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Windmühlen im Hessenpark

Windmühlen im Hessenpark

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Mareike Bergmann


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Windmühlen im Hessenpark

Oh ja endlich, der Frühling... Ralf und ich haben einen sehr schönen Spaziergang durch den Hessenpark am 1. Mai 2008 gemacht.

Der Hessenpark - das 1974 gegründete zentrale hessische Freilichtmuseum.

Wie arm wäre unser Leben ohne Zeugnisse unserer Vergangenheit!

An über 100 Gebäuden, vom nordhessischen Gutshof, einem mittelhessischen Tagelöhnerhaus bis zum südhessischen Wirtshaus, können Sie hier in mehreren Baugruppen die ländliche Entwicklung Hessens der letzten 400 Jahre sehen und mitverfolgen.

Die Bockwindmühle (auch "Deutsche Mühle" genannt) wurde 1869 in Papenhorst (Kreis Peine) erbaut und diente von Anfang an als Nebenerwerbsmühle. 1987 wurde sie im Hessenpark aufgebaut.
Technik:
Getreidemühle, Typ Deutsche Mühle, mit Mühlengehäuse, Bock und Ständer, ein Mahlgang.

Die Bockwindmühle oder "Deutsche Mühle" ist der älteste Windmühlentyp Nordeuropas.

Das ganze Gehäuse wird am herausragenden Steert (Mehlbaum, Mahlbalken) um den Bock herum in den Wind gedreht. Dies geschieht bei unserer Windmühle von Hand. Die Flügel sitzen auf der leicht geneigt gelagerten Flügelwelle. Die Neigung ist nötig, damit die Flügel unten dem Gebäude nicht zu nahe kommen.Im Innern treibt die Mühle über das Kammrad ein mit dem Mahlgang verbundenes Stockgetriebe und bewegt darüber den Läuferstein.

Die Kappenwindmühle aus Borsfleth

Unter den vielen Mühlen im Hessenpark ist die Kappenwindmühle wohl die bekannteste. Sie gehörte an ihrem alten Standort am Krempaudeich (Borsflether Büttel) zu den alten "königlichen" Mühlen des Amtes Steinburg.
Der Typ der Holländer-Mühlen, zu denen unsere Mühle gehört, ist in Hessen an verschiedenen Standorten nachgewiesen.
Technik:Getreidemühle, Holländer-Typ im Achtkant-Ständerbau mit Zwickgestell; Ein Schrotgang, ein Mehlgang mit Sechskantsichter.
Baujahr 1822, wiederaufgebaut im Freilichtmuseum 1985/86,
Das mächtige Kronenrad leitet die Windkraft an die Mahlgänge weiter
Das Bewegen der Kappe und damit das "In-den-Wind-Drehen" der Flügel geschieht bei älteren Mühlen mit dem "Steert" (die Balken des Steert sind oben im Bild als Ansatz an den Seiten der Kappe erkennbar, während der Steert selbst hinter der Mühle ist).Die Flügelstellung ist von großer Bedeutung, weil sich die Mühle nur dann dreht, wenn die Flügel im rechten Winkel zur Windrichtung stehen. Der Unterbau der Mühle ist zur verbesserten Windnutzung erhöht. Zur Bewegung der Kappe mit dem Steert befindet sich eine Galerie auf dem Unterbau, ein sogenanntes "Zwickgestell". Der "Zwickstellholländer" (Galerieholländer) ist die weitaus verbreitetste Form des Achtkant-Ständerbaus.

Kommentare 1

  • Nick Auerbach 3. Mai 2008, 20:11

    Schönes Foto danke fur die Erklärung. Muss unbedingt mal wieder in den Hessenpark war da seit meiner Jugend nicht mehr.

    Gruß Nick