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Detmar K.


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Weißdolch-Bläuling (Weibchen)

Der Weißdolch-Bläuling (Polyommatus (Argodiaetus) damon) ist noch unter einigen weiteren Namen bekannt: Großer Esparsetten-Bläuling, Grünblauer Bläuling, oder auch Streifen-Bläuling. Der lange, durchgehende weiße Streifen an der Hinterflügelunterseite macht diese Art unverwechselbar. Während das Männchen auf der Oberseite etwas blauer wie der Silbergrüner Bläuling (P. coridon) ist, hat das Weibchen eine schlichte dunkelbraune Oberseite.

Auf dem Bild sieht man ein Weibchen bei der Eiablage an der alleinigen Raupennahrungspflanze, der Esparsette. Das Ei wird in die Tragblattachsel eines (schon abgeblühten) Blütensstandes abgelegt, wo es am vertrockneten Stengel überwintert. Die Art läßt sich somit auch noch gut im Herbst nachweisen, in dem man Esparsettenstengel von oben her betrachtet und nach Eiern absucht.

Diese Art ist in Deutschland äußerst selten, sie kommt nur in den Bundesländern BW, Bayern und Niedersachsen (?) vor und ist vom Aussterben bedroht. Mit Schuld an dieser mißlichen Lage sind nicht selten die einseitigen Pflegeprogramme der Naturschutzbehörden: durch Überweidung oder Mahd der Kalkmagerrasen wird der Esparsettenbestand empfindlich reduziert.

Wir Männer lernen es nie!
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Detmar K.

Kommentare 7

  • M.Gebel 23. August 2004, 21:29

    @Harald und Detmar:
    Ihr sprecht mir aus der Seele. Keinen Pfifferling wird auf Insekten,- und Schmetterlingsschutz gesetzt. Hier im NSG Duisburg wure vor Jahren für viel Geld eine Brutplattform für die attraktiven Störche errichtet. Bis heute blieb sie unbesetzt. Für "gesunde" Wiesen wird viel zu wenig getan. Naturschutz bedeutet in vielen Gegenden Vogelschutz, wobei der Erhalt der Insekten,-und Schmetterlingswelt auch Vogelschutz ist. Anscheinend haben dieses zu wenige Schützer begriffen...leider!

    LG
    Markus Gebel
  • Detmar K. 23. August 2004, 21:11

    @ Harald: hier auf der Schwäbischen Alb wachsen die Orchideen teils einfach am Straßenrand, trotzdem machen Heimatvereine sowie Naturschutzbehörden teils Mordstheather wegen den "blöden" Orchideen. Es ist ein Trauerspiel.
    Was die Fläche angeht wo obiger Weißdolch-Bläuling fotografiert worden ist: knapp 1km entfernt gibt es eine ähnliche Fläche, ebenfalls NSG, mit einem gewissen Unterschied: hier wird der gesamte Esparsettenbestand einfach von Schafen weggefressen, damon hat da keine Chance (obwohl diese Fläche als zusätzlicher Lebensraum ideal wäre im Sinne von Biotopverbund, das sollte doch möglich sein bei einer Art die in BW vielleicht gerade noch mal 10 Vorkommen hat?).
  • Wolfgang Leierer 22. August 2004, 22:20

    Was soll man immer wieder schreiben, eine Aufnahme besser als die andere. Hervorzuheben ist das Bild in Bild, einfach Klasse!
    Gruß Wolfgang
  • Klaus Kieslich 22. August 2004, 22:02

    Eine sehr gute Falteraufnahme mit interessanter Info....
    wieder klasse !
    gruß klaus
  • Karl G. Vock 22. August 2004, 21:19

    Tolle Beschreibung.
    Da sieht man mal wieder daß Naturschützer oftmals auch Fehler machen.

    Karl
  • M.Gebel 22. August 2004, 21:12

    Den hast du gut getroffen. Über die Beschreibung brauchen wir nicht zu reden, denn die ist von einem Profi.:-))
    Ein schöner Falter, ein schönes Foto!!!

    LG aus Duisburg
    Markus Gebel
  • Mario Finkel 22. August 2004, 20:57

    Super Bild von einer Art die ich sehr gerne mal sehen würde. Die kleinen Bilder mit den Eiern sind auch super.

    LG MArio