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Hinz Heinemann


Free Mitglied, Gaimersheim

Zubereitung von Murmeltierfleisch

eine Delikatesse für Mongolen (jedenfalls für die meisten, die ich kennen gelernt habe).

Probiert habe ich es auch, das Fleisch schmeckt mir persönlich recht gut. .....allerdings, wie hier im ausklingenden Sommer, ist sehr viel Fett dabei und das muss der Magen vertragen können (meiner glücklicherweise hat es).
Dem Murmeltier wird der Kopf abgetrrennt und dann, ohne die Aussenhaut zu verletzen, ausgenommen (durch den Hals). Zur Zubereitung werden erst Steine im Ofen zum Glühen gebracht, die dann schichtweise zusammen mit dem Fleisch hineingestopft werden und am Hals zugebunden. Nach ca. 10 Minuten garen wird das Tier (das Fell ist noch dran) dann in das Feuer gelegt. Wenn es fertig gegart ist, ist es für Mongolen eben eine wahre Delikatesse und Rarität.

Kommentare 6

  • Hinz Heinemann 2. Januar 2010, 17:58

    genau das ist eigentlich auf dem Bild zu sehen.
    Ein weiterer Stein wird aus dem offen geholt.
    Der Rauch stammt von dem gerade vorher eingefüllten Stein, das Mumel befindet sich zwischen den beiden, Teile des Halses sind nach aussen geklappt (rotes Fleisch).
    Übrigens wurde es nicht in einer Milchkanne gedämpft, sondern das Fell in dem Ofen rechts weggesengt. Wasser zur Entfernung der Haare wurde nicht benutzt, nur mit Messer abgeschabt.
    Der Schwanz des Murmels gilt ebenfalls als die größte Delikatesse und wird auch komplett gegessen
  • Foto-Nomade 16. Dezember 2009, 14:05

    Das Foto zeigt NUR
    die Bereitung der heissen Steine.
    Das Murmel wird danach mit diesen Steinen gleicher Grösse und einer bestimmten Anzahl gefüllt.
    Die Bereitung in Milchkannen ist unter den Alten verpöhnt,
    weil man dazu Geschick und Erfahrung braucht.
    Das Fleisch ist vor dem Befüllen mit Steinen
    und den Innereien in Därmen
    (gereinigt, Innereien zerkleinert, gewürzt,
    mit dem aufgefangenen Blut vermengt
    im Prinzip wie eine Blutwurst)
    "frikassiert", mit einem kleinen Messer
    bis kurz vor der Haut von innen zerschnitten.
    Das Fell darf nicht getroffen werden,
    sonst ist alles hin. (kein Dampfgaren mehr möglich).
    Dann wird das Tier von aussen auf einem Grill
    in der Hitze gewendet,
    das Fell abgesengt und mit Wasser abgeschwemmt und einem Messer so weit geschabt,
    das es dann zum Aufbrechen und Verzehr geeignet wird.
    Die selbe Zeremonie passiert mit Ziegen und Schafen.
    Solche im Fell der Tiere gefertigten Braten
    sind Höhepunkte in einem Mongolenleben,
    insbesondere,
    wenn ihnen die erste Schale des Fleischsuds,
    gar der Fettschwanz des Schafs
    (Merino, ein einziger Batzen Fett)
    gereicht wird.

    Schön finde ich aber,
    das Du dieses Zeremoniell zeigst und einstellst.

    LG von Foto-Nomade.
  • FrancesPhoto 8. Dezember 2007, 18:37

    Ist eine sehr interessante Sache, wir sind damals auch in den Genuß von Murmeltier gekommen und ich muß sagen, es schmeckt ganz anders als das, was man so kennt. Bei uns wurde es auch mit den heißen Steinen gemacht, aber soweit ich mich erinnern kann, wurde das Fell weitestgehend entfernt.

    Lg Franzi
  • Hinz Heinemann 7. Oktober 2007, 17:24

    Ja genau; eben garen von innen heraus.
  • Sabine Genz 5. Oktober 2007, 19:57

    Also, das mit dem Garverfahren habe ich nicht ganz verstanden: die heissen Steine werden in den ausgenommenen Koerper gegeben, und dieser dann Hals geschlossen?

    Das mit den heissen Steinen habe ich als "Dampfdrucktopf" mit einer Milchkanne erlebt, aber mit Ziegenfleisch.

    Gruss
    Sabine
  • J. Meyer 2. September 2007, 22:54

    Interessant. Und, hast Du probiert ?
    gruß, jürgen

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