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Winter 1977 Blick auf Wanne-Eickel

Winter 1977 Blick auf Wanne-Eickel

5.702 57

Thomas H. aus WN


Free Mitglied, Waiblingen

Winter 1977 Blick auf Wanne-Eickel

Ein Griff in meine Kiste mit alten SW Negativen aus den 1970 er Jahren
Gemacht mit analog Canon EF, 300 Tele und Ilford HP4, Scan vom Negativ
Da gibts kein EBV und Filter etc. Das Motiv, die Aussage musste stimmen.
Et wah wie et wah, auch die kreuzenden Leitungen waren so wie se waren.
Ein Denkmal für die pure Fotografie- nix geschönt!

Pure Nostalgie und sowas von Luftverschmutzung.:-))
.... übrigens ist das meiste schlichter Wasserdampf!


******** Die Tatsache, daß eine im konventionellen Sinn technisch fehlerhafte Photographie, gefühlsmäßig wirksamer sein kann als ein technisch fehlerloses Bild, wird auf jene schockierend wirken, die naiv genug sind, zu glauben, daß technische Perfektion den wahren Wert eines Photos ausmacht. (Andreas Feininger)******************


VIELLEICHT IST DAS FOTO NICHT SCHÖN, aber es hat eine Aussage und ist unwiderholbar HISTORIE.


Bild mit F11 bändigen!

Kommentare 57

  • Norbert van Tiggelen 20. März 2007, 13:49

    „Wanne – Eickel“

    Schon in meiner Jugendzeit,
    Zechen staubten weit und breit,
    die Taubenschwärme flogen tief,
    die Asthmabrücke lag im Mief.

    Der Güterbahnhof unsrer Stadt,
    setzt den meisten Andren Matt,
    viele Perlen aus den Poren
    wurden dort in Schweiß verloren.

    Der Kanal mit seinen Brücken,
    Tonnen Stahl die’s Herz entzücken,
    Schiffe bücken sich dort drunter,
    die Kinder schwimmen hier sehr munter.

    Der Dürerberg in Röhlinghausen,
    dort oben machten wir viel Flausen,
    besonders gut war dieses Ziel,
    für ein Abenteuerspiel.

    Die Cranger Kirmes strahlt zur Ernte,
    den Spaß im Sommer dort man lernte,
    Weltbekannt und ein Symbol,
    fühlen sich dort Menschen wohl.

    Der Mond des Wanners wahres Zeichen,
    er ist trotz Wolken schwer zu bleichen,
    unsrer Stadt das Lichte gibt,
    den Mondpalast auch darum liebt.

    Das Solbad mit den warmen Quellen,
    heilend liegen in den Wellen,
    trotz schwerer Luft und viel Verkehr,
    wirst du gesund, fällt gar nicht schwer.

    Zum guten Schluss sei noch gesagt,
    ganz egal wer mich auch fragt,
    ich bleib Dir treu, wird’s noch so heikel
    meine Stadt heißt „Wanne – Eickel“.

    Norbert van Tiggelen
    März 2007
  • Norbert van Tiggelen 18. März 2007, 11:29

    Hallo Thomas! Vielen Dank für das kurze Gänsehaut- Gefühl. Hier mein kleines Dankeschön zu Dir:

    „Das neue Revier“


    Jahre sind seitdem vergangen,
    jetzt wird meist nur noch abgehangen,
    Dönar- Stuben schießen empor,
    auf der Straße wächst mir ein Rohr.

    Arbeitslose in den Gassen,
    Ausländer die, die Deutschen hassen,
    „Muckibuden“ fast an jeder Ecke,
    gewalttätige Jugend hinter der Hecke.

    Trinkhallen die Kröten den Alk verkaufen,
    Penner die auf den Parkbänken saufen,
    die Faulen geht es wirklich gut,
    weil das Sozialamt gut zahlen tut.

    Die Polizisten heißen jetzt Bullen,
    in der Schule gibt’s Drogen statt Stullen,
    anstatt malochen unter Tage,
    lieber bekifft auf der Trage.

    Schwarzer Krauser und Camel sind jetzt hier der Renner,
    unter den Brücken da liegen die Penner,
    Die Mantas sie liegen so tief wie noch nie,
    den Leuten hier steht die Scheiße bis an die Knie!


    Der Rhein- Herne Kanal mag die Emscher nicht mehr,
    die Gewalt auf der „Cranger“ sie steigt immer mehr,
    Laubenpieper die nehmen reiß aus,
    Im Kohlenpott sieht’s wirklich düster aus.


    Norbert van Tiggelen
    Februar 2007

  • Hans-Jürgen G 14. Januar 2006, 1:19

    Das Ergebnis überrascht mich nicht,
    darum sind meine Bilder auch für's Voting gesperrt...!
    Gruß Hans-Jürgen
  • Thomas H. aus WN 13. Januar 2006, 12:26

    @ An alle meine PRO-Voter,...und andere auch!

    ....immerhin 58 pro aber 6 mal soviel contra.

    Ja so ist das im Leben, die Mehrheit bestimmt! (:-)))
    Für mich war das sehr interessant!!
    Ich habe übrigens nicht geglaubt hier eine Mehrheit FÜR
    das Bild zu finden.

    Bei den PRO-Votern wird es sich wohl überwiegend um ältere FC-ler handeln :-)), die mehr die Stimmung, die Aussage und die Symbolik des Bildes verstanden und bewertet haben.
    Die Anderen sind bei ihrer Beurteilung doch sehr von Äusserlichkeiten ausgegangen und dem "was man heute so gut findet". (sauber, glatt , schön)
    Sollten sich Fotoklassiker wie August Sander,Alfred Renger-Patzsch,Chargesheimer ,u.a. die in den vergangenen Jahrzehnten das Ruhrgebiet schwarz-weiss fotografierten hier ebenfalls zur Kritik gestellt haben, sie wären jedenfalls ähnlich untergegangen.
    Die meisten FC-ler werden diese Namen nie gehört haben, ist ja auch nicht schlimm.Ihre Bücher erreichten damals hohe Auflagen und werden heute zu Phantasiepreisen gehandelt!

