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Sten Vondrak


Basic Mitglied, Alswede

uecker mündung

Ueckermünde

Kommentare 1

  • Günter Suppé 4. Januar 2009, 18:35

    Warum nur zieht mich dies Foto so sehr an? Möglicherweise, weil mit dem zweiten Blick auf das scheinbar eher unspektakuläre Motiv ein komplexes Spannungsgefüge erkennbar wird, das die Sinne erregt und die Fantasie beflügelt: Die wenigen Objekte, die über die glatte Linie des Horizonts hinausragen, bewirken nicht nur eine klare Gliederung des Bildes in Vorder-, Mittel- und Hintergrund, sie verstärken auch
    den Eindruck der scheinbaren Raumtiefe, die die Zweidimensionalität der Darstellung fast vergessen läßt.
    Der Warm/Kalt-Kontrast zwischen den wunderbar natürlichen Farbklängen von Himmel (mit dem Wasser als Spiegel) und Strand akzentuiert diesen Effekt, so daß sich der Betrachter, auch dirigiert von den perspektivisch wahrgenommenen Strukturen der Wolken um den Punkt des Goldenen Schnitts herum,
    hineingezogen fühlt in die Tiefen eines unendlichen Raumes.
    Was aber wäre dieses Motiv ohne das magische Signal der roten Turmspitze, die, unterstützt durch den
    gewaltigen Baum links im Bild, den Ausgangspunkt für eine Reise durch die Landschaft in Leserichtung bildet? Von dieser Turmspitze gehen radial einige "Leitlinien" über die Bildfläche, die die Wahrnehmung der Inhalte merklich dynamisieren, bis die Bewegung am rechten Bildrand jäh gestoppt wird.
    Die oberste Linie folgt der Struktur der Wolkenformation, eine mittlere folgt dem Horizont und die untere wird markiert von der Grenzlinie zwischen Strand und Wasser.
    Für eine zusätzliche Beschleunigung sorgt der Wind, der die Schilfgürtel seewärts geneigt hat. Daß er wirklich weht, verraten auch die Wellen und die gekräuselte Oberfläche des Wassers.
    So viel eindrucksvolle Landschaft mit so viel virtueller und tatsächlicher Bewegung bei so viel
    scheinbar beschaulicher, idyllischer Ruhe, das ist für mich wirklich kreative, spannungsreiche Bildgestaltung.
    Liebe Grüße, Günter