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Union soldiers of the Civil War

Union soldiers of the Civil War

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Carsten Corleis


Free Mitglied, Moisburg

Union soldiers of the Civil War

Unionskavalleristen aus dem Amerikanischen Bürgerkrieg (1861-1865) im Feldlager. Aufgenommen am 2.6.2001 in Quickborn beim Western-Treffen vom 30.5. bis 3.6.2001.

Kamera: Unbezeichnete Mahagoni-Holzbalgenkamera von ca. 1880, Objektiv: "Goertz Doppel-Anastigmat 180mm" ebenfalls ca. 1880, Photoplatte: Selbstgefertigte "farbenblinde" Bromsilber-Gelatinetrockenplatte im Format 13x18cm, Zeit: 2,5 Sek. bei Blende 16 (Leicht bedeckter Himmel).

Platte entwickelt 1,5 Min. in "Tetenal Eukobrom" 1+7, Stoppbad: 5%ige Essigsäure, fixiert 25 Min. (!!) in "Tetenal Superfix" 1+3, Wässerung: 30 Min.
Direktscan von der Photoplatte und mit "PaintShop Pro" invertiert. Sepiatonung ebenfalls mit "PaintShop Pro".
Nach einigen Erfolgen (und vielen Fehlversuchen) mit selbstgefertigten Bromsilber-Gelatineplatten im Plattenformat 9x12cm ist dies meine erste gelungene selbstgefertigte Photoplatte im Format 13x18cm. Die leichten Störungen in der Bildmitte kommen durch noch nicht ganz geklärte Fehler beim Abkühlen und/oder Trocknen der bei 40°C beschichteten Platten zustande. Ich arbeite an der Lösung des Problems.

Kommentare 16

  • Carsten Corleis 18. November 2001, 11:53

    Hallo Erich,
    der finanzielle Aufwand ist überraschend gering: Alles zusammen, für 2 Plattenkameras 13x18 mit kompletten Zubehör komme ich auf ca. 1500 DM. Dafür bekommt man wohl keine gute moderne GF-Kamera :-) 99% der antiken Gerätschaften sind bei eBay.de ersteigert worden.
    Das "Ausfriemeln" der alten Techniken fesselt schon stunden- und tagelang an die Dunkelkammer, macht aber auch viel Spass, auch wenn fast nie beim erstenmal (oder zweitenmal) klappt.
  • Dieter Frangenberg 9. Juni 2001, 10:18

    Der nackte Wahnsinn, spitzen Arbeit.
    Gruß Dieter
  • Carsten Corleis 7. Juni 2001, 23:53

    Hallo Kay,
    das Nasskollodium-Verfahren hatte ich anfangs auch im Auge. Probleme sind nur die "Zutaten", eben Schiessbaumwolle & Äther für das Kollodium, die in D wohl nicht einfach zu bekommen wären, und das die Nass-Kollodiumplatten sofort nach der Sensibilisierung im nassen Zustand auch belichtet und entwickelt werden müssen. Also ohne tragbare Dunkelkammer bzw. Dunkelzelt nicht möglich.
    Also wich ich auf die Bromsilber-Gelatinetrockenplatte aus, die 1871 entwickelt wurde. Rezept ist eigentlich fast dasselbe, bloss das statt Kollodium eben Gelatine als Silberträger benutzt wird, und ich die Platten im unbelichteten und belichteten Zustand über Monate lagern kann. Die Albumin-Beschichtung von Papier mit Eiweiss und Silbernitrat für die Abzüge wird auch demnächst ausprobiert :-)
  • Carsten Corleis 6. Juni 2001, 23:54

    Hallo Ralf,
    mittlerweile habe ich auch schon eine E-Mail bekommen, die von "Betrug" sprach, und dass ich entweder per EBV gearbeitet, oder tatsächlich ein altes Originalbild aus einem Buch über den Amerik. Bürgerkrieg eingescannt hätte.
    Habe den Zweifler eingeladen, mich zu besuchen, damit ich von ihm ein Portrait machen kann (habe z.Z. noch 3 selbstgemachte Platten "auf Tasche") und er anschliessend "live" und "unplugged" bei der Entwicklung in der Duka dabei sein dürfe... bislang ist noch keine Antwort gekommen ;-)
    Sobald ich den Prozess besser im Griff habe, werde ich wohl auch einen kleinen Artikel für die FC schreiben, wie man solche Photoplatten herstellen kann; entweder mit "Tetenal Work Photographic Emulsion" oder auch direkt aus den Grundchemikalien Silbernitrat, Kaliumbromid & Gelatine.
  • Ralf Hensel 6. Juni 2001, 16:30

