Verhalten unserer Eltern entscheidend mitgeprägt. Je stärker sich Vater und Mutter dieser Tatsache bewusst werden und hierin eine Aufgabe für die eigene Lebensgestaltung und Selbstverwirklichung sehen, um so mehr kann Kindheit wieder eine Zeit werden, in der man das Vertrauen in die eigene Existenz und die Liebe zur Welt entwickeln lernt – eine Zeit, in der man Kräfte sammeln darf und Zuversicht gewinnt für das ganze Leben.
  • Pretty Girls Make Graves 15. Juli 2005, 21:55

    FAMILIENLEBEN
    Kinder und Haustiere






    Wie unsere babyclub.de-Umfrage ergeben hat, lebt in jedem zweiten Haushalt unserer User ein tierisches Familienmitglied. Tiere können sich positiv auf die Entwicklung von Kindern auswirken. Bei Babys ist noch Vorsicht geboten, lassen Sie Kind und Tier nicht unbeaufsichtigt in einem Raum. Wenn Sie folgende Punkte beachten, brauchen Sie auch Eifersucht seitens der Vierbeiner nicht befürchten. Gerade bei Hunden tauchen die meisten Fragen auf:

    - Wenn Ihr Hund noch kein eigenes „Reich“ hat, so sollten Sie Ihm spätestens jetzt einen eigenen Platz mit Decke, Körbchen, Spielzeug und Fressen zuweisen und Ihm beibringen, dass dies ein Platz ist, der ihm ganz allein gehört. Dieser Platz ist für Kinder tabu.

    - Auch wenn sich in der ersten Zeit fast alles um das Kleine dreht, vernachlässigen Sie den Vierbeiner nicht. Geben Sie ihm eine Extra-Portion Steicheleinheiten, da kann auch Ihr Partner aushelfen.

    - Gehen Sie möglichst viel spazieren. Frischluft und Bewegung tut während der Schwangerschaft gut und verhindert z. B. typische Beschwerden wie Venenleiden oder Müdigkeit. Wenn das Kleine da ist – ab mit dem Kinderwagen nach draußen. Das stärkt das Immunsystem des Babys und erleichtert die Angewöhnung von Hund und Kind.

    - Lassen Sie Kleinkind und Hund nicht unbeaufsichtigt zusammen in einem Raum.

    - Machen Sie Ihr Kind frühzeitig mit den Verhaltensregeln vertraut, z. B. dass man Hunde nicht im Schlaf streichelt, weil Sie sonst erschrecken und sich instinktiv wehren, oder dass Hunde beim Essen nicht gestört werden dürfen.

    - Hunde sind Rudeltiere. Haben Sie das neue Familienmitglied erkannt und akzeptiert, so werden Sie es genauso bewachen und beschützen.

    - Sorgen Sie von Anfang an für eine strikte Trennung zwischen Tier- und Kinderzimmer. Wenn Ihr Kind älter ist, darf es den tierischen Freund auch mit ins Zimmer nehmen.

    Außerdem:

    - Vögel, Katzen oder Tiere, die in die Wiege gelangen könnten, sollten Sie nicht unbeaufsichtigt im selben Raum belassen. Volieren oder Tierstall nicht im Kinderzimmer aufstellen.

    - Vorsicht vor dem Katzenklo! Während der Schwangerschaft sollten Sie jemand anders mit dem Ausmisten des Katzenklos betreuen bzw. sehr vorsichtig damit umgehen. Im Katzenkot befinden sich Erreger, die dem erwachsenen Organismus nichts ausmachen, aber auf das Ungeborene übertragen werden können.
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