    Das heutige Problem scheint mir, daß zu sehr auf Äusserlichkeiten geachtet wird, die Werbung erzieht uns genau in diese Richtung.
    Umsomehr wird jeder scheitern der, von den paar Berufsfotografen hier in der Fc mal abgesehen, ständig seine Bilder mit denen in solcher Werbung vergleicht.
    Fotografie ist Dokumentation.Wie nebensächlich techn. Qualität und Details werden, wenn der Betrachter den Inhalt eines Fotos würdigt, ist sehr gut am gerade laufenden Contest "fc- ler zeigen ihre kinderbilder" zu sehen.
    Keiner wird je die Qualität eines technisch , zu der Zeit eben nicht anders realisierbaren, schwachen Fotos als Maßstab für dessen Wert ,sondern mehr die Originalität
    des Dargestellten bewerten.Stimmungen werden wach, Details eigener Geschichte fallen einem ein.

    So, und nur so wollte ich das obige Voting verstanden wissen!

    Wer den Pott noch erlebt hatte, als Deutschlands mächtigste Wirtschaftsregion, der weiss wovon ich spreche! Dahin würde ich gerne wieder kommen, daß die Schlote wieder rauchen bei uns!



  • Melitta Burger 13. Januar 2006, 10:27

    Schade...
  • Gernot Mattauch 13. Januar 2006, 7:22

    Contra ich stimme den Vorgesagten zwar schon in Philosophischer Hinsicht zu, aber abgesehen ob es nun technisch perfekt ist oder nicht, finde ich die Gestaltung des Bildes flau.

    Es ist einfach lieblos geknipst. Der Fotograf hat schon Recht ein Bild muss nicht technisch fehlerlos sein um zu wirken aber gerade dann muss die Gestaltung wirken.

    Und das hätte in dem Bild bedeutet mehr nach unten damit die Hausreihe nicht zerschnitten und der weiße Konturlose Himmel reduziert wird.

    Ist meine Meinung und es steht jeden frei es anders zu sehen.
  • Reinhard Bayreuther 13. Januar 2006, 7:22

    Aus eben den genannten Gründen: pro.
    Natürlich ist das Foto flau und grau. Das Abgebildete ist hässlich. Es gibt jede Menge Strippen im Bild und die Häuser sind nur angeschnitten wie die Bahnlinie unten.
    Aber selten wurden in der fc zu einem Foto so lange Kommentare geschrieben. Heutige Fotos leben in der Tradition der Nothhelfers, sie stellen die Industrielandschaft museal dar. Und museal heißt: Nicht in Funktion, sondern als ästhetisches Objekt. Wobei die Nothhelfers ja erst einmal damit recht hatten uns auf die industrielle Ästhetik aufmerksam zu machen.
    Und jetzt präsentiert uns Thomas ein Foto, dreißig Jahre alt, und fragt uns, wie wir unsere Zeit sehen im Vergleich zu damals.
  • Michael Masur 13. Januar 2006, 7:22

    Seinerzeit hatte Gelsenkirchen keine 3% Arbeitslose, heute sind es dort über 30%. Wo einst die Schwerindustrie brummte gibt es heute Supermärkte in denen sich die Arbeitslosen die Waren anschauen können, die sie sich mit Hartz IV nicht mehr leisten können. Aber schön saubere Luft und jede Menge leerstehende Technologiezentren haben sie jetzt. Das ganze nennt sich "Strukturwandel im Ruhrgebiet".
    Fotografisch auf dem DAMALIGEN Stand der Zeit ist es heute ein wertvolles Zeitdokument und zeigt, wie wichtig es ist, auch solches Fotos zu machen und nicht nur die scheinbar schönen Dinge abzulichten. Mit Bildern wie diesen kann man unseren Kindern in Zukunft noch zeigen wie mal eine Zeche ausgesehen hat.
    Von mir ein PRO.
  • Günther Weber 13. Januar 2006, 7:22

    pro
  • Gerald Große 13. Januar 2006, 7:22

    -
  • Rainer Wagner 13. Januar 2006, 7:22

    Contra
    alles in allem zu blass
  • Melitta Burger 13. Januar 2006, 7:22

    Aber natürlich passt dieses Bild in die zielsektion. Und wie!! Und da wäre es geradezu schändlich, wenn man irgendwelche Stromleitungen entfernte oder siwe sich wegwünschte. Gerade das ist doch ein Teil der Landschaft und damit auch des Bildes.

    Natürlich gibt es Bilder, die "glattgemacht" werden _müssen_ - aber das hier gehört nicht dazu. Dokus zeigen das Leben so wie es ist. Ungeschminkt und ohne Retusche.

    Und von mir kommt hierzu ein PRO.
  • Klaus Kraiger 13. Januar 2006, 7:22

    Pro
  • Zelluloidfreak 13. Januar 2006, 7:22

    Ich denke mal aufgrund des Alters des Bildes kann man hier über technische Probleme hinwegsehen. Insbesondere die Kabel im Bild machen deutlich daß hier Hochspannungsleitungen allüberall sind, daher gehören sie dazu.

    Ich hätte es aber schöner gefunden wenn das Bild noch geradegerückt worden wäre. So nur ein Pro mit Bauchgrimmen.