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Was ist neu?

Hirsi


Free Mitglied, Bern

Was unsere Ahnen im späten Mittelalter so machten

Der Richter und sein ausführendes Organ der Scharfrichter bei der Arbeit.

Mein Beitrag zur Digi-Art-Challenge LXXII "Bei den Ahnen"


Um es gleich vorwegzunehmen, nein, ich bin nicht durchgeknallt, habe keine Depressionen und brauche auch keinen Psychiater. Mir geht es ganz gut!
Ich bin mir bewusst, dass es dieses Bild nicht gerade in die Vorzeige Ecke schaffen wird, dazu ist das Thema dann doch zu delikat.
Trotzdem finde ich es wichtig, auch solches nicht auszuklammern und einen Blick auf ein dunkles Kapitel der Menschheitsgeschichte zuzulassen.
Der Grund weshalb ich auf dieses Thema gekommen bin, hat ganz simpel damit zu tun, dass ich das dazu passende Vorlagenmaterial auf meiner Festplatte liegen hatte.

Zum Bild:
Bei unseren Ahnen im späten Mittelalter war es leicht möglich, im buchstäblichen Sinne den "Kopf zu verlieren".
Um nach heutigem Ermessen zu urteilen, genügte es zur damaligen Zeit eines geringfügigen Deliktes, und man wurde bereits dem Scharfrichter übergeben.
Das die perfekte Ausführung des "Köpfe runtermachens" für so manchem Scharfrichter nicht gerade zur Ehre geriet, war ein offenes Geheimnis.
Im Bildhintergrund ist bereits die Neuzeit sichtbar, in Form einer Tötungsmaschine, welche nach Joseph-Ignace Guillotin benannt, fortan den Namen "Guillotine" tragen sollte.
Diese Maschine atmet bereits den Geist der Industrialisierung und versprach das Töten noch rationeller und effizienter über die Bühne zu bringen.

Zitat:
"Die Guillotine ist eine Maschine, die den Kopf im Handumdrehen entfernt und das Opfer nichts anderes spüren lässt als ein Gefühl erfrischender Kühle."
– Joseph-Ignace Guillotin, 1790 -

Links:
http://de.wikipedia.org/wiki/Guillotine
http://de.wikipedia.org/wiki/Joseph-Ignace_Guillotin


Um in das Heute zurückzukehren, ich empfinde es als ungeheures Privileg in einem jener Länder leben zu können, welche die Todesstrafe ächten und dies per Dekret im Gesetz verankert haben.
Dies ist, um beim Thema zu bleiben, auch unseren Ahnen zu verdanken.

Das genau dieses Privileg für viele Bewohner anderer Länder unserer Erde immer noch nicht gilt, ist leider eine unbestrittene und traurige Realität.

So grausam dieses Bild auch daherkommen mag, so soll es doch ein Plädoyer gegen die Todesstrafe sein.
In diesem Sinne möchte ich meine Montage verstanden haben!

http://www.amnesty.ch/de/themen/todesstrafe/facts-figures


Danke für's anschauen und... weiterklicken ;-)

Die verwendeten Vorlagen findet ihr hier:

Kommentare 7

  • Joachim Kalkhof 30. April 2013, 13:27

    Cool und schrill! Super!
    LG Joachim
  • Uwe Garz 24. März 2013, 20:54

    So liebe Freunde der Bild Manipulationen, das Voting ist hiermit eröffnet.
    Zu bewerten sind 77 wunderbare Arbeiten was die Entscheidung mit Sicherheit nicht leicht macht.
    Zeit dafür habt ihr bis zum 31.03. um 20:00
    http://www.fotocommunity.de/forum/bildbearbeitung-digiart-druck-software/voting-digi-art-challenge-72-bei-den-ahnen-367837
  • Schneider Hannelore 23. März 2013, 23:44

    Deine Geschichte und das passende Werk sind wahrlich gut überlegt und gut gemacht.
    LG Hannelore
  • Reimund List 23. März 2013, 22:41

    Zweifellos das "blutrünstigst" Werk bei dieser Challenge. Aber warum nicht, gut ist es ja gemacht. Zur Todesstrafe habe ich ein gespaltene Meinung, manchmal denke ich unsere Justiz mag die Täter mehr als die Opfer von ihren schweren Verbrechen.
    vg R.
  • Martin Rodan 22. März 2013, 18:53

    Vor der erfrischenden Kühle wird sich der Delinquent sicher erst einmal körperwarm eingepisst haben,
    wenn es denn dabei geblieben ist ... .

    Da das Leben (und Sterben) nicht nur schöne Ausblicke bereithält, finde ich es absolut nicht verkehrt, wenn einen ein Bild nicht nur positive Inhalte vermittelt,
    sondern auch ins sprichwörtlich Eingemachte geht.
    Um so besser ist es, wenn trotz brutalen, oder für "Normalbürger" abnormen Inhalts, auch noch eine Geschichte "eingebettet" ist.

    Vielleicht hätte Mister Scream die Doppelaxt ruhig optisch etwas tiefer in das erkaltende Fleisch treiben sollen ;-)

    Gruß - Martin
  • mawie 21. März 2013, 9:35

    Okay, jetzt nehme ich den 3. Anlauf eine Anmerkung zu schreiben. Ich finde das Thema sehr brisant. Klar ist es gut das die Todesstrafe abgeschafft ist, trotzdem kommen einen die Gedanken an "Auge um Auge und Zahn um Zahn" in Anbetracht der vielen entsetzlichen Straftaten die passieren. Und geht es den Tätern nicht so richtig Hotelmäßig im Knast? Ich finde da sollte viel härter bestraft werden. Den Knastologen reichen ja noch nicht einmal 8 Fernsehsender, Okay, das würde jetzt alles ausarten. Auf alle Fälle eine interessante Bearbeitung und Darstellung.
    LG Margrit
  • grisfamily 21. März 2013, 8:44

    interessante Interpretation des Themas. Die Umsetzung ist Dir wirlich sehr gelungen.

    Ich hoffe der arme Mann wird nicht wegen seines Fusses geköpft ;-)

    Gruss Georgi

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