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Wallfahrtskirche Sankt Leonhatd (1)

Kettenkirchen sind heute noch vereinzelt in Bayern und Österreich anzutreffen. Die Form des Fassadenschmucks von Kirchen, die dem Heiligen Leonhard (Leonhard von Limoges) geweiht sind, hat zu deren Namen geführt. Die Kirchen werden entweder dauerhaft oder zeremoniell am 6. November mit eisernen Ketten umspannt.

Leonhard von Limoges gehört mancherorts zu den 14 Nothelfern. Der Heilige war Eremit und gründete das Kloster Noblac bei Limoges in Frankreich, als dessen Abt er 559 n. Ch. starb. Nach der Legende half er einer Merowingerkönigin in Geburtsnöten und erbat als Gegenleistung dafür die Freilassung von Gefangenen, wodurch er zum Schutzpatron aller Angeketteten wurde. Im 11. Jahrhundert breitete sich seine Verehrung im alpinen Raum aus. Da die Kette auch als Viehkette gesehen wurde, wurde Leonhard auch als Schutzheiliger für Bauernanliegen, wie Vieh und Wetter verehrt. Darauf verweisen Volksbräuche, wie die Leonhardifahrten oder Leonardiritte mit Pferdesegnung, sowie eiserne Votivgaben in Form von Tieren.

Die eisernen Votivgaben wurden früher in Ketten umgearbeitet und um die Kirchen gespannt. Dieser kultischen Fesselung liegt, so vermuten Volkskundler, eine uralte Vorstellung zu Grunde: Die Ketten sollen dämonischen Einfluss abhalten.

Zur Gründungslegende der katholischen Wallfahrtskirche St. Leonhard bei Kaufering

Einer Legende zufolge wurde das Gnadenbild, welches noch heute als Kopie in der Kirche vorhanden ist, in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts vom Hochwasser des Lech angespült. Ein Anwohner stellte die hölzerne Leonhardsfigur in der Höhlung einer Eiche auf, fand sie jedoch später auf einer Wiese wieder. Man brachte die Skulptur wieder zum Baum zurück, kurz darauf lag das Bildwerk wieder am Standort der späteren Kirche. Dies soll sich einige Male wiederholt haben.

Um 1704 beschloss man deshalb die Errichtung einer hölzernen Wallfahrtskapelle. Der Standort war durch den Heiligen selbst bestimmt worden.
Die beiden schmiedeeisernen Ketten um die Kirche, sind eine Zutat der Restaurierung von 1975.

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Objektiv AF-S DX VR Zoom-Nikkor 18-105mm f/3.5-5.6G ED
Blende 9.5
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Brennweite 28.0 mm
ISO 200