Diese Website verwendet Cookies, um verschiedene Funktionalitäten bereitzustellen, Anzeigen zu personalisieren und Zugriffe zu analysieren. Durch die Nutzung dieser Website erklärst Du Dich damit einverstanden, dass Cookies verwendet werden. Weitere Informationen  OK

Was ist neu?

Tine Fr.


Free Mitglied, Cottbus / Bremen

_trist_

Tagebau Jänschwalde, Kontrast verstärkt durch PS - mehr nicht. Schaut irgendwie tot aus. Gruselig.

Kommentare 7

  • Franz-Josef Wirtz 5. November 2004, 21:36

    Ich hatte in Braunschweig mal eine Fotoausstellung (großformatig) gesehen, die einen ganz ähnlichen Eindruck vermittelte. Und dann gibt es noch diese
    http://www.ferropolis.de/.
    FERROPOLIS 4
    FERROPOLIS 4
    Gerd Dz.

    http://www.tu-cottbus.de/BTU/Fak2/TheoArch/Wolke/deu/Themen/992/Lenz/lenz.html
    http://www.goitzsche.de/.

    Wenn ich es recht verstanden hab, überlässt man die Tagebaue bei Euch nun einfach sich selbst und lässt sie nach und nach vollaufen. Hier macht man das nur mit den "Restlöchern". Wie niedlich. Löcher, die 470m tief sind und mehrere hundert Jahre benötigen, bis sie voll sind. Die wirklich kleinen Löcher der Ville aus der Anfangszeit des Braunkohletagebaus sind bis heute noch keine stabilen Systeme geworden. Aber das sieht man unter dem schönen Wasserspiegel ja nicht. Auch nicht, welcher Chemikaliencocktail da aus den durcheinandergewürfelten Schichten sich nun mit den Grundwasserleiteren vermischt. Das wird dann nur in Fachkreisen diskutiert, oben schippern dann die Segler.

    Das Chaos der wieder abgekippten Böden sieht man hier ganz gut:
    Abraum (4) [2004] remixed by Meister John
    Abraum (4) [2004] remixed by Meister John
    Gespür für Licht

  • Tine Fr. 5. November 2004, 20:50

    "Hier wird immerhin noch ein grünes Mäntelchen, das wie eine Landschaft aussieht im Anschluss drüber gelegt, die die realen biologischen, agrarökonomischen und hydrologischen Probleme fein kaschiert"
    ist im Osten glaub ich genauso.

    Komme ursprünglich aus Norddeutschland und bin jetzt nach Cottbus gezogen, und haben nun eine Exkursion in den Tagebau gemacht.
    Kann ich schwer ausdrücken, aber am meisten beeindruckt (im negativen Sinne) hat mich echt die karge, tote Landschaft. Sah aus wie auf einem anderen Planeten. Und die riesengroßen F60 und Schaufelräder mittendrin.
  • Franz-Josef Wirtz 5. November 2004, 13:15

    Also keineswegs wollt ich sagen "aaach, das ist aber doch gaaar nix. Bei uns isses da viiieel gruseliger". Ich finde beides schrecklich, wenngleich ich Eure Seite leider noch nicht aus eigener Anschauung kenne. Hier wird immerhin im Anschluss noch ein grünes Mäntelchen, das wie eine Landschaft aussieht drüber gelegt, welches die realen biologischen, agrarökonomischen und hydrologischen Probleme fein kaschiert. Ich finde, die Ausmaße dieser Tagebaue machen das Wörtchen "vollständig" in seiner ganzen Tiefe fühlbar. Eine vollständige Zerstörung durch vollständig bar jeder Menschlichkeit Empfindung handelnde Technokraten. Wenn ich das sehe, wird mir klar, wie es einen Holocaust, eine "vollständige Vernichtung" von Menschengruppen geben konnte, wie in Russland große Landstriche durch Erschießen, Verbrennen oder Sprengen der Bewohner und Abbrennen der Gebäude "vollständig entvölkert" werden konnten. Vollständig und unwiederbringlich, vielleicht sollte man diese Worte als "das deutsche Wort" küren.
    Leben mit dem Braunkohletagebau: Die Blüte kommt vor dem Fall
    Leben mit dem Braunkohletagebau: Die Blüte kommt vor dem Fall
    Franz-Josef Wirtz
    Beim Tagebau Inden hat es ein Dorf immerhin geschafft, quasi auf einer Insel zu überleben. Der Tagebau grub erst die westliche, dann die nördliche und zuletzt die östliche Nachbarschaft ab. Nun ist der Ort umgeben von künstlichen Feldern, dereren Bodenfruchtbarkeit nichts mehr gemein hat mit dem so gut wasserhaltigen Lößboden von vorher. Das Leben am Abgrund über die Jahrzehnte ist ebenfalls eine Belastung. Beim Dorf Holz im Tagebau Garzweiler ist RWE hingegen nicht bereit, einige zehn Meter die Abbaugrenze zu verlagern.
  • Tine Fr. 5. November 2004, 9:43

    @ Franz-Josef Witz: In den östlichen Tagebauen erreichen die eine maximale Tiefe von 150m ca., da die Kohleflöze nicht so tief liegen wie im Ruhrpott zB.
    Trotzdem fand ichs da gruselig, ist eine ganz andere Landschaft. Auf der einen Seite ein bewohntes Dorf dazwischen eine Landstrasse (die auch öffentlich genutzt wird) und dann rechts gleich der Tagebau.
  • Franz-Josef Wirtz 4. November 2004, 0:12

    Ja, bei dem, was in den Großtagebauen dort wie hier angerichtet wird, paart sich Bürokratie und Technikgläubigkeit zu einem kaum bekämpfbaren Geschwür. 400m Tiefe beim Tagebau Hambach - da ist das gezeigte Bild ja gerade noch an der Oberfläche.
    - Übertageabbau -
    - Übertageabbau -
    Manfred Herling
    ein Dorf stirbt (10)
    ein Dorf stirbt (10)
    Manfred Geyer
    Braunkohleabbaugebiet - Garzweiler
    Braunkohleabbaugebiet - Garzweiler
    Michael O. L.
  • Martin Ju. 3. November 2004, 22:01

    Sieht wirklich ziemlich einsam aus. Das Bild vermittelt schön, wie klein der Mensch mit all seiner Technik eigentlich ist, wie groß aber die Folge seines Wirkens ist.
    LG MArtin
  • Michael Beckmann 3. November 2004, 21:25

    Hmm, ja in der Tat ;-) Ich werde morgen mal ein Foto von meinem derzeitigen Arbeitsplatz einreichen.

Schlagwörter

Informationen

Sektion
Klicks 480
Veröffentlicht
Sprache
Lizenz