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•utopie•




•DC752•




wo rohe kräfte sinnlos walten ...
klar, so ein schrottreif getretenes fahrrad
is natürlich nix dagegen,
und nicht mal was besoderes.
sind ja zu tausenden in der ganzen stadt angekettet.
trotzdem.
es erinnert mich an winnenden.
gewalt ekelt mich einfach an,
im großen wie im kleinen.
ganz egal, von wem sie ausgeht.
entschuldbar ist gewalt grundsätzlich mit absolut nichts.
unweigerlich fällt mir dann allerdings auch ein,
dass unsere gesellschaft
ja auch nicht so ganz ohne ist.
wer „anders“ ist,
wer nicht ins system passt,
der wird knochenhart ausgegrenzt,
bis er sich „freiwillig“ anpasst,
bis er „funktioniert“.
ansonsten kotzt ihn die gesellschaft einfach aus.
ist das nicht auch gewalt?
ist das nicht ebenso
unentschuldbar?

junge menschen SIND „anders“.
sie sind noch nicht so abgestumpft,
haben noch ideale.
gott sei dank.
aber dann finden sie sich auf ihrer suche
in einer welt von ignoranten wieder,
in der ideale einen scheißdreck wert sind.
hier zählen harte euros.
sonst nix.
eigentlich ist es ja logisch:
je unmenschlicher
und menschenverachtender
unser system wird,
je mehr psychische gewalt wir als gesellschaft ausüben,
desto zahlreicher und brutaler
dürften die reaktionen
ausfallen.

wäre unsere gesellschaft
insgesamt etwas weniger unmenschlich,
würde jeder einzelne
nicht so siegessicher mit den ellenbogen herumfuchteln,
endlich mal das mobben sein lassen
und etwas mehr gemeinsinn
und selbstlose hilfsbereitschaft
an den tag legen,
dann hätten wir vielleicht
einen dicken haufen probleme
weniger.

aber das
bleibt wohl auf ewig utopie,
unter menschen.




•köln•city•frankenwerft•
•03•2009•



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