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wohin gehöre ich... [1]

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Elisabeth Hackmann


World Mitglied

wohin gehöre ich... [1]

es ist schwer, ein Thema umzusetzen, wenn man selber nicht betroffen ist u. den Konflikt als solches nicht für sich nachvollziehen kann. Ich habe versucht, mich dieser Problematik zu stellen. Mit den Möglichkeiten, die im Studio mehr als begrenzt waren.

Serdar trat an mich heran, einen Konflikt darzustellen. Er ist halb Kurde, halb Türke. Wohin gehört er ? Was ist wenn er sich entscheiden muss ? Was bewegt einen Menschen, sich in eine Situation zu begeben, deren Konsequenzen er nicht absehen kann.

Krieg ist nur scheinbar eine Lösung, aber ich akzeptiere, dass man eventuell auch für seine Überzeugung kämpfen muss. Bezüglich der Mittel will ich mir hier kein Urteil anmaßen u. ich bitte euch, die ihr dieses Bild betrachtet, es rein unter fotografischen Gesichtspunkten zu sehen. Eine politische Diskussion finde ich unter meinem Bild weder sinnvoll noch akzeptabel.

Fortsetzung folgt....




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Kommentare 14

  • Z-E-N-S-I-E-R-T 2. Mai 2008, 20:13

    die idee finde ich gut, lisi. die umsetzung teilweise auch. aber es wirkt doch in der summe zu künstlich. da eine waffe im spiel ist (was ich nie gut finde), ist es vielleicht gut, dass es gekünstelt wirkt. aber vor allem wirken solche dinge nicht im studio.
    da musst du raus in eine passende kulisse. ist da nicht sogar eine kaserne in deiner nähe, meine ich ....
    aber es wird ja jetzt wieder angenehmer draussen. da kannst du das ja fortsetzen ;-)
  • Elisabeth Hackmann 19. April 2008, 11:25

    Hallo Antonio..

    danke für deine Worte ;)
    ja ich kann dich da total verstehen.
    aber ich habe versucht auch Serdar gerecht zu werden.
    Sein Ansatz war eben wie das mit jungen Leuten ist, die glauben, für etwas stehen zu müssen.
    die Waffe ist eigentlich nur SYMBOL.. das Symbol, für etwas kämpfen zu müssen, um etwas zu erreichen.

    Seine Mutter ist Kurdin, sein Vater Türke, er weiß also, dass es ein friedliches Zusammenleben unter der normalen Bevölkerung geben kann.

    Aber wie so viele ausländisch geprägte Kinder in Deutschland, die eigentlich keine richtige Zugehörigkeit zu irgendetwas haben, denn viele leben zwar in Deutschland, haben das Land ihrer Eltern vielleicht nur wenig oder gar nicht gesehen, suchen sie nach einer eigenen Identität. Denn als Deutsche fühlen sie sich irgendwie auch nicht.


    Sein Ansatz, die Zugehörigkeit zu einer Minderheit zu zeigen = Fahne, damit auf den Konflikt aufmerksam machen,
    sich dann entscheiden mit welchen Mitteln auch immer dafür zu kämpfen u. was dann draus entsteht, nämlich das Leid, der SChmerz, der Tod u. dass eine Versöhnung, Frieden doch viel besser wäre, das versucht er in diesen Bildern zu zeigen.


    es werden denke ich von mir noch 2 Teile kommen..
    klar ist Patos darin.. denn für einen deutschen Türken ist es irgendwie sowieso Utopie in die Türkei zu gehen u. dort für die Rechte der Kurden zu kämpfen.. dazu sind selbst diese jungen Leute schon viel zu verwestlicht u. verweichlicht.

    ich habs versucht umzusetzen.. war für mich nicht so einfach.. u. ich denke jeder sieht die Bilder auch anders..



