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Michael P.-Becker


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(Winter-)Gerste (Hordeum vulgare)

Die Pflanze wird 0,7 bis 1,2 m hoch. Der Fruchtstand ist eine Ähre mit langen Grannen. Die Ähren sind im reifen Zustand geneigt bis hängend. Morphologisches Erkennungsmerkmal sind die langen, unbewimperten Blattöhrchen, die den Halm vollständig umschließen. Das Blatthäutchen ist schmal und leicht gezähnt. Botanisch betrachtet sind die Körner einsamige Schließfrüchte (Karyopsen). Gersten werden anhand ihrer unterschiedlichen Ähren in zwei- und mehrzeilige Formen unterteilt. Die zweizeiligen Formen entwickeln pro Ansatzstelle nur ein Korn, das voll und kräftig ausgeprägt ist. Bei den mehrzeiligen Formen treten drei Körner pro Ansatzstelle auf, die sich aber nicht so kräftig entwickeln wie die der zweizeiligen Formen. 2-zeilige Gerstensorten, meistens handelt es sich um Sommergerste, finden vorwiegend Verwendung bei der Bierherstellung als Braugerste. 4- und 6-zeilige Gerstensorten, überwiegend Wintergerstensorten (d.h. Saatgerste, welche im Herbst gesät wird und auf dem Feld überwintert), werden als Futtergerste angebaut.

Ursprungsgebiete der Gerste sind der Vordere Orient und die östliche Balkanregion. Die ältesten Nachweise der Gerste lassen sich bis 10500 v. Chr. zurückdatieren; Gerste, Einkorn und Emmer waren die ersten vom Menschen gezielt angebauten Getreidearten. Ab 7000 v. Chr. begann die systematische Zuchtauswahl und seit der Jungsteinzeit (5000 v. Chr.), findet auch in Mitteleuropa Gerstenanbau statt.

Während des Mittelalters war die Gerste als ertragreiches Viehfutter geschätzt. Dank der Züchtung können die Erträge, vor allem auf anspruchsloseren Standorten, mit den Weizenerträgen konkurrieren. Gerste ist eines der klassischen Getreide der Antike. Sie ist vor mehr als 8000 Jahren im Zweistromland und am Nil angebaut worden. Sie ist eng verwandt mit der im Nahen Osten vorkommenden Wildgerste (Hordeum vulgare subsp. spontaneum).

Die Züchtung versuchte neben der Qualitätszüchtung auch, eine technisch besser handhabbare grannenlose Gerste zu erzeugen. Dies gelang zwar (Sorten wie Ogra, Nudinka), aber diese Formen haben sich nicht durchgesetzt. Hierbei darf nicht vernachlässigt werden, dass auch die Granne photosynthetisch aktiv ist.

Kommentare 11

  • Jens Hansen 28. Mai 2008, 21:32

    sehr schöne Aufnahme! Gefällt mir gut!

    VG Jens
  • Heiko 99 27. Mai 2008, 17:46

    Eine feine Detailaufname und tolles Grün!

    LG; Heiko
  • Nicole Zuber 27. Mai 2008, 7:41

    Tolle Farbe !!!

    GLG – Nicole
  • sibon 26. Mai 2008, 20:17

    Hach, sowas liebe ich!!! Die Farben und Dein Bildschnitt sind einfach wundervoll!
    LG Sigi
  • my Way 26. Mai 2008, 18:57

    wunderschöne Grün und die frischen Strukturen der Ähre im Verborgenen noch... so schön !
    LG my Way
  • Tom Eder 26. Mai 2008, 18:55

    Die Natur ist atemberaubend, wenn man den richtigen Blick dafür hat. Vielen Dank für den Text.
    Die Wintergerste gefällt mir viel besser als die Elektrospargel...
    lg
    -tom
  • Veronika Zanke 26. Mai 2008, 18:14

    Schöne Grüntöne in bestem Licht!
    Und danke für die auführliche Info!
    LG Veronika
  • Angéla Vicedomini 26. Mai 2008, 18:08

    Die ganze Schönheit einer einfachen und doch so wertvollen Pflanze hast Du hier festgehalten !
    LG Angela
  • Jochen Schmidt-Oehm 26. Mai 2008, 17:59

    Klasse Text und eine gekonnte
    Aufnahme!
    lg schmoehm
  • Rolf Hustedt 26. Mai 2008, 17:41

    wunderschöne Aufnahme!
    Ein herrliches, frisches Grün.
    LG Rolf
  • Britta Lamberty 26. Mai 2008, 17:40

    herrlich, dieses frische Frühlingsgrün!!
    Und sehr informativ!!
    LG Britta