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Was ist neu?

Laufmann-ml194


World Mitglied, aus Unentschiedenheit

Top Secret - for your eyes only ;-)

Der Münchener Nordring mit seinen Abzweigungen vom und zum Rangierbahnhof München Nord, war und ist immer ein auch ein idealer Ort für das in München-Allach ansässige Traditionsunternehmen und der BZA Abnahme- und Probefahrten durchzuführen.
Hier ist das Terrain, wo neue Triebfahrzeuge erstmals das Licht der großen Bahnwelt erblicken.

Selbstverständlich also, dass dabei auch im Verkehrssektor noch völlig unbekannte Entwicklungen darunter sind.
Es ist wegen des Themas Industriespionage sicher nach vollziehbar, dass diese Fahrten nicht an die "große Glocke" gehängt werden.

Dennoch ist es für Bahnfuzzis immer wieder wie ein Sechser ohne Zusatzzahl die Premiere einer solchen Erstfahrt festhalten zu dürfen.





Am 14.07.2012 machte ich vom Abzweig der Umfahrung des Rangierbahnhofes in die KBS 930 nach München Probeaufnahmen und wartete, dass sich bezüglich Zugverkehr etwas tat.
Das Warten erschien es mir wert, ließ doch diese Stelle eine interessante Umgebung mit dem o²-Turm erkennen.
Ich wartete jedoch vergebens.








Dachte ich

Als ich zur Aufbereitung der letzten Veröffentlichung, welche nur rein den Blues leerer Gleise zeigen sollte, die zu bearbeitende Basis näher in Augenschein nahm, glaubte ich selbigen nicht trauen zu können.
Ich wollte aus diesem Bild


ein Lowkey per EbV generieren.
Je mehr ich das Bild abdunkelte, desto deutlicher wurde diese Erscheinung.


...
...

Nun was war das?
Was hatte ich da vor den Fokus bekommen?
Ich hatte die Strukturen einer Lokfront rein auf die Lichter, die nicht erkennbare Beschriftung, die Kontrastbalken und das DB-Symbol reduziert erhalten und es nicht bemerkt.
...
!!!
Vor allem hatte ich die unter mir vorbei fahrende Lok überhaupt nicht gehört!!!!!

Ich brauchte sehr lange um dieses seltsame Erlebnis bewerten und einordnen zu können.
Sehr, sehr lange.


Nachdem ich dann Recherchen betrieben hatte, war mir klar, dass es sich um einen Versuch der nichtstationären, mobilen Lärmbekämpfung an der Quelle der Entstehung handelt, denn insgeheim ist man im Verkehrsbereich dabei stationäre Lärmschutzmaßnahmen als kostenintensiven Irrweg anzuerkennen.
Offenbar hat man erst jetzt bemerkt, dass Lärmempfindung auch sehr viel mit der als nicht trennbaren Einheit des audio-visuellen Empfindens zu tun hat und bewegt sich mit diesem unbekannten Prototyp von der klassischen Lärmbekämpfung weg, die nur auf der akustischen Seite ansetzt.

Was wir hier also sehen, ist eine Tarnkappen-Technologie im Nano-Bereich auf Kristallbasis, welche mit Kombination einer Frequenzmodulation im Ultraschallbereich den Gegenstand "unsichtbar" macht
Quellen hierzu http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/tarnkappen-technologie-kristall-macht-groessere-objekte-unsichtbar-a-743180.html und http://www.spiegel.de/fotostrecke/akustik-tarnkappe-unsichtbar-fuer-das-sonar-fotostrecke-63308.html
Es handelt sich also um einen "Erlkönig auf Schienen".


Warum sind dann aber die oben erwähnten Teile zu sehen???
Selbstverständlich kann sich Jeder denken, was das gestrenge Eisenbahnbundesamt zu einem völlig unsichtbaren Fahrzeug sagen würde.
Somit ist in Bezug auf die entsprechenden Vorschriften, u.a. TEIV bzw. W IBG-Fahrzeuge wohl Allen klar, dass wesentliche Teile der Fahrzeugfront, nämlich Lichter etc. erkennbar sein müssen.
Das ich die Vorderseite auf diesem Foto nicht umgedreht sah, liegt also daran, dass diese Erkennbarkeit nur nach Außen gegeben sein muss.
Mehr zum Regelwerk siehe u.a..
http://www.eba.bund.de/cln_031/nn_204508/DE/Fachthemen/Fahrzeuge/Zulassung/Zulassung__node.html?__nnn=true
http://www.eba.bund.de/cln_031/SharedDocs/Publikationen/DE/Infothek/Fahrzeuge/Inbetriebnahme/VV__IBG/VV__IBG__Fahrzeuge,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/VV_IBG_Fahrzeuge.pdf



Warum dennoch so viel Zeit von meinem Erkennen bis zur Veröffentlichung verging, lag daran, dass ich prüfte, ob ich nicht juristische Probleme bei der Veröffentlichung bekommen kann.
Immer wieder dabei eine Hilfe "FOTORECHT FÜR FOTOGRAFEN" aus der Kanzlei "Karsten und Schubert" - http://www.karstenundschubert.de/publikationen/urheber-und-kunstrecht/detailseite-publikationen-zum-urheber-und-kunstrecht/artikel/fotorecht-fuer-fotografen.html
Im Kern kommt es darauf an, dass ich von öffentlichen Gelände aus fotografierte und das Lokschild unleserlich ist - siehe auch http://www.dforum.net/showthread.php?t=456097
Rechtlich bin ich also auf der sicheren Seite.