    LG lisi
  • Antonio Corbatto 19. April 2008, 11:11

    Hallo Lisi,

    verständlich, dass Du keine Politische Diskussion unter dem Bild haben möchtest, aber solche Bilder können nicht "unpolitisch" sein. Das ist auch nicht die Intention Deines "Auftraggebers".
    Viel zu sehr ist unsere westliche Meinung durch die Medien geprägt und oft mit Vorurteilen belastet, sicher ein wesentlicher Grund warum mich das Bild inhaltlich nicht anspricht. Ich kann es ganz einfach nicht nachvollziehen, weil ich viel zu wenig darüber weiss und das, was ich weiss - hmmm ob das auf einer einigermaßen objektiven Information basiert, das bezweifele ich.
    Was das Aufwachsen zwischen zwei Kulturen bedeutet, darüber kann ich Dir aus eigener Erfahrung einiges erzählen. Zwar zum Glück nicht so krass, wie Dein Model, aber immerhin.
    Was ich noch nie mochte, sind darstellungen mit Waffen, auch wenn sie thematisch passen, es sei denn, es handelt sich um Reportagefotografie. Was mich an der Gesamtkomposition sehr stört ist, dass nur ein Bild davon, das von Dir beschriebene Thema trifft, nämlich die Verzweiflung nicht zu wissen wohin er gehört. Die anderen Bilder sind eher pathetisch und zeugen von einer grundsätzlichen Gewaltbereitschaft, die ich zutiefst ablehne. Ich frage mich nur: gegen wen, wenn er doch nicht weiss wohin ???

    Fotografisch sind die Bilder von gewohnter Perfektion.

    Viele Grüße

    Antonio

    p.s. hab lange überlegt, ob ich was unter dieses Bild schreiben soll.....
  • Gary Busch 18. April 2008, 18:54

    Ich finde die Arbeit doch sehr gelungen und mich würde interessieren wie die Kritiker diese umgesetzt hätten. Gerade das theatralisch ist in diesen Volksgruppen gewollt und somit gut umgesetzt. In den Bilder mit der Waffe hätte es sogar noch mehr sein können. Alles in Allem unter Betrachtung der Vorgaben finde ich diese Umsetzung sehr gut.
  • MICHAEL stüben 18. April 2008, 12:27

    Ja,Elisabeth es mutig dieses Thema anzusprechen,erforderlich finde ich auch.Versuchen wir mal das Künstlerische von dem Emotionalen zu trennen.Ich bin gespannt. LG Michael
  • christian ... art-n-visions 18. April 2008, 10:58

    beeindruckend...!
  • Ulf B. aus dem WW 18. April 2008, 10:27

    es ist schwierig und dadurch eine Herausforderung, ich finde, ihr habt es gut gelöst, wie man das hin- und hergerissene noch besser darstellen könnte, weiß ich auch nicht

    lg Ulf
  • Günter Heindrichs 18. April 2008, 10:26

    @Lisi: Wobei man sich jetzt unwillkürlich fragt, wenn der Darsteller mit diesen Bildern ansprechen will.
  • Elisabeth Hackmann 18. April 2008, 10:04

    @ Günni.. jepp.. das ist mir schon bewußt.. du musst allerdings auch etwas die Mentalität berücksichtigen.. andere Kulturen stellen überzeichnete ins theatralische gehende Themen in der Darstellung eher dar als wir, die eher subtileres Vorgehen bevorzugen.. ich kann aber deine Sichtweise sehr wohl nachvollziehen..
    Eine Überzeichnung habe ich bewußt in Kauf genommen u. Studio war nun mal VORGABE ;)

    LG lisi
  • Günter Heindrichs 18. April 2008, 10:00

    Eine solche Thematik in einem Bild umzusetzen ist sicher nicht einfach. Ob ein Studio dafür die richtige Location ist, wage ich mal zu bezweifeln. Auf mich wirkt das Bild sehr theatralisch und spricht mich persönlich daher nicht so an.
    LG von Günni
  • Model Tanja B 18. April 2008, 9:20

    Toll Lisi,
    das doch sehr schwierige Thema hast du gut umgesetzt!
    Ich bewundere mal wieder deine Feinfühligkeit die du immer wieder an den Tag legst!

    LG Tanja
  • Michi D. aus dem WW 18. April 2008, 9:07

    Sehr krativ Lisi und eine gute Arbeit von Euch Beiden!
    LG Michi
  • Die Jallo 18. April 2008, 8:59

    GRANDIOS!!!!
  • P.aufdererbse 18. April 2008, 8:59

    ich finde....du hast mit den mitteln die dir zur verfügung standen...das thema sehr gut umgesetzt..ich bin gespannt auf den rest...lg simone