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K.-H.Schulz


Pro Mitglied, Göppingen

Wandern im Ländle - Schloss Lichtenstein -April - 2014

Im 19. Jahrhundert entstand im Zuge der Romantik ein großes Interesse am mittelalterlichen Rittertum. Wilhelm Hauff veröffentlichte 1826 seinen Roman Lichtenstein, der auf die spätmittelalterliche Burg Lichtenstein Bezug nimmt. In diesem Roman wurde ein Stück württembergische Landesgeschichte popularisiert. Im Mittelpunkt der Erzählung steht u.a. der geächtete Herzog Ulrich, der 1519 vom Schwäbischen Bund aus Württemberg vertrieben wurde und zeitweilig auf dem Lichtenstein und in der benachbarten Nebelhöhle Zuflucht gefunden haben soll. Wilhelm Graf von Württemberg (späterer Herzog von Urach), ein Vetter des Königs, interessierte sich sehr für mittelalterliche Geschichte und historische Bau- und Kunstdenkmäler. Er war von Hauffs Roman begeistert und entschloss sich zum Ankauf des Lichtenstein, nachdem er schon länger eine Burgruine auf der Schwäbischen Alb zum Wiederaufbau als Sommersitz gesucht hatte. Das zu dieser Zeit dort befindliche Forsthaus wurde 1837 von Graf Wilhelm nach Verhandlungen mit dem Uracher Oberförster Philipp Freiherr von Hügel und dessen Nachfolger Friedrich von Mandelsloh erworben.[2] Der Graf, ein leidenschaftlicher Sammler von Waffen, Rüstungen und Gemälden, benötigte einen Aufbewahrungsort für seine Kunstgegenstände und wünschte sich dafür eine möglichst authentische Ritterburg. Nach dem Abbruch des Forst- und Jagdhauses wurde das Schloss zwischen 1840 und 1842 nach den Plänen Carl Alexander Heideloffs, unter der späteren Bauleitung von Johann Georg Rupp (1797–1883)[3] gebaut. Neben dem auf steilem Felsturm über den mittelalterlichen Mauern errichteten Kernschloss entstand schon damals eine weitläufige Vorburg mit Eckbastionen und Geschütztürmen, welche zwei ältere Wirtschaftsgebäude einschloss, die nun umgebaut wurden. Mit dem neugotischen Lichtenstein entstand eine der ersten historistischen Schlossanlagen in Südwestdeutschland, die auf Grund ihrer Einbettung als Staffage in die Alblandschaft und ihrer qualitätsvollen Architektur und Innenausstattung zu den besten Schöpfungen des romantischen Historismus in Deutschland rechnen darf.

Kommentare 9

  • ernesto haddad 23. April 2014, 3:28

    lovely landscape Karl ! saludos
  • Vitória Castelo Santos 17. April 2014, 17:56

    Ein klasse Foto gut festgehalten
    Für dir ein schönes und Frohes Osterfest,
    LG Vitoria

  • xyz 17. April 2014, 17:30

    Eine tolle Schlossansicht!
    Vielleicht die Tiefen noch einen Ticken aufhellen?
    Gruß Ulf
  • FlugWerk 17. April 2014, 15:10

    Eine tolle Licht- und Schattenwirkung, ganz fein und die Info dazu auch gelungen. LG Tina
    P.S. danke für deine nette Anmerkung bei mir.LG Tina
  • Wolfgang Weninger 17. April 2014, 14:19

    mit den blühenden Sträuchern rundum wirkt das sehr romantisch
    Servus, Wolfgang
  • Sylvia Schulz 17. April 2014, 13:04

    ein schöner Blick auch von dieser Seite
    LG Sylvia
  • Maria Kohler 17. April 2014, 13:03

    Eine wirklich sehr gute Aufnahme von den Schloss.
    Und die Info dazu ist auch sehr interessant zu lesen.
    LG Maria
  • Foto-Volker 17. April 2014, 12:39

    interessant!
    wenn steine erzählen könnten!
    vg volker
  • TacitusRomeo 17. April 2014, 12:37

    Eine wirklich gute Aufnahme.
    VG