Nachfolgend noch ein paar Quellen zur Lärmabhängigkeit von visuellen Reizen:

aus Ärztezeitung 19.04.2005
"Lärmempfindung ist farbabhängig
Studienteilnehmer empfanden hellgrüne ICE-Züge leiser als Züge mit Originalfarbe
MÜNCHEN (sto). Wer glaubt, daß beim Hören nur die Ohren und die dazugehörigen Nerven gefordert sind, muß sich jetzt von Professor Hugo Fastl von der TU München eines Besseren belehren lassen. "Das Auge hört mit", so der Inhaber des Lehrstuhls für Mensch-Maschine-Kommunikation."
Bei http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/neuro-psychiatrische_krankheiten/article/349185/laermempfindung-farbabhaengig.html


Fortschritte der Akustik – DAGA 2000, 530-531
Beeinflussung der Wirksamkeit von Schallschutzmaßnahmen durch visuelle und psychologische Faktoren
(Literaturauswertung zur Vorbereitung eines Laborexperiments)
Ute Felscher-Suhr & Dirk Schreckenberg, ZEUS GmbH, Zentrum für angewandte Psychologie, Umwelt- und Sozialforschung
Universitätsstr. 142, 44799 Bochum
Bei www.verkehrslaermwirkung.de/00FS9901.pdf

Und vor allem die Arbeit "Personenspezifische Einstellungen und Wertungen in der Wahrnehmung der akustischen Umwelt" von Dr. phil. Gert Notbohm, Institut für Arbeitsmedizin und Sozialmedizin, Heinrich-Heine Universität Düsseldorf, Stand Herbstsemester 2012, welche belegt, dass die Belästigung durch Umweltgeräusche in der Streuung bei individuellen Bewertungen lediglich zu einem Drittel durch akustische Faktoren erklärbar ist, aber durch weitere reiz-/situationsbezogene Faktoren bezüglich gerade u.a. der "visuelle(n) Informationen über die Schallquelle" ihre Ausprägung erfährt.
Im Internet gibt es auch hier mehr dazu
http://www.isi.ee.ethz.ch/teaching/courses/ak1/notbohm-hs08.pdf
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Kommentare 9

  • Wolfg@ng Klein 18. April 2013, 10:39

    schön schräg!
    Der Kontrastbalken, meine ich ;-)
    Grüße, Wolfgang
  • Andre24V 7. April 2013, 16:28

    markus ...

    man macht im bahnchannel keine witze. das hier ist ein ernsthafter austausch von erfahrungen und erlebnissen.

    Siehe:


    Also ich bitte dich deine Photoshop Aussetzer bitte im Natur oder sonstewo channel auszuleben.

    Wozu gibt es "DigiArt".

    ...

    hehe, tarnkappenlok.

    ...

    Irgendwie geil ist doch.

    vg
  • Roni Kappel 3. April 2013, 14:46

    ;-D

    lg,
    Roni
  • makna 2. April 2013, 12:10

    Unheimliche Begegnung der 185er-Art !!!
    Aber das ist eben "Art", also Kunst !!!
    BG Manfred
  • KBS 705 (3) 1. April 2013, 21:13

    Das scheint jetzt der neue "durchsichtige" Anstrich zu sein, der sich also der Umgebung wie ein Chamäleon anpasst... ;-))))))

    Starke Idee!

    Viele Grüße,
    Kevin
  • markus.barth 1. April 2013, 20:33

    :-) Herrlich.
  • Hartmut Sabathy 1. April 2013, 20:12

    das ist ja suuuper .. was du da gesichtet hast .. glaube heute ist ja der 1. April . .aber toll das du dir dazu auchalle bestimmungen rausgesucht hast .. vg Hartmut so ein unsichtbarer Zug . wo steigt man dann ein ????
  • topo46 1. April 2013, 12:03

    Wollen wir doch froh sein, dass die Bahn Züge auf´s
    Gleis bringt, deren Anwesenheit weder ein Foto ver-
    schandeln kann noch deren Lärm in natürlicher
    Natur den Wunsch nach Ruhe zunichte macht.
    Habe heute nachmittag am Bahnhof Bochum i.S.
    Abschied zu tun und werde dort nachfragen, ob, wann und auf welcher Strecke der 1.April-Sonderzug verkehrt.
    Aufwendig von Dir gestalteter Scherz, Klasse
    LG Martin
  • Dieter Jüngling 1. April 2013, 11:11

    Ich hätte wohl doch nicht so viel Osterwasser trinken sollen. Oder sehe ich nicht das, was ich sehen sollte und will?
    Schöne Idee.
    Gruß D. J.