    Hervorragende Umsetzung alter Fototechnik. Die Störung im Bild kommt mir eher wie eine Doppelbelichtung oder Spiegelung im Objektiv vor. Aber genau das macht den Reiz dieses Fotos aus. Als ich mir die Vorschau anschaute dachte ich erst, da hat einer ein altes Foto vom Flohmarkt reingestellt :-) ..... Bin eines besseren belehrt worden,gut so!!
    Gruß Ralf
  • Elisa Markes-Young 6. Juni 2001, 10:05

    Wunderschön! Wen kümmern da die Fehler. Ich bin immer wieder beeindruckt, wenn ich sehe, was man so alles anstellen kann mit Hilfe von Kamera und Film. Als ein ziemlich grünes "Greenhorn" bin ich nur voller Ehrfurcht und Neid....
  • Carsten Corleis 5. Juni 2001, 22:48

    @Ulla:
    Die selbstbeschichteten Bromsilberplatten kann ich in der Duka bei Rotlicht auf Sicht entwickeln. Etwas kann man dann noch beeinflussen, bei Überbelichtung rechtzeitig im Stoppbad abbrechen oder bei Unterbelichtung die Platte auch mal etwas länger im Entwickler "quälen" :-)
    Diese Platte war fast ideal belichtet und mit 1,5 Min. eigentlich genau "nach Plan" ausentwickelt. Klappt aber auch mit der korrekten Belichtung selten so auf Anhieb, so dass ich Platten auch schon nach 30 Sek. gestoppt habe oder einmal 4,5 Min. im Entwickler habe "ziehen" lassen (wobei helle Bildbereiche, wie blauer Himmel, sogar schonmal solarisieren), um einen brauchbaren Tonwertumfang zu erreichen.
    Der Tonwertumfang der Bromsilberplatten ist ohnehin sehr eng; schnell ist ein Bildteil über- ein anderer dafür unterbelichtet. Grosse Kontrastunterschiede (heller Himmel, dunkleres Motiv) bereiten die grössten Probleme.
  • Ulla Kulcke 5. Juni 2001, 22:23

    Faszinierende Aufnahme und faszinierende alte Technik. Hast Du die Fotoplatte mit Dursicht entwickelt oder bist Du in der Belichtung da schon firm?
  • Stefan P aus E 5. Juni 2001, 11:25

    Ich sag nur: Wahnsinn. Genial. Der Zeitsprung schlechthin.
  • Wolfgang Van Oorschot 5. Juni 2001, 10:29

    Respekt vor so viel Enthusiasmus und Gratulation zu der gelungenen Zeitreise
  • Ingrid Bunse 5. Juni 2001, 7:33

    Einfach spitze, ich finde auch, dass die "Fehler" gar nicht stören - im Gegenteil!
  • Kundar Krieg 5. Juni 2001, 0:46

    Die Zeit läßt sich also doch zurückdrehen. Kompliment!
    Gruß von Kundar
  • Enrico Janowski 5. Juni 2001, 0:46

    Fantastisch!

    (Die kleinen Fehler lassen es noch viel echter aussehen.)
  • zett42 5. Juni 2001, 0:11

    welcome back, carsten!
    super western-feeling! toll auch, wie die beiden herren so stolz die brust rausstrecken. So hat man bestimmt auch im 19. jh vor der kamera posiert!

    schade nur, daß ich von der technik nicht so viel verstehe und die (sicher viele) arbeit daher wahrscheinlich nicht soo gut schätzen kann...

    gruß, sascha
  • Markus Benk 4. Juni 2001, 23:49

    Da sag´ich nur: WOW!!! Klasse gemacht. Im Habitus gut den historischen Vorbildern nachempfunden.
    Markus

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