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Wellington -  New Zealand -  Motiv vom Weltenbummler - Archiv

Wellington - New Zealand - Motiv vom Weltenbummler - Archiv

K.-H.Schulz


Pro Mitglied, Göppingen

Wellington - New Zealand - Motiv vom Weltenbummler - Archiv

Zur Zeit der ersten europäischen Entdecker des Gebiets – Abel Tasman im Jahr 1642 und James Cook im Jahr 1770 – waren die Ufergegenden am Wellington Harbour übersät mit kleinen Māori-Siedlungen (Māori: Pā). Obwohl beide Europäer anlegen und das Gebiet erforschen wollten, scheiterten sie bei ihren ersten Versuchen wegen der äußerst starken Strömung und den schwierigen Windverhältnissen. Seit dieser Zeit hat die Gegend den Ruf, sehr „windig“ zu sein. Erst knapp 70 Jahre später begann die erste geplante Besiedlungswelle durch die Europäer, als William Wakefield im Auftrag der 1839 gegründeten New Zealand Company in Neuseeland große Landflächen von den Māori erwerben sollte, bevor die britische Krone deren Aktivitäten beenden konnte. Als Wakefield am 20. September desselben Jahres mit seinem Schiff, der Tory, am „großen Hafen des Tara“ ankam, spielte der ehemals dominierende Māori-Stamm Ngāhi Tara keine große Rolle mehr und wurde vom aufstrebenden Te Ati Awa-Stamm verdrängt. Letzterer unterstützte die Europäer in deren Bestreben, eine Siedlung am von den Europäern als „Port Nicholson“ bezeichneten Naturhafen zu errichten, weil sie sich im Gegenzug von den Europäern Unterstützung gegen den verfeindeten Ngāti Toa-Stamm erhofften. Sie verließen im Tausch gegen 100 Musketen, 100 Decken, 60 rote Nachtmützen, ein Dutzend Regenschirme und weitere verschiedene Kleinigkeiten widerwillig ihr Land. Allerdings gab es Übersetzungsschwierigkeiten, und das Prinzip des Landbesitzes war den Māori unbekannt. Hinzu kam, dass nach den Auseinandersetzungen unter den verschiedenen Stämmen eine eindeutige Zuordnung der Siedlungsgebiete sowieso nicht möglich war.
Der Lambton Quay heute: Mitten im Stadtzentrum
Schon im folgenden Jahr, 1840, kehrte Wakefield mit der ersten „Schiffsladung“ Siedler an den Naturhafen zurück und benannte die zukünftige Siedlung zu Ehren von Arthur Wellesley, 1. Duke of Wellington, einem Unterstützer der New Zealand Company, Wellington. Ihre erste Siedlung errichteten die Ankömmlinge in Petone im Mündungsgebiet des Hutt River. Wegen der häufigen Überschwemmungen waren sie aber gezwungen, die Ortschaft weiter nach Südwesten, nach Lambton Harbour in den heutigen Stadtteil Thorndon zu verlegen. Eine Serie von kleineren Erdbeben im Jahr 1848 führte zu zahlreichen Beschädigungen. Einige Jahre später wurde klar, dass die eingeengte Lage der Stadt kein weiteres Wachstum mehr zuließ, daher wurde der Beschluss gefasst, große Flächen des angrenzenden Naturhafens trockenzulegen. Bevor man aber mit den Arbeiten beginnen konnte, erschütterte ein Erdbeben die Region. Am 23. Januar 1855 veränderte das Wairarapa-Erdbeben die Landschaft in und um Wellington. Mit einer Stärke von 8,2 MW wurde der Boden um bis zu 6,4 m angehoben, im Hafenbecken (Wellington Harbour) noch bis zu 2 m. Der Landgewinn wurde für das Stadtzentrum und später für den Bau des Flughafens genutzt. Durch die Anhebung verschob sich auch das Meeresufer, wodurch sich der Lambton Quay (deutsch: Lambton-Kai) heute über 250 Meter vom Hafenbecken entfernt befindet

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