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DJCarl


World Mitglied, Dachau

Zahnrad Dampflok III C 719

Die Keimzelle dieses umfangreichen Streckennetzes war eine als militärische Feldbahn errichtete Strecke von Bosnisch Brod nach Zenica. Diese wurde vom Bauunternehmen Hügel & Sager mit gebrauchtem Material, welches zuvor beim Bau der Bahnlinie von Timișoara nach Orșova an der Donau (heute Rumänien) zum Einsatz gekommen war, errichtet. Für die weit verbreitete Ansicht, das Material stamme vom Bau des Suezkanals, existieren jedoch keine Belege.[2] Diese Bahn, die schon bald nach Sarajevo verlängert wurde, stellte für damalige Verhältnisse das erste moderne Verkehrsmittel in der Region dar, das rasch an die Bedürfnisse eines zivilen öffentlichen Verkehrs angepasst und erweitert wurde. Die wichtigsten Strecken dieser Region waren die Bosnische Ostbahn sowie die teilweise mit Zahnstangenabschnitten versehene Narentabahn von Sarajevo über Mostar zur Adriaküste.
Später war im Gebiet der gesamten Donaumonarchie bei der Errichtung von Schmalspurbahnen eine Spurweite von 760 mm vorgeschrieben. Im Kriegsfall sollten dadurch ausreichend passende Fahrzeuge für die k.u.k. Heeresfeldbahnen zu Verfügung stehen. Doch auch außerhalb Österreich-Ungarns fand die Bosnische Spurweite Verwendung, z.B. in Bulgarien, aber auch in Serbien wurde ein umfangreiches Streckennetz in dieser Spurweite errichtet.
Nach Gründung des jugoslawischen Staates nach dem Ersten Weltkrieg wurden die bosnischen und serbischen Strecken durch eine neue Strecke über das Šargan-Gebirge verbunden, womit ein zusammenhängendes Schmalspurnetz entstand, welches weite Teile Bosnien-Herzegowinas und Serbiens, sowie Teile Montenegros und des dalmatinischen Küstenlandes erschloss. So fuhren durchgehende Schnellzüge von Belgrad über Sarajevo nach Dubrovnik auf schmaler Spur. Ergänzt wurde dieses Streckennetz durch eine Vielzahl von nicht öffentlichen Waldbahnen und Industriebahnen (z. B. Steinbeis-Bahn).
Die Schmalspurbahnen wurden nach dem Zweiten Weltkrieg nach und nach durch Normalspurbahnen (Spurweite 1435 mm) ersetzt oder wegen Unwirtschaftlichkeit gänzlich eingestellt. Die letzten Linien für den Personenverkehr, darunter die Bosnische Ostbahn von Sarajevo nach Višegrad, waren auf bosnischer Spur bis zum 28. Mai 1978 in Betrieb. Einige Streckenabschnitte in Serbien verblieben noch für einige Jahre für den Güterverkehr erhalten. In Bosnien blieben nur einige kurze Industriebahnen vor allem im Bergbau erhalten. Die Teilstrecke über das Šargan-Gebirge in Serbien wurde zwischen 1999 und 2003 als Museumsbahn wieder aufgebaut. Diese Šarganska osmica (Šargan-Acht) genannte Bahn von Mokra Gora nach Šargan Vitasi ist Bestandteil eines umfangreichen Tourismusprojektes für Westserbien und wurde bis zum Herbst 2010 weiter ins bosnische Višegrad verlängert.

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Kamera NIKON D7100
Objektiv Sigma 18-200mm F3.5-6.3 DC OS HSM
Blende 5.6
Belichtungszeit 1/60
Brennweite 29.0 mm
ISO